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Fotografieren lernen und Gitarre lernen

Gitarre Hagstrom HJ800 - Foto: Peter Roskothen
Gitarre Hagstrom HJ800 - Foto: Peter Roskothen

Was haben Fotografieren lernen und Gitarre lernen gemeinsam? Wie komme ich auf diesen komisch anmutenden Vergleich zwischen Fotografie und Musik? Vorab: Ich könnte jedes Hobby mit dem Fotografieren vergleichen, aber heute darf es einmal das Gitarrenspiel sein:

Vergleich Musikunterricht mit Fotokurs

Vielleicht fragen Sie sich, “Was will er mir jetzt bloß mit diesem Vergleich Kamera und Gitarre sagen”? Ich möchte Ihnen eine persönliche Geschichte erzählen:

Im August 2020 kaufte ich mir eine akustische Gitarre. Ich wollte mein Leben lang Gitarre lernen, hatte aber jetzt erst den richtigen Augenblick gefunden. Im Internet glaubte ich Unterricht zu finden. Uberchord, Simply Guitar, werdemusiker und viele andere Angebote erhielten meine Aufmerksamkeit. Aber ich merkte zunehmend, dass ein persönlicher Faden in diesen Onlineangeboten fehlte. Ich suchte einen “lebendigen” Gitarrenlehrer und traf auf Martin Pramanik.

Seitdem ich bei Martin Gitarre lerne, weiß ich, dass das Online-Angebot mich nicht zu meinem Vorteil korrigieren kann und nicht auf meine Wünsche eingeht. Das Lernen mit einem Gitarrenlehrer ist anders. Online-Angebote können das Lernen ergänzen, aber niemals den persönlichen Trainer ersetzen, so meine Überzeugung. Seit ich bei Martin lerne, weiß ich die Akkorde ganz langsam zu üben, in Superzeitlupe sozusagen. Zwei Hände in Einklang zu bringen, verschiedene Strummings, Fingerpickings und andere Techniken zu begreifen, ist eine Herausforderung der besonderer Art. Dazu kommt eine Menge Musiktheorie und viel Freude.

Was hat Gitarre lernen mit Fotografieren lernen gemeinsam?

Unendliche Weiten

Die unendlichen Weiten des Weltalls verbinden sich mit denen der Fotografie und der Musik. Es ist eine ständige Übung notwendig, eine Neugier, Fleiß und Motivation. Tatsächlich ist der beste Lehrer vielleicht nicht Eric Clapton (weiß ich nicht), muss also nicht der beste Musiker sein, aber gut motivieren und ein Konzept haben. Ein guter Lehrer ist einfühlsam, geht auf unsere Wünsche ein, korrigiert nur so viel, dass es weiter Spaß bereitet und lobt uns. Die Gitarrenlehrerin muss viel Geduld mitbringen und bereit sein, Fehler in Kauf zu nehmen. Ich habe außerordentliches Glück mit Martin, der sogar auf meinen außergewöhnlich frühen Wunsch eingeht, Jazz zu lernen.

Die Fotografie mag im Handwerk noch etwas leichter von der Hand gehen als die Musik, ist aber was die Theorie angeht mindestens ebenbürtig. Vielen Menschen ist eine Intuition für gute Bilder eigen. Wer aber kann erklären, warum ein Bild so wirkt, wie es auf uns wirkt. Die Fotografie kann ich ebenso wie die Musik ein Leben lang erlernen.

Wenn Sie einen Berufsmusiker fragen, was sein gutes Spiel ausmacht, wird er Ihnen sagen, dass er in seinen besten Zeiten etwa 8 Stunden am Tag übt. Genau hier liegt bei vielen Fotografen das Missverständnis. Wer sein Hobby liebt, der fotografiert fast täglich und wird immer besser werden. Auch hier kann ein persönlicher Lehrer helfen. Die beste Weise gut zu werden ist aber:

Das Hobby Fotografieren oder Musik muss uns Spaß bereiten.

