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Fujifilm X-T3 Test – Unterschiede und Testfotos

Was sind die Unterschiede der neuen Fujifilm X-T3 zur X-T2 oder X-H1 und was kann die spiegellose Systemkamera? Wie ist die Bildqualität der APS-C Kamera? Der Fujifilm X-T3 Test offenbart, welche Gründe es gibt die Spiegellose zu kaufen. Der Bericht zeigt außerdem, für wen sich ein Upgrade lohnt:

Fujifilm X-T3 Test - Unterschiede und Testfotos

Fujifilm X-T3 Testbericht und Tipps

Die Fujifilm XT3 ist die Nachfolgekamera zur X-T2 und kann einiges mehr als die Vorgängerin. Sie ist für schnellere Aufnahmen infolge ausgelegt, hat einen anderen Sensor, einen verbesserten Suche, bessere Videomöglichkeiten und ist sogar preiswerter als die X-T2 bei ihrem Erscheinen war. Lohnt sich also ein Upgrade? Lohnt es sich diese Kamera zu kaufen?

Video Test X-T3

Kleine Anmerkung zum Video der X-T3: Unterbrechungsfrei ist der Sucher natürlich nur mit dem elektronischen Verschluss (ES).

Sensor Fujifilm X-T3

Das Herzstück der Kamera ist ein neu entwickelter X-Trans-CMOS-4 Sensor, mit 26 Megapixeln. Bei diesem Sensor handelt es sich um einen sogenannten BSI-Sensor, der rückwärtig belichtet wird. Was auf den ersten Blick nach nur zwei Megapixel mehr aussieht (Vergleich zur X-T2 oder X-H1) ist bei näherem hinsehen ein Sensor mit einer höheren Dynamik und Rauschfreiheit. Experten sagen, dass kein IBIS / Fünf-Achsen-Stabilisator in das kleine Gehäuse hineingepasst hätte. Vermutlich wollte man aber auch noch Gründe haben, die X-H1 weiter zu verkaufen.

Autofokus

Mit dem neuen Sensor haben sich auch die Phasendetektionspixel verändert, die jetzt bis ganz an den Bildrand reichen. Der Autofokus funktioniert noch schneller und zuverlässiger auch bei Gesichtserkennung und Augenerkennung. War der Autofokus schon bei der X-T2 und X-H1 hervorragend, so ist der bei der X-T3 noch einmal verbessert worden. Die Erkennung funktioniert auch in dunkler Umgebung als bei den beiden Vorläuferkameras. Ich selbst hatte das Glück die Kamera auf der Photokina 2018 am Fujifilm Stand auf Herz und Nieren testen zu dürfen. Dabei hat auch der Verfolgungsmodus einwandfrei funktioniert, als hinter der Bühne schnelle sportliche Auftritte zu fotografieren waren.

Der mechanische Verschlussmechanismus der XT3 ist leider nicht gedämpft, wie bei der X-H1. Ein besonderes Merkmal der X-H1 ist der sehr leise mechanische Verschluss, der zudem weniger Vibrationen erzeugt.

Sensor X-T3

Sensor X-T3 – Foto Fujifilm

Upgrade von der Fujifilm X-H1

Nach meinem Test der Fujifilm X-T3 und X-H1, kann ich von einem Upgrade der Fujifilm X-H1 zur Fujifilm XT3 eigentlich nur abraten. Wer die X-H1 gekauft hat, dem wird vermutlich viel an dem größeren Griff, den verlängerten Belichtungszeiten oder den Videospezifikationen der Kamera liegen. Hier kann die X-T3 nur bedingt mithalten.

Zwar kann die X-T3 beim Video ein kleines bisschen mehr, dennoch ist der Sensor nicht stabilisiert (kein IBIS / Achsenstabilisator im Body) und ergibt beim Filmen kein so ruhiges Bild, wie bei der X-H1. Ob man eine Serienbildfunktion von 20 Bildern pro Sekunde oder 30 Bildern pro Sekunde mit dem Faktor 1,25 benötigt, ist davon abhängig ob man sehr viele sportliche Sequenzen fotografiert, oder sein Geld mit der Tierfotografie verdient. Insgesamt ist die Fujifilm X-H1 eine hervorragende Kamera, die man nicht unbedingt für die X-T3 hergeben muss.

