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Fokalreduktor! Vollformat-Flair an der Systemkamera

Die Motivation, mich dem Thema sogenannter „Retro-Objektive“ zu nähern, hängt damit zusammen, mein überwiegend aus Zoom-Objektiven bestehendes Equipment, nach und nach mit Festbrennweiten anzureichern. Nach einigem Stöbern im Internet bin ich neugieriger geworden, wie es sein mag, ein altes, aber qualitativ gutes Objektiv mit Festbrennweite an meine FUJIFILM X-T2 zu adaptieren. Die aufgerufenen Preise für gute Retro-Exemplare finden sich irgendwo zwischen 50 – 100,- €. Bei meinen Hauptthemen in der Fotografie habe ich Zeit genug für die Fotos. Ein manuelles Einstellen und Fokussieren ist daher unkritisch. Zudem kann ich mich für klassische, mechanische Dinge maßlos begeistern. Warum also nicht in der Richtung mal was ausprobieren? Erfahrungen mit alten Objektiven an Fujifilm mittels Adapter:

Retro-Objektive mit M42 auf FX Adapter an Fujifilm X-System.

Adapter M42-FX Fuji

Da es von FUJIFILM keine alten Linsen für das moderne X-Bajonett (Fuji X-T1, X-T2, X-T3, X-T4, X-T20, X-T30, X-S10, X-Pro3,…) gibt, wurde ein entsprechender Adapter nötig. Um nicht gleich zu Beginn mehrere Adapter kaufen zu müssen, habe ich mich vorab auf ein einziges Anschluß-System festgelegt, und zwar für Linsen mit M 42. Mit diesem Anschluß finden sich sehr viele klassische Objektive im Netz, wie zum Beispiel von Pentacon, Helios, Edixa, Asahi-Pentax, Beroflex, Revuenon, Meyer-Optik, teilweise auch Olympus, Zeiss, Leitz, und einige mehr.

Bei der Wahl eines entsprechenden Adapters gibt es mehrere Möglichkeiten. Von recht billigen, ungenau gearbeiteten Exponaten für wenige Euro angefangen, bis hin zu guten Ausführungen reicht die Spanne. Eine generell gute Wahl trifft man in der Preisklasse zwischen 20-30,-€, zum Beispiel von Herstellern wie K&F, Quenox oder Gobe. Nutzt man diese, hat man erstmal “nur” einen Adapterring ohne sonstige Funktion. Deshalb übernimmt man auch eins zu eins den Crop-Faktor, wie er auch bei modernen Objektiven einzurechnen gilt, also per Umrechnung 1:1,6. Außerdem verliert man auch etwas Licht, da ja vom Kleinbild-, bzw. Vollformat des Objektives nicht alles eingefangene Licht formatgetreu am APS-C Sensor landet. Ein Teil des Lichtes geht auf Grund des kleineren Sensorformates in der Peripherie verloren.

Aha-Effekt:
Der Fokal-Reduktor bringt Vollformat-Feeling am APS-C Sensor!

Fokal-Reduktor M42-FX Fuji

Es gibt aber auch die Möglichkeit, als Adapter einen sogenannten Fokal-Reduktor einzusetzen. Diese sind mit Preisen um 100,- € zwar teurer als ein einfacher Adapter, sie bieten aber auch einige prägnante Vorteile. Grundsätzlich ist es erstmal auch ein passiver Adapter, der keinerlei elektronische Funktionen zu unterstützen vermag. Im Gegensatz zu einem „einfachen“ Adapter befindet sich im Inneren dieses Reduktors jedoch eine Glaslinse. Diese funktioniert vereinfacht gesagt wie ein Lichttrichter. Das Licht, vom Vollformat-Objektiv eingefangen, fällt nun nicht mehr in Teilen am Sensor vorbei, sondern wird wie durch einen Trichter gebündelt, und vollständig auf den Sensor gelenkt. Das führt dazu, tatsächlich sowas wie Vollformat-Feeling zu bekommen, was sich auf den Bildausschnitt, die Lichtausbeute, und den gesamten Prozess positiv auswirkt.

