Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Herbstfarben

Herbstfarben:  Ein sanftes gelb, ein knalliges rot, mattes grün und viel braun. So sehen Herbstfarben aus. Doch was ist, wenn man Herbstfarben in s/w fotografiert? Ist der Herbst dann noch erkennbar?

Ich habe dieses Experiment gewagt und bin mir bei dem Ergebnissen nicht ganz sicher. Einige Bilder „funktionieren“ bestens ins s/w, bei anderen Bilder musste Farbe her … das ging nicht anders. Aber seht selbst!

Noch ein paar Worte vorab: Der große Vorteil einer digitalen Kamera ist der, das man die Bilder direkt in s/w aufnehmen kann und dennoch die farbigen Bilder als raw-File behält. Dazu muss man in der Kamera nur beide Aufnahmemodi einstellen. Also mit jpg und raw fotografieren. Dann noch im Bildstil monochrom einstellen und schon hat man ein s/w jpg, um sich einen ersten Eindruck am Kameradisplay zu verschaffen. Wenn es dann doch so gar nicht passt, bleibt immer noch der raw-File, denn man ganz normal in Farbe entwickeln kann.

 

Herbstfarben in s/w – Die eindeutigen s/w Bilder

Herstbfarben

Bei diesen Bildern ist mir die Auswahl tatsächlich sehr einfach gefallen. Einige funktionieren tatsächlich nur in s/w, so wie Rose aus den ersten Bild. Alle anderen Farben wirken da nur störend. Alles in allem hatte ich bei diesen Bildern keine Probleme mich für eine Variante zu entscheiden. Bei den folgenden Bildern ist mir die Auswahl schon schwerer gefallen, so dass ich Euch sowohl das farbige Bild, als auch die s/w-Variante zeigen möchte.

Herstbfarben – Farbe oder s/w … das ist hier die Frage …

Versteht Ihr mein Problem? Welches Bild sollte ich in Farbe belassen, welches sieht in s/w besser aus? Ich weiß es einfach nicht und kann mich – wenn wundert es :-) – mal wieder nicht entscheiden.

 

Wenn wir aber mal ganz ehrlich sind, der Herbst lebt von den Farben der Blätter und genau das macht ihn für Fotografen auch so interessant. Daher habe ich mich irgendwann auch nicht mehr mit s/w-Bildern begnügen können, denn die Herbstfarben haben mich in ihren Bann gezogen.

 

Herbstfarben

Ihr sehr, hier sind alle Herbstfarben vertreten, die ich eingangs erwähnt habe. Die eigentliche Farbexplosion kam dann ein wenig später und hat mich dazu gebracht, dass mit dem s/w doch einfach zu vergessen :-) Manchmal muss man auch einfach dazu bereit sein einen Plan nochmals komplett umzuwerfen! Aber bei den Herbstfarben war es mir einfach unmöglich in s/w zu fotografieren. Könnt Ihr das verstehen?

 

DIE Herbstfarben

Versteht Ihr was ich meine? Wie hätte ich diese Herbstfarben einfach in s/w darstellen sollen? Die Bilder leben von den Farben und es war mir einfach unmöglich sie in s/w zu konvertieren :-)

 

Habt ihr schon einmal versucht die Herbstfarben in s/w dazustellen? Wie sind Eure Erfahrungen?

 

Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Herbstfarben

 

 

Autor: Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken. Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung! Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden: www.d-photography.de/

8 Kommentare

  1. Liebe Britta, das ist ein, wie ich finde sehr spannendes Thema. Oberflächlich gesehen könnte man ja sagen: die Antwort liegt ja schon im Thema: HerbstFARBEN. Also muss es farbig sein und nicht schwarzweiß. Primär sicher richtig und nach meiner Erfahrung funktionieren nur sehr wenige Herbstbilder, die ich gemacht habe, in sw. UNd wenn, dann könnte es auch ein Spätsommerbild sein, wie z.B. die Rose. Ein Laubhaufen in sw macht auch nicht sooo viel Sinn, finde. Aber es gibt ja noch eine weitere Möglichkeit: das ColorKey-Foto. Heißt: die Farbe, die ich mir wünsche (z.B. gelb) bleibt erhalten, alles andere wird sw. Kann auch interessante Effekte ergeben. Ich werde jedenfalls auch dieses JAhr versuchen, Herbstbilder in sw umzuwandeln (ich fotografiere ausschließlich in RAW). Und das dank Deines Artikels. Danke für die Anregung.

    LG Gerd

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Hallo Gerd,

      oh, das freut mich, dass mein Artikel eine Anregung ist :-) So soll es sein!

      Ja, ich habe noch überlegt, ob ich nicht das ein oder andere Bild als Color-Key entickle. Wenn ich ehrlich bin, war mir das zu viel Arbeit *räusper* Aber bei der roten Rose bietet es sich einfach an. Oder auch das einzelne knallig rote Blatt aus der dritten Galerie (Bild 32). Wenn ich mal wieder viel Zeit habe … Tendenz ist da steigend, weil es ja Winter wird – mache ich das vielleicht nochmal. Tatsächlich habe ich beim Fotografieren gerade dieser beiden Bilder genau an Color-Key gedacht.
      Ich werde berichten, wenn ich die Zeit gefunden habe!

