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Fujifilm Objektive Modern versus Vintage

Carl Zeiss Jena,1:2,8 50mm red dot; M42
Carl Zeiss Jena,1:2,8 50mm red dot; M42

Ich greife das *fotowissen Thema auf: “Billige Objektive für Fujifilm X-System“. Vergleich “Neu gegen Alt”, oder auf Neuschwäbisch “Modern vs Vintage”. Was ich unternahm:

Verschiedene Vintage-Objektive versus Fujifilm-Objektive im Vergleich.

Fujifilm Objektive Neu gegen Alt

Ich kaufte mir Objektive und einen Adapter, wie z. B:

  1. Zeiss Jena, 1:2,8, 50mm Tessar, red dot, M42
  2. Fujinon T Teleobjektiv EBC, 1:4,5, 200mm, M42
  3. K&F Adapter M42 an FujiX
K&F Concept® M42-FX II Kupfer-Bajonett Objektiv Adapterring,Objektivadapter,Adapter Fuji,Adapter Ring für M42 Objektiv auf Fujifilm FX Kamera bei Amazon
  • Mit diesem Adapter können Sie M42 Objektiv auf Fujifilm FX Kamera verwenden. Z.B. Fuji X-T1 X-Pro1 X-E1 X-E2 X-M1 X-A1
  • Kein Autofokus. Die Scharfstellung sowie die Blende-, Fokus- und Zoomeinstellung erfolgen manuell am Objektiv.
  • Die Adapter werden aus eloxiertem Aluminium und Kupfer gefertigt,sehen hochwertig aus und liegen gut in der Hand.

Seit etwa 2019 bin ich von NIKON D800E auf die FUJI X-H1 umgestiegen und freue mich ständig über diese gute Entscheidung, vor allem in puncto Gewicht und Qualität. Zwischenzeitlich hat sich ein kleinerer “Fuhrpark” an Objektiven angesammelt.

Die Aufnahmen unten werden so gezeigt, wie sie aus der X-H1 kommen, ohne jegliche Manipulation, alle aufgenommen mit ISO 200 in JPG. Die Ergebnisse des Objektivvergleichs haben mich überrascht. Ein Foto vom Setup in meinem Garten. Als Motiv dient das alte Vogelhaus an der Kastanie. Am Vogelhaus und der Baumrinde können wir Fotografen die Abbildungsleistung erkennen. An Hand des Hintergrunds können wir uns ein Bild vom Bokeh machen.

Fujifilm Objektive Modern versus Vintage - Setup Garten

Fujifilm Objektive Modern versus Vintage – Setup Garten.

Objektive Adapter K&F M42-FX
Objektive Adapter K&F M42-FX

Zeiss Tessar 50mm 1:2.8 versus Fujifilm XF 50-140mm 1:2.8

Vergleichsfotos:

Direkter Vergleich Zeiss Tessar 50mm 1:2.8 versus Fujifilm XF 50-140mm 1:2.8 bei F/8

Ausschnitt Carl Zeiss Jena,1:2,8 50mm red dot; M42, F/8Ausschnitt Fujifilm XF 50-140mm F/8 - Fujifilm Objektive Modern versus Vintage

Tipp: Dies ist einer der besten Monitore für die Bildbearbeitung. Ich nutze den Bildschirm für meine Fotokurse und alle Teilnehmer sind begeistert von der Größe, von den Funktionen, der Farbechtheit und der Kalibrierung ab Werk (Testbericht):

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  • Empfang: HDMI, DisplayPort 1.4, 2x USB 3.1, 1x USB Typ-C, SD/SDHC/SDXC-Card-Reader

Vergleich Vivitar 200mm 1:3.5 M42 mit Fujinon T 200mm EBC Teleobjektiv

Vergleichsfotos:

Direkter Vergleich Vivitar 200mm 1:3.5 M42 mit Fujinon T 200mm EBC Teleobjektiv bei F/8

VIVITAR 200mm; 1:3.5 M42 - F/8FUJIFILM 200mm EBC; 1:4.5; M42, F/8

Die alten Objektive schlagen sich im Vergleich wacker.