Was ist ein Fokal-Reduktor?
Ein Fokal-Reduktor (im Englischen auch Telecompressor, Focal Reducer, Speedbooster oder Speed Booster genannt) wird zu deutsch alternativ genannt:
  • Brennweitenreduzierer
  • Weitwinkelkonverter
  • Turbo-Adapter

Wir unterscheiden zwischen passiven und aktiven Adaptern für fremde Objektive an Kameras. Die passiven Adapter leiten keine Informationen an die Kamera weiter. Sie müssen sich merken, welches Objektiv und Blenden Sie bei der Aufnahme verwenden. Prima geeignet ist die Fujifilm Tonaufnahme (Audio-Memo), um sich beide Werte zum Foto zu merken. Der passive Adapter funktioniert entsprechend ausschließlich mit mechanischen Objektiven, die einen manuellen Scharfstellring und Blenden besitzen.

Ein aktiver Adapter liefert die Informationen vom Objektiv an die Kamera und umgekehrt. Er leitet die elektrischen Kontakte weiter. Damit wird es möglich die Blende an der Kamera einzustellen. Für Canon-EF-Objektive an Fujifilm benötigen Sie entsprechend einen aktiven Adapter.

Der Fokal-Reduktor wird zwischen Objektiv und Kamera montiert. Der Adapter reduziert die Brennweite bei Fujifilm um den Faktor 1.5. Gerechnet wird also die Brennweite des Objektivs mit dem Fokal-Reduktor so: Brennweite / 1,5. Bei einem 50mm Objektiv kommt dabei eine Brennweite von etwa 33mm heraus. Das entspricht wiederum beim Vollformat einem Blickwinkel durch eine Normalbrennweite (50mm). Allerdings erhöht sich tatsächlich die Lichtstärke des adaptierten Objektivs ebenfalls um den Faktor (Fuji 1.5). Bedeutet ein 50mm F1.8 Objektiv ist jetzt mit einer Lichtstärke und Schärfentiefe von Blende F1.2 aufgenommen.

Es handelt sich um rechnerische, theoretische Werte. In der Praxis erweist sich der Fokal-Reduktor nicht immer ganz präzise. Es entsteht eine Brennweite, die meist ein paar Millimeter über dem rechnerischen Wert liegt.

Fotos: Aus Vollmetall präzise gefertigter Fokal-Reduktor Zhongyi Lens Turbo II (Link zu Amazon):

Fokal-Reduktor Zhongyi Lens Turbo II
Fokal-Reduktor Zhongyi Lens Turbo II.

Anmerkung der Redaktion: Der Zhongyi ist im Moment nicht verfügbar. Es ist auch nicht klar, ob er wieder verfügbar sein wird, denn auf der Webseite des Unternehmens wird er nicht aufgeführt. Die Alternative:

Im Resultat zeigen sich folgende Vorteile/Unterschiede:

  • Der Reduktor rastet fest im Bajonett ein! Das ist bei den billigen Adaptern nicht zwangsläufig so.
  • Durch verlustfreie Bündelung allen Lichts erhöht sich die Lichtausbeute um ungefähr 1 Blendenwert, kurz gesagt: Mehr Lichtstärke=Mehr Tiefenunschärfe + kleinerer ISO-Wert.
  • Die angegebene Brennweite des Objektives unterliegt nicht mehr dem Crop-Faktor, es entsteht fast schon Vollformat-Feeling.
  • Durch die Linse im Reduktor bleibt der Sensor beim Objektivwechsel geschützt.

Es gibt auch offensichtliche Nachteile, die ich aber eher als logische Konsequenz bezeichnen möchte:

  • Passiver Adapter, also keinerlei elektronische Übertragung irgendwelcher Daten.
  • Kein Auto-Fokus, also eine manuelle, meist längere Dauer beim Fokussieren.
  • Auf Grund der großen Linse deutlich schwerer.
  • In der Anschaffung teurer als 0/8/15 Adapter ohne Fokalreduktor.

Kontrolle statt Vertrauen:
Zubehör fremder Hersteller empfehle ich vor dem Ersteinsatz in jedem Fall zu messen & zu prüfen.

