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Fuji-JPG-Rezept – Filmsimulation Cool-City

  Ja, es gab sie, jene Winter, in denen ich Tag für Tag das Schulende kaum erwarten konnte. Dann ging es im Dauerlauf heim, und den einzigen Zwischenstopp stellte die warme Mahlzeit dar, die ich unter Mutters wohlwollendem „Iss´ doch bitte langsam“, herunterschlang. Denn zu verlockend war die Rodelbahn, die sozusagen direkt vor der Haustür für Wochen den kleinen Park in eine Eisbahn verwandelte. Da trafen sich alle Kids, im winterweißen Social Media unserer Strasse der 1970er Jahre. Und an den Wochenenden legten wir noch einen drauf. Es ging mit den alten hölzernen Ski auf den Schultern zu Fuß zum Bahnhof. Im damals noch roten Bahnbus, es war ein ein handgeschalteter SETRA, erreichten wir von dort aus über Land den Giller. Der Giller ist ein Berg des Rothaargebirges. Dort steht schon seit den 1960er Jahren der für uns einzige halbwegs gut erreichbare Skilift, und dort steht er nach wie vor. Aber es gibt sie eben nicht mehr, jene beständigen, verlässlichen Winter, die wochenlanges Rodeln und Skifahren möglich machen. Zwangsläufig immer seltener nimmt der ortsansässige Skiverein den Lift am Giller in Betrieb, denn kaum noch herrscht ein zünftiges „Ski + Rodel gut“.

JPEG-Rezept
In diesem Beitrag wird der Bildstil / das JPEG-Rezept Cool-City für Fujifilm-Kameras vorgestellt. Sie können in vielen Kameras die JPEG-Simulationen / Bildstilen einstellen und verfeinern, deshalb lohnt es ich den Beitrag JPEG-Rezept & Zeitenwende Winter auch bei anderen Kamera-Marken zu lesen. Überdies lohnt es sich auch für Fans der SETRA, dem Giller, des Rothaargebirges und für Fans von Fotografien:

Im Laufe eines Jahres bin ich nach wie vor oft und gerne dort. Entweder in den Wanderschuhen, oder per Mountainbike. Es ist eine herrliche Landschaft dort oben, und es ist auch immerhin die Stelle, an der mir mein Dad das Skifahren beibrachte. Da schwingt tatsächlich nach wie vor der Hauch meiner Geschichte über dem Hang, die längst Geschichte ist. In jenen Tagen existierte sogar noch eine Sprungschanze, die direkt neben dem Hang stand. Sie wurde vor vielen Jahren abgerissen. Es muss damals am Giller eine Stimmung gewesen sein, wie sie heute wahrscheinlich nicht mehr vorstellbar ist. Neben den vielen aktiven Wintersportlern standen auch gefühlt hunderte von Zuschauern neben dem Hang oder unter der Schanze.

Es war längst überfällig, mich dort noch einmal mit viel Zeit, Muse und Kamera in angemessener Sentimentalität umzuschauen. Eigentlich wäre jetzt hier Winter. Eigentlich.  Die sehr spezielle Tristesse, die diese schneelose Landschaft ausstrahlt, gibt es so auch nur jetzt.

Bildstil / JPG-Rezept

Meiner Stimmung nach könnte man solche Aufnahmen in „Sepia“ machen. Das mag ich aber nicht. Ich finde, Sepia ist alten Papierfotos vorbehalten und darf sich darauf über lange Zeit „selbst entwickeln“. Schwarz/Weiß wäre sicherlich auch eine gute Wahl gewesen. Da das bei mechanischen oder historischen Motiven allerdings recht oft und fast schon automatisiert angewendet wird, habe ich mich diesmal auch gegen Schwarz/Weiß entschieden.

Fuji-JPG-Rezept – Filmsimulation Cool City

Da ich zur Zeit ein bisschen an individuellen Custom Settings/Bildlooks arbeite, kam mir dieser Fototag gerade recht. Ergebnis meiner aktuellen Experimente mit eigenen JPEG-Rezepten ist eine Komposition, die ich “Cool City” nenne. Ich finde sie ganz interessant, um z.B. in modernen Städten zu fotografieren. Hier und heute erschien mir “Cool City” irgendwie auch passend. Die Tristesse und Farblosigkeit der ganzen Szenerie habe ich daher ausschließlich in dieser Einstellung fotografiert. Die Basis meines “Cool City” bildet die Filmsimulation „CLASSIC CHROME“, in der ich allerdings die Parameter individuell in eine etwas kühlere Atmosphäre hinein verändert habe.

