Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Diskussion erwünscht!

 

Hallo zusammen!

Ich beschäftige mich zur Zeit mit der Schwarz-Weiß-Fotografie und versuche mich dem Thema zu nähern. Ich stelle immer wieder fest, dass mich s/w Fotos oft in ihren Bann ziehen, kann aber nicht erklären, woran es liegt.

Wann nutzt ihr dieses Stilmittel?

Gibt es vielleicht allgemeine Regeln zu beachten?

Oder liegt die individuelle Einschätzung allein im Auge des Betrachters?

 

Ich freue mich auf eure Meinungen, Ideen und Anregungen zum Thema und stelle euch nun einige Baum-Fotos vor, bei denen ich bewusst eine s/w Überarbeitung gewählt habe.

 

Hier zunächst einige direkt Gegenüberstellungen:

 

Oder doch lieber reine Aufnahmen in Farbe, weil z.B. der Himmel so wunderbar blau strahlt????

 

 

Oder kann es auch sein, dass ich allein dadurch, dass ich beide Versionen präsentiere, den Betrachter in seiner Einschätzung schon beeinflusse? Oder andersherum gefragt, kann ich eine ganz andere Emotion, einen anderen Zugang zum Foto provozieren, wenn ich nur schwarz-weiße Fotos auswähle? Hier der nächste Versuch!

 

 

Mir persönlich gefällt diese Auswahl am Besten. Vielleicht liegt das in der Verbindung aus Detailaufnahme und s/w?

Über eine rege Diskussion würde ich mich sehr freuen!

Maike

 

 

Maike Lehmann

Autor: Maike Lehmann

Ich fotografiere mit einer Nikon D610und versuche mich in die digitale Fotografie und die verschiedenen Genres einzuarbeiten. Ich bin fasziniert von der Makrofotografie, versuche aber auch bewusst Abstecher in verschiedene andere Bereiche zu unternehmen. Früher habe ich gern gemalt und gezeichnet, es scheint als würden sich meine Vorlieben für Aquarelle und den Impressionismus auch in den Fotografien wiederfinden können. Ich bin auf der Suche nach meinem eigenen Stil und finde diesen Weg sehr spannend. Schaut gern bei Instagram vorbei: mai_leh Ich freue ich über eure Kommentare!

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15 Kommentare

  1. Peter Roskothen

    Hallo Maike,

    ich würde gerne wissen, wie Du die Fotos in schwarzweiß entwickelt hast. Mir gefallen die Fotos sehr gut. Das hat nicht nur damit zu tun, dass sie schwarzweiß sind, sondern auch mit Deiner Sichtweise.
    Die beiden Bäume entlang hoch zu fotografieren ist hervorragend gelungen. Da stimmt alles, vor allem die Tiefenschärfe.
    Ebenso bei #157, auch dort ist die Tiefenschärfe sehr gut eingesetzt. Das ist vielleicht mein Lieblingsbild aus dieser Serie. Ich kann es mir groß an der Wand vorstellen. Auch das schwarzweiß ist toll entwickelt.

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  2. Britta Dicken

    Maike, vorab, die Bilder sind toll. Deine Auswahl bei den Detailbilder ist einfach grandios. Mag daran liegen, dass ich selber Bäume einfach toll