Fokalreduktor Montage (M42-FX)

Die Montage vom Zhongyi M42-FX Fokual-Reduktor ist simpel. Wie auch das Objektiv selbst, dreht man den Adapter ins Bajonett der Kamera. Anschließend wird das Objektiv ins Gewinde gedreht – Fertig. Vorab habe ich mittels Tiefenmessschieber die Bajonette meiner Objektive mit dem des Adapters verglichen, um auszuschließen, dass der ggf. zu weit nach innen in die Kamera reicht und Schaden anrichtet. Das ist aber alles tiptop, wie auch die optische Kontrolle (siehe Foto) zeigt.

Fokalreduktor Montage (M42-FX)
Vergleich der beiden Bajonette: Besser geht´s nicht!

Die Verarbeitung des Fokal-Reduktors ist hochwertig, der Reduktor läuft spielfrei und satt in die Verriegelung. Einzig die Positionierung zum Einsetzen ins Kameragehäuse habe ich optimiert. Der werkssseitig angebrachte Punkt ist leider auf der nach innen gerichteten Fläche angebracht. Man sieht ihn daher kurz vor Kontakt nicht mehr. Als Abhilfe habe ich darum zusätzlich eine kleine Bohrzentrierung am Umfang angebracht.

Um endlich zu fotografieren, sind noch 2 Dinge an der Kamera einzustellen. Beim Fokus-Modus ist die Vorwahl „manuell“ einzustellen. Damit aktivieren sich die Fokussierhilfen der Kamera, wie z.B. Lupenfunktion, bzw. Fokus-Peaking. Dann wäre noch im Menü die Einstellung „Aufnahme ohne Objektiv“ auszuwählen. Damit erkennt die Kamera den Status und ist willens, mit nicht elektronisch gekoppeltem Objektiv überhaupt erst auszulösen. Ein Erfassen der Belichtung ist gegeben, es läßt sich wie gehabt messen und beeinflussen.

Hinweis:
Moderne, elektronische Vollformat-Linsen lassen sich auf passiven Adaptern auch nutzen. Leider lässt sich aber in den meisten Fällen die Blende nicht mehr verstellen/beeinflussen. Die Alternative ist ein aktiver Reduktor. Diverse Kombinationsmöglichkeiten der jeweiligen Kamera mit aktiven Redaktoren existieren.

M42 Objektive für Fujifilm X-System

Welche Objektive welcher Hersteller nimmt man nun? Und welche Brennweiten machen Sinn? Diese Gretchenfragen ist ja schon bei modernen Linsen nicht pauschal zu beantworten. Als sinnvoll erachte ich, sich mit Zeit und Muse die teils super guten Videos auf YouTube anzuschauen, in denen massenweise alte Linsen technisch begutachtet werden, vorteilhafte Einsatzzwecke deutlich werden, und dies mit Fotos entsprechend belegt wird. Auch in etlichen Foto-Blogs wird das Thema “Retro-Objektive” behandelt, wie auch hier bei *fotowissen.eu finden sich Beiträge (Link öffnet in neuem Tab, Sie können also hier weiterlesen):

Wenn Sie alte M42-Objektiven recherchieren, stoßen Sie schnell auf hilfreiche Informationen. Für mich war der Bereich um 50mm interessant, also die sogenannten Normal-Objektive. Klingt seltsam? Mir gefallen Fotos, die damit entstehen, unglaublich gut. Wie gesagt, 50mm + Fokal-Reduktor bleiben ja 50mm, was in etwa 33mm APS-C Format entspricht. Die beiden “Ausreißer” meiner kleinen Sammlung bilden dann noch ein 29er Weitwinkel, sowie ein 135er Tele.

Erfahrungswert:
Auf Qualität setzen! Abgerockte 20€-Objektive und minderwertige Adapter machen weder Spass noch Sinn.

Was mir unheimlich gut gefällt, sind die übereinstimmenden Durchmesser von Adapter und Objektiven. Ist technisch völlig nebensächlich, sieht aber einfach ästhetischer aus.

Würzig:
Es ist nicht nötig, vor dem Fotografieren mit “Altglas” auf einem ABC-Pflaster zu kauen. Schärfe gibt´s reichlich!