Fujifilm X-T3 Test - Unterschiede und Testfotos

Upgrade von der Fujifilm X-T2

Ein Upgrade von der Fujifilm X-T2 macht immer dann Sinn, wenn man wie ich gerne eine silberne Kamera haben möchte, und die Extra-Ausgabe zu Zeiten der X-T2 gescheut hat. Der Preis für die schwarze wie silberne X-T3 ist nämlich jetzt derselbe. Mit dem Kauf erhält man eine Kamera, die wesentlich schneller in vielen Bereichen arbeitet. Der Autofokus hat enorm zugelegt, die Serienbildfunktion ebenso. Wenn man sportliche Sequenzen mit 4K fotografieren möchte, dann kann man bis zu 60 Bildern pro Sekunde festhalten und erhält hinterher immer noch ein Foto seiner Wahl in der Größe von DIN A3.

Der verbesserte Sucher ist in meinen Augen kein Grund um mit der X-T2 abzuschließen. Zwar ist die Bildqualität der Neuen tatsächlich minimal besser, aber es handelt sich nur um kosmetische Größen. Filmt man hingegen viel, so sind die deutlich verbesserten Videospezifikationen durchaus ein Grund für ein Upgrade auf die X-T3. Hier kann der Profi mit anderen Datenkompression wie H.264/MPEG-4 AVC und H.265/HEVC arbeiten. Auch der Filmsimulationsmodus ETERNA ist für Filmer oft ein Grund umzusteigen. Höchst interessant sind natürlich die 10 Bit Filmausgabe und die umfangreicheren Farbinformationen wie die Dynamik in Sachen Video.

Für Landschaftsfotografen und Architekturfotografen ist die X-T3 jetzt mit einer 3D-Wasserwaage ausgerüstet. Das hat einen wirklichen Vorteil zu der X-T2, um stürzende Linien zu vermeiden. Das Auslösen mit elektronischem ersten Verschluss und mechanischem zweiten Verschluss ist besonders wichtig, um Erschütterungen bei Langzeitbelichtungen zu vermeiden.

Testbericht Fujifilm X-T3 - Neues Dioptrieneinstellrad

Fujifilm X-T3 – Neues Dioptrieneinstellrad

Upgrade von der Fujifilm X-T1

Wer noch eine Fujifilm XT1 in seinem Besitz hat, der kennt die Vorteile der spiegellose Fujifilm Kameras genau. Der Schritt auf eine XT3 ist für einen Besitzer dieser älteren Kamera (XT1) ein riesiger Schritt. Hier haben sich so viele Dinge verbessert, dass ein Upgrade ohne Einschränkungen empfohlen werden kann. Allein die Bildqualität hat sich enorm verbessert. Jetzt wird es Ihnen noch mehr Spaß machen die ohnehin sehr guten Fujifilm Objektive auf der neuen Kamera auszuprobieren.

