Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Hamburg – Meine Perle

An einem der letzten Wochenenden im April hatte ich das Vergnügen in ein verlängertes Wochenende (Freitag – Montag) in Hamburg zu starten. Ein guter Freund hat mich eingeladen und war auch durchaus bereit mein fotografisches Treiben zu unterstützen. Er selber zwar kein Fotograf, aber natürlich mit Informationen über die Stadt gespickt. So war klar dass wir den einen oder anderen Spot mit dem Auto anfahren würden.

Vorab die Infos zum eingesetzten Foto-Equipment für die Hamburg Fotos:

  • Canon EOS 70d
  • Tokina AT-X 116 PRO DX II 11-16mm F2.8
  • Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM
  • Canon EF 24-105mm f/4 L IS USM
  • Stativ von Rollei
  • ND Filter 3.0 Haida

Die Wettervorhersage war leider sehr durchwachsen. Hamburg bietet als Stadt ja so Vieles und man soll die Hoffnung auf entsprechendes Wetter und die gewünschten Motive auch nicht aufgeben.

Hamburger Michel

Kurz nach meiner Ankunft und einem Kaffee zum Aufwärmen haben wir uns auf den Weg zum Hamburger Michel gemacht. Wie wir oben dann spüren sollten war es doch etwas sehr windig und regnerisch um gute Bilder in Ruhe machen zu können.

Die Ersterbauung der Hamburger Michaeliskirche fand in den Jahren 1647 – 1750 statt. Das heutige Bauwerk wurde nach einem schweren Brand im Jahre 1912 neu erbaut. Der Kirchturm erreicht eine Höhe von 132,14 m und ist seit Jahrhunderten eines der Wahrzeichen der Hansestadt.
Im Kirchenraum bietet sich der folgende Anblick.

Im Michel selber kann man auf einer der oberen Ebenen das Uhrwerk der vier Kirchturmuhren besichtigen.

Oben auf der Aussichtsplattform angekommen hat man bei gutem Wetter einen absolut berauschenden Blick über Hamburg und seinen Hafen. Da es leider sehr diesig war wurde die Sicht stark eingeschränkt. Auf den folgenden Bildern kann man unter anderem die Elbphilharmonie, das Blohm und Voss Dock mit der Regal Princess, die Landungsbrücken und die Dancing Towers an der Reeperbahn sehen.

Mehr Fotos von Hamburg, der Perle

Den Freitagabend haben wir dann mal locker angehen lassen und sind etwas in der Gegend um seine Wohnung herumgezogen. Fußläufig gab es einen S-Bahnhof (Barmbek-Nord), diverse Bürogebäude (leider sehr schlecht beleuchtet) und ein sogenanntes Schach Café.

Das Rübenkamp hat 20 Stunden am Tag geöffnet und ist bei schönem Wetter immer sehr gut besucht. Das Gebäude wurde als Bahnhofsgebäude im Jahr 1913 erbaut.

Der nebenliegende Bahnhof, welchen man erreicht wenn man rechts am Rübenkamp vorbeiläuft, kann sehr gut von der Brücke an der Hauptstraße eingesehen werden.

Einen Innenhof eines Bürogebäudes konnte ich dann noch relativ spät in der Nacht ablichten.

Der Samstag hielt vom Wetter her leider auch keine Überraschung für uns bereit. Es war sehr wechselhaft. Trocken, regnerisch, windig und windstill. Unser erstes Ziel an diesem Tag wurde der Oevelgönner Museumshafen. Vorbei an zahlreichen kulinarischen Lokalitäten (für jeden Geschmack und Geldbeutel was zu finden) mussten wir vor Ort erst mal einen Parkplatz finden. Im Museumshafen selber liegen diverse historische Schiffe. Unter anderem die hier abgebildete Stettin. Ein kohlebefeuerter Dampf-Eisbrecher aus dem Jahr 1933. Sie hatte seinerzeit 22 Mann Besatzung und ist 51,75 m lang und 13,34 m breit bei einem Tiefgang von max. 6,01 m.

 

In der Nähe des Oevegönner Museumshafen befindet sich auch ein im Jahre 2006 eingeweihtes Bürogebäude in Form eines Parallelogramms mit 500 qm großer Dachterrasse die über Freitreppen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wenn man kann sollte man den Ausblick von der Terrasse auf jeden Fall mitnehmen.

Hamburger Hafen

Zur Abendstunde hatten wir dann das nächste Ziel mitten im Hafengebiet auserkoren. Die Wolkendecke sollte mir ein schönes Lichtspiel bereiten. Der Containerterminal Burchardkai (CTB) ist mit 1,4 Quadratkilometern der größte Terminal im Hamburger Hafen. Es stehen 30 Containerbrücken zur Be- und Entladung der Containerschiffe zur Verfügung.
Die an diesem Abend hier zu beladende MSC Ingy ist eines der größten Containerschiffe welches den Hamburger Hafen anlaufen kann. Das Schiff ist 400 m lang und 60 m breit. 17590 Eurocontainer können geladen werden. Baujahr des Schiffes ist 2016.

Nachdem ich an dieser Stelle genug Fotos gemacht habe sind wir über die 3618 m lange Köhlbrandbrücke in einen anderen Hafenbereich gefahren. Baubeginn war 1970 und Fertigstellung 1974. Sie ist die zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands.

Unsere nächsten Zielpunkte galten jeweils den unterschiedlichen Blicken auf den Burchardkai.