Ein Retro-Objektiv mit einem nagelneuen Objektiv zu vergleichen, macht wenig Sinn. Denn die Oldtimer sind auf ihre Art nicht schlechter, sondern im Ergebnis meines Auges charmant anders. Und Schärfe ist mittels guter Linsen gut herstellbar! Das darf aber bitte jeder für sich selbst definieren. Je nach Objektiv ist eine etwas deutlichere Vignettierung zu sehen. Insgesamt wirken die Fotos auch „weicher“. Das macht den Einsatz für bestimmte Zwecke höchst interessant. Ich denke da z.B. an Portraits, aber durchaus auch Street-Potography in schwarz/weiß. Alles in allem macht aber erst die Kombination mit Fokalreduktor für mich den großen Reiz der alter Linsen aus.

Ansichtssache:
Der Reiz des Besonderen liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern findet sich in der Kombination aus Retro-Linsen und Fokal-Reduktor.

Das Wegfallen des Crop-Faktors stimmt meinem Empfinden nach nicht wirklich milimetergetreu eins zu eins. Ob da ein altes 50mm Objektiv tatsächlich bei absolut exakt 50mm bleibt, kann ich nach meinem Experiment eher mit nein beantworten. Oder andersrum: Stelle ich beim originalen FUJI-Objektiv die mit 1:1,6 verrechnete Brennweite ein, die den 50mm am Retro-Objektiv + Fokalreduktor entsprechen müßten, weichen die Bildausschnitte deutlich voneinander ab.

Um wenigstens ein bisschen die Ergebnisse vergleichen zu können, habe ich ein paar Motive vom Stativ aus mit verschiedenen Objektiven abgelichtet, und soweit möglich, die Bildausschnitte des Zooms “nach Auge” identisch eingestellt. Wie gesagt, alles ohne wissenschaftlichen Anspruch, vielmehr als Veranschaulichung, was sich unter gleichen Bildausschnitten beider Varianten unterscheidet. Eindeutig heraus gekommen ist in jedem Fall, dass es mit 50:1,6 nicht exakt aufgeht. Denn hätte ich die errechneten 31,25mm Brennweite eingestellt, wäre ein deutlich anderer Bildausschnitt erkennbar gewesen. Wo wir bei gleichen Bildausschnitten bei den Brennweiten landen, steht unter den Fotografien.

Die Fotos sind alle unbeschnitten, nicht bearbeitet, und in der Filmsimulation “VELVIA/Lebendig” entstanden. Also Objektive getauscht, Stativ stehen lassen, Bildausschnitt angepasst.

Erkenntnis:

Unterschied zwischen dem erschaffenen “Vollformat” und APS-C: Die rechten Bilder, also die gezoomten, “kippen” mit zunehmender Distanz deutlich nach rechts.

 

Bei folgenden Bildpaar ist das Kippen nach rechts fast nicht mehr erkennbar, die Aufnahmedistanz lag bei ca.1 Meter.

 

 

In der letzten Galerie finden sich noch einige Fotografien, die ich mehr oder weniger “im Vorbeilaufen” am Heimweg aus der Hand gemacht habe. Sozusagen mein Bonus-Material, weil´s so schön ist mit dem alten Zeugs… ;-))

 

Zum guten Schluß:

Fazit mit Blick auf den Einsatz des Fokal-Reduktors:

  • Das Wichtigste zu Beginn, es macht riesig Spass! Und auch das Zweitwichtigste, nämlich die Abbildungsleistung, bringt das raus, worum es geht.
  • Wer konsequent auf minimales Gewicht pokert, wird mit alten Linsen + Fokalreduktor sicherlich ins Grübeln kommen. Zur Orientierung: X-T2,L-Bracket, Reduktor + ASAHI Pentax 50mm bringen zusammen knapp 700g auf die Waage.
  • Emotionale Retro-Look-Fotos in super Qualität sind machbar, Grundkenntnisse der manuellen Fotografie sollten bekannt sein.
  • Wichtiger denn je ist das blinde Beherrschen der Kamera.
  • Das Vollformat-Flair bringt dank Fokalreduktor einige neue Aha-Effekte in die eigene Fotografie.
  • Dafür, dass man mit APS-C Sensor arbeitet, ist der geschaffene Mehrwert an Nutzung bzgl. Tiefenunschärfe enorm.
  • Es wird bei wenig Licht unmittelbar deutlich, dass man mehr Reserven hat, also eine gute Alternative für die “Low-Light”-Fraktion.
  • Gerade im Hinblick auf den eigenen Geldbeutel geht mit dieser Vorgehensweise die Kosten-/Nutzen-Rechnung bestens auf.
  • Egal, wie die Entscheidung ausfällt, bitte Passgenauigkeit und Kompatiblität prüfen!

