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Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR Test

Test Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR

Mein Tipp: Ich empfehle diese fingerlosen Handschuhe, die besonders gut für Fotografen sind. Sie kennen vielleicht die Marktbeschicker, die ebenfalls ähnliche fingerlose Handschuhe nutzen. Mit diesen können Sie auch die Fingerkuppen bedecken, wenn die Kamera gerade nicht benutzt wird. Sie wechseln zwischen fingerlosen Handschuhen und Fäustlingen:

Das Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR Weitwinkel Objektiv bereichert das Fuji-X-System (APS-C) um ein Reportageobjektiv. Was die Linse technisch drauf hat, zeigt *fotowissen im Test:

Test Fuji XF 18mm F1.4 R LM WR

Das Fujifilm XF 18 mm F/1.4 ist ein Weitwinkel Objektiv mit besonderen Schärfeeigenschaften. Es wurde entwickelt, um eine Reportagebrennweite dem Fuji X-System hinzuzufügen. Für Reportagen nehmen Fotografen seit jeher gerne die 27 mm Objektive / 28 mm Objektive im Vollformat. 18 mm Brennweite beim Fujifilm X-System bedeuten eine kleinbildäquivalente Brennweite von 27 mm.

Fujifilm XF18mm f1.4
Fujifilm XF18mm f1.4

Technische Daten des XF 18mm F1.4:

Fujifilm Objektiv-Legende

Legende der Fujinon Abkürzungen

XF = Diese Objektivreihe ist überwiegend aus Metall und hat größere Blendenöffnungen

R – Diese Fujinon Objektive besitzen einen Blendenring. Dieser Blendenring fehlt zum Beispiel an dem flachen XF27mm F2.8 (35mm KB-äquivalent). Beim Pancake wird die Blende über das vordere Einstellrad vorgenommen.

WR = Weather Resistant, dt. Wetterresistent / staubgeschützt und spritzwassergeschützt

LM = Linear Motor für den Autofokus. Schnell und leise. Hierauf sollte man beim Objektivkauf achten!

OIS = Optical Image Stabilization ist das Fujifilm Bildstabilisierungs-System zum Ausgleichen von Zittern und Bewegungen. Das System sitzt wie bei anderen Herstellern auch im Objektiv. Mit diesen Objektiven können Sie aus der Hand längere Belichtungszeiten fotografieren, als ohne OIS-Stabi.

Mit einem UVP von € 999,- nimmt es sich einer Zielgruppe besonders qualitätsbewusster Fotografen an, die damit gerne Natur, Landschaft, Straßenfotografie, Hochzeiten, Imagefotografie oder andere Reportagen belichten möchten. Die technischen Daten und gemessene Schärfe dieser Profi-Linse sind noch herausragender als von dem legendären XF 16mm F/1,4:

Datenblatt / Technische Daten Fujinon XF18mm F1.4 R LM WR
Optische Konstruktion 15 Elemente in 9 Gruppen
Brennweite 18mm
(27mm kleinbildäquivalent)
Offenblende F/1.4
Kleinbildäquivalente Schärfentiefe F/2
Kleinste Blendenöffnung F/16
Beste Schärfe bei Blende F/4
Blendenelemente 9
Naheinstellgrenze 20cm
Gewicht 370g
Abmessungen Ø68.8mm x 75.6mm
Filtergröße 62mm
Preis UVP 999,-
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Fujifilm XF18mm f1.4 Rückseite
Fujifilm XF18mm f1.4 Rückseite

Zielgruppe XF 18mm F/1.4

Die Zielgruppe einer Festbrennweite mit großem Blickwinkel, sind Fotografen, die gerne Landschaftsfoto, Naturfotos, Straßenfotos oder Reportagen belichten. Es richtet sich an sehr qualitätsbewusste Fotografinnen, die lieber mit einer superscharfen und bokehfähigen Brennweite fotografieren, als zu zoomen. Mit der Offenblende von F/1.4 (F/2 kleinbildäquivalent) wird es zudem möglich, seine Motive freizustellen und runde Zerstreuungskreise mit dem 18mm zu erhalten. Das Weitwinkel ist zudem so berechnet, dass es nur minimale Verzerrungen liefert und durch die Beschichtung der Gläser wenige Blendenflecke produziert. Es ist allerdings nicht unverwundbar gegen Streiflicht und produziert auch einmal Blendenflecke, das zeigt der *fotowissen Test (Beispielfoto unten).

Fujifilm XF18mm f1.4 Linsensystem
Fujifilm XF18mm f1.4 Linsensystem

Optionale Streiflichblende

Die optionale Streiflichtblende LH-XF18 ist nicht im Paket enthalten, kann aber separat bestellt werden. Unten finden Sie den Link zu dieser schicken Streiflichtblende.

