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Finger weg von der Adobe Creative Cloud – Lightroom CC

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Warum rate ich: Lassen Sie die Finger weg von der Adobe Creative Cloud (ich meine nicht Lightroom 6 als “Kaufversion”)? Mit Lightroom CC ist es möglich Bilder in der Creative Cloud zu speichern und zu synchronisieren. Auf den ersten Blick ein guter Service, beim genaueren Hinsehen jedoch nicht wirklich gut für Fotografen brauchbar und bereits nach zehn Monaten Abo Miete teurer ist, als die Kaufversion:

Fotografen: Finger weg von der Adobe Creative Cloud – Lightroom CC

Petition gegen Adobe Creative Cloud / Adobe CCIch höre in meinen Schulungen zu Adobe Lightroom ab und an die Frage: Wie mache ich das mit den Fotos im Urlaub? Wohin speichere ich die vielen Bilder? Kann ich alle meine Fotos von der Kamera, vom iPhone oder Tablett auch mit meinem PC verbinden? Die Frage zielt in Richtung Cloud oder Serverlösung. Doch bevor wir hier Antworten finden, lassen Sie uns einige Voraussetzungen klären:

Ich kenne viele Menschen – einen überwiegenden Anteil von Fotografen – die das monatliche Mieten von Software hassen. Adobe Creative Cloud ist ein solches Abomodel mit wiederkehrender Miete, aus der man nicht mehr heraus kommen soll. Viele Menschen hassen Adobe wegen der Vergewaltigung die Creative Cloud mieten zu müssen, wenn man Photoshop nutzen möchte. Viel lieber möchten die allermeisten kaufen – genauer lizenzieren. Lightroom 6 hat im Unterschied zu Ligthroom CC ein paar kleine Einschränkungen, aber man kann es in der Version 6 einmalig erwerben (ist leider nicht mehr verfügbar). Der Einmalbetrag für Lightroom 6 lag bei etwa EUR 120,-.

Unterschiede Lightroom CC (Mietversion) zu Lightroom 6 (Kaufversion)

Abo versus Kaufversion Lightroom CC (Abo) Lightroom 6 (Kaufversion)
Installationen Lightroom auf Tablet und Smartphone, sowie zwei Rechner Auf Zwei Rechnern pro Lizenz
Funktion Dunstentfernung Ja Nein
Synchronisation von Fotos über Rechner und Mobil hinweg Ja Nein
Webveröffentlichtung Ja, Kurzlink für Freunde möglich Nur mit eigenem Server - Aber Alternativen möglich (Google Fotos)
Cloud Ja, aber nur 2GB, nicht mal ausreichend für Amateure Nein
Updates Ja, ständig Nur kleine Updates, zum Beispiel neue Kameras und Objektive
Unbeschränkte Zeit nutzbar Nein, Mietmodel, Nur im Abo möglich Ja, einmalige Lizenzkosten, kein Abo

 

Es gibt hervorragende Alternativen zu Adobe Lightroom und Photoshop mit Luminar, DXO und Capture One, sogar OnOne Software ist eine sehr gute Lösung (ausführlicher Artikel im Link). Einige dieser Lösungen bieten entweder keine Katalogfunktion, sind dafür aber rattenschnell im Vergleich zu Lightroom. Wieder andere haben einen optionalen Katalog und sind sogar netzwerkfähig, was der Lightroom Katalog nicht ist (Katalog kann man bei Adobe nicht im Netzwerk nutzen).

Auf Grund der Softwarealternativen sind wir alle nicht gezwungen zur Mietsoftware Adobe Creative Cloud. Adobe versucht allerdings zu vermieten und auf den ersten Blick ist es schwierig die Boxversion von Lightroom zu erwerben (genauer zu lizenzieren). Adobe leitet den Verbraucher, Fotograf und Anwender von Bildbearbeitungssoftware auf die Creative Cloud. Mit dem Argument die sei immer up to date, immer aktuell, habe die neuesten kleinen Tricks der Software parat (die keiner braucht – eigentlich suchen alle nur nach einer schnelleren Lightroom Version und da schauen Sie sich mal DXO oder Capture One an!). Man könne sogar im Urlaub die Fotos vom Handy auf die Cloud schieben und Bilder wahlweise auf dem PC oder MAC zu Hause, dem Tablett oder Smartphone bearbeiten. Stimmt das?