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und freue mich wie immer über Kommentare, Tipps & Anregungen!

Fokalreduktor Canon EF-Objektive an Fujifilm X-System

Viltrox EF-FX2 Autofokus Objektivadapter 0,71x Fokusreduzierer Speed Booster Adapter für Canon EF Mount Objektiv auf Fuji X-Mount Kamera X-T3 X-T4 X-T20 X-T30 X-T100 X-PRO2 X-E3 X-A20 X-A5 bei Amazon
  • Kompatibilität: Mit diesem Objektiv-Adapterring können Canon EF-Objektive der Serie Mount EF mit Fuji X-Mount Mirrorless-Kameras arbeiten, einschließlich X-T2 / X-T1 / X-T100 / X-T10 / X-T20 / X-H1 / X-PRO2 / X-PRO1 / X-E3 / X-E2 / X-E1 / X-E2S / X-A20 / X-A10 / X-A5 / X-A3 / X-A2 / X-A1

Fokalreduktor für Canon EF Mount auf Canon M-Kamera

VILTROX EF-EOS M2 Speed Booster 0,71x Autofokus Speedbooster Objektiv Adapter kompatibel mit Canon EF Objektiv auf Canon EF-M Mount Kamera EOS-M M2 M3 M5 M6 M10 M50 M50II M100 bei Amazon
  • Kompatibilität: Viltrox EF-EOS M2 wurde entwickelt, um Canon EF-Mount-Objektive an Canon EF-M spiegellose Kameras wie Canon M5 M6 M10 M50 M100 zu ermöglichen.

Fokalreduktor für Sony A6000 und andere

Zhongyi Lens Turbo II 0,72x Speed Booster für Nikon F Mount AI Objektiv auf Sony NEX E Mount APS-C Kamera A6000 bei Amazon
  • Typ: AI Mount to NEX Camera Aktuelle 4 Elemente 3 Gruppenobjektiv, einschließlich 2 Lanthanidlinsen, die effektiv die Streuung reduzieren und die Randbilanz verbessern können.

© Dirk Trampedach – Fokalreduktor! Vollformat-Flair an der Systemkamera

Dieser Artikel wurde ursprünglich im Januar 2020 publiziert und im Januar 2022 für Sie überarbeitet. 

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Dirk Trampedach

Eine Geschichte, ein Bild, eine Stimmung. Erlebnisse, Schreiben und Fotografieren, das hängt für mich unmittelbar zusammen. Große Bereiche, denen ich mich widme, sind Reise, Natur, Landschaften, Street Photography, sowie Stories um klassische Automobile und deren Besitzer. Wenn Sei mehr über mich erfahren möchten: dt-classics.de.

12 Kommentare

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  • Hallo Herr Roskothen,
    Ich habe sehr gute Ergebnisse mit dem „NOVOFLEX ADAPTER“ für Fuji x auf Leica M (gebr.aucht im Netz gekauft) erziehlt.
    Das Objektiv Leica M 50/1,4 Hervorragende Schärfe und die Ästhetik!
    Hat mir wieder Freude gemacht ihren Artikel zu lesen. Danke dafür.

  • Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Auch ich bin mit einem Novoflexadapter für Fuji xt2 auf Leica R Objektive sehr zufrieden. Noch ein Tipp für das manuelle Schärfen mit der xt2 und Focus peaking: Den Sucher auf S/W stellen (Ben.Einst.Ausw. A) einstellen. Hilft enorm, man muss allerdings in RAW fotografieren, da sonst die Fotos,die auf dem Monitor in s/w erscheinen und erst bei der Bildbearbeitung dann ihre Farbe zeigen, sonst auch in S/W abgespeichert werden.
    Nochmals Danke für die immer interessanten und hilfreichen Artikel in fotowissen.