Das Werkzeug Kamera und Gitarre

Für meine erste Gitarre war ich im Fachhandel. Eppi Funken in Kempen hat mich mit großer Ruhe und Freundschaftlichkeit beraten, mir verschiedene Gitarren in die Hand gedrückt, auf denen ich Töne spielen durfte. Er hat die Gitarren auch für mich angespielt, denn ich konnte wirklich nur zwei, drei Akkorde spielen. Mir war es wichtig, dass ich auf jemanden traf, dem ich beim Kauf vertrauen konnte. Daher empfehle ich den Mann auch.

Beim Kauf einer Kamera können sich Einsteiger auf die Fachgeschäfte verlassen. Ich habe ergänzend einen Artikel veröffentlicht, der die drei besten preiswerten Systemkameras für Einsteiger vorstellt:

Jeder Fotograf wird Ihnen bestätigen, dass Sie und Ihr Auge das Foto machen, nicht die Kamera. Dass die Kamera für einen Fotografen bestimmte Merkmale haben sollte, ist unbestritten. Für mich ist das wichtigste Kriterium immer ein Sucher. Das soll nicht heißen, dass ein Smartphone nicht taugt, im Gegenteil (vor allem für den Einstieg). Aber der Sucher ist ein unglaublicher Vorteil für die bewusste Bildgestaltung und bei Sonne.

Unterhalten wir uns bei *fotowissen über eine tolle Kamera, dann trägt das Werkzeug vielleicht zum Glücklichsein bei. Letztendlich fotografieren gute Fotografinnen aber mit einer beliebigen Kamera immer bessere Bilder als ungeübte Fotografen. Natürlich ist es richtig, dass ein fortgeschrittener Fotograf auch auf besondere technische Merkmale seiner Kamera Wert legt.

So ist das auch bei der Gitarre. Eine Gitarre für EUR 3.000 oder mehr wird einem Anfänger niemals besser dienen, als eine für EUR 350,-. Erst wenn das Know-how steigt, die Freude am Hobby, wird es sinnvoll eine hochwertige Gitarre mit besonderer Klangcharakteristik zu erwerben. Der Gitarrenlehrer wird auf der preiswerten Gitarre unglaubliche Klänge hervorbringen. Das gleiche gilt auch für den Fotografen:

Mit steigender Freude am Hobby lohnt sich eine hochwertige Kamera. Der Wechsel vom Smartphone zur spiegellosen Systemkamera macht Sinn, wenn uns das Hobby begeistert.

Dennoch darf auch die Einsteiger-Gitarre oder Einsteiger-Kamera schön sein. Wir müssen uns schließlich mit dem Instrument wohl fühlen.

Technik und Talent

Die Technik der Gitarre oder Fotografie zu erlernen ist schwierig bis man es kann (Zitat Martin). Mit Übung werden Sie zum Meister. Dazu kommen Talent und Erfahrung. Mit der Erfahrung wird auch die Kreativität wachsen.

Grundlegend sind Regeln, die jeder Einsteiger und Fortgeschrittene immer wieder üben muss. Auf der Gitarre ist es der Rhythmus, die Fingerfertigkeit. Mit der Kamera üben Sie die Belichtung, die Perspektiven. Erst wenn wir Grundlagen haben, können wir diese Grundlagen verlassen und noch kreativer werden. Die Grundlagen jedoch werden uns ein Leben lang begleiten.

Sowohl in der Musik, als auch der Fotografie werden wir immer schnell an unsere menschlichen Grenzen stoßen. Ungeduld wird uns auf der Gitarre in zu schnellen Rhythmus versetzen, der eher schädlich ist, als nützlich. Auch beim Fotografieren werden wir mit unserer Ungeduld und Disziplin konfrontiert. Ein guter Lehrer erkennt das und erklärt uns:

Langsam lernen ist schneller lernen.

Der eigene Stil

Jeder Mensch hat seinen eigenen Stil. Ich kann nicht wie Eric Clapton spielen, denn ich bin nicht Eric Clapton. Ich kann nicht wie Linda McCartney fotografieren, denn ich bin nicht sie.

Dennoch kommt der eigene fotografische oder musikalische Stil von ganz alleine. Wollen wir diesen Stil noch ausbauen, dann werden wir irgendwann kreativ. Doch zuvor ist viel Übung und Erfahrung eine der Voraussetzungen. Und:

Natürlich dürfen wir uns durch Linda und Eric inspirieren lassen.