Testfotos Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR

Die ersten Testfotos belegen, dass das XF 18mm F/1.4 bis in die Ecken scharf ist. Das ist schon bei F/1.4 der Fall, aber natürlich auch bei allen kleineren Blendenöffnungen. Fehler scheint sich die Linse ausschließlich bei Gegenlicht und Streiflicht zu erlauben. Der Blendenring läuft tatsächlich leicht, hat sich aber bei meinem Test nicht von selbst verstellt. Ich war im Gegenteil positiv überrascht über die Leichtgängigkeit, die mir auch Blendenreihen vom Stativ erlaubte, ohne dass sich die Kamera bewegte.

Für die Architektur ist das Objektiv nur begrenzt nutzbar, da es kein Shift erlaubt, was aber auch eine andere Preisklasse ergäbe. Klar ist aber, dass die Brennweite sowohl für Landschaftsfotografie, Naturfotografie, Reportage und als Immerdrauf-Objektiv ideal ist. Ich hatte großen Spaß beim Fotografieren und die Schärfe beeindruckt mich tief. Für Fans von optimaler Qualität ist das Objektiv jeden Euro wert.

Infrarotfotos mit XF 18 mm F/1.4

Tatsächlich ist das XF 18 mm F/1.4 Infrarot tauglich. Die folgende Aufnahme habe ich mit allen Blendenstufen ausprobiert, die Fotos sind einwandfrei:

Infrarot Foto mit Fujifilm XF 18mm F1.4
Infrarot Foto mit XF 18 mm F1.4

Vergleich XF 18mm F/1.4 versus XF 18-55m F/2.8-4

Das wirklich gute Kitobjektiv XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS kann mit dem XF 18mm nicht in Sachen Schärfe mithalten. Allerdings ist das Zoom auch flexibel in Sachen Brennweite. Wem es auf die beste Schärfe, Verzeichnungsfreiheit und eine offene Anfangsblende ankommt, der ist allerdings mit der neuen 18mm-Festbrennweite besser bedient. Natürlich müssen wir uns mit einer Festbrennweite mehr bewegen. Bei meinem Test des XF 18mm habe ich wieder die Bestätigung erhalten, dass wir Fotografen uns in kürzester Zeit an die Brennweite gewöhnen. Ohne durch den Sucher zu schauen, wissen wir bereits nach wenigen Stunden, wie weit wir vom Motiv entfernt stehen müssen, um es formatfüllend zu belichten. In einigen wenigen Situationen, können wir mit einer Festbrennweite nicht so praktisch fotografieren, wenn wir zum Beispiel mitten auf der Straße stehen müssten. Dann ist das Zoom besser, denn ich kann von der gegenüberliegenden Straßenseite schießen. Das Zoom hat zudem ein OIS, welches für alle Fotografen interessant ist, die keinen IBIS in der Fuji-Kamera haben. Beide Objektive haben auf diese Weise ihre Existenzberechtigung.

Vergleich Fujifilm XF 18mm F1.4 mit Fujifilm XF 18-55mm F2.8-4
Vergleich Fujifilm XF 18mm F1.4 mit Fujifilm XF 18-55mm F2.8-4

Das Zoom muss gegen Vignettierung und Verzeichnung kameraintern korrigiert werden. Vor allem daher rührt vermutlich die schlechtere Randunschärfe, im Vergleich zur Festbrennweite.

Testfoto Fujifilm XF18-55 F2-8-4 -210816-5012-3Testfoto Fujifilm XF18mm bei F/5.6

Vergleich XF 18mm F/1.4 versus XF 16mm F/1.4

Das XF 18mm F1.4 zeigt einige Unterschiede zu dem XF 16mm F1.4. Das XF 16mm ist schon etwas älter und hat noch einen Umschaltring für den Betrieb zwischen Autofokus und manuellem Fokus, der nach vorne und hinten geschoben wird. Darauf verzichtet das Fuji XF18mm F1,4 vollständig, denn an den Kameras ist der Umschalter vorne am Gehäuse untergebracht.

Zudem ist das Fuji XF18mm F1.4 gegen Staub geschützt und gegen Spritzwasser geschützt. Statt 15 cm Naheinstellgrenze beim XF 16mm bietet uns das XF 18mm eine Naheinstellgrenze von 20 cm. Der Autofokus ist schneller als beim 16mm Weitwinkel. Der Autofokus arbeitet fast lautlos und ist auch zur Videographie geeignet.