    • Hallo Herr Mitschke, Herr Augustin,

      danke für die Tipps und Infos. In diesem Zusammenhang ist die Verwendung von Leica sicherlich Oberliga. Ich für meinen Teil könnte mir das auch super vorstellen. Reizvoll hingegen finde ich allerdings, dass man gerade auch mit gutbürgerlichem Geldbeutel überdurchschnittlich gute Ergebnisse einfangen kann, indem man sich so in der Mittelklasse der klassischen Objektive tummelt. Gerade als Einstieg in diese Form der Neu-/Alt-Mischung ist das einfach herrlich.

      Herzliche Grüße, Dirk Trampedach

  • Lieber Dirk,

    danke für den interessanten Artikel.

    Übrigens steht ja z.B. bei Amazon 0.72 Speed, was 50 mm * 0,72 = 36 mm ergibt.
    Also lagst Du richtig.

    Ich fotografiere auch gerne mit den alten Linsen, allerdings bislang nur mit Adaptern (also ohne Linsen), dadurch sind die alten Objektive selbst bei Vollformat-Digital nutzbar.
    Besonders interessant ist gerade bei den älteren Linsen auch die Anzahl der Blendenlamellen, wodurch es ganz andere Bokeh-Effekte gibt als mit den aktuellen Zooms.

    Viele liebe Grüße

    Klaus

    • Hallo Klaus,

      stimmt, da hast du völlig recht. Die Umrechnungsinformationen sind abrufbar. Ich hatte mich damit allerdings erst zu beschäftigen angefangen, als ich den Reduktor längst hatte. Nach ggf. vorhandenen Daten habe ich dann gar nicht mehr geschaut. Aber die Ergebnisse spiegeln die Daten ja wieder, puh, Glück gehabt… ;-)
      Bei der Auswahl meiner alten Linsen habe ich lange recherchiert, mit den Ergebnissen in puncto Schärfe/Freistellung/Bokeh bin ich super zufrieden. Man muß sich allerdings tatsächlich auch wieder neu drauf einlassen, wenn man eben auch öfter mal ein Zoom benutzt hat.

      Besten Gruß, Dirk

  • Hallo,

    ja, das macht an einer Fuji bestimmt ganz viel Spaß.

    Aaaaber:

    a) Man braucht natürlich für jeden Anschluss (also M42, Exakta, FD etc.) einen separaten Adapter und das geht halt schon ins Geld.

    b) Auch wenn hier eine superscharfe Festbrennweite (ich hab das 1,4er Tak auch, grins) mit einem Zoom verglichen wurde, muss man doch vermute, dass durch die zusätzlichen Linsen im Reducer ein wenig der Leistung der Altobjektive verloren geht.

    Deshalb mein Tipp, auch wenn ich jetzt einen Shitstorm erwarte …… Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine kleine Sammlung solcher erstrebenswerter Objektive zu kaufen (Takumar, Rollei, Sonnar, Canon FD-L Serie) für den würde ich eine Sony A7 empfehlen.

    Ich mache das so und bin mehr als zufrieden, fast schon süchtig, grins. Habe nur Altglas an der Sony.

    Viele Grüße

    Günter

    • Hallo, und danke für die Gedanken zum Thema!

      Bzgl. a) habe ich ja vorher eine Entscheidung gefällt. Das schließt sicherlich erstmal die Umfänglichkeit aller Optionen aus, folgt aber der Vorgabe, die Kosten-/Nutzen-Rechnung nicht zu versemmeln.

      Zu b) gebe ich grundsätzlich zu, dass das stimmen mag. Ohne ein Zoom war mir allerdings nicht möglich, die Bildausschnitte identisch herzustellen, und dann die Brennweite anzuschauen. Um das Ding dabei ging´s mir ja. Und ich weiß tatsächlich auch nicht, wie man z.B. ein Altglas mit oder ohne Reduktor bzgl. Leistungsverlust vergleichen könnte. Da stimmt ja schon alleine die Brennweite nicht mehr.