Rückschläge

Rückschläge sind in jedem Hobby und jedem Beruf selbstverständlich. Irgendwann denkt jeder, dass er einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurück macht. Ein Beispiel aus dem Gitarrenspielen: Ich selbst sehe nicht wirklich meine Fortschritte, die in Mikroschritten daher zu kommen scheinen. Deshalb macht Martin schon mal freiwillige Videos, die den Fortschritt von einem Jahr zum nächsten zeigen. Nur durch den Videobeweis kann ich wirklich erkennen, was sich in einem halben Jahr oder ganzen Jahr getan hat.

Denken Sie also nicht, dass es keine Fortschritte in Ihrer Fotografie gibt. Das stimmt nicht. Sie wachsen mit jedem Fotoausflug, mit jedem Foto, dass Sie bewusst fotografieren. Ich rede nicht vom Knipsen, sondern vom überlegten Fotografieren. Trotzdem:

Sie werden an einen Punkt kommen, an dem Sie keinen großen Spaß empfinden, an dem Sie demotiviert sind. An dieser Stelle müssen Sie sich selbst aus dem Schlamassel holen. Sie können üben, sich einen Lehrer suchen, mit Freunden musizieren / fotografieren. Es sind unendliche Möglichkeiten, die Sie zu der Freude am Hobby zurück holen können. Letztlich liegt das Erkennen und Handeln in Ihren Händen.

Tipp: Drucken Sie sich mal Ihre schönsten Fotos aus und hängen sie auf. Sie werden feststellen, wie viel Freude Ihnen das Hobby fortan machen wird.

Freude und Leidenschaft

Letztlich sind es die Freude und Leidenschaft, die uns den Spaß am wunderbaren Hobby Musik oder Fotografie (oder Kochen, Kaligraphie, Sport, was auch immer…) bringen. Ganz entscheidend ist die Motivation. Haben Sie Freunde, die das Hobby teilen? Einen motivierenden und fördernden Lehrer? Schließen Sie sich einer Gruppe an?

Sie können mit Ihrem Hobby viel Spaß erleben, es muss nicht die Meisterschaft sein, die Sie anstreben. Ich selbst habe nicht vor, mit meiner Gitarre in einer Band zu spielen oder aufzutreten. Aber wer weiß das schon im Voraus :-)?

Alles was ich als Redakteur von *fotowissen für Sie tun möchte, ist Sie zu motivieren alles auszuprobieren, viel Spaß mit Ihrem Hobby zu haben. Ihr Peter R.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Fotografieren lernen und Gitarre lernen


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Geschrieben von:

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

5 Kommentare

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  • Hallo Herr Roskothen,
    einfach herrlich was Sie da schreiben denn genau so ist es. Meine erste Gitarre war ein “Tauschgeschäft” eine Lee-Cordhose gegen eine Konzertgitarre aus Oberwiesental ich glaube eine MUSIMA. Es war so ca. 1971 und ich war 15 Jahre alt. Im gleichen Zeitraum bekam ich meine erste eigene Fotokamera……Mittelformat…….Pouva Start 6×6 zwölfer Rollfilm. Später kamen Spiegelreflexkameras und E-Gitarren und auch Zeiten ohne…….. und dann etwas später wieder mit und intensiven Weiterentwicklungen. Heute bin ich im Ruhestand und betreibe diese wunderbaren Hobbys immer noch.
    Herzliche Grüße aus Thüringen
    Bernd Ullrich

  • Lieber Peter,

    Ein wirklich wunderbarer, Artikel ist Dir da mal wieder gelungen!
    Ja, Fotografie und Musik machen haben sehr viel miteinander zu tun.
    Auch ich habe seit meiner Jugend davon geträumt, das Spielen eines Instruments zu erlernen, aber das aus diversen Gründen nie verwirklicht. Dafür aber sehr viel Zeit im Hochleistungssport verbracht und später -soweit mir das mein Beruf erlaubte – mit sehr großer Freude über Jahrzehnte fotografiert.

