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Heimstudio, Computer und Software in der Pflanzenfotografie

Als ich mit der digitalen Pflanzenfotografie begann, habe ich viele Aufnahmen an einem Nordfenster unserer Wohnung gemacht. Das Fotoobjekt stellte ich in einer Vase auf einen höheren Hocker, dahinter an der Wand brachte ich einen passenden Hintergrund an, die Gardine zog ich zur Seite und fotografierte.

Fotostudio 1

Die Aufnahmen waren sehr ausgeglichen, denn es herrscht an einem Nordfenster ein weiches Licht. Sonnenstrahlen treffen nicht direkt und hart auf das Objekt, sie werden von den verschiedensten Teilen des Hauses und Zimmer gebrochen.

Später entschied ich mich, im Arbeitszimmer eine Fotoecke einzurichten. Darin sollen die notwendigen Gerätschaften immer bereit stehen, ich will auch unterschiedliche Hintergründe und künstlichen Lichtquellen einsetzen.

Fotostudio beschriftet

Das tragende Element meiner Fotoecke ist eine stabile Holzplatte (1), die ich so groß wählte, wie es die Räumlichkeiten zuließen. Die Kamera (2) steht mit dem Einstellschlitten (3) und dem stabilen Ministativ (4) auf dieser Platte. Zwei LED – Leuchten (5) auf Schwanenhälsen sorgen für die Beleuchtung und eine Klemme (6) auf einem Schwanenhals hält das Fotoobjekt. Die Auslösung der Kamera erfolgt mit dem Timer (7). Um den Akku der Kamera nicht zu sehr zu belasten habe ich mir das passende Netzteil angeschafft.

Wenn ich einzelne Blüten, Samen, Früchte, Laubblätter und andere Pflanzenteile aufnehme, verwende ich die Hohlkehle, durch die ich in Bild einen einheitlichen Hintergrund erhalte. Wenn Sie diese nicht kaufen wollen, können Sie sich eine mit einem Blatt Papier oder einem Stück Stoff selbst herstellen.

Hohlkehle

 

Hohlkehle-2

 

Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie im Fotofachgeschäft an den entsprechenden technischen Einrichtungen Ihre digital aufgenommenen Fotos in Papierbilder umwandeln lassen. Sie verzichten damit aber auf eine „Arbeit“ die voller Freude und Erlebnisse steckt, nämlich die Bearbeitung Ihrer Fotos am Computer mit einem Bildbearbeitungs- und Bildpräsentationsprogramm.

Das Angebot an Hard- und Software ist so groß, dass ich Ihnen hier nur einige allgemeine Hinweise geben kann, die Sie beachten sollten, wollen Sie die Verwaltung und Bearbeitung Ihrer Bilder selbst übernehmen:

Digitale Fotos haben heute Millionen an Pixel, sie können nur mit einem Computer gespeichert und verarbeitet werden, der eine gute Rechenleistung hat. Der angeschlossene Monitor soll groß sein, schließlich möchten Sie alle Einzelheiten Ihrer Bilder gut beurteilen können. Digitalfotos werden nicht mehr in Kartons oder entsprechenden Mappen aufgehoben, sondern auf einer Festplatte gespeichert, deren Speichervolumen  möglichst groß sein muss . Es sammeln sich schnell größeren Mengen digitaler Aufnahmen an, weshalb Sie ein Programm brauchen, mit dem Sie die Bilder auf der Festplatte schnell wieder finden, gut bearbeiten und gekonnt anderen Menschen präsentieren können. Derartige Programme gibt es reichlich, das Angebot reicht von kostenlos bis für den Hobbyfotografen zu teuer.

Ich verwalte meine digitalen Fotos mit „Adobe Photoshop Lightroom“.  Zusammen mit meiner Canon – Kamera erhielt ich ein Programm, mit dem ich die Kamera vom Computer aus bedienen kann, womit ich gern arbeite, wenn ich in meiner Fotoecke fotografiere.

Immer wieder höre ich Meinungen, dass die Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen zu kompliziert ist und die Handbücher dazu vom „Normalbürger“ kaum verstanden werden. Die Folge ist, dass viele Hobbyfotografen auf die Bearbeitung von Fotos verzichten und diese so verwenden, wie sie aus der Kamera kommen. Sie verzichten damit zwar auf Arbeit und Mühe aber auch auf Freude und Stolz über geleistete Arbeit und auf Bilder, die eine Kamera gar nicht liefern kann.

Das ist der Grund, warum ich mit dem Erwerb der beiden neuen  Programm „Adobe Photoshop Elements 13″ und „Adobe Photoshop Lightroom“ aufgeschrieben habe, wie ich damit die ersten Schritte in der Bildbearbeitung gemacht habe.

Nun werden Sie sich fragen, warum ich Ihnen zwei Bildbearbeitungsprogramme empfehle. „Adobe Photoshop Lightroom“ ist nach meiner Auffassung das optimale Programm für die Bildbearbeitung. Mit ihm kann man zügig arbeiten und muss weniger Schaltflächen ansprechen als bei anderen mir bekannten Programmen. Ich möchte nicht nur meinen engsten Familienangehörigen als auch engsten Freunden und Mitarbeitern in verschiedenen Einrichtung zu bestimmten Anlässen Glückwunschkarten schicken. Die kaufe ich nicht, die gestalte ich selbst mit meinen Fotos – und das geht nicht im Lightroom, wohl aber in Elements.

 

Gruß an die Leser

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© Günter Hauschild ist Autor, Fotograf und Biologie-Lehrer in Pension – Heimstudio, Computer und Software in der Pflanzenfotografie

Geschrieben von:

Günter Hauschild

Günter Hauschild ist Hobbyfotograf. Seine Begeisterung für die Digitalfotografie verbindet er mit seinem Interesse für die Natur und seinen didaktisch - methodischen Fähigkeiten. Sein "Fotokurs für junge Fotografen" (http://www.vierfarben.de) wendet sich an den Fotografen-Nachwuchs, seine "Naturfotografie - Fotografisch durch die Jahreszeiten" (http://www.it-fachportal.de) an die biologische Interessierten Hobbyfotografen. Hier auf "Fotowissen" schreibt er vorrangig Beiträge zur Naturfotografie.

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