      Shitstorm? Ach was, jeder sollte seine Marke finden. Und ich mag die Vielfalt ;-)

      Herzliche Grüße, Dirk

  • Ich bin bekennender Altglashasser. Ich kaufe mir doch keine neue Kamera mit gutem AF und sinnvollen Automatiken um dann wie Opa zu fotografieren. Ich möchte die Bilder, vor allen Dingen Porträts mit dem 50-1.4, was ja mit dem Fokaladapter einem 36.1.0 entspräche mal sehen. Ich denke da ist kein endscharfes Foto dabei. Ich sags ganz ehrlich, ich kann nicht mit manuellen Objektiven und grossen Blenden arbeiten. Das mag vom Stativ und unbewegten Objekten alles noch gehen, aber sobald sich etwas bewegt und sei es nur durch leichten Wind ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Da liebe ich es doch einfach ein AF feld dorthin zu schieben, wo die Schärfe liegen soll. Fokus peaking ist auch nur eine grobe Hilfe. Lupe geht, ist für mich auf Dauer aber wahnsinnig augenermüdend.
    Sorry Leute, für mich ist das alles Gefrickel.
    Und machen wir uns nichts vor, die alten Gläser sind bei Offenblende wirklich nicht berauschend. Das sind ausschliesslich aktuelle Neukonstruktionen. (Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel :) )
    Avalaible light mit Altglass, Blende 1.0 – 1.4 und MF, ne, das meint jetzt hier keiner ernst. Wir reden hier von einer Schärfentiefe im Millimeterbereich.
    Wenn man keine Lichtstarken Objektive braucht, kann man auch preiswerte, neue Objektive an die Kamera montieren. Wenn man sie braucht, muss halt der Geldbeutel geöffenet werden. Alles andere ist Selbstbetrug

    • Naja, der Beitrag dient in erster Linie denen, die über Nutzung von Altglas nachdenken und ggf. den Reduktor gar nicht kennen. Ich habe nicht beabsichtigt, den geneigten Leser zu ermuntern, alle anderen Wege nicht zu gehen, oder die Güte aktueller Technik zu relativieren. Über den Genuss eines neuen, hochwertigen Objektivs muss man pauschal auch niemanden mehr in Kenntnis setzen, ich nutze die ja auch sehr gerne. Wer allerdings den Spaß am Ausprobieren vor eine vermeintliche Perfektion setzen möchte, kann mit Altglas durchaus zufriedenstellende Resultate erzielen. Übrigens kann ich mich gut an Zeiten erinnern, in denen es AF überhaupt noch nicht gab. Scharfe Fotos sind da dennoch entstanden ;-)

      LG, Dirk

      • Lieber Dirk, ich wollte auf keinen Fall den Artikel an sich schlecht reden. Es ist immer interessant zu lesen, was sich auf dem Zubehörmarkt tut. Es sollte aber erlaubt sein auch kritische Meinungen zu äussern. Ich muss nicht bei jedem neuen Zubehör Hurra schreien und zum Händler rennen, weil es jemand anderes für sinnvoll hält. Ich erlaube mir, eigene Gedanken über mögliche Einsatzzwecke zu machen und das Für und Wider für mich abzuwegen. Meine Kritik ist klar verständlich und richtet sich gegen den Einsatz von Altglas im fotografischem Alltag. Es gibt Einsatzbereiche wo sich eine Adaptierung rechnet . z.B. Am Balgengerät, an der Fachkamera oder wenn ich Repros machen muss.
        Alles andere, und das ist meine Meinung, ist kontraproduktiv.
        Soviel ich weis, wurden die Fokalreduktoren für den Einsatz im Videobereich entwickelt. So kann man mit einen Metabone Adapter z.B. Canon Linsen an MFT verwenden. Diese Adaptoren lohnen sich aber nur dann, wenn ich z.B. mit Canon fotografiere und mit MFT filme. Die guten Speed Booster leiten auch alle informationen über das Objektiv an die Kamera weiter und lassen sich von dieser steuern. Sie liegen aber über 600 €
        Wenn ich nur fotografiere kriege ich für das Geld welches ein guter Speedbooster kostet fast schon eine gute Linse. Bei einem Systemumstieg kann ich mein altes Equipment verkaufen um die Kosten für Neuanschaffungen zu drücken. Der Einsatz von Altglas bringt weder ökonomische noch fotografische Vorteile. Für mich gehören solche in Dinge in den Bereich, “Dinge, die die Welt nicht braucht”
        Das ist aber meine persönliche Meinung, die ich versucht habe mit sachlichen Argumenten zu untermauern. Wenn mir jemand Argumente liefert, die mich eines Besseren belehren lasse ich mich gerne überzeugen.
        Wenn ich wirklich mal eine alte Kamera simulieren will habe ich immer noch Photoshop.