Vergleich Fujifilm XF 18mm F1.4 mit Fujifilm XF 16mm F1.4
Vergleich Fujifilm XF 18mm F1.4 mit Fujifilm XF 16mm F1.4

Beim Vergleich des XF 16mm F/1.4 mit dem XF 18mm F/1.4 zeigen beide Festbrennweiten die beste Schärfe (Mitte und Rand) bei F/5.6 (Mitte F/4). Wenn ich die Testfotos vergleiche, kann ich ein Quäntchen mehr Schärfe beim Xf 18mm feststellen, als beim Vorgänger XF 16mm. Dieser Unterschied ist marginal. Beide Festbrennweiten zeigen eine sichtbare Vignettierung beim F/1.4 und kleinere Vignettierung bei F/2. Ab Blende F/2.8 ist keine Vignettierung mehr sichtbar. Der Mikrokontrast des 18mm Objektivs jedoch ist deutlich besser, als beim 16mm.

Testfoto mit F/5.6 Ausschnitt Rand oben rechtsTestfoto Fujifilm XF18mm bei F/5.6

Welches Objektiv soll ich kaufen?

Welches der drei Objektive soll ich kaufen? Das XF 18-55mm haben vielleicht viele von uns, da es preiswert beim Kauf der Kamera im Kit angeboten wird. Es ist ein sehr gutes Kitobjektiv, nicht zu vergleichen mit den Linsen, die Canon oder Nikon früher einmal mit den Spiegelreflexkameras lieferte. Wer aber über die beste Bildqualität nachdenkt und überdies ein Fan von Festbrennweiten ist, der wird sich zwischen dem XF 16mm F1.4 und dem neuen XF 18mm F1.4 entscheiden wollen. Beide Objektive haben eine vergleichbare Verarbeitungsqualität, Bildqualität und Schärfe. Während das 16mm (24mm Kleinbildäquivalent) für Landschaftsfotografen idealer sein kann, ist das 18mm universaler und für Reportage besser geeignet. Keine leichte Entscheidung, zumal das ältere 16mm auch im Preis nicht viel nachgegeben hat.

Datenblatt / Technische Daten XF18mm F1.4 R LM WR XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS XF16mm F1.4 R WR
Optische Konstruktion 15 Elemente in 9 Gruppen 14 Elemente in 10 Gruppen 13 Elemente in 11 Gruppen
Brennweite 18mm
(27mm kleinbildäquivalent)
18 - 55mm
(27 - 84mm kleinbildäquivalent)
16mm
(24mm kleinbildäquivalent)
Offenblende F/1.4
Kleinbildäquivalente Schärfentiefe F/2
F2.8 - F4
Kleinbildäquivalente Schärfentiefe F/4-6
F/1.4
Kleinbildäquivalente Schärfentiefe F/2
Kleinste Blendenöffnung F/16 F/22 F/16
Beste Schärfe bei Blende F/4 F/5.6 F/4
Blendenelemente 9 7 9
Naheinstellgrenze 20cm 30cm 15cm
Gewicht 370g 310g 375g
Filtergröße 62mm 58mm 67mm
Preis UVP 999,- 749,- 999,-
Straßenpreis Jan. 2021 - 679,- 889,-
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Meinung zum Test Fuji XF 18mm F1.4

Wie immer beim Hersteller Fujifilm, ist das Objektiv von höchster Wertigkeit, was Materialien und Ausführung angeht. Ob wir den Preis von € 999,- als hoch oder preiswert bezeichnen, ist Ansichtssache. Natürlich kann sich das nicht jeder Fotoamateur leisten, wird aber beim Kauf seine Überraschung an Bildqualität erhalten. Fujifilm-Fotografen sind ohnehin auch von Zoomobjektiven schon verwöhnt, was die Qualität angeht. Mit einer solchen 18mm-Festbrennweite bleibt Fotografinnen noch einmal der Mund offen.

Test Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR

Zitat Leser DWL: “Fujifilm hat bei diesem Objektiv zum ersten Mal eines ihrer Patente umgesetzt, bei dem einerseits durch innovative optische Konstruktion eine sehr hohe Lichtstärke erzielt wird, ohne daß dadurch monströse Außenmaße erzwungen werden und andererseits sogar überragende SCHÄRFE erzielt werden kann. Dieses Konstruktionsprinzip führt dafür u.a. die hintere Linse bis ganz nah an die Sensorebene heran. Wer sich nach der Offiziellen Ankündigung die technischen Daten auf der Fujifilm-Homepage anschaute, wusste bereits nach dem Betrachten der MTF-Kurven , daß da ein absoluter optischer Knaller auf den Markt kommt.