Speicherstadt

Dann war es leider auch schon recht spät und sehr kalt. Auf dem Heimweg wollten wir noch das eine oder andere Motiv in der Hafencity mitnehmen. Leider wird zumindest in der Speicherstadt um 0 Uhr das Licht abgestellt. Das musste dann also bis zum nächsten Tag warten.

Unterwegs fiel meinem Freund dann noch ein dass da im Stadtpark das Planetarium rumsteht. Gesagt… getan…

Das sollte dann auch tatsächlich das letzte Bild für diesen Samstag sein. Ab ins Bett und fit schlafen für den Sonntag.

Die Landungsbrücken

Am Sonntag war der Hamburg-Marathon in der Stadt. Sehr viele Straßen waren für PKW gesperrt und wir haben aus diesem Grund erst mal etwas zuhause rumgelungert und gewartet bis die Straßenabsperrungen entfernt waren. Das erste Ziel an diesem Tag waren dann die Landungsbrücken und die Regal Princess, welche zu Modernisierungsarbeiten im Dock lag.

Die Stintfang-Aussichtsplattform war der nächste Spot. Von hier aus hat man einen tollen Blick über die Landungsbrücken und den Hafen. Auch in Richtung Elbphilharmonie.

Zu Fuß ging es von dort aus Richtung St. Pauli auf den Hamburger Dom. Ich wollte unbedingt mal das Riesenrad fotografieren.

Unseren letzten Abend wollte ich dann mit dem klassischen Motiv, dem Wasserschloss in der Speicherstadt und dem Rathaus ausklingen lassen. Am Wasserschloss konnte man schon vom Auto aus einige kleine rot leuchtende Lampen ausmachen. Der Spot war also gut besucht von Fotografen.

Am Rathaus hingegen gähnende Leere. Dafür leider eine Bauabsperrung direkt vor dem Rathaus und ein Kran hinter dem Rathaus.

Auf dem zweiten Foto kann man sehr gut erkennen wie stark sogenannte Lens-Flares ausgeprägt sein können wenn man sich zwischen zwei von oben herableuchtende Laternen platziert.

Fazit meiner Kurzreise nach Hamburg

4 Tage reichen für diese Stadt einfach nicht. Ich komme wieder – keine Frage!

Ich hoffe dieser erste Bericht von mir war nicht zu umfangreich und würde mich sehr über entsprechendes Feedback (sowohl zu Text als auch zu den Bildern) sehr freuen.

André

Autor: André

Mit meiner Kamera bin ich Hobbymässig seit einigen Jahren unterwegs. Das Ruhrgebiet bietet so unendlich viele Locations für entspanntes fotografieren. Vorzugsweise in den Abendstunden und Nachts treibt es mich heraus. Die Nachtfotografie fasziniert mich. Alles sieht so anders aus. Mit dem Auge kann man vieles nicht erfassen. Ich liebe Blendensternchen. Fotografisch angefangen hat es damals damit, dass ich auf Grillmeisterschaften Fotos von den Menschen und ihren zubereiteten Speisen gemacht habe. Mittlerweile traue ich mich zumindest erstmal an jedes, naja... fast jedes Thema heran - Hochzeiten sind mir ne Nummer zu hoch.

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4 Kommentare

  1. SusanneB

    Hey Andre,

    herzlich willkommen und schön, dass du hier bist.

    Deine Fotos machen mir Lust auf Hamburg, auch um dort zu fotografieren…

    Ich war zwar schon mal dort, aber das war ein „Hammerprogramm“ für ein Wochenende und das Fotografieren

    war damals auch noch nicht das Thema.

    Dieses riesige Containerschiff sowie die Speicherstadt und die wunderschöne Brücke finde ich sehr gelungen!!!!

    Wer weiß, vielleicht komme ich ja mal dorthin um zu fotografieren, meine Liste wird auf jeden Fall immer länger 🙂

    Bin gespannt was Du noch so zeigst.

    LG

    Susanne

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    • André

      Vielen Dank für deinen Kommentar auf meine Hamburg Reise und dein herzliches Willkommen.
      Hamburg ist in der Tat ein heisses Pflaster für Fotografen. Und ich schätze da geht auch einiges in Sachen Street Fotografie.
      Und ich bin auch gespannt was ich hier noch so zeigen kann. Zwei drei Ideen habe ich schon.

      Gruß
      André

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  2. Peter Roskothen

    Willkommen bei *fotowissen, André. Ein toller Beitrag „Hamburg – Meine Perle“. Ich mag Hamburg sehr gerne, habe aber nie so tolle Fotos dort geschossen wie Du. Mein Lieblinsbild ist natürlich das s/w Dockland Foto, aber ich kann auch mit allen anderen Bildern von Dir sehr viel anfangen. Ein toller Einstand, vielen Dank!

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    • André

      Vielen Dank Peter.
      Freut mich sehr dass die Bilder aus Hamburg dir gefallen. Hamburg ist für mich eine der reizvollsten Städte Deutschlands. Wenn nicht sogar die Reizvollste. Ich mag den Flair den diese Stadt versprüht. Der Hafen und die großen grünen Flächen. Und die vielen schönen Lichter im Hafen… Traumhaft!
      Wenn man aber derzeit einen Hamburger fragt ist da zu viel im Wandel. Viele Hamburger Ecken werden da plattgemacht um für mehr „Kommerz“ zu sorgen. Die Reperbahn wird durch gewisse Lokale/Bürogebäude irgendwann den Hauch des Anrüchigen verlieren. Nur mal ein Beispiel. Wir werden sehen wohin die Entwicklung geht.
      Mal sehen was ich noch an Berichtsmaterial nachlegen kann. So ein paar Ideen habe ich natürlich schon im Kopf. Stay tuned…

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