Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Geheimnisse der Fotografie – Farben und Formen – Blumen-Fotografie

Artikel ursprünglich verfasst am 8. März 2020

Kennen Sie das auch: Mal eben ein Foto machen. Das geht häufig schief und dauert oft länger als erwartet. Ich verrate Ihnen etwas: Selbst Profis unterschätzen manchmal den Aufwand, den eine gelungene Aufnahme erfordert. Damit Ihnen das nicht auch passiert, führe ich Sie ein in die Schwierigkeiten und Geheimnisse der Fotografie eines Berufsfotografen. In diesem Falle erläutere ich Ihnen das Geheimnis der Makro-Blumen-Fotografie, aber es darf auch jedes andere Thema der Naturfotografie, Studiofotografie, Makrofotografie oder andere sein. Sie lernen meine Vorbereitungen, Gedanken und die Umsetzung kennen, während ich versuchte eine Aufnahme voller Farben und Formen zu belichten und auf viele Hindernisse traf, die Sie sicher auch kennen und vermeiden können:

Geheimnisse der Fotografie - Farben und Formen - Blumen-Fotografie

Geheimnis Makro-Blumen-Fotografie: Diese Aufnahme entstand in warmen Morgenlicht. Leider war dieses Licht sehr schnell wieder verschwunden.

Die Geheimnisse der Profi-Fotografie für Sie offen gelegt

Eine Foto-Anleitung, um gleich alles richtig zu machen

Geheimnisse der Fotografie

Das erste Foto-Geheimnis, was ich gerne lüften möchte: Auch Profis machen Fehler. Berufsfotografen würden das nie zugeben. Stimmt aber trotzdem, bitte sagen Sie es nicht weiter! Das sollte Ihnen Mut machen, alles das zu probieren, was mir an diesem Tag passierte. Ich ärgerte mich über eine Menge Schwierigkeiten, bevor ich endlich das Foto belichtete, welches mir gefiel. Gehen Sie mit mir auf die Reise der Blumen-Fotografie:

Die Suche nach dem Licht

Es begann mit dem warmen Licht an diesem Morgen. Korrektur: Im Grunde begann alles mit dem Blumenstrauß, den ich als Requisit für meinen Fotokurs für Makrofotos gekauft hatte. Ich wollte das wunderschöne Gebinde einmal selbst in genau dieser warmen Morgenstimmung fotografieren. Gesagt getan: Ich schleppte eine etwa 1.20m große Säule aus dem Fotostudio in die Nähe des Fensters und platzierte die Blumen darauf. Das Licht ließ  die Frühlingsblumen erstrahlen. Die Kamera stellte ich auf ein Dreibeinstativ, was mir helfen sollte verwacklungsfreie Bilder zu belichten. Ich schoss die ersten Fotos und stellte fest, dass es nicht der ganze Blumenstrauß war, der mich interessierte.

Blumen-Fotografie - Geheimnisse der Fotografie

Ein schöner Blumenstrauss, aber schwer im Ganzen zu fotografieren. Die Makro-Blumen-Fotografie schafft Abhilfe.

Das Geheimnis der Makro-Blumen-Fotografie

Wieder steht die Blumen-Fotografie stellvertretend für andere Fotogenre: Häufig gelingt es uns Fotografen nicht, das Ganze in unserem Foto einzufangen, wie das Auge es sieht. Wir sehen ein schönes Motiv, einen Baum in der Blüte, ein Gebäude, ein Auto oder ein Stillleben, das uns anspricht. Aber unser Foto kommt dem gesehenen Motiv nicht annähernd gleich. Es stört ein Hintergrund, das Licht kommt nicht herüber, im Bild sind viele Dinge als Beiwerk, die das Motiv ersticken. Das Foto-Geheimnis lautet:

Fotografieren wir das Detail, dann sehen wir das Ganze.

Wir können den Scheinwerfer des Oldtimers, die Blüten des Baums, eine Blume des Straußes oder ein Detail des Gebäudes fotografieren und kommen dem Motiv näher, als wenn wir es im Ganzen belichten. Beispiel: Wir fotografieren den Turm oder eine Figur des Kölner Doms und bekommen den Dom besser abgebildet, als wenn wir das ganze Gebäude in einer lebhaften Umgebung oder inmitten der modernen Gebäude fotografieren, die wir gar nicht mit im Bild haben möchten. Im Kopf wissen wir auch anhand des Details den ganzen Dom zu sehen.