Als Alternative zu dem Fuji XF 18mm F1.4 Weitwinkel bietet sich entweder das ältere XF 16mm F1.4 an, welches einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 mm entspricht. Oder Sie greifen zum kostengünstigeren XF 18mm F2 R Weitwinkel, welches kleiner, leichter und nicht ganz so offenblendig daher kommt. Natürlich ist das neue XF 18mm F1.4 das Vorzeigeobjektiv des japanischen Herstellers und schafft es, die beiden anderen zu übertrumpfen.

Noch schärfer geht es nur im Vollformat oder im Mittelformat, abhängig von der jeweiligen Ausrüstung. Wer aber die Leichtigkeit des Fujifilm X-Systems, die Bedienung und den Retrolook, gepaart mit niedrigeren Preisen liebt, der erlebt mit dem XF 18mm F1.4 sein eigenes Schärfewunder im APS-C Bereich. Das XF 18mm F1.4 ist eine Sensation, auch aufgrund der neuen Bauweise.

Absolute Kaufempfehlung für das Fujifilm XF 18mm F1.4 nach dem Test!

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Ausgezeichnet - Gold Award fotowissen.eu

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Info: Dieser Bericht wird laufend ergänzt, ein Wiederkehren lohnt sich genauso, wie das Abo des *fotowissen Newsletters.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Fujifilm XF 18mm F1.4 R LM WR

Produktfotos von Fujifilm.


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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

8 Kommentare

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  • Ich bin seit vier Tagen Eigentümer dieser wirklich tollen Linse.

    Eigentlich war ich im Vorfeld von den vielen Lobeshymnen der Youtuber genervt, zumal ich in letzter Zeit auch mehr mit dem GFX System, als mit dem X-System unterwegs bin. Die vielen positiven Videos kamen mir wie unreflektierte Werbung vor.

    Am Samstag erfuhr ich dann, welchen positiven Nutzen ein Reitunfall haben kann. Während meine Frau im Krankenhaus zur Nachsorge war, ging ich durch die Stadt und stöberte in einem Fotofachgeschäft. Angesprochen, händigte mir der Verkäufer gerne das xf 18mm 1.4 zum Testen aus. Erst auf einer XT2, dann auch auf einer x-pro3. Ich muss sagen, ich war sofort hin und weg. Die Freistellung ist absolut super und begeisterte mich. Gerade bei Storytelling in einem einzigen Bild (Vordergrund mit Detail scharf, Hintergrund mit Szene unscharf oder umgekehrt). Auch Nahaufnahmen mit bewusster geringer Schärfentiefe wirken super. Da ich im x-Format im Weitwinkelbereich nur mit einem Zoom bis 18mm und dann erst wieder mit 12mm abgedeckt bin, konnte ich einfach nicht wiederstehen. Mir war klar, hier ist ein Objektiv, dass meine „andere Art der Fotografie“, die Neue Emotionale Sachlichkeit, mit meiner Naturfotografie verbinden kann. Statt das Objektiv zurückzugeben, zog ich die Karte durch den Scanner. … „990,- Euro? Ach was, sind auch nur Zahlen.“ sagte ich mir.

    Natürlich macht Technik nicht kreative Bilder, das Xf18mm 1.4 inspiriert mich aber förmlich. Nah ran ans Objekt, mal das Objekt vom Hintergrund Lösen, mal den Hintergrund unscharf als Szene miteinbinden. Mal einen „Blick um die Ecke“ fotografieren, wobei die Ecke im Vordergrund unscharf bleibt. Blüten, Früchte, Blätter aus fremden Perspektiven, Blumenwiesen von unten… Nein, das Objektiv ist für mich keine Linse für herkömmliche Landschaftsaufnahmen mit VMH-Aufteilung. Hier reichen auch andere Optiken. Für mich gesellt sich die Linse nun zum 56mm 1.2 APD und zum 80mm 2.8 Makro und wird dafür sorgen, dass ich die GFX auch mal wieder zu Hause lasse.
    Die Optik würde ich als „No Brainer“ bezeichnen. Wer um 18mm noch nicht aufgestellt ist, macht hier nichts verkehrt. Ich werde sie demnächst mal als einzige Linse zu einem Weinfest mitnehmen. Ich freue mich schon drauf.

    Wichtig ist aber, so wie beim 56mm 1.2, in der Fototasche darf kein Graufilter fehlen, sonst ist es oftmals nichts mit Offenblende.

    Nebenbei, bei mir war die Streiflichtblede mit im Karton.