Fujifilm Filmsimulation Cool City

  • Classic Chrome
  • Dynamikbereich DR100,
  • Körnungseffekt: aus
  • Weißabgleich: 4500K
  • Ton/Lichter: -1
  • Schattier.Ton: +3
  • Farbe: -3
  • Schärfe: +2
  • Rauschreduktion: -4

Thema & Bildlook treffen sich

 

  Abends bei Flutlicht, oder an den Wochenenden war hier mächtig was los. Dennoch, es gab kaum Anonymität. Die meisten Sportlerfamilien kannten sich näher, Skifahren war noch längst nicht dem klassischen Massensport zuzuordnen. Selbst diejenigen, die man nicht persönlich kannte, waren keine Fremden. Die Gesichter waren allesamt bekannt, denn man traf sich ja des Öfteren hier. Zu einer Spezi, einem Almdudler oder auch mal einer Schale Pommes lud die „Liftschenke“ ein, die oben überm Hang liegt. Wer oben aus dem Lift stieg, schnurrte fast automatisch vor die Tür dort, oder zumindest in die Nähe der kleinen Terrasse. Manche Beziehung begann genau hier, ganz ohne Dating, und vielleicht sogar alle 11 Minuten. Heute, jenseits aller Hoffnungen auf Aprés-Ski-Geplauder oder einen schneereichen Winter, sieht das hier trostlos und wenig einladend aus. Bleibt dem rührigen Ski-Verein und allen Aktiven zu wünschen, dass es Ideen und Lösungen geben mag, die auch ohne Schnee reizvoll und lohnend bleiben.

Details und Motivausschnitte sind spannend!

 

Das größte Gedrängel gab´s hier unten, wo sich die “Massen” kanalisierten, um am Lift anzustehen. Langes Anstehen war Zeitverlust, und die Tageskarte wollte genutzt sein.

 

 

Die Technik eines alten Schlepp-Lifts kann durchaus fotogen sein!

Alle Aufnahmen sind manuell belichtet und fokussiert. An Equipment hatte ich dabei: FUJIFILM X-T2, mit XF 16mm/f1.4, XF 35mm/f1.4, XC 50-230mm/F4.5-6.7

Fazit JPEG Bildlook

Es hat mächtig Spass gemacht, ein bisschen abseits der Standard-Simulationen den eigenen Bildlook zu entwickeln, und dann einen Tag lang damit loszuziehen. Für mich ist an JPEG-Rezept-Wirkung das herausgekommen, was ich gewünscht hatte. Und das Schöne ist; en detail ist immer was veränderbar.

Verbunden mit der freundlichen Einladung zu Statements, Ideen und Kommentaren, bedanke ich mich recht herzlich für das Interesse an meinem Beitrag!

Dirk Trampedach

Tipp: Wenn Sie mehr über die Fuji-Filmsimulationen wissen möchten, dann lesen Sie bitte auch diese fotowissen-Kategorie JPG-Rezepte >>


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Über den Autor

Dirk Trampedach

Eine Geschichte, ein Bild, eine Stimmung. Erlebnisse, Schreiben und Fotografieren, das hängt für mich unmittelbar zusammen. Große Bereiche, denen ich mich widme, sind Reise, Natur, Landschaften, sowie Stories um klassische Automobile und deren Besitzer. Wer Zeit und Interesse hat, bisschen mehr über mich zu erfahren, ist herzlich eingeladen: www.dt-classics.de

2 Kommentare

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  • Wow! Alter Falter, der Bildlook hat mich umgehauen und an alte Filme erinnert. Unbewusst musste ich auch an einen “DDR-Charakter” denken. Das passt unglaublich gut zu dem Motiv und Du hast ein ganz wunderbar geschultes Auge. Es sind wahnsinnig viele spannende Fotos mit Dialogen zwischen zwei oder drei Inhalten. In anderen Bildern leitest Du uns Betrachter. Klasse!

    • Lieber Peter,

      ja, stimmt, diese alte Stimmung ist auch das, was für mich die Motive mit der eigenen Story hat perfekt verbinden lassen. Doppelt schön, wenn das für den “neutralen” Betrachter tatsächlich auch so rüberkommt. Freut mich sehr!

      Freundliche Grüße,

      Dirk

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