    Der Vergleich von Musik und Fotografie trifft es sehr gut: man kann beides gut und genußvoll „konsumieren“, aber eben auch selber „machen“. Wobei es – wie Du zutreffend schreibst – erst einmal nicht darauf ankommt, es rasch zu erlernen, sondern erst einmal den ersten Schritt zu machen, sich darauf einzulassen. Und „dran zu bleiben“ , nicht aufzugeben, immer nach und nach weiter dazu zu lernen.
    Du hast auch den Sport erwähnt, nicht zu Unrecht. Er fordert nicht mehr Disziplin, beim Sport sehen und erfahren wir lediglich auch körperlich deutlich wahrnehmbar und auch für Unbeteiligte Zuschauer sichtbar, wie man durchhalten muss, um sein Ziel zu erreichen. Jeder weiß es, daß Training im Sport Voraussetzung für gute Ergebnisse ist, aber so ist das bei ALLEM, was man lernt. Wir lernen unser Leben lang immer weiter dazu – und wenn wir wieder etwas dazugelernt haben, was uns weiter bringt, so spüren wir die Bestätigung und das enorme Glücksgefühl, ähnlich wie bei einem Zieleinlauf im Sport – das muss keineswegs spektakulär sein, sondern es kann unser täglicher oder regelmäßiger Erfolg ganz im Stillen und ganz für uns selbst sein.
    Das Schöne an Fotografie, an Musik, am Sport, am Kochen, oder den vielen, vielen anderen schönen Dingen und Hobbies des Lebens ist, daß man es passiv genießen kann, aber eben auch aktiv betreiben kann.

    Man kann nicht in allen möglichen Bereichen aktiv sein, aber eine Beschäftigung mit Aktivitäten ausserhalb des Berufes ist wichtig für uns, denn es bereichert uns.

    Fotografie ist etwas, was man wunderbar nutzen kann: man kann die Fotografie wie Musik mit seinen Sinnen passiv genießen, aber eben auch zunehmend aktiv versuchen, sich persönlich durch dieses „Medium“ auszudrücken, sein jeweiliges Lebensgefühl, seine momentanen Emotionen, seine Wahrnehmung dieser Welt erst einmal FÜR SICH GANZ ALLEINE UND PERSÖNLICH klar zu machen, zu sich selber zu finden, aber darüber hinaus möglicherweise auch Anderen mitzuteilen.

    Im Gegensatz zu Musik ist Fotografie aber eben wie Malerei zugleich auch Dokumentation. Man „erschafft“ etwas, was immer wieder Gegenstand eigener Selbstreflektion und Selbstkritik sein kann, aber eben auch dabei erlebte Emotionen wieder „zu Leben erweckt“.
    Diese starken Assoziationen beim Betrachten von eigenen oder fremden Fotos, Malerei oder dem Hören von Musik haben eine sehr große Bedeutung für uns Menschen. Seit vielen Tausenden Jahren ist beides zu zentralen, mächtigen sozialen (kulturellen) Instrumenten und Mitteilungsformen geworden, die sogar bisweilen scheinbar unüberwindbare politische, kulturelle, religiöse Grenzen im wahrsten Sinne des Wortes „spielend“ zu überwinden in der Lage ist.

    Gerade in dieser Zeit der Pandemie nehmen uns Fotografie und Musik und viele andere kulturelle Möglichkeiten an der Hand und verbinden uns – gleichzeitig jedoch wird uns drastisch durch Einschränkungen und erzwungenem Verzicht klar vor Augen geführt, wie wichtig dies alles für uns Menschen ist. Und wie wir durchaus darunter leiden, wenn bis vor kurzem noch als selbstverständlich und als jederzeit „machbare“ oder zumindest e angesehene soziokulturelle Aktivitäten plötzlich schwierig bis unmöglich werden.

    In unserer privilegierten „ersten Welt“ können wir aber eben doch auch fotografieren und musizieren, im kleinen Sport machen oder vieles andere – und uns auf uns selber besinnen und durch den Mangel die Erkenntnis gewinnen, wie wichtig die vielen kulturellen Ausdrucksformen für uns sind.

    Fotografie ist nur eine davon – aber sie macht auch mit einem geringen apparativen Einsatz für einen persönlich viel aus. Lernen wir also weiter dazu.

