Featured Buchrezension Fotografie

Fotoschule Reisefotografie

“Fotoschule Reisefotografie” von Cornelia Dörr, Ramon Dörr und Astrid Schnieders aus dem Franzis Verlag

Reisen und Fotografieren gehört für mich einfach zusammen. Was läge also näher, als sich über dieses Thema intensiver zu informieren. Das Buch hat mich schon durch sein Titelbild und das schöne handliche broschierte Format angesprochen. Auf 219 Seiten sollen mich die folgenden fünf Kapitel für die nächste Reise fit machen.

Gute Reisevorbereitung ist alles

Sofort im ersten Kapitel lerne ich, Reisefotografie ist eine anspruchsvolle Kunst, muss der Fotograf doch viele verschiedene Bereiche der Fotografie abdecken. Neben der Landschaftsfotografie, sollte man auch Tiere und Menschen nicht vergessen und Architektur versteht sich fast schon von selbst. Das Buch spricht auf den nachfolgenden Seiten eigentlich eher Profis als Amateure an, denn es beschreibt sehr ausführlich, dass man sich schon vor der Beginn der Reise ein fotografisches Konzept zurecht legen sollte und nach diesem auch entsprechend die Motive plant. Für den reinen Urlaubsfotografen vielleicht ein wenig zu viel an Informationen (schließlich veröffentlichen wir nach der Reise keinen Bildband), aber gespickt mit vielen Tipps, die auch einem Hobby-Fotografen durchaus helfen können. Ich nehme für mich zum Beispiel mit, dass ich mir für schöne Landschaften einfach mehr Zeit nehmen werde und nicht einfach losknipse.

Ausrüstung für Reisefotografen

Ich bin sehr gespannt, ob ich meinen Kamerarucksack für unseren nächsten Urlaub noch aufstocken muss. Die Autoren sagen es nicht ausdrücklich, doch für die Reise wird eine digitale Spiegelreflexkamera empfohlen. Natürlich kann man auch mit fast jeder Art Kamera schöne Bilder machen, doch auf die anderen Arten von Kameras wird einfach nicht weiter eingegangen. So kann man seine Meinung zu einer der ewigen Streitfragen auch deutlich, aber dezent mitteilen:-)

Es wird interessanter, denn die Frage, welches Objektiv nehme ich mit (meiner DSLR) auf die Reise, hat wohl schon jeden Fotografen an den Rand des Wahnsinns getrieben. Es werden Empfehlungen zu den Objektiven (direkt mit der konkreten Vorstellung von Objektiven aus dem Hause Nikon, Canon und Olympus) gegeben. Doch Vorsicht, das Buch ist 2010 erschienen. Die grundlegenden Informationen zu den Objektiven haben sich sicherlich nicht geändert, die Modelle aber schon.

Reisezubehör ist natürlich ein gutes Stativ, ein Fernauslöser und diverse Filter. Sehr schön sind die Beispiel-Bilder (jeweils versehen mit der Angabe von Brennweite (Angaben zum Objektiv z.B. 2,8/24-70 mm)), Blende, Belichtung und ISO. Besonders gut gefallen mir Vergleichsbilder, die mit verschiedenen Objektiven vom selben Standpunkt das gleiche Motiv aufgenommen haben. Sehr anschaulich und mehr als hilfreich!

 

Regeln für die Bildgestaltung

Nach nur einer Seite stelle ich fest, nun geht es ans Eingemachte. Bildkomposition, Bildaufbau, Goldener Schnitt, Perspektive, Standpunkt, Linienführung, um nur ein paar Schlagworte von vielen zu nennen. Ich habe bereits einige Fotobücher gelesen, aber bisher habe ich so viele und wichtige Informationen noch nie in derart komprimierter und dennoch verständlicher Form vorgefunden. Jedes Stilmittel wird mit einem oder mehreren Beispielbildern sehr anschaulich dargestellt. Dieses Kapitel werde ich sicherlich nochmals lesen und ich habe mir einige Stellen markiert, um die Beispiele einfach einmal nach zustellen. Einfach auch nur, weil ich die Erklärungen so einleuchtend fand. Vielleicht mache ich mir auch einen Spickzettel für unsere nächste Reise!

Motive mit Licht in Szene setzen

Licht, Licht und nochmals Licht. Morgens, mittags, abends, nachts und zu jeder Jahreszeit. Ein ganzes Kapitel widmet sich diesem Thema, hervorragend erklärt und toll anhand schöner Fotos in Szene gesetzt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich das Buch nicht an Anfänger richtet. Was ich als sehr wohltuend empfinde, denn die Erklärung zu Blende, Belichtung, ISO etc. habe ich bisher in fast jedem Buch einmal gut oder auch weniger gut studiert. Die Autoren gehen hier davon aus, das der Leser a) seine Kamera blind bedienen kann und b) auch die Grundlagen der Fotografie beherrscht bzw. kennt. Dennoch wird in diesem Kapitel die Programmmodi und auf die Belichtungsmethoden eingegangen. Eine der besten Erklärungen, die ich bisher zu diesem Thema gelesen habe.

Sollten nun alle vorherigen Beschreibungen nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen, wird es jetzt besonders spannend. Belichtungsreihe und deren Bearbeitung in Photoshop, sowie HDR-Aufnahmen werden beschrieben. Hier wirkt sich erstmals das Erscheinungsdatum des Buches negativ aus, denn die Technik bzw. die Software ist heute doch schon ein wenig weiter als sie es 2010 war. Dennoch sind beide Verfahren ganz gut erklärt und geben eine erste Übersicht zu den Themen.

Gute Bilder in jeder Situation

Eine tolle Zusammenfassung: Portrait-, Architektur-, Landschafts- und Tierfotografie in vielen verschiedenen Lichtsituationen und zu jeder Jahreszeit. In diesem Kapitel wird wirklich jedes Szenario der vorangegangenen Kapitel noch einmal dargestellt, mit kleinen Tipps aufgepeppt und mit einem tollen Bild exemplarisch dargestellt. Man hat das Gefühl, das alle vorangegangenen Kapitel einfach nur auf diese Beispiele, für das Gelesene und hoffentlich auch Gelernte, hin gearbeitet haben.

Fazit

Fotoschule Reisefotografie

Ein tolles, lehrreiches Buch mit sehr vielen gut erklärten Beispielen in Sachen Reisefotografie. Auf fast jede Möglichkeit wird eingegangen. Viele wunderschöne Beispielbilder ergänzen zudem den Text, der sich erstaunlicher Weise sehr flüssig und gut liest. Es ist ein Sachbuch und daher bin ich immer noch überrascht, dass es nicht langweilig geworden ist.

Für mich eine absolute Empfehlung für alle, die gerne die etwas anderen Fotos von ihrer Reise mitbringen möchten!

Das Buch ist leider bereits 2010 erschienen und anscheinend gibt es auch keine neuere Auflage. Daher ist also das gut sortierte Antiquariat gefragt.

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Geschrieben von:

Avatar von Britta Dicken

Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken.
Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung!

Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden:
www.d-photography.de/

2 Kommentare

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  • Hallo Britta,

    wieder ein absolut toller Bericht von Dir!!

    Hört sich wirklich gut an dieses Buch und ich habe es im Kopf.

    Steht jetzt auf meiner “must have” Buch Liste, seufz ;-)

    LG

    Susanne

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