© Roland Gosebruch – Fujifilm Objektive Modern versus Vintage

Anmerkung der Redaktion (Peter Roskothen): Der Gastautor Roland Gosebruch wollte sich mit diesem Artikel bei der *fotowissen Reaktion bedanken. Ich wiederum möchte mich ganz herzlich bei Ihnen, Herr Gosebruch, für Ihre Mühe und die Testaufnahmen bedanken. Es macht viel Spaß zu sehen, dass Sie als Leser die Tipps bei *fotowissen so gut nutzen können.

Geschrieben von:

Roland Gosebruch

Ich bin 78 Jahre alt, seit über 60 Jahren begeisterter Foto Amateur, der mit zunehmendem Alter immer mehr Spaß an der Fotografie bekommt, weil er nach einem aufregenden Berufsleben endlich Zeit hat. Fotoapparate für Formate 24 × 36 mm, 5 × 6 cm, 6 × 6 cm, 9 × 12 cm diverser Hersteller und 40 Jahre Freude in der Dunkelkammer. Alles gemacht und geliebt, seit 2002 mehr oder minder voll auf Digital. Aktuell im Einsatz Fujifilm X-H1 und Fujifilm XE1 (als Backup).

9 Kommentare

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  • Sehr geehrter Herr Gosebruch,

    zunächst einmal: Prima, daß Sie die Nutzbarkeit von guten alten Objektiven an hochmodernen DSLM/DSLR mit Ihrem Vergleich in Erinnerung rufen.

    Auch ich bin ein älteres Semester und habe mehrere Jahrzehnte „klassisch“ analog mit ausschliesslich manuellem Fokus fotografiert. Erst mehrere Jahre nach der Jahrtausendwende habe ich mir zu den ausgezeichneten „alten“ Analog-Festbrennweiten endlich die relativ neu auf dem Markt befindliche Canon 5D angeschafft und nach und nach auf die MK II und MK III “upgegradet”. Denn deren Auflagemaß passte sehr schön zu den alten Leica R-Objektiven. So habe ich dann weiterhin mit manuell fokussierten Festbrennweiten fotografiert, was angesichts meines Schwerpunktes auf Landschaft und Stills sowie Portraits ja auch kein Problem darstellt, zudem war man ja gut im manuellen Fokussieren geübt. Doch dann habe ich zunehmend auch den AF zu schätzen gelernt.

    Was man bei der Anschaffung von „alten“ Objektiven wissen sollte: Die konstruktiven Anforderungen an die Objektive für die digitale Fotografie – egal, ob DSLR oder DSLM – unterscheiden sich technisch bedingt in einem Punkt sehr wesentlich von jenen für Analoge Fotografie: Einer hauchdünnen lichtempfindlichen Filmschicht ist es völlig egal, in welchem Winkel der Strahlengang auf seine Schicht auftrifft, solange der Fokus sitzt. Wegen dieser Toleranz trifft der Strahlengang „alter“ Objektive gerade bei kurzen Brennweiten durchaus oft genug in deutlich vom Ideal eines senkrechten Winkels abweichendem Winkel auf den Sensor.
    Senkrechter Einfall des Strahlengangs war in der analogen Welt nicht so extrem wichtig wie in der digitalen Welt.
    Bei einem Sensor ist das Ideal aber technisch bedingt wichtiger als in der Analogfotografie. Zwar hat man das konstruktiv zum größten Teil kompensiert durch Mikrolinsen über jedem Pixel, oft genug sogar am Rand des Sensors „off axis“ zum Rand hin leicht versetzt, doch besonders bei kurzen Brennweiten alter Objektive treten am Randbereich des Bildes dann doch deutlicher Unschärfen auf als bei neueren Objektivkonstruktionen für Digitalkameras.
    Da in der Bildmitte IMMER schon der Strahlengang (logischerweise) senkrecht auf den Film oder den Sensor auftraf, ist dieser Bereich eigentlich theoretisch unkritisch und da zählt letztlich nur die optische Qualität des Objektivs – die bisweilen sehr unterschiedlichen Konstruktionen alter Objektive spielen jedoch im Randbereich bei kurzen Brennweiten eher eine Rolle.
    Es kommt bei der Auswahl der einzusetzenden „alten“ Objektive also neben der soliden Qualität der Optik und der robusten und präzisen Fertigung auch auf diese konstruktiven Merkmale an, und auch auf die konstruktiven Merkmale des Sensors.