Fujifilm X-T3 Test - Unterschiede und Testfotos

Unterschiede X-T2 versus X-T3

VergleichX-T2X-T3
Sensor (APS-C) 1.5x24 Megapixel X-Trans III26 Megapixel X-Trans IV - BSI Sensor mit höherer Dynamik, etwas mehr Rauschen
ISOab 200ab 160
Prozessor (in Kamera, rechnet Vorgänge wie AF...)X-Processor ProQuad Core X Processor 4 (schneller, wichtig für AF und VIdeo)
Display3 Zoll (7,6cm), klappbar in Hochformat und Querformat3 Zoll (7,6cm), klappbar in Hochformat und Querformat, Touchscreen z.B. für AF
Sucher2.36 Millionen Pixel
100Bilder pro Sekunde
3.69 Millionen Pixel
100Bilder pro Sekunde
AutofokusHybrid Autofokus SystemHybrid Autofokus System - 1.5x schneller, größere Bereich
Augenautofokusnur in S-AFauch in C-AF
Serienbilder - Mechanischer Verschluss8 B/s, mit Griff 11 B/s11 B/s
Serienbilder - Elektronischer Verschluss14 B/s20 B/s oder 30 B/s mit 1.25x Crop (16 Megapixel)
Sucher bei Serienbildern mit elektronischem VerschlussunterbrochenUnterbrechungsfrei - Mechanischer Verschluss Unterbrechungen?
Pre-Capture Modus
Vorabaufnahmen
-Leichtes Andrücken des Auslösers nimmt bereits 20 Bilder in den internen Speicher, die beim Auslösen "vorab" zur Verfügung stehen
Digital Microprism-Manuelles Scharfstellen noch leichter gemacht mit dem Mikroprisma (siehe Video)
VerbindenWLANWLAN und Bluetooth (Fernauslöser und GPS, energiesparend!)
Nachtmodus-Display wird schwarz und rot, um die Augen zu schonen
Video-4K4K bei 30 B/s
max. 10 Min.
max. 30 Min. mit Griff
4K (DCI + UHD) bis zu 60 B/s bei 10Bit!
max. 20 Min.
max. 30 Min. bei 4K 30 B/s
Video Full-HD120 B/s ohne Crop
max. 15 Min.
max. 30 Min. mit Griff
120 B/s bei 1.29x sensor crop (bessere Videoqualität)
max. 30 Min.
Video ProfileF-LogF-Log
Hybrid Log mit Firmware-Update
Eterna video film simulation
Zebra Warnung
AkkuNP-126S AkkuNP-126S Akku
Gewicht507 Gramm539 Gramm
Linke Abdeckung / Türefestabnehmbar
Wasserwaage2D3D (Architektur!)
VerschlussMS - Mechanisch
ES - Elektronisch
M+E - Mechanisch + Elektronisch
MS - Mechanisch
ES - Elektronisch
EF E-Front - Front Vorhang V.
M+E - Mechanisch + Elektronisch
EF-M E-Front + Mech.
EF+M+E

Tipps zur Arbeit mit der X-T3

  1. Zunächst ist Lightroom noch nicht in der Lage, die RAW-Daten der X-T3 zu öffnen. Durch die Allianz von Fujifilm zu Phase One ist jedoch bereits Capture One in der Lage sämtliche RAW-Fotos zu öffnen. Leider hat man in der jetzigen Version noch Möglichkeiten die Filmsimulationen auszuwählen, die mit Fujifilm Kameras möglich sind.
  2. Möchten Sie die schnelle Bildfolge der Kamera nutzen? Serienbilder in der hohen Frequenz können Sie am linken oberen Wahlrad unter der ISO einstellen auf „CH“ (Continous High). Nutzen Sie zudem den elektronischen Verschluss der Kamera. In den Drive Einstellungen finden Sie dann die Serienbilder pro Sekunde. Stellen Sie den Autofokus vorne an der Kamera auf „C“.
  3. Wenn Sie keine Verschlusszeiten beim Filmen nutzen können, dann liegt das daran, dass die Kamera auf Stumm geschaltet ist. Ändern Sie das, dann sind Sie in der Lage die Verschlusszeit auszuwählen.

Testbilder X-T3 und X-T2

Für den Fujifilm X-T3 Test habe ich Ihnen die folgenden Testbilder sowohl als TIF (16 Bit) sowie als RAW-Fotos bereitgestellt. Die Fotos dürfen zu allen privaten Ansichten geöffnet werden. Die Bilder dürfen nicht kommerziell genutzt werden oder veröffentlicht werden. Die Fotos sind mit dem gleichen Objektiv und den zwei verschiedenen Fujifilm Kameras aufgenommen. Die erste Serie ist mit ISO 200, die zweite Bildserie mit ISO 12.800 aufgenommen. Ein Bild ist korrekt belichtet, eines mit minus drei EV, eines um fünf EV unterbelichtet:

TIFF Bilder herunterladen (1.6GB) >>

RAW-Fotos herunterladen (450MB) >>

Fazit X-T3 – Alt gegen Neu

Bei der Fujifilm X-T3 ist die Bedienung genauso intuitiv geblieben wie sie es auch bei den Vorgängermodellen immer schon war. Die Druckknöpfe an der Kamera sind noch einmal verbessert worden.Das Dioptrieneinstellenrad gegen unabsichtliches Verstellen zu schützen, zeigt den Willen der Ingenieure auf die Wünsche der Fotografen einzugehen.

