Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Eine Bridge für alle Fälle

Artikel ursprünglich verfasst am 7. Januar 2019

Eigentlich zähle ich zu den „überlasse nichts dem Zufall“ Fotografen. Manuelle Kameraeinstellung. Auswahl des richtigen Objektivs. Richtige Tageszeit. Ich musste jedoch schon oft schmerzlich erfahren, dass mir sehr oft der richtige Moment verloren ging weil gerade die Einstellung nicht passte oder das falsche Objektiv auf der Kamera war. Auch in Hinsicht auf eine größere Reise habe ich mich zum Kauf einer Zweitkamera entschlossen. Es sollte eine Bridgekamera werden. Die Vorteile und Nachteile hat Peter ja schon einmal in einem Artikel hier auf fotowissen.eu aufgelistet. Eine gewisse Skepsis war schon da. Geht bei so einer „eierlegenden Wollmilchsau“ nicht eine Menge Qualität verloren. Und das war so ein Anspruch von mir. In jeder fotografischen Situation noch gute Ergebnisse abliefern. Nach Recherche und Fachberatung habe ich mich für die Leica V-Lux Typ 114 entschieden. Sicherlich mit einem Preis von 1150 € nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber für eine Leica noch erschwinglich. Die wohl baugleiche Panasonic LUMIX FZ 1000 ist um einige hundert Euro preiswerter. Allerdings berichten immer wieder User eben wohl doch von Unterschieden. Allerdings ist im Kaufpreis das Bildbearbeitungsprogramm Lightroom enthalten und ein  Blick bei ebay zeigt auch einen deutlich geringeren Wertverlust. Ob zurecht oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

Ich will jetzt auch keinen Testbericht abgeben, denn dazu fehlt mir das technische Wissen. Deshalb hier mein rein subjektiver Eindruck. Diese Kamera macht richtig Spaß. Die Brennweite von 25 bis 400 mm erspart jeden Objektivwechsel. Makrofotografie ist bei einem Minimalabstand von 3 cm möglich. Bei einer Anfangsöffnung von 2,8 (Weitwinkel)  bis 4 (Tele) werden scharfe Aufnahmen auch auf große Distanz erzeugt. Klasse auch der schnelle Autofokus (0,2 Sekunden im maximalen Telebereich). Hier ist der Schnappschuss kein Problem mehr. Ein wichtiger Punkt bei meiner Kaufentscheidung war auch die Sensorgröße. Ein 1″-Sensor ist in diesem Kamerabereich eine Ausnahme. Deshalb gelingen auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch gute Fotos. Die Bedienung ist intuitiv und mit den Szene Programmen kann man auf jede Situation blitzschnell reagieren. Ich kann nicht auf jedes Detail eingehen, aber nach wenigen Wochen bin ich immer noch begeistert. Diese Bridge ist mehr als nur eine Ergänzung. Oft war sie schon eine richtig gute Alternative zu meiner Systemkamera.

Die Kamera ist bei Amazon als Explorer Kit mit Tasche und Kameragurt erhältlich.

Und hier einige Aufnahmen, die in den letzten Wochen entstanden sind.

 

 

Autor: Thomas Mayer

Eine perfekte Ausrüstung kann die persönliche Kreativität nicht ersetzen. So versuche ich mit kleinem Equipment ausdrucksstarke Fotos zu realisieren. Dabei bin ich auf keinen Bereich in der Fotografie fixiert, denn ich liebe die fotografische Herausforderung. Den Bereich der Bildbearbeitung betreibe ich "Learning by Doing". Umso mehr freue ich mich über jede geglückte Bearbeitung. Ich mache aus ihr keine Philosophie sondern betrachte sie als Teil der Möglichkeiten. Fotografie ist meine Leidenschaft und dies soll in meinen Bildern sichtbar werden.

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