    Die gute Nachricht: je länger die Brennweite des Objektivs, umso irrelevanter ist das „Problem“ – denn mit zunehmender Brennweite ist ja bereits das vorne am Objektiv einfallende Licht auch zunehmend bereits „fast“ parallel – und somit der Strahlengang am Ende der Optik bereits weitestgehend im rechten Winkel auftreffend. Dies umso mehr, je stärker man (sowohl bei langen, insbesondere aber kurzen Brennweiten) abblendet. Logisch!

    Daher sollte der Bereich der längeren (älteren) Brennweiten also ziemlich unproblematisch sein, bei den kürzeren sollte man die optisch günstigsten Konstruktionsprinzipien durch persönlichen Test an der eigenen digitalen Kamera oder durch Empfehlungen kompetenter Leute herausfinden.

    Dort, wo man nicht mit Offenblende fotografieren muss oder will, ist also das Abblenden auf mittlere Blenden bei kurzen Brennweiten alter Objektive noch wichtiger als bei neuen Konstruktionen für die digitale Fotografie.

    Die „Gefahr“ eines eventuellen, theoretischen größeren Schärfeabfalls im Randbereich bei „alten“ Objektiven kann aber sicherlich bei bewussten Freistellungsbemühungen und Ofenblende sogar positiv sein – möglicherweise einer der Gründe, weswegen so manche Fotografen sogar berechtigt auf „alte“ Analogobjektive schwören, wenn sie bestimmte fotografische Gestaltungen vorhaben.
    Was jedoch immer zählt bei der Objektivauswahl: es sollten die optisch besten der „Alten“ Objektive sein – schlechte oder mäßige Analogobjektive werden bei digitaler Nutzung auch nicht besser….

    Ihnen weiterhin gutes Licht und noch weiterhin viel Freude an der Fotografie!??Gruß
    DWL

    • Hallo DWL,
      vielen Dank für Ihre fundierten Erklärungen zu den Besonderheiten analoger Objektive. Insbesondere, wenn es zu den von Ihnen genannten Lichtverhältnissen und Objektivtypen kommt. Das war mir bislang so nicht bewusst, gleichwohl gut zu wissen.
      Ich finde den wöchentlichen Newsletter von Herrn Roskothen großartig und angeregt von seinen Erfahrungen, dargelegt im Newsletter wie z.B. auch auf YOUTUBE, wollte ich einmal selbst eine Vergleichsreihe starten. Die Ergebnisse waren für mich mehr als überraschend – positiv.
      Ja, die Objektivhersteller haben schon in den 60-er Jahren hochwertige Produkte geschaffen, die heute noch ohne Einschränkung verwendbar sind, dazu beschaffbar für wirklich kleines Geld. In dem Punkt sind wir einer Meinung.
      Auch Ihnen wünsche ich weiterhin viel Freude an diesem wunderschönen Hobby und bleiben Sie gesund.
      Danke nochmals und viele Grüße,
      Roland Gosebruch

    • Sehr geehrter DWL,

      ich halte die Frage, ob der Strahlengang alter Objektive für digitale Senoren geeignet ist für sehr theoretisch. Alte SLR-Systeme hatten deutlich größere Auflagemaße (über 40mm) im Vergleich zu spiegellosen Systemkameras (20mm oder weniger). Insofern werden die Lichtstrahlen alter SLR-Objektive ab Hinterlinse bis zum Sensor / Film parallelisiert mit der Konsequenz, dass auch die Randbereiche des Sensors selbst von Weitwinkelobjektiven, deren Brennweite kürzer als das SLR-Auflagemaß ist, noch eine ordentliche Belichtung erfahren. Bei den kleineren APS-C-Sensoren sind die Bildkreise der für Kleinbildfilme konstruierten Objekive noch günstiger.

      Ich selbst bin mit der Sony A900 in die digitale Fotografie eingestiegen und habe entgegen der Bedenken des damaligen Verkäufers alle MinoltaAF-Objektive ohne Abstriche an die Bildqualität an dieser Kamera genutzt. Und iIch kann die positiven Erfahrungen von Herrn Gosebruch nur bestätigen: In Erinnerung an meine ersten Fotogeräte habe ich mir ein ZeissIkon 4.0/135 Superdynarex gekauft und verwende es mit einem Adapter an der modernen Vollformat-DSLM und geniesse die entschleunigte Fotografie sehr.