Der Autofokus ist noch einmal durch die Verwendung des neuen und schnelleren Prozessors (Kameracomputer) enorm verbessert worden. Die Touchscreen Funktionen nutze ich persönlich noch relativ selten. Wer aber möchte, der kann per Touchscreen Funktionen der Kamera steuern und sehr gut den Autofokus setzen. Ich persönlich bevorzuge (noch) den Joystick um den Autofokus zu führen.

Die ohnehin schon sehr gute Autofokusqualität und Bildqualität einer X-T2 nochmals zu steigern ist eine Kunst für sich, die natürlich durch den neu entwickelten Sensor und schnelleren Kameraprozessor begünstigt wird.

Für den Preis bekommt man sehr viel Kamera und kann sich genau überlegen, ob man mit dieser sehr leichten und kompakten Spiegellosen glücklich wird. Die marginalen Verbesserungen der Bildqualität im Vergleich zur X-T2 oder X-H1 wird man bei vielen Fotos vermutlich nicht so schnell erkennen, wenn man nicht darauf achtet. Wer aber schon immer eine Zweitkamera suchte, ist mit der sehr preiswerten APS-C-Kamera hervorragend beraten und kann sich auch jetzt eine silberne Version leisten.

Intuitive Bedienung X-T3

Empfehlung X-T3

Für Neueinsteiger in die digitale Fotografie oder die Welt spiegelloser Systemkameras, kann ich die Fujifilm X-T3 nur wärmstens empfehlen. Die Kamera bietet alles, um mit ihr bis zum Profi zu wachsen. Die sehr guten Bedienungsmöglichkeiten, die Bildqualität, die hervorragenden Objektiv-Qualitäten und die Kompaktheit wie Leichtigkeit der Kamera machen eine Kauf-Entscheidung zur großen Freude. Überhaupt ist die neue Spiegellose eine unheimlich versatile Kamera für fast alle Fotogenre.

  • Portrait – Gesichtserkennung und Augenerkennung
  • Sport / Wildlife / Tierfotografie – extrem schnelle Bildfolgen oder 4K Video mit 60 Bildern pro Sekunde, schneller Autofokus und Tracking
  • Landschaftsfotografie – verbesserter, ruhiger Verschluss durch elektronischen ersten Vorhang und mechanischen zweiten Vorhang, hervorragende Bildqualität auch bei wenig Licht aus der Hand
  • Streetfotografie – unauffällige und kompakte Kamera, hervorragende Bildqualität auch bei wenig Licht
  • Urlaubsfotografie – Bildqualität bei gleichzeitiger Leichtigkeit und Kompaktheit
  • Reportagefotografie – kompakte Kamera, die auch mit aufgestecktem Blitz sehr leicht ist, bei gleichzeitiger hoher Bildqualität und Schnelligkeit
  • Studiofotografie – sehr gute Gesichtserkennung für Portrait, ausreichende Bildqualität mit 80 mm Makro für Produktfotos
  • Familienfotos – sehr schnelle Bildfolge für die Fotografie von Kindern, sehr gut auch bei schlechteren Lichtverhältnissen, Gesichtserkennung

Ich halte die Fujifilm X-T3 für die zur Zeit beste APS-C-Kamera auf dem Markt. Außerdem ist sie eine der versatilsten Kameras der Welt.

Letzter Satz: Fragen Sie Ihren Bauch, ob Sie mit dieser Kamera fotografieren möchten. Ich kann die Kamera sehr empfehlen.

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Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenMöchten Sie gerne Ihre eigene Fotografie ausbauen, dazulernen und suchen einen besseren Fujifilm Fotokurs? Ich schule individuell (auf Wunsch auch zu Zweit plus Trainer) Fotografie für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der individuelle Kurs erweitert Ihre Grundkenntnisse oder baut auf Ihren bestehenden Kenntnissen auf und ist genau auf Sie abgestimmt. Mehr noch: die Schulung macht großen Spaß und neben Theorie unternehmen wir auch eine eigene Fotoexkursion.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Fujifilm X-T3 Test – Unterschiede und Testfotos

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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