    Wir leben derzeit in einer durchaus historischen Umbruchssituation – mittels Fotografie klnnen wir uns darüber besinnen, aber auch dokumentieren. Allein bereits die Dokumentation von menschenleeren Orten, die wir bisher nur als überfüllt kennen, ist es bereits wert, fotografiert zu werden und berührt uns. Aber wir haben auch die Chance, im ganz persönlichen Bereich aufmerksam zu fotografieren, oder die weiterhin uns zum Erleben verfügbare Natur intensiver zu betrachten und fotografisch in unser Herz aufzunehmen.

    Es gibt in dem wunderbaren Buch „Der kleine Prinz“ eine Szene, die mir sehr gefallen hat:
    Da fragt der kleine Prinz einen Mann, der jeden Tag wieder aufs Neue die Straße reinigt, wie er es denn schafft, jeden Tag sie Straße wieder erneut zu reinigen, obwohl sie am nächsten Tag wieder gereinigt werden muss?

    Seine Antwort: „ Naja – ich fange einfach wieder an“
    So ist es mit dem Lernen selber und mit kulturellen Aktivitäten auch. Im Kleinen wie im Großen.

    Allen einen schönen Sonntag

    Gruß
    DWL

  • Lieber Peter,

    mit dem ersten Gedanken dazu, nämlich dem Satz “Du sprichst mir aus der Seele”, wird schlagartig auch deutlich, wo es beheimatet ist, was so anrührt. In Herz und Seele! Und ja, es rührt mich an, macht was mit mir. Sowohl Musik, als auch die Fotografie, und spannender Weise auch der Sport ( Hallo DWL…) sind diesbzgl. aus meinem Leben nicht wegzudenken.

    Deine wunderbaren Ausführungen bringen so maches nochmal auf den Punkt, und ich freue mich darüber, wie sich immer wieder nachhaltige Ergebnisse einstellen, wenn man dem nachgeht, was in einem brennt. Denn das ist eine der Grundbausteine. Das Sehnen und Entgegenfiebern, in einem Bereich, der uns sehr entspricht, leidenschaftlich unterwegs zu sein.

    So mancher Leser mag sich vielleicht fragen, warum Berichte dieser Coleur in einem professionellen Foto-Journal landen. Die Antwort mag in der Fähigkeit zur ganzheitlichen Betrachtung der Dinge liegen, die sicherlich nicht jedem vergönnt ist. Aber genau darin liegt der Zauber, und letztlich auch der Schlüssel, den eigenen Neigungen und Fähigkeiten einen höchst sinnvollen Stellenwert zu geben.

    Dass es dir gelingt, diese Komplexität so herrlich plastisch und gleichsam gefühlvoll in “Fotografie und Gitarre lernen”darzustellen, macht halt den bedeutenden Unterschied.

    Herzliche Grüße, Dirk Trampedach

  • Moin Peter
    was für ein schöner Artikel, ich konnte alles sehr gut nachempfinden. Es ist vor allem der Drang nach Kreativität, der einen vorantreibt.
    Ich bin heute 62 und fotografiere seit meinem 7. Lebensjahr – Gitarre begann ich mit 12 Jahren. Und beides hat mich über die Jahre immer begleitet.
    Zwischendrin hab ich es auch mal mit Malerei versucht, aber das wurde dann alles zu viel. Viele konnten nicht verstehen, warum ich die Malerei aufgab, aber dafür mögen sie heute meine Fotos. Leider kann ich nicht singen ;-)

    Liebe Grüße von der Elbe

  • Ein sehr beispielhafter Bericht und Vergleich, sehr geehrter Herr Roskothen. Übung macht den Meister. Doch Pbung allein reicht nicht aus. Viele Aspekte kommen hinzu, um in der weiteren Entwicklung voran zu kommen. Dies ist so in der Musik wie im Sport oder auch der Fotografie.
    Was hilft es Tausende Fotos aufzunehmen, wenn nicht gespiegelt wird, wie man sich verbessern kann. Daher halte ich regelmäßig Coachings, Workshops und Austausch für essenziell.
    Viele Lernmomente und Freude wünsche ich Ihnen, Herr Roskothen, beim Gitarrenspiel. Und den Lesern wünsche ich den o.g. Austausch, damit es nicht zum Stillstand in der Entwicklung kommt.

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