Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren

Manch einer von uns hat nach einiger Zeit das Gefühl „Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren!„. Ich darf Ihnen versichern, das ist völlig normal, sogar gut, richtig und geht wieder vorbei. Erste Hilfe für Fotografen:

Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren! Sind meine Fotos schlecht? Erste Hilfe für Fotografen

Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren! Sind meine Fotos schlecht? Erste Hilfe für Fotografen!

Fotografie – einen Schritt vor, zwei zurück

Sie haben das Gefühl, gleichzeitig einen Schritt nach vorne und zwei zurück gemacht zu haben? Sie fühlen sich ausgepowert und haben den Gedanken keine guten Fotos mehr zu schießen? So geht es vielen Menschen, die sonst fotografisch voller Elan und Tatendrang ist. Woher kommt das Gefühl und geht es wieder weg?

Zweifel sind gut, sogar sehr gut. Wer seine Kunst, sein Handeln und Verständnis dieser Welt ständig überdenkt, reflektiert und selbst zu verbessern versucht, der macht nichts falsch. Ganz im Gegenteil. Nur diejenigen, die ständig an sich arbeiten, können sich verbessern. Das gilt für das ganze Leben und auch für die Kunst der Fotografie. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Zeitpunkt kommt, zu dem man denkt, es ginge nicht voran. Aber das stimmt nicht!

Was auch immer Sie denken, Ihre Fotografie gewinnt mit den Zweifeln. Vermutlich vergleichen Sie Ihre Fotos mit denen anderer Menschen? Sie sehen viele hervorragende, herausragende Fotos in Magazinen oder im Internet? Auf diese Art kommt Ihnen der eine oder andere eigene Schuss mit der Kamera wie ein Fehler vor? Ein Missgeschick, ein Rückschritt? Sie fotografieren eine tolle Szene und denken hinterher, Ihr Foto ist nur Durchschnitt und gibt die schöne Stimmung nicht wieder? Ganz normal:

Immer wieder rauf auf das Pferd der Fotografie und dazu lernen

Ich darf Ihnen versichern, in der Fotografie kann man nicht auslernen. Ich fotografiere in diesem Jahr 2018 seit 48 Jahren und lerne jeden Tag dazu. Erst neulich fiel mir ein, auch mal wieder unscharf zu fotografieren, die Motive verschwimmen zu lassen und sich nicht immer um die extreme Schärfe im Bild zu kümmern. Dann wieder fotografiere ich ausschließlich Schwarzweiß und reduziere mich auf das Wesentliche. Trotzdem gibt es Momente zu denen ich denke: Warum hast Du bloß diese schlechte Aufnahme gemacht!

Wer Profi ist, der gibt nicht gerne zu, dass er zweifelt. Doch im Zweifel steckt die Stärke, die den Fotografen und Menschen nach vorne bringt. An sich zu zweifeln ist konstruktiv und bringt jeden weiter nach vorne. Man lernt, dass man gar keine schlechteren Bilder schießt, sondern nur viel kritischer ist und mit viel mehr Wissen auf die Fotos schaut, als es vor Jahren der Fall war.

Im Zweifel liegt die wahre Stärke.

Oftmals geht man an dieselbe Location, denselben Ort des Geschehens zurück und kann dort nichts mehr entdecken. Ich bin oft selbst überrascht, dass ich beim zweiten Mal mit der Szene nichts mehr anfangen kann. Ein Beispiel: Vor vielen Jahren fotografierte ich mit vollem Enthusiasmus Masken in Venedig. Jahre später fand ich diese Fotos nur noch langweilig und konnte mich nicht mehr dafür begeistern. Dann habe ich mich 2018 wieder überredet, es noch einmal zu versuchen und mir sind wirklich gute Fotos gelungen.

Man denkt: Was war denn hier vor Jahren fotografisch so interessant?

Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren

Und so ist dieser Hilferuf völlig normal. Auch die Bekannten und Verwandten finden Ihre Fotos hervorragend und sagen Ihnen das auch. Nur man selbst sieht in dem Moment nicht mehr den eigenen Erfolg. Aus Erfahrung darf ich raten:

Durchhalten und weiter fotografieren. Sie fotografieren gar nicht schlechter!