In meinem Falle des Blumenstraußes war es genauso. Ich konnte seine Schönheit nicht im Ganzen festhalten. Außerdem hatte ich großes Pech und als ich die Aufnahme einer einzelnen Blüte endlich auf den Sensor bannte, war das warme Morgenlicht verschwunden. Das ist der Grund, warum man entweder sehr schnell fotografiert, oder künstliches Licht nutzt, welches wir formen und lenken können. Das geformte Licht kann ein Aufheller, eine Taschenlampe, eine Stehlampe, ein System-Blitzgerät oder ein Studiolicht sein. Das Foto-Geheimnis lautet:

Nutzen Sie bei Stillleben eine kontrollierte Lichtquelle, dann können Sie sich Zeit lassen und entspannt fotografieren

Ohne Fleiß kein Preis

Es begann die Schlepperei, die ich als Profi-Fotograf hasse. Wenn ich zu einer Firma fahre und mein Studio mitnehme, dann schleppe ich das Studioequipment ins Auto, vom Auto in die Firma, aus der Firma ins Auto und wieder ins Studio. Manchmal fühle ich mich mehr als Handwerker denn als Künstler. Für die Blumen-Fotografie brachte ich die Kamera, den Stativkopf, die Blumenvase, die schwere Säule ins Studio. Endlich kontrolliertes Licht, so dachte ich!

Im Studio schaltet man nach dem Aufbau tatsächlich das übrige Licht ab, hat einen abgedunkelten Raum, so dass ausschließlich das Studiolicht oder das Blitzlicht zur Aufnahme übrig ist. Ich schalte zusätzlich einen Rechner mit Capture One Pro an, auf dem ich sofort nach der Aufnahme auf einem größeren Monitor begutachten darf. Tethering nennt man das kabelgebundene Fotografieren, bei dem die Kamera mit dem Rechner und der Bildbearbeitungssoftware verbunden ist. Ohne Fleiß kein Preis bezieht sich auch auf die folgenden notwendigen technischen Vorbereitungen und Überlegungen, die wir gemeinsam durchgehen:

Das Fotoequipment

Auf der 120cm Säule platzierte ich einen magischen Arm (Alternativ: Vase / Glas). In die Klammer am Ende des Arms hinein legte ich die Tulpe. Seitlich der Kamera auf dem Studiostativ (Alternativ: Dreibeinstativ) stellte ich eine Studioblitz (Alternativ: Stehlampe / Systemblitz). Auf die Kamera montierte ich ein Makroobjektiv (Alternativ: Makrozwischenring). Auf die gegenüberliegende Seite hängte ich einen schwarze Stoff, der als Hintergrund für die Tulpe diente.

Fotoequipment Blumen-FotografiePreiswerte Alternative
Kamera mit MakroobjektivKamera mit normalem Objektiv und Makrozwischenring
Magischer ArmGlas / Vase
SäuleTisch
Dreibeinstativ mit Kugelkopf / DreiwegeneigerEinfaches Dreibeinstativ
StudioblitzStehlampe / Systemblitz (entfesselt)
Schwarzer StoffSchwarze Pappe
Aufheller weiß (Pappe / Styropor) Weiße Pappe / Styropor
Tulpe vom FloristenBlume aus dem eigenen Garten
(Notebook / Rechner mit Tethering Software z. B. Capture One Pro)

Weißabgleich

Meine eigenen Vorgabe war es an diesem Tag, ein fertiges JPG zu erstellen und ohne Nachbearbeitung auszukommen. Da ich sonst in RAW fotografiere, machte ich an dieser Stelle meinen nächsten Fehler. Ich vergaß den Weißabgleich der Kamera fest einzustellen. Der Tipp für Sie:

Fotografieren Sie mit einem Einstelllicht Ihres Studioblitzes, dem Blitzlicht, einer Lampe oder dem Fensterlicht, so misst die Kamera kurz vor der Aufnahme die Farbtemperatur (engl.: AWB = Automatic White Balance, dt.: Automatische Weißabgleich / Farbtemperatur). Das macht die Kamera je nach Farbtemperatur mal mehr oder weniger gut. Am besten stellen Sie die Farbtemperatur manuell auf den Wert ein, der Ihrem Licht entspricht. Eines der Geheimnisse der Fotografie ist der Weißabgleich, den Sie für das JPG besser manuell einstellen auf:

  • Glühbirne – 2700 Kelvin
  • Halogenlampe – 3.000 K
  • Studioblitz (je nach Modell) – 4700 K
  • Systemblitz – 5.500 K

Belichtung

Die Belichtung wird vor der Aufnahme von der Kamera gemessen. Diese Messung ist oft völlig falsch. Insbesondere beim Fotografieren mit einem Studioblitz sollten Sie einen externen Belichtungsmesser verwenden, da die Kamera nicht während des Blitzens gleichzeitig fotografieren und die Belichtung messen kann.

Nutzen Sie das entfesselte Blitzen mit einem Systemblitz, dann können Sie die Leistung des Blitzes über TTL oder die manuelle Einstellung der Blitzleistung regeln. Ihre Kamera stellen Sie auf 1/125s oder die entsprechende Blitzsynchronzeit. Die Belichtungszeit ist bei dem Stillleben nicht entscheidend. Die 1/125s passt in den meisten Fällen.

Nutzen Sie ein Dauerlicht wie eine Stehlampe oder das Einstelllicht des Studioblitzes, so können Sie Ihre Kamera auf „A“ (Canon „Av“) einstellen. Für ein Makrofoto benötigen Sie grundlegend eine hohe Blendenzahl von F/8, F/11, F13 oder F16. Die ISO Ihrer Kamera stellen Sie auf die niedrigste native ISO, meist ISO 100 (Ausnahmen ISO 160 / ISO 200). Sie müssen die Belichtungskorrektur Ihrer Kamera auf etwa -2 einstellen oder es vorab einfach mal ohne Korrektur versuchen. Ist das Ergebnis Ihrer Aufnahme zu hell, dann verwenden Sie „M“ (F8 bis F16, ISO 100) und stellen die Belichtungszeit kürzer ein, als die Belichtungszeit Ihrer letzten Testaufnahme. Beispiel: Testaufnahme „A“ Blende F/16, ISO 100, 1 Sekunde – Zweite Aufnahme: „M“ Blende F/16, ISO 100, 1/4s.

Die Sache mit dem Aufheller

Die letzten Aufnahmen, mit denen ich fast zufrieden war, zeigten leider einen zu dunklen Stiel der Tulpe. Daher legte ich einen Aufheller unter die Tulpe, welcher das Licht der Lampe in Richtung des Stiels nach oben reflektierte. Für einen Aufheller nehmen Sie einfach eine weiße Pappe oder eine Platte Styropor.

Geheimnisse der Fotografie - Farben und Formen - Blumen-Fotografie

Makro-Blumen-Fotografie: Der Stiel der Tulpe ist zu dunkel. Ein Aufheller von unten half.

Unser Motiv – Farben und Formen – Geheimnis Makro-Blumen-Fotografie

Endlich können wir uns der eigentlichen Fotografie und unserem Motiv widmen. Vermutlich hat dieser Vorgang schon eine halbe Stunde bis Stunde Vorbereitung gekostet? Wie meist können wir nicht mal eben ein Foto machen.

Was wir in diesem Falle herausbringen wollen, sind die Farben und Formen unserer Tulpe. Dazu ist ein Seitenlicht oder schräges Gegenlicht die beste Lösung. Bei einem schrägen Gegenlicht werden die feinen Strukturen und Farben der Blätter bestens dargestellt. Auf diese Art können wir hervorragend die Formen und Farben, bei einem Schwarzweiß-Foto, die Formen und die Töne wiedergeben. Das Foto-Geheimnis lautet:

Seitenlicht oder (schräges) Gegenlicht ist das schönste Licht

Die Schärfe und Schärfentiefe

Die Schärfe legen Sie dort fest, wo sie Ihnen gefällt, in diesem Falle wählte ich die Stempel der Tulpe. Wir wählen die Schärfentiefe möglichst groß, da sie in der Makrofotografie oft nur Millimeter ausmacht. Das Foto-Geheimnis lautet:

Mit der Blende von F8 bis F16 helfen wir der Schärfentiefe bei Makrofotos etwas nach

Das fertige Foto

Geheimnisse der Fotografie - Farben und Formen - Blumen-Fotografie

Die fertige Aufnahme benötigte einigen Aufwand. Hat es sich gelohnt?