      LG
      Britta

      Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hallo Britta,
    meine Entscheidungen bei den Bildern sähen so aus (aber das sind nur meine Gedanken dazu, andere Menschen sehen
    Bilder bestimmt anders…):
    012/013: SW, bei Farbe lenkt der Vordergrund zu sehr ab, man kann nicht so weit in die Tiefe vordringen
    014/015: Da kann ich mich auch nicht wirklich entscheiden.Wie wäre es mit dem Mittelweg, also die Rose oder auch nur den Hintergrund deutlich zu entsättigen?
    016/017: Farbe, bei SW ist für mich der Herbsteindruck zu schwach. Ausserdem finde ich das Bild in Farbe einfach freundlicher
    018/019: Farbe, der Helligkeitskontrast ist für SW eigentlich zu schwach
    020/021: Farbe, die Tiefe ist bei SW nicht so ausgeprägt
    022/023: Beide Bilder haben etwas, für mich käme es darauf an, was ich will
    Alles in Allem bin ich genau deiner Meinung: Herbstbilder leben von den Farben! Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man die
    Lebendigkeit des Herbstes auch in SW gut vermitteln kann?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Hallo Frank,

      lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.

      Wir scheinen ähnlich zu ticken. Ich würde die s/w Variante wohl auch Bild 13 vorziehen und 16/17 muss ein Color-Key werden, wie ich es oben schon Gerd erklärt habe. Bei Bild 18 hast Du recht. Es ist in s/w einfach zu langweilig … wenn wir doch mal ehrlich sind. Bei Bild 18 stört mich eigentlich der rosa (Blumen-)Rand. Aber das mag daran liegen, das ich rosa eh nicht so mag :-) Und bei 22/23 geht es mir ebenso, ich finde beide Varianten haben was.

      Tja, ich habe so gut es ging versucht den Herbst in s/w einzufangen, bin aber für weitere Anregungen offen :-) Also immer her damit!

      LG
      Britta

      Auf diesen Kommentar antworten
  3. Hallo Britta, von deinen Herbstbildern bin ich wieder begeistert. Habe selbst auf Rügen wunderschöne Fotos bemacht, die mir gefallen, das ist nicht immer so. Ich mag schwarz/weiß Fotografie sehr, finde es für den Herbst allerdings zu, ich nenne es mal „zu traurig“, der Herbst lebt mit den Farben und bringt so die positive Stimmung und Freude zu uns.
    Liebe Grüße
    Ursula

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Hallo Ursula,

      oh ja, ich weiß genau was Du meinst! Wobei ich den Herbst nicht ausschließlich in Farbe sehe. Denk nur an die frühen Stunden, wenn alles noch dunkel ist und gerne auch nebelig oder diesig. Perfekt – in meinen Augen – für s/w-Aufnahmen. Aber das bunte Laub in strahlendem Sonnenschein, nein, das geht einfach nicht in s/w :-)

      LG
      Britta

      Auf diesen Kommentar antworten
  4. Liebe Britta, diese Frage die du hier im Beitrag stellst, kenne ich nur zu gut. Ich denke, da musst du vor dem Fotografieren eine Entscheidung für dich, bezüglich der Bildaussage, treffen. Willst du dem Herbst seine Tristesse nehmen und die Freude an der Färbung vermitteln, dann geht es sicher nur bedingt ohne Farbe. Willst du jedoch den Blick auf Details lenken oder gar die Melancholie des Herbstes betonen, dann funktioniert das zweifelsohne in s/w. Das sieht man wunderbar an der ersten Rose und in der ersten Galerie. Meine Favoriten sind die 34 und die 36, wegen der Detailschärfe. Ich glaube aber, das beide Aufnahmen auch in s/w funktionieren würden, wobei die 34 natürlich auch vom Gegenlicht lebt. Tja, und dann liegt es doch schlussendlich auch im Auge des Betrachters, und daran, in welcher Stimmung sich dieser befindet… Von daher kann ich nur raten, für dich persönlich diese Entscheidung zu treffen. Dann bist du zufrieden mit deinen Aufnahmen und das kannst du dann auch vermitteln.
    Herzliche Grüße,
    Maike

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Liebe Maike,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich glaube tatsächlich, das Bilder sehr stark stimmungsabhängig sind. Nicht das ich zu Beginn des Ausfluges schlechte Laune gehabt hätte, aber die Sonne versteckte sich noch hinter den Wolken, es war ein wenig diesig, alles wirkte farblos und trist. Da passten die s/w Bilder einfach perfekt.
      Nachdem die Sonne herauskam, ging es einfach nicht mehr. So habe ich die Kamera letzlich auch wieder auf Farbe umgestellt.

      Aus dem Grund sind in einem Beitrag zwei sehr unterschiedliche Bildaussagen zu finden. Aber es ging einfach nicht anders! Gerade in der Fotografie finde ich es immer schwierig mit nur einem Thema durch den Tag zu „kommen“. Dafür gibt es zu viele tolle Motive, die ich persönlich nicht einfach links liegen lassen kann ;-) Aber das sieht man ja immer an der Anzahl der Bilder ;-)

      LG
      Britta

      Auf diesen Kommentar antworten

Ihre Meinung interessiert uns

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.