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Fujifilm Infrarot Kamera Umbau

Fujifilm Infrarot Kamera Umbau – Nachdem ich im ersten Teil die Schwarzweiß Infrarot Fotografie mit Fujifilm mit dem Objektiv-Filter (Schraubfilter) ausprobierte, habe ich für den zweiten Teil der Publikation eine Fujifilm Kamera für Infrarot umbauen lassen. Welche Infrarot-Beispielfotos dabei herauskamen, welche Unterschiede es zum Objektiv-Filter Hoya IR R72 gibt, erzähle ich Ihnen in diesem zweiten Teil:

Infrarot Kamera Umbau Fujifilm

Eine monochrome Infrarotaufnahme mit einer umgebauten Fujifilm X-T20 Kamera. 

Mit der umgebauten Infrarot Kamera sind normale Belichtungszeiten möglich

Ein Fujifilm Infrarot Kamera Umbau ist preiswert

Der Infrarot Kamera Umbau funktioniert auch mit Sony, Canon, Nikon, Panasonic, Olympus und anderen Kameramarken – siehe IRREcams

Faszination Infrarote Fotos

Meine Faszination für die Infrarotfotografie entdeckte ich bereits zu analogen Zeiten (etwa 1979). Damals war die Infrarotfotografie etwas für Fotografie-Nerds. Ein Infrarotfilm war eine Rarität. Es existierte noch kein Internet. Informationen rund um die Fotografie waren schwierig zu bekommen. Wer keinen Lehrer oder Mentor hatte, dem blieb der Weg zu der exklusiven IR-Fotografie verwehrt.

Von meinem Kunstlehrer und Mentor, Herrn Zedelius bekam ich zu meinem Glück viele Informationen und Tipps. Ich entwickelte einige der IR-Filme in der Dunkelkammer. Schwierig war das nicht, aber relativ teuer für einen Schüler. Meine Faszination für die Infrarotfotografie war schon damals groß, obwohl oder weil die infrarote Wellenlänge ein Nischenthema ist.

Digitale Infrarotfotografie

Kein Wunder, dass ich mich auch im digitalen Zeitalter für infrarote Fotos begeistere. Ich bin neugierig auf die Möglichkeiten mit höherer Auflösung. Daher probierte ich zunächst die IR-Fotografie mit dem Hoya Infrarot Filter R72 (Teil 1). Ich weiß jedoch auch, dass die langen Belichtungszeiten keine Aufnahmen mit niedriger ISO aus der Hand zulassen. Das gilt für Kameras des X-Systems (X-T1, X-T10, X-T20, X-T30, X-T2, X-T3, X-T4, X-Pro2,…) genauso wie für die GFX-Systemkameras (GFX 50S, GFX 50R, GFX 100).

Vor vielen Jahren erhielt bereits meine Canon EOS 5D einen Infrarot Kamera Umbau in den USA. Auch damit habe ich schöne IR-Bilder geschossen. Leider hat die Spiegelreflex nur 12 Megapixel, die nicht für größere Wandbilder ausreichen. Davon abgesehen, bin ich heute mit dem Fujifilm-System verwachsen. Meine Idee eine Fujifilm X-System-Kamera zu einer Infrarot-Kamera umbauen zu lassen wuchs in den letzten Monaten.

Infrarot Kamera Umbau Fujifilm

Fujifilm Kameras und Infrarot

Die Sensoren von Fujifilm-Digitalkameras sind trotz eines internen Sperrfilters vor dem Sensor in der Lage, einige infrarote Wellenlängen einzufangen. Wenn wir ausschließlich infrarotes Licht auf den Sensor lassen wollen, so müssen wir die sichtbare Wellenlänge zwischen 400-700 Nanometern dem Sensor vorenthalten. Die Sperre schafft zum Beispiel der Hoya Infrarot R72 Objektivfilter / Schraubfilter (wird vor das Objektiv geschraubt). Dieser Filter sperrt sichtbares Licht unterhalb 720 Nanometern. Diese Methode funktioniert überwiegend vom Stativ, da wir relativ lange Belichtungszeiten bis zu 30 Sekunden erhalten. In dem ersten Artikel der Reihe habe ich das Verfahren ausführlich für Sie mit Kameras des X-Systems und GFX-Systems getestet:

Schwarzweiß Infrarot Fotografie mit Fujifilm und Objektivfilter

Infrarotfilter sperrt sichtbares Licht

Wellenlänge UV, Sichtbares Licht, Infrarot

Wollen wir Fotografen nur das Infrarote Licht auf den Sensor bannen, so ist der Objektivfilter eine der Möglichkeiten. Die andere Möglichkeit ist der Kamera Umbau Infrarot mit fast allen Kameramarken.