Die Adobe Cloud ist für eine Menge Fotografien gar nicht nutzbar

Ja, das stimmt. Aber nur sehr bedingt und nicht wirklich gut brauchbar. Die CC (Adobe Creative Cloud) bietet in der Fotografenmietversion nur 2 Gigabyte Datenvolumen. Ich muss lachen, denn die 2 Gigabyte fotografiere ich manchmal in zwei Minuten Fotografie. Natürlich nicht mit dem iPhone, da wäre ich vielleicht noch mit der Adobe Creative Cloud im Reinen. Nein, mit meiner Spiegelreflexkamera oder Systemkamera, Kompaktkamera oder Bridgekamera. In Zeiten immer größerer Sensoren und schnellerer Serienbildfunktionen sind doch 32 Gigabytes gar nichts.

Möchten Sie mehr Speicherplatz, dann können Sie beim amerikanischen Anbieter von Bildbearbeitunssoftware nur eine Teamlizenz für Photoshop erwerben, die aber selbst für das Einzelprodukt mindestens EUR 29,99 verlangt. Hier wären 20 Gigabyte Speicherplatz in der CC enthalten. Immer noch nicht viel, richtig?

Am Rande bemerkt – unverschämter Telefonservice von Adobe

Rufen Sie bei Adobe an, um Hilfe zu erhalten, wird ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis das Telefonat aufgezeichnet (Sie werden immerhin in der Ansage vor dem Telefonat darauf hingewiesen). Selbst wenn Sie vor dem Gespräch dem Mitarbeiter sagen, dass eine Aufzeichnung nicht gewünscht ist, haben Sie keine Option. Damit verstößt Adobe vermutlich gegen sämtliche Datenschutzrichtlinien in Deutschland. Es wird Zeit, dass wir vor solchen Machenschaften besser geschützt werden. Natürlich pennt hier die Bundesregierung wie in allen anderen Themen auch. Totalversager an allen Enden! Ein Grund mehr gegen TTIP und eine weitere Amerikanisierung zu sein.

Wird es Lightroom 7 als Kaufversion geben?

Alle Zeichen stehen für die Zukunft auf Mietversion. Adobe versucht das Abo mit aller Macht in den Markt zu drücken, um noch mehr Geld zu verdienen. Es handelt sich um ein extrem umsatzbewusstes Unternehmen, welches sehr selbstbewusst (manche Fotografen sagen “arrogant”) auftritt.
Jedoch ließe eine ausschließliche Mietversion viele Nutzer sicher über die Nutzung von Alternativsoftware nachdenken. Schon jetzt ist Capture One von Phase One und DXO die Alternative für Profifotografen. Beide Versionen sind als Kaufversion zu erwerben! Würde Adobe den Druck weiter erhöhen, könnte es sein, dass mehr und mehr Verbraucher und Fotografen auf die Alternativen zurückgreifen. Das würde Adobe sogar den Kopf kosten können, denn schon jetzt bieten alternative Bildbearbeitungsprogramme die Übernahme des Katalogs von Lightroom an.

Mein Tipp: Wenn Sie Lightroom mögen, dann kaufen Sie Lightroom 6 so lange es möglich ist.

Die bessere Cloud Alternative – Google Fotos

Auch das Teilen der Bilder mit meinen Freunden und Verwandten ist ganz einfach OHNE die Adobe Creative Cloud und die monatlichen EUR 11,98 also fast EUR 144,- im Jahr zu bewältigen. Man nehme sich Google Fotos und hat unendlichen Speicherplatz für komprimierte Bilder oder 15 Gigabyte kostenlosen Platz für hoch aufgelöste Fotografien seiner Wahl (JPG TIFF RAW). Eine Einschränkung gibt es noch: Google Fotos speichert maximal die Größe von Kameras mit 16 Megapixeln. Sprich: wenn Sie ein Foto mit mehr Pixeln hochladen, wird es in jedem Falle auf 16 MP verkleinert. Aber das genügt uns doch zum Anschauen der Fotografien von irgendwo.

Alles andere ist ganz einfach. Sie können die Urlaubsfotos klein rechnen (zum Beispiel in der Kaufversion von Lightroom als 1000 Pixel Kantenlänge exportieren in JPG), in Google Fotos hochladen und frei geben zur Ansicht durch Ihre Freunde und Verwandte. Wenn Sie ein schnelles WLAN finden, dann kann man auch RAW oder TIFF hochladen und dort sichern.
Diese Bilder in Google Fotos können Sie zu Hause wieder herunterladen, weiter nutzen, und vieles mehr.