Geheimnisse der Fotografie - Farben und Formen - Blumen-Fotografie schwarzweiss

Die fertige Aufnahme in Schwarzweiss, gewandelt mit Nik Silver Efex Pro. Formen und Grautöne

Ausschnitt aus dem Blumenbild

Ausschnitt aus dem Blumenbild

Das fertige Foto ist jetzt, lachen Sie nicht, viel Ausprobiererei. Jetzt dürfen Sie kreativ werden. Sie können die Tulpe in verschiedenen Winkeln zur Kamera aufbauen, das Licht verschieden ausrichten und formen. Sie wählen verschiedene Bildgestaltungen, Bildstile / Filmsimulationen, verschiedene Bildformate:

  • Hochformat (2:3 / 3:4 je nach Sensor)
  • Querformat (3:2 / 4:3)
  • Quadratisches Format (1:1)
  • Panoramaformat (16:9)

Vergleich Blumenfoto verschiedenes Licht und anderer Filmstil

Dasselbe Foto im Querformat 4:3 und im Quadrat 1:1

Ein Vergleich vom Quadratischen Bild (1:1) mit dem Querformatigen Bild (4:3). In diesem Falle gefiel mir die quadratische Fotografie besser als die querformatige:

 

Probieren Sie verschiedene Belichtungen aus und achten darauf, dass Sie nicht stellenweise überbelichten. Belohnt werden Sie mit einer wunderschönen Aufnahme, die sie um Himmels willen nicht im Rechner vergammeln lassen sollten. Nehmen Sie das fertige JPG und lassen es sich als Poster im Rahmen mit Passepartout zusenden:

Fertiges Foto mit Rahmen und Passepartout >>

Das fertige Foto an Ihrer Wand ist die Belohnung für Ihre Mühe. Wenn Sie diese Anleitung ausprobieren, verstehen Sie warum ein Produktfoto mal gut einen halben Tag oder ganzen Tag benötigen kann?. Die Mühe lohnt sich, ich wünsche Ihnen sehr viel Spaß dabei. Das letzte Foto-Geheimnis für heute lautet:

Werden Sie kreativ, probieren Sie verschiedene Perspektiven, Bildformate, Bildgestaltungen und Lichtsetzungen

Mein Fujifilm-GFX-FotoequipmentLink Calumetphoto / AmazonTestbericht
Fujifilm GFX-System KameraFujifilm GFX 50STestbericht GFX 50S
Objektive Fujifilm GFX-System (Fujinon)GF23mm F/4Test GF23mm
GF45mm F/2.8Test GF45mm
GF32-64mm F/4Test GF32-64mm
GF120mm F 4 R LM OIS WR MacroTest GF120mm
Canon TS-E 24mm F3.5 >>Bericht
Nachfolger meines TS-E 90mm Mark I:
Canon TS-E 90 mm /2,8L Macro Tilt Shift >>
Bericht zum Vorgängerobjektiv
Canon EF-GFX-Techart Adapter bei Allmedia Dinslaken erwerben
Getestet (GFX 50S/50R/100) und für sehr gut befunden!
Bericht
Makrozwischenring Viltrox DG-GFX 18 mm
Alternative zum Fujifilm Makrozwischenring, getestet und für sehr gut befunden.
Makrozwischenring Viltrox DG-GFX 45 mm
Alternative zum Fujifilm Makrozwischenring, ich habe den Fuji-Ring, würde aber heute diesen kaufen.
SIRUI T-2204X/K-20X Reisedreibeinstativ >>Bericht

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Geheimnisse der Fotografie – Farben und Formen – Geheimnis Makro-Blumen-Fotografie

In eigener Sache (Werbung für den besten Fotokurs seit es Handbücher gibt):