Fujifilm Kamera mit Original-Hot-Mirror-Filter

Fujifilm Kamera mit Original-Hot-Mirror-Filter, der einiges infrarotes Licht aussperrt.

Test Infrarot Kamera Umbau-Service mit IRREcams

Bevor ich mich für den Umbau der Kamera entschied, stellte ich einige identische Fragen an zwei deutsche Unternehmen, die den Infrarot Umbau vornehmen. Ich stellte die Fragen per eMail an die Unternehmen Optic Makario und IRREcams. Von Optic Makario habe ich bis heute keine Antwort erhalten. Hingegen antwortete IRREcams sofort und ausführlich auf alle meine Fragen. Ich fragte lediglich privat an, mit meinem realen Namen, nicht als Journalist für *fotowissen. Ich erhielt bei dem Test weder einen Nachlass, noch sonstige Vergütungen oder Zuwendungen. Ich wollte einen realistischen Test des Services:

Frage Peter R.:

“Da ich ausschließlich Infrarot Schwarzweißfotografie mag, würden Sie mir vermutlich zum Einbau eines 700nm oder 850nm Sperrfilters raten?

Der Unterschied in den beiden Ausführungen ist mir noch nicht klar. Der 850nm ist für noch etwas deutlicheres SW verantwortlich? 700nm kann ich noch per Kanaltausch wandeln in ein Bild mit blauem Himmel. Korrekt?”

Antwort Sven Lamprecht:

“…auch wenn Sie nur SW fotografieren möchten, rate ich Ihnen vom 830 nm Filter ab. Dieser schluckt etwa 3 Blenden gegenüber einer nicht umgebauten Kameras, aber der Mehrwert an “IR Look” ist ziemlich gering.

Besser sind Sie da mit dem 700 nm Filter dran, dieser ist vergleichbar mit einem aufgesetzten Polfilter. Außerdem haben Sie mit 700 nm noch die Möglichkeit Farb-IRs zu machen, mit 830nm bekommen Sie keinen blauen Himmel mehr.”

Der Austausch per eMail reichte über mehrere Fragen und Antworten hinweg. Besser und schneller konnte IRREcams meine Fragen nicht beantworten. Ich erwarb eine gebrauchte X-T20 bei mpb.com, die prompt eintraf. Nach dem Test der Kamera versandte ich diese an Herrn Lamprecht und bat um den schnelleren 7 Tage-Umbauservice mit geringem Aufpreis.

Noch vor Ablauf der 7 Tage erhielt ich eine eMail mit der Bestätigung des erfolgreichen Umbaus. Die Kamera kam mit Garantie bei mir an und arbeitet einwandfrei. Ich bin extrem zufrieden mit dem Umbau und dem Service. Besser kann ein solcher Service nicht arbeiten. Sollten Sie Ihre Kamera dort umbauen lassen, werden Sie sicherlich ähnlich zufrieden sein:

https://www.irrecams.de

*fotowissen Gutschein Kameraservice

Ich habe mich nach dem erfolgreichen Test als Redakteur von *fotowissen zu erkennen gegeben. Als Herr Lamprecht von dem Test erfuhr, bot er einen Gutschein von 10% Nachlass für alle *fotowissen-Leser auf den Kamera-Umbauservice an. Geben Sie per eMail oder im Onlineshop als Gutschein “fotowissen” an, dann bekommen Sie bis zum 31.08.2020 10% auf den Preis für den Umbau Ihrer Kamera.