      Für Interessenten, die alte Objektive an ihrer DSLM verwenden wollen, habe ich noch ein paar hoffentlich nützliche Informationen: Achten Sie bitte beim Kauf alter Objektive auf die Blendensteuerung. Für manuelle Objektive, die für Offenblendmessung ausgelegt sind, muss der Adapter die Springblendenfunktion deaktivieren und das Objektiv auf Arbeitsblendenmessung umstellen. Das wird meines Wissens auch bei den gängigen Produkten gewährleistet.
      Es gibt auch Systeme, bei denen die Blende nicht mit einem Ring am Objektiv gesteuert wird — Bessamatik-Objektive zum Beispiel. Dann sollte der Adapter mit einem Blendenring ausgestattet sein.
      Bei moderneren Objektiven, deren Blendenfunktion von der Kamera elektronisch gesteuert wird, sollte man sich für die Verwendbarkeit an einer DSLM-Kamera vorher genauestens erkundigen, was da möglich ist.

      Grundsätzlich ist es klar, dass jedes “Altglas” auch im modernen Objektivtest hinsichtlich der verschiedenen Parameter nicht so gut abschneiden kann. Da gibt es ja auch immer wieder mal Vergleichstest in den Medien. Und trotzdem habe ich großen Respekt davor, was vor Jahrzehnten an klassischen Objektiven entwickelt und produziert worden ist. Da können viele sehr gute Objektive auch heute noch mithalten. Vor allem auch wenn man bedenkt, dass die damalige Technik und die Testverfahren, mit denen die die damaligen Ingenieure die Objektivkonstruktionen errechnet, getestet und hergestellt haben, bei weitem noch nicht so leistungsfähig waren.

      In diesem Sinne wünsche ich Allen Gut Licht und viel Freude an der Fotografie.

      • Sehr geehrter Herr Krüger,

        Zunächst einmal:
        Wie leicht nachzulesen ist, auch in früheren Kommentaren vor Monaten, habe ich selber „alte“ Objektive als kostengünstige Alternativen zumindest für Fotografen mit niedrigem Budget selber empfohlen. Letztlich habe ich oben beschrieben, daß ich selber jahrelang diese MF Objektive selber jahrelang genutzt habe. Kann man beides hier auf „Fotowissen.eu“ nachlesen.

        Mir also die Nützlichkeit vor Augen führen zu wollen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen… :
        ;-)

        Selbstverständlich sind meine obigen Hinweise keineswegs „theoretischer“ Natur, sondern sie sind die Basis für die Konzepte der Objektiventwicklung der digitalen Ära. Also nicht theoretischer, sondern absolut praktischer Natur.

        Ohne Zweifel mindern die Nutzung von alten Objektiven fürdas 35mm Analogformat mit entsprechend größerem Bildkreis für die deutlich kleineren APSC-Sensoren das von mir beschriebene Problem ebenso, wie die von mir bereits erwähnten anderen Maßnahmen wie Abblenden und sind ja für längere Brennweiten zunehmend zweitrangig.

        Aber das hier ist kein Fujifulm-Forum und auch kein APSC- oder FT-Forum. So manche Leser hier haben 35mm Digitalkameras, da kann das schon mal relevant werden.

        Zum so oft bemühten Schlagwort der „Entschleunigung“:
        Dieser Mythos hat in erster Linie seinen Ursprung in einem verzweifeltem Marketing gewisser, vom technischen Fortschritt überrollter Hersteller, speziell Leica.

        Wer den Autofokus (wie Leica) selber den Autofokus entwickelte und in völliger Ignoranz das Patent nach Japan verkaufte, wer sich weigerte, Zoomobjektive zu entwickeln, ja nicht einmal moderne Blitzbelichtung anbieten konnte, muss sich dann halt (wie seinerzeit geschehen) all das bspw bei Minolta besorgen. Weil kaum ein Profi damals noch Leicas nutzte.