Profi-Fotograf und Fototrainer P. RoskothenIndividueller Fotokurs

In meinen Fotokursen geht es um die Technik, die Bildgestaltung, die Kunst zu fotografieren. Sie können lernen besser zu fotografieren, besser zu belichten, die Kamera auszureizen und auch die Bildgestaltung zu verbessern. Sie lernen bei mir das Fotografische Sehen zu verbessern und Ihren Fotos eine eigene Note zu geben. Weitere Informationen zu Ihrem eigenen Kurs finden Sie hier:

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Fotokurs - Fotografie Individualkurse

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

5 Kommentare

  1. Hallo, Herr Roskothen,

    wirklich wertvolle Tipps! Wenn ich aber auf die notwendige Gerätschaft sehe, wird mir Angst und bange! Da steckt so mancher Hunderter drin, den sich ein Nicht-Profi selten erlauben kann.
    Gruß VolkerKrause

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    • Was ist den da teuer? Sehen wir mal vom Studio Blitz ab, den es aber auch schon für kleinstes Geld gibt. Für Nahaufnahmen braucht man keinen Blitzboliden. Für solche unbeweglichen Motive reicht auch das Fensterlicht. Die meisten Standartzooms haben eine sehr kurze Naheinstellung, ansonsten einen Zwischenring, wie Peter es beschreibt. Ein schwarzer Karton kostet auch nicht die Welt. Man kann damit das Licht steuern, ihn als Hintergrund benutzen usw. Tipp: Nicht direkt am Fenster fotografieren sondern 3- 5 m davon weg. So kriegt man ein gleichmässigeres Licht. Ein weisser Karton als Aufheller findet sich auch noch in jedem Haushalt man kann auch einen Karton mit Alufolie bekleben und hat so einen stärkeren Aufheller Einfach ein bisschen probieren, es fallen ja keine Filmkosten an und man sieht sofort, wie sich welche Einstellung auf das Bild auswirkt. Ach ja, eine Stativ sollte Teil der Fotoausrüstung sein.

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    • Lieber Herr Krause, das ist überhaupt nicht teuer. Ich habe ganz genau alle Alternativen aufgezeigt. Das Ganze kostet Sie in der Regel nur die Tulpe, alles andere ist mit den Alternativen genauso gut zu erledigen. Aber vielleicht habe ich es nicht deutlich genug kenntlich gemacht?
      Herzlich, Peter Roskothen

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  2. Hallo Peter,

    es ist schon beeindruckend, in welchem Umfang sich die Aufnahmen einer Blume bewegen können. Mich begeistert der Beitrag sehr, denn es ist immerhin genau das, was für mich Fotografieren ausmacht. Die elementaren Dinge geschehen eben VOR Drücken des Auslösers. Ein Punkt speziell interessiert mich noch, und zwar die Sache mit der Schärfe. Abgesehen von deiner Variante gäbe es für Software-Nutzer ja noch die Möglichkeit von Fokus Stacking.

    Ich habe mir nun in der Theorie überlegt, ob als JPEG-Fan auch denkbar wäre, für sowas eine Doppelbelichtung anzuwenden, und dabei den Fokusbereich leicht zu verschieben. Der unscharfe Bereich könnte doch so halbiert werden, bzw. alles in allem ein größerer Schärfenbereich entstehen. Das wäre bestenfalls dann die qualitative Mitte zwischen Einfachbelichtung und F.-Stacking.
    Oder liegt ein Denkfehler vor?

    Lieben Gruß,

    Dirk

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    • Lieber Dirk,

      ich habe das noch nicht probiert, aber es würden ja nicht nur die scharfen Anteile doppelt auftauchen, sondern auch die unscharfen. Das bedeutet vermutlich, dass es nicht gelingen wird. Ich habe tatsächlich ein Tilt- / Shift-Objektiv (TS-E 90 mm) genutzt, man kann das aber auch sehr gut mit dem Focus-Stacking in den Griff bekommen. Leider wird das Focus-Stacking von Fujifilm noch nicht intern zusammengerechnet, wie es zum Beispiel bei Panasonic der Fall ist. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis es auch Kameras mit dieser Funktion geben wird. HDR kommt ja jetzt mit der X-T4. Bis dahin empfehle ich hier Nikon Focus Pro für das Zusammenrechnen.

      Herzlich, Dein Peter

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