Fujifilm Kamera Umbau Infrarot

Beim Kamera Umbau handelt es sich um den Sensor Umbau. Dabei wird einer der Sensorfilter entfernt, der vor dem Sensor verklebt ist. Dieser Sensorfilter heißt Hot Mirror Filter. Der Hot Mirror Filter (Sperrfilter) dient dem weitgehenden Ausschluss von infrarotem Licht, da wir Menschen dieses Licht nicht sehen können. Wir möchten unter normalen Umständen keinen Infrarot-Bildausdruck in unseren Bildern sehen. Entsprechend verbauen die Sensorhersteller den Hot Mirror Filter vor dem Sensor, damit fast ausschließlich das sichtbare Licht von 400-700 Nanometern zum Sensor durchdringt. Aber welcher neugierige Fotograf möchte nicht einmal die Infrarotfotografie ausprobieren? Entsprechend kann der Sperrfilter weichen…

Der Hot Mirror Filter (Sperrfilter) lässt bei Fujifilm Kameras immer noch ein wenig IR-Licht durch, sonst würde das Experiment mit dem Infrarotfilter vor dem Objektiv nicht funktionieren (funktioniert nicht unbedingt bei anderen Kameramarken wie Canon oder Nikon,…). Entfernt ein fachkundiger Experte den Hot Mirror Filter jedoch, so kann die Kamera fortan auch das Licht unterhalb von 400nm und oberhalb von 700 Nanometern aufnehmen. Die Kamera wird durch das Entfernen des Sperrfilters zu einer undefinierten Kamera, die für UV-Licht (< 400nm) , Vis-Licht (400-700nm) und IR-Licht (< 700nm) empfindlich ist. Es entfallen damit auch die langen Belichtungszeiten, die wir bei der Nutzung des Objektivfilters abwarten müssen. Mit der umgebauten Digitalen können mit normalen Belichtungszeiten aus der Hand infrarote Fotos aufnehmen.

Undefinierte Fujifilm Kamera nach Umbau

Undefinierte Fujifilm Kamera nach Umbau – Vor das Objektiv können verschiedene Filter gesetzt werden, um bestimmtes Licht in die Kamera zu lassen und andere Wellenlängen auszusperren.

Vor das Objektiv einer undefinierten Kamera kann man verschiedene Filter schrauben, die entweder das UV-Licht, das Vis-Licht, IR-Licht oder Mischungen aus den Bereichen hindurch lassen. Dies ist die versatilste Lösung beim Umbau der Kamera. Allerdings sind die verschiedenen Filter in der Summe recht kostspielig.

Undefinierter Kamera Umbau oder definierter Kamera Umbau

Die farbige Fotografie mit einer undefinierten Kamera kann ich Ihnen leider nicht vorführen (Fotobeispiele auf der Webseite von IRREcams). Die farbigen Bilder mit verschobenen Farben sehen für meinem Geschmack kitschig aus. Auch weil ich ein Fan monochromer Aufnahmen bin, habe ich mich für einen definierten Fujifilm Kamera Umbau / Sensorumbau mit einem Ersatzfilter für die infrarote Schwarzweiß-Fotografie entschieden. Der 700nm Filter wird vom Experten vor dem Sensor verbaut und lässt (fast) kein Licht unterhalb 700nm hindurch. Das heißt, dass fast ausschließlich infrarotes Licht den umgebauten Sensor erreicht.

Fujifilm Infrarot Kamera Umbau

Umgebaute Fujifilm Infrarot Kamera mit hinzugefügtem 700nm Infrarot-Filter.

Nach dem Kamera Umbau

Der Fujifilm Infrarot Kamera Umbau mit dem 700nm-Filter vor dem Sensor hat für mich den Vorteil, dass der Umbau preiswert ist. Die Kamera kann mit normalen Belichtungszeiten genutzt werden. Das bedeutet, dass die langen Belichtungszeiten vom Stativ wegfallen.

Ich fotografiere mit der umgebauten Fujifilm X-T20 in RAW und JPG gleichzeitig. Stelle ich zum Beispiel die Fuji-Filmsimulation ACROS+Rot-Filter ein, dann ist das JPG bereits ein Schwarzweiß-Infrarotbild.