        „Entschleunigung“ ist etwas, was mentaler Natur ist und hat NICHTS mit Hardware zu tun.
        Man kann auch mit einem AF-Objektiv manuell fokussieren, man kann auch eingach die vielen sinnvollen und segensreichen Optionen moderner Kameras einfach ungenutzt lassen.
        Aber oft genug kann man in bestimmten Situationen auf diese segensreichen Optionen gezielt zurückgreifen, wenn es nötig ist.
        Ich habe irgendwann eingesehen, daß irgendwann die Canon L-Objektive für DSLR oft genug optisch gut waren und der eventuelle restliche Vorteil von Leicaobjektiven durch kluge Anwendung perfekter AF-Funktion mehr als wettgemacht werden. Erst recht nach Marktreife der OIS-Objektive.

        Einen weiteren Nachteil haben alte Analogobjektive auf jeden Fall: sie sind dirch ihren größeren Bildkreis für APSC- oder FT-Kameras völlig überdimensioniert und daher viel schwerer und voluminöser.

        Seit 2012 fotografiere ich fast ausschliesslich mit Fujifilm X-System und für mich ist das geringe Gewicht, das geringere Volumen und die hohe Bildqualität entscheidend.

        „Entschleunigt“ fotografierte ich ich schon vor über 50 Jahren und daran hat der Fortschritt der Kameratechnik nichts verändert.
        Jeder kann „entschleunigt“ fotografieren – dabei ist die Kamera völlig irrelevant.

        Trotzdem ist der Einsatz von guten alten Objektiven durchaus sinnvoll, wenn man nur ein kleines Budget zur Verfügung hat oder einfach nicht so viel Geld ausgeben will.

        Man sollte das Ganze dann nur nicht als überhöhten Mythos präsentieren, sondern einfach ganz schlicht als für die eigenen Zwecke ausreichende Ausrüstung.

        Wenn man sich also der heutigen wunderbaren Möglichkeiten entsagen will und auf das eine oder andere Foto bewusst verzichten will, welches nur mit modernen Mitteln wie OIS, HDR, Etc etc möglich gewessen wäre, kann das ja gerne machen.

        Aber das tun ja viele Leute ja gar nicht, weil sie die „alten“ Objektive ganz überwiegend mit hochmodernen Kameras nutzen… also einfach mal die Kirche im Dorf lassen und statt der Bemühung völlig überhöhter Mythen sagen, daß einem MF ohne OIS einfach ausreicht.

        ;-)

        Entspannte Grüße
        Von einem, der erst ab 2012 zunehmend mit AF und OIS fotografiert…

        DWL

  • Werter Herr Herr Gosebruch,

    Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit ca. 30 Jahren analoger Fotografie und vielen Jahren Dunkelkammer bin ich vor ca. 20 Jahren zur digitalen Fotografie gekommen. Viele Jahre beruflich mit Canon unterwegs und seit ca. zwei Jahren zu Fuji xt3 und GFX 50 gekommen. Im Corona Lockdown hatte ich die Gelegenheit mit einer alten Leica M und R Filmkamera wieder Aufnahmen zu machen. Ich war wieder so Feuer und Flamme das ich mir ein paar alte Leica R- , Voigtlander M- und Minolta Rokkar Objektive per eBay billig gekauft habe. Diese Objektive wurden über zwei Adapter an beiden Fujis angeschlossen und getestet. Dabei habe ich festgestellt das einige von den alten Objektiven sehr, sehr gute Ergebnisse brachten. Einige in Image Qualität ander im Look. Heutige Objektive sind über Software besser korrigiert aber ich habe den Eindruck, das einige von den alten Objektiven optisch besser gefertigt wurden da es noch keine Korrektur oder Computernachbearbeitung gab. Für mich persönlich stelle ich fest das ich wieder viel mehr mit einem alten manualen Objektiv unterwegs bin als noch vor eins, zwei Jahren. Die Fotos erhalten wieder mehr Charakter und heben sich von den cleanen, sterilen Fotos ab. Vielleicht ist es ähnlich wie in der Musik! Da sind wir auch begeistern von der alten LP zu cleanen CDs übergegangen. Aber heute höre ich mir gern die alten Platten wieder an. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2021. Mit freundlichen Grüssen, Alan