  • Eine Ergänzung möchte ich noch bringen, auch wenn sie nicht kaufentscheidend ist. Die Raster des Blendenrings hätten etwas “satter” sein können. Mit den “weichen” Rater kann es passieren, dass die Blende beim Fotografieren oder beim Herausnehmen aus der Tasche ungewollt verstellt wird.

  • Hallo Herr Labestin,

    Es freut mich für Sie, daß das xf 1,4/18 Ihren Erwartungen entspricht.
    Fujifilm hat bei diesem Objektiv zum ersten Mal eines ihrer Patente umgesetzt, bei dem einerseits durch innovative optische Konstruktion eine sehr hohe Lichtstärke erzielt wird, ohne daß dadurch monströse Aussenmaße erzwungen werden und andererseits sogar überragende SCHÄRFE erzielt werden kann.
    Dieses Konstruktionsprinzip führt dafür u.a. die hintere Linse bis ganz nah an die Sensorebene heran.

    Wer sich nach der Offiziellen Ankündigung die technischen Daten auf der Fujifilm-Homepage anschaute, wusste bereits nach dem Betrachten der MTF-Kurven , daß da ein absoluter optischer Knaller auf den Markt kommt.

    Meiner Meinung nach werden doch viele Fotografen das xf 1,4/16 gegen das xf 1,4/18 tauschen, zumal es auch noch kleiner als das 1,4/16 ist.

    Meine Vermutung geht dahin, daß Fujifilm auch nach und nach andere kürzere Fest-Brennweiten mit ähnlichem optischem Aufbau gemäß dem Patent auf den Markt bringen wird – das wären dann wohl optische Kleinode… man stelle sich ein 10 oder 14 mm einer solchen Rechnung mal vor…

    Der (ziemlich) geringe Widerstand beim Einrasten der Blenden wurde von diversen Testern ebenfalls erwähnt.
    Gruß
    Und noch viel Freude mit dem tollen Objektiv

    DWL

  • Lieber Peter,

    hab Dank für die Vorstellung und deine Einschätzungen dazu! Ich für meinen Teil sehe mich tatsächlich als Teil der “Zielgruppe”, und kann mir gut vorstellen, statt des 16er, welches ich habe, dieses 18er anzuschaffen. Bei den Touren, bei denen ich nur ein Objektiv mithabe, ist das 16er im letzten Jahr noch eher dabei gewesen, als das 35er. Und ich kann sagen, dass ich mir manchmal eine minimal längere Brennweite gewünscht habe. Sowohl 16 als auch 18 bildet zwar auch mein 10-24er ab, aber es geht einfach nichts über diese super gelungenen Festbrennweiten.

    Liebe Grüße,
    Dirk Trampedach

    • Tatsächlich Dirk, es gibt gute Gründe für das 18er. Die Brennweite ist ideal als Immerdrauf und die Ausführung ist eine Sensation.

      Herzlich, Dein Peter

  • Ich hatte jetzt bei einer Wanderung mit Freunden das xf18mm f1.4 und das XF56mm f1.2 APD auf x-pro 2 dabei und konnte es ausgiebig in der Praxis testen. Ich war begeistert.

    Klar stellen sich die Fragen, kann es manchmal etwas weitwinkliger, kann es manchmal etwas mehr Tele haben? Sich aber auf zwei Brennweiten zu fokussieren, machte mir riesen Spaß. Die 56mm holte ich auch nur hervor, wenn ich ergänzend, diskret Portraits für das “Storytelling” machte. Ansonsten blieb das 18er drauf.

    Was mich allerdings wiederholt störte, waren ein fehlendes Klappdisplay oder ein Winkelsucher an der x-pro 2. Ich bin einfach zu alt, um am Boden rumzukriechen. Nicht ohne Grund nennen einige Freunde den “Klappsucher” der GFX auch “Altherrensucher”.

    … Freunde eben.

    • Hallo Herr Labestin,

      Zeit, die X-Pro gegen eine X-T4 zu tauschen… nicht nur wegen des flexibleren Klappdisplays, sondern auch wegen des wunderbar nützlichen IBIS (gerade für „Altherren“ umso wichtiger) u.v.a.m…. ;-)

      Gruß
      DWL

      • Ja, die x-pro 3 oder die xt4 geistern schon einige Zeit in mir rum.

        Jetzt geht’s aber erst einmal für 10 Tage wieder mit Zelt und Rucksack über den Polarkreis. Diesmal mit der von FUJI freundlicher Weise bereitgestellten GFX100s mit dem GF250mm und 1.4 Telekonverter sowie meine MF Objektive.
        (10kg statt 3kg Fotoausrüstung..
        . Was soll’s, sind auch nur Zahlen.
        ;-))

        Danach muss ich mal weitersehen.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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