Infrarto-Bildbearbeitung Lightroom versus Capture One

Das RAW kann ich ebenfalls mit ACROS+Rot-Filter aufnehmen. Nach dem Umbau meiner Fujifilm-Kamera sind die RAW-Bilder in Lightroom zunächst rotstichig, da die Bildbearbeitungssoftware die RAW-Aufnahme sofort wieder in Farbe zeigt. In Capture One wird die Filmsimulation berücksichtigt. Daher zeigt Capture One die infraroten Fotos bereits in Schwarzweiß.

Ein weiterer Vorteil von Capture One ist die Kelvineinstellung, die unter 2000 Kelvin funktioniert. Auch das ist in Adobe Lightroom und Photoshop nicht möglich. Genau dieser Weißabgleich unter 2000 Kelvin ist aber notwendig, wenn Sie Ihr Bild mit einem Rest Farbe entwickeln möchten:

Mit dem 700nm-Filter kann die Kamera noch ein wenig sichtbares Licht aufnehmen. Etwas aufwändiger ist die Wandlung eines solchen Bildes in ein Foto mit vertauschtem Rotkanal und Blaukanal. Dann wirkt das Bild, als habe es einen blauen Himmel. Dazu muss zunächst der Weißabgleich auf einen Wert unter 2.000 Kelvin eingestellt werden. Das ist mit Capture One kein Problem, allerdings mit Photoshop und Lightroom nur über einen Trick möglich. Später muss im Bild noch in Photoshop oder Affinity Photo (oder andere Bildbearbeitungssoftware) der Rotkanal und Blaukanal getauscht werden. Aber all dieser Aufwand geht über mein eigenes Infrarot-Interesse hinaus. Hier ein Beispiel für ein infrarotes Foto mit vertauschten Kanälen:

Infrarot Foto mit vertauschtem Rotkanal und Blaukanal

Infrarot Foto mit vertauschtem Rotkanal und Blaukanal. Die Aufnahme wurde mit einer Fujifilm X-T20 aufgenommen, die für Infrarot umgebaut wurde. Entwickelt wurde das Bild mit Capture One. Der Kanaltausch erfolgte in Photoshop, funktioniert aber auch mit anderer Bildbearbeitungssoftware.

Bildbeispiele mit umgebauter IR Fujifilm Kamera

Ich selbst fotografiere Infrarot am liebsten mit dem XF16mm F1.4. Als ich das Samyang 12mm F2 ausprobierte, fiel mir auf, wie wenig scharf die Linse im Infrarotbereich ist. Sie lässt sich verwenden, aber es ist ein großer Unterschied (auch im Preis der beiden Objektive):

Fujifilm Infrarot geeignete XF-Objektive (X-System)

Diese XF-Objektive sind infrarottauglich. Alle Links zu Calumetphoto:

Fujifilm Infrarotfotografie geeignete XF-Objektive (X-System)  
XF14mm / F2,8 R Infrarot geeignet
XF16mm F1.4 R WR (*) Infrarot geeignet
XF23mm F1.4 R WR Infrarot geeignet
XF 23mm / F 2,0 R WR Infrarot geeignet
XF35mm F1.4 R (*) Infrarot geeignet
XF35mm / F2,0 R WR
XF50mm F2 R WR
XF55-200mm F3.5-4.8 R LM OIS Infrarot geeignet bis F8
16-50 / F 3,5-5,6 XC OIS II (Amazon Link) Infrarot geeignet bei Offenblenden
Samyang für Fujifilm
Samyang 12mm F2.0 Fuji X (*) max. F8 (sichtbarer Hotspot bei F16)
Ungeeignete XF-Objektive
XF18mm f/2 R
XF27mm F2.8
XF56mm F1.2 R (*)
XF60mm f/2.4 R Macro
XF80mm F2.8 R LM OIS WR Macro) (*)
XF10-24mm F4 R OIS (*)
XF16-55mm / F2,8 R LM WR
XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS (*)
XF18-135mm F3.5-5.6 R LM OIS WR
XF50-140mm F2.8 R LM OIS WR
XC Zoomobjektive und Telekonverter
*fotowissen-getestet nicht aufgeführte Objektive sind mir nicht bekannt
Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben

Fujifilm Infrarot geeignete GF-Objektive (GFX-System)

Diese GFX-Objektive sind infrarottauglich. Alle Links zu Calumetphoto:

Fujifilm Infrarotfotografie geeignete GFX-Objektive (GFX-System)  
GF32-64mm F/4 R LM WR * Infrarot-geeignet
GF45mm F2.8 R WR * Infrarot-geeignet
Fremdobjektive mit Techart Adapter
Canon TS-E 24mm F3.5L II * Infrarot-geeignet
Canon TS-E 90mm f/2.8 * Infrarot-geeignet
Ungeeignete XF-Objektive
GF23mm F4 R LM WR *
*fotowissen-getestet nicht aufgeführte Objektive sind mir nicht bekannt
Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben

Frage von Leser Thomas Stollenwerk: 

Sehr geehrter Herr Roskothen,

Vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel und die Mühe, die Sie da reingesteckt haben. Jedes Mal, wenn ich etwas über Infrarot-Photographie lese, überlege ich auf‘s neue, ob das was für mich sein könnte. Da ich nun seit einigen Monaten meine XT20 nur noch als Zweitkamera nutze, bin ich auch aufgrund Ihres Artikels endgültig angefixt.
Eine Frage bleibt mir aber doch noch, warum sind nicht alle Objektive für diese Art der Photographie geeignet? Liegt es an den Gläsern / Beschichtungen der Objektive?

Gruß vom Bodensee,
Thomas Stollenwerk

Antwort von Sven Lamprecht:

Guten Morgen Herr Stollenwerk,
ich schalte mich kurz ein um die Frage zu beantworten: Normale Objektive sind darauf optimiert im sichtbaren Bereich die beste Performance zu erzielen. Im IR verlieren praktisch alle Objektive an Schärfe und sind anfällig für Lensflares und Geisterbilder. Bei einem Teil treten auch andere Bildfehler auf, die zu einem wirklichen Problem werden können. Der berühmteste ist der “Hotspot”. Das ist ein heller Fleck genau in der Mitte des Bildes. Bei Farb-IRs ist dieser Blau (bzw. Rot nach Kanaltausch) und relativ schwer zu entfernen. In einem SW Infrarot Bild ist ein Hotspot viel weniger auffällig, kann aber ebenso schwer korrigiert werden wenn er einmal vorhanden ist. Abgesehen von Hotspots kann es auch zu Randunschärfen kommen, das ist wahrscheinlicher, wenn Sie ein starkes Weitwinkel Objektiv benutzen.
Ergänzend zu der Liste an Objektiven möchte ich noch das Fuji 23/2 und Samyang 12/2 nennen die ich beide sehr oft für IR nutze. Auch das XC 16-50 ist gut brauchbar, wenn man es nicht zu sehr abblendet (ein Hotspot ist bei Offenblende am wenigsten ausgeprägt).

Herzliche Grüße von der Ostsee!
Sven Lamprecht

Preisvergleich IR-Schraubfilter und IR-Kamera Umbau

Im Vergleich zu einem 77mm Hoya R72-Schraubfilter für etwa EUR 90,- ist der Preis für den Umbau inklusive Versand von EUR 260,- (plus EUR 20,- für den 7-Tage-Service) auf den ersten Blick preiswerter. Aber die Wartezeit pro Foto ist recht hoch. Bei 10-30 Sekunden Belichtungszeit sind Wolken und anderes Bewegliches im Bild verwischt. Für einen Aufpreis von etwa EUR 170,- erhalten Sie eine umgebaute digitale Fujifilm X-T20 Kamera, mit der Sie infrarote Fotografien aus der Hand aufnehmen können. Das ist nicht nur praktischer, sondern auch für viele Motive von Vorteil. Langzeitbelichtungen mit einem ND-Filter sind dann vom Stativ aus immer noch möglich.