    • Hallo Alan,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar. So wie ich das verstehe, ticken wir bzgl. der besprochenen Themen ganz ähnlich. Das Hobby Fotografie ist so unendlich vielseitig. Als Hobby, ohne jeglichen kommerziellen Druck, macht es besonders viel Spaß. Wenn man dann noch Gelegenheit zu eigenen Experimenten hat, ist es richtig spannend. Sie machten mit dem “alten Glas” offenbar ganz ähnliche Erfahrungen wie ich.
      Insofern bin ich Herrn Roskothen sehr dankbar, wenn er neben seinen beruflichen Verpflichtungen noch die Zeit findet, uns Hobbyisten mit neuen Ideen anzuregen und nicht nur an Megapixel und techn. Details zu denken. Schließlich geht es doch nach wie vor um die eine Frage: Wie bekomme ich das Bild, das ich mir vorstelle?
      Nochmals herzlichen Dank und Ihnen auch weiterhin viel Freude am Fotografieren,

      Roland Gosebruch

  • Also, nach vielen genüsslichen Stunden mit meinen alten Linsen kann ich sagen, dass es auch keinen Sinn macht, die alten und neuen Objektive vergleichen zu wollen. Und mal ehrlich; wozu auch? Wir haben doch die Wahl, denn kaum jemand besitzt nur alte, oder nur neue Objektive.
    Was mich dran fasziniert, ist auch die Haptik. Die ist bei den alten Teilen einfach himmlisch! Das fühlt sich irgendwie auf eine Weise gut an, wie das heute eben nicht mehr ist. Heute ist auch gut. Aber eben anders. Und ein bissel riechen die alten Teile auch so herrlich technisch. Das können die neuen nicht mehr. Diese alten Geräte haben alle ihren typischen Duft. Wer mal einen 70er Jahre Cassettenrekorder aufgeschraubt hat, weiß, was ich meine ;-)

    Die Fotos, die sich mit alten Objektiven fabrizieren lassen, die mag ich hauptsächlich wegen ihres Charmes. Technische Analysen und Pixel zählen…nee, nicht bei sowas.

    LG, Dirk Trampedach

    • Lieber Dirk,

      Dieser Artikel von Herrn Gosebruck ist explizit dem Vergleich der Abbildungsqualität zwischen alten analogen und neuen „digitalen“ Objektiven gewidmet.
      Die Kommentare ebenfalls.

      Daher sehe ich keinen Grund, diesen interessanten Ansatz oder die themenbezogenen Kommentare infrage zu stellen.
      In der Tat ist es jedem selber überlassen, nach Lust und Laune sein ganz persönliches Glück unabhängig von technischen Aspekten bei seinen ausgewählten Objektiven zu suchen.

      Ich persönlich halte es aber durchaus für sinnvoll, wenn man auch technische Kenntnis darüber hat, WARUM bestimmte optische Eigenschaften von Objektiven oder Kameras so sind, wie sie sind und man folglich sogar gezielt und einfacher jene Komponenten ausfindig machen kann, welche einem persönlich gefallen – völlig unabhängig davon, ob es alte oder neue Komponenten sind.

      Und um Dein Beispiel aus der Musikwiedergabe aufzugreifen:
      Wer bspw. über gute Kenntnisse über technisch-physikalische Grundlagen der Akustik und über Psychoakustik verfügt, muss nicht einmal Lautsprecher überhaupt hören, um sehr präzise Voraussagen über die spezifische Wiedergabecharakteristik machen zu können und damit rasch jene Lautsprecher zu selektieren, welche den eigenen Wünschen und Zielen entsprechen wird. Ist keine Magie, sondern einfach nur Grundlagenwissen.

      In siesem Sinne
      Beste Grüße
      DWL

  • Danke für den Tipp. Ich habe mir daraufhin das Vivitar 200mm bei ebay besorgt, mit Adapter. Die ersten Bilder haben gezeigt wie gut es geht, auch wenn man nur wenig Geld in die Hand nehmen muss.
    Per Hand scharfstellen kann auch Spaß machen und ist, auch wenn es wie ein Widerspruch scheint, eine Art Entschleunigung.

    Nochmals Danke!
    Alles Gute (Gut Licht)

    mit freundichen Grüßen

    Winfried Hoffmann

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