Die Sache mit der Sicherheit

Vor allem ist ganz sicher, dass Google die besten Experten in Sachen Sicherheit hat. Nein, der Geheimdienst darf sich natürlich auch bei Google bedienen. Das ist klar. Sensible Firmendaten gehören nicht auf solche Clouds! Die sichersten Clouds liegen in der Schweiz oder in Europa, nicht in den den USA, wo man sich nach dem Anschlag die Generalvollmacht zum Ausspähen aller persönlichen und höchst persönlichen Daten ergatterte, weil Menschen von Angst getrieben den Politikern alles erlauben. Das sind übrigens die schlechtesten Politiker in meinen Augen, denn die haben nicht mehr die Verfassung im Auge, sondern nur noch Ihre Macht über andere. Und Obama gehört genauso dazu wie Merkel und Co.. Doch zurück zur Wolke / Cloud.

Google Fotos erlaubt als APP auf dem Smartphone sogar den automatischen Upload meiner Handyfotos in die Cloud. So kann ich die Fotos dann zu Hause auf dem PC in jeder Bildbearbeitungssoftware (wir testen in Kürze DXO und Capture ONE für Sie) laden und weiter bearbeiten.

Im Urlaub und auf Reisen, selbst auf Businesstripps reichen die Uploadgeschwindigkeiten der WLAN-Spots aber oft nicht aus, um fotografische Datenmengen von heute zu bewältigen. Wenn ich aus dem Urlaub mit 10.000 Fotos aus den Spiegelreflexkameras zurück komme, dann muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Und deshalb rate ich jedem die vermeintlich so billige, tolle Adobe Creative Cloud gar nicht abzuschließen, sondern Lightroom einmalig zu erwerben (RAW-Module werden auch in der Kaufversion aktualisiert) und anders vorzugehen:

Die beste Lösung im Urlaub die Fotos zu sichern

LaCie Festlatte - die beste Backup Lösung im Urlaub oder auf Fotosafari / FotoshootingFalls Sie Ihre Fotografien im Urlaub sichten und versenden möchten, ist es hilfreich einen Notebook mitzunehmen. Auf dem Notebook installieren Sie Ihre Bearbeitungssoftware und schließen eine externe Festplatte an, die Sie im Safe oder an einem ganz anderen Ort als Ihr Notebook aufbewahren. Mit Hilfe von Timemachine auf dem Mac oder einer Backupsoftware bzw. Kopiersoftware für Windows Notebooks, ziehen Sie dann täglich ein Backup auf diese externe Festplatte, bevor sie wieder im Safe Platz findet. Sollte Ihr Notebook geklaut werden, ist Ihre Festplatte noch da.

Festplatten gibt es in sehr robusten Ausführungen zum Beispiel von LaCie und anderen Herstellern. Die sind klein, sie können sie am Flughafen in der Hosentasche, Manteltasche, in der Handtasche oder im Rucksack transportieren. Sicherheitshalber immer an einem anderen Platz als das Notebook.

Alternativ können Sie genügend Speicherkarten mitnehmen und diese in Speicherkartenhardcases separat vom Notebook aufbewahren.

Wegen der Röntgenstrahlung müssen Sie sich keine Sorgen machen – die tut Ihren Daten nichts. Besser als mechanische Festplatten sind allerdings SSDs, die nicht so anfällig sich für mechanische Probleme oder Stürze. Unten stelle ich einen Link auf eine externe Backup-Festplatte zur Verfügung, der ich persönlich vertraue. Übrigens ist das Teilen der Urlaubsfotos zusätzlich mit der Google Fotos Cloud ganz einfach. Probieren Sie es einfach mal aus, das macht richtigen Spaß!

Alternative zur Cloud – Die NAS Lösung

Eine NAS-Lösung ist ein kleiner hauseigener Server, der ständig am Router angeschlossen sein kann. Mit diesem rufen Sie alle Ihre Fotos aus der ganzen Welt ab, Sie bearbeiten Ihre Fotos von überall, zeigen sie und drucken Ihre Fotografien. Auch die Freigabe von Fotos an Kunden oder Freunde ist auf diesem Wege möglich. Solch ein NAS-Server ist zwar eine kleine Investition, hat aber entscheidende Vorteile der Unabhängigkeit und im Backup. Das NAS lässt sich zu Hause oder im Büro im Netzwerk nutzen und ist so von mehreren Rechnern aus nutzbar. Aber Vorsicht: manchmal sind die WLAN Verbindungen auf Reise nicht sicher und auch nicht schnell. Hier ist unbedingt ein VPN angesagt!

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Ich freue mich wie immer über Ihren Kommentar, unten im Kommentarfeld. Auch Erfahrungen zu Adobe, NAS und ähnliches ist sehr erwünscht. Vielen Dank!

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Finger weg von der Adobe Creative Cloud – Lightroom CC

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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