Tipp: Probieren Sie vielleicht zunächst den IR-Schraubfilter, um Ihr Interesse für die IR-Fotografie zu prüfen. Wenn Sie Spaß an der anderen Wellenlänge gewinnen, können Sie den Filter an einen befreundeten Fotografen abgeben oder verkaufen.

Tipp: Nehmen Sie Ihre Zweitkamera, die die meiste Zeit herumliegt und lassen die umbauen.

Tipp: Geben Sie per eMail oder im Onlineshop als Gutschein “fotowissen” an, bekommen Sie bis zum 31.08.2020 10% auf den Preis für den Umbau:

IRREcams >>

Dieser Beitrag hat ohne die Fotografie, inklusive Grafiken und Tests der Objektive etwa 24 Stunden Arbeitszeit gekostet. Es wäre lieb, wenn Sie einen Kommentar schreiben und über den individuellen Fotokurs :-) nachdenken, Link siehe unten. Ich helfe Ihnen auch bei der Infrarotfotografie.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Fujifilm Infrarot Kamera Umbau

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Über den Autor

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

5 Kommentare

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  • Lieber Herr Roskothen,
    toller Artikel!
    Herzlichen Dank für die große Mühe, da stecken sicherlich ein paar Stündchen Arbeit drin!!
    Das Thema Infrarot hatte ich bislang gar nicht auf dem Schirm, aber der Look der Bilder hat mich sofort angesprochen!

    Grüße aus Dortmund!

  • Sehr geehrter Herr Roskothen,

    Vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel und die Mühe, die Sie da reingesteckt haben. Jedes Mal, wenn ich etwas über Infrarot-Photographie lese, überlege ich auf‘s neue, ob das was für mich sein könnte. Da ich nun seit einigen Monaten meine XT20 nur noch als Zweitkamera nutze, bin ich auch aufgrund Ihres Artikels endgültig angefixt.
    Eine Frage bleibt mir aber doch noch, warum sind nicht alle Objektive für diese Art der Photographie geeignet? Liegt es an den Gläsern / Beschichtungen der Objektive?

    Gruß vom Bodensee,
    Thomas Stollenwerk

    • Lieber Herr Stollenwerk,
      ich habe die Antwort von Herrn Lamprecht oben im Artikel veröffentlicht, da das eine gute Frage ist, die vermutlich noch mehr Leser interessiert.
      Danke und herzlichen Gruß,
      Peter R.

  • Guten Morgen Herr Stollenwerk,

    ich schalte mich kurz ein um die Frage zu beantworten: Normale Objektive sind darauf optimiert im sichtbaren Bereich die beste Performance zu erzielen. Im IR verlieren praktisch alle Objektive an Schärfe und sind anfällig für Lensflares und Geisterbilder. Bei einem Teil treten auch andere Bildfehler auf, die zu einem wirklichen Problem werden können. Der berühmteste ist der “Hotspot”. Das ist ein heller Fleck genau in der Mitte des Bildes. Bei Farb-IRs ist dieser Blau (bzw. Rot nach Kanaltausch) und relativ schwer zu entfernen. In einem SW Infrarot Bild ist ein Hotspot viel weniger auffällig, kann aber ebenso schwer korrigiert werden wenn er einmal vorhanden ist. Abgesehen von Hotspots kann es auch zu Randunschärfen kommen, das ist wahrscheinlicher wenn Sie ein starkes Weitwinkel Objektiv benutzen.

    Ergänzend zu der Liste an Objektiven möchte ich noch das Fuji 23/2 und Samyang 12/2 nennen die ich beide sehr oft für IR nutze. Auch das XC 16-50 ist gut brauchbar, wenn man es nicht zu sehr abblendet (ein Hotspot ist bei Offenblende am wenigsten ausgeprägt).

    Eine Liste mit Infrarot tauglich und untauglichen Objektiven gibt es z.B. hier (die Liste deckt sich nicht immer 100 % mit meinen Erfahrungen, ist aber ein guter Startpunkt):

    https://decatec.de/objektive-und-kameras-fuer-die-infrarot-fotografie

    Herzliche Grüße von der Ostsee!
    Sven Lamprecht

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Erklärungen hierzu >>
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Die *fotowissen Autoren

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