    • Nun ja, die Schärfeleistung ist beim aktuellen Objektiv meistens besser. Dafür kann man mit bestimmten Gläsern ein Flair hinkriegen, das mit aktuellen Gläsern oft nicht geht. Aber auch scharfe Bilder mit alten Objektiven sind möglich. Ich habe ein Minolta 135 MD, wahrscheinlich aus Ende der 60er, irgendwie mal billig erstanden. Macht sehr scharfe Bilder, ist natürlich umständlich, aber eine völlig andere Fotografie. Kamera: Fuji X-T10. Angeschlossen ohne Reduktor.

  • Altglas wurde für Film entwickelt, also Licht direkt auf das Aufnahmemedium. Digitalkameras haben vor dem Sensor 1 bis 4 mm Glas je nach Kamera. Wenn man mechanische Adapter verwendet, kann es dadurch zu Fehlern kommen. Bei den Speedboostern kann/wird durch die Linsen diese Anpassungsproblematik korrigiert. Ich habe mit Canon FD-Linsen extrem gute Resultate erhalten. Dies erstaunte mich besonders, weil bei heutigen Spiegellosen extreme interne Korrekturen von Objektivfehlern verwendet werden und so ein grosser Vorteil gegenüber den Fremdobjektiven besteht, weil diese nicht von der Kamera erkannt und korrigiert werden können.

    Wenn die Kamera einen internen Stabi hat und man diesen beim Fokussieren mit der Lupe verwenden kann, ist es sehr einfach, sehr genau zu fokussieren. Ohne Stabi macht es ohne Stativ wenig Freude, durch ein Schüttelbild zu drehen.

    Andreas hat recht, wenn er an der Offenblendverwendung zweifelt. Nur kann ich am Objektiv eine Stufe abblenden und habe dank des Speedboosters wieder die nominelle Anfangsblende in nun sehr guter Abbildungsqualität (bei geeignetem Objektiv). Wenn man kleinere Arbeitsblenden verwendet, ist der Schärfebereich gleich wie bei aktuellen Objektiven. Die alten Objektive sind nicht auf hohen Kontrast optimiert. Ein kleiner Zug am Regler in der Bildbearbeitung löst das. Weichere Kontraste bringen aber auch mehr Zeichnung in den Randbereichen, was ein Vorteil gegenüber harten Fotos ist.

    Für Landschaft ist der Autofokus nicht immer optimal, weil ich bei jedem Foto genau kontrollieren muss, wo die Automatik die Schärfe gesetzt hat. Manuell kann ich Ausschnitte variieren ohne neu zu fokussieren und habe die Schärfe immer am richtigen Ort. Wer’s eilig hat, wird sich aber nicht erfreuen können an dieser entschleunigten Vorgehensweise.

    Unübertreffbar ist der Preisvorteil. Wenn man mehrere Objektive am Speedbooster verwendet, relativieren sich auch die bis 600.- für diesen. Für mein exzellentes Canon FD 80-200/4 habe ich 80.-, 70.- für ein 50/1.4 und 100.- für ein 35-105/3.5 bezahlt – alle neuwertig. Gute Weitwinkel kosten um 200.-. Dank dem 0.7-Faktor bekommt man ein sehr vielseitiges Objektivset auch im Weitwinkelbereich. Vignettierung und Randabfall sind beim kleineren Sensorformat kaum Thema.

    Wenn ein Opa (oder wer auch immer) nicht mehr so viel schleppen will, kann er sich gut einrichten mit Altglas. Beim KB-Format staunt man, wieviel mehr Gewicht mit aktuellen Objektiven bei gleichen Brennweiten/Blenden geschleppt werden muss.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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