Nehmen Sie sich ein neues Thema. Fotografieren Sie mit einem Freund / einer Freundin ein neues Thema. Nehmen Sie den Frühling, Strukturen, Gebäude, Farben, Schwarzweiß, Menschen, Straßenfotografie, Tiere, Kinder. Fotografien Sie anders, als Sie es vorher immer getan haben. Schalten Sie mal auf Schwarzweiß, halten die Kamera schräg, nehmen ein Stativ und belichten lange, so dass Bewegungen verschwimmen. Gehen Sie mal hinaus und schießen ausschließlich 10 Fotos. Nur 10 Fotos, ganz gezielt. Überlegen Sie bevor Sie fotografieren, ob sich das Motiv lohnt, ob das Licht korrekt ist, ob Sie richtig stehen. Gehen Sie in die Hocke, fotografieren aus der Bodennähe, achten auf die Spiegelung in der Pfütze.

Ich garantiere Ihnen, nach der kurzen Strecke des Zweifels werden Sie wieder tolle Fotografien erstellten. Sie werden wieder voller Freude die Kamera in die Hand nehmen und kreative Bilder entwickeln. Die Kamera selbst ist übrigens immer nur so gut wie der Mensch dahinter. Und ich kann Ihnen garantieren, dass Sie gute Fotos machen. Sie müssen an sich glauben!

Erste Hilfe für Fotografen: Fotografisch dazulernen

Nehmen Sie sich eines der Bücher, welche wir auf *fotowissen.eu empfehlen und lassen sich inspirieren. Vielleicht haben Sie auch ein unbeachtetes Buch zum Thema Fotografie im Regal stehen und nehmen es in die Hand. Oder Sie lesen mal mein Buch „Motivation Fotografie“. Gehen Sei zu einem Fotokurs oder einem Workshop und lassen sich für neue Motive, Perspektiven und Ideen begeistern. Sie werden damit neue Motivation für die Fotografie erleben.

Nehmen Sie aus den 10 besten Fotos die drei allerbesten, entwickeln sie auf Papier und hängen sie in einem schönen Rahmen an die Wand. Ich weiß: Sie haben keinen Platz mehr! Nehmen Sie ein Bild herunter und hängen ein Neues dafür auf. Verschenken Sie das Alte! Lassen Sie sich von Ihren eigenen Fotos begeistern und gehen voller Freude wieder ans Werk. Sie werden merken:

Fotografieren macht großen Spaß.

In eigener Sache: Individueller Fotokurs

Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenEgal welches Thema Sie fotografieren möchten, ob Sie Anfänger oder Fortgeschrittener Fotoamateur sind: Sie lernen in meinem individuellen Fotokurs (auch als Kurs zu zweit für Freunde, Verwandte, Paare) genau das, was Sie dazu lernen möchten und was wichtig ist, um weiter zu kommen. Das kann die Kameratechnik sein, das Wissen der Bildgestaltung, die Perspektiven, das Sehen lernen oder der Umgang mit dem Motiv. Der Kurs ist intensiv, Sie dürfen alles fragen und können Ihren Wunschtermin vereinbaren. Ich als Fotograf und Fototrainer beantworte Ihnen die Fragen, gebe Ihnen Tipps zu Perspektiven, Motivideen, zeige Ihnen was es braucht um andere Motive zu entdecken und vieles mehr…

Infos zum individuellen Fotokurs >>

Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren - Der bessere Fotokurs

Fotografieren macht großen Spaß!

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Hilfe, ich kann nicht mehr fotografieren

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

2 Kommentare

  1. Auf den Punkt gebracht.

    „Es kommt nicht darauf an, sagen zu können, man habe alles erreicht, sondern sagen zu können, man habe alles versucht.“ Gerald Dunkl

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  2. Lieber Peter,

    vielen Dank für diesen Artikel! Er macht Mut und baut auf und zeigt einen Weg aus der Misere. Ich denke, jeder Fotograf oder jeder der sich auf irgendeine Weise künstlerisch betätigt, ist irgendwann von diesen Selbstzweifeln geplagt. Bei mir persönlich war es nicht die Fotografie, sondern das Schreiben. Eine echte Schreibblockade :-( Hört sich doof an, war aber so. Letzlich brauchte ich einfach ein wenig Abstand und nun klappt es wieder. Noch nicht ganz rund, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan. Kreativität kann man nicht erzwingen und manchmal braucht man nur den Stupser um sie wieder zu finden. Denn sie ist immer da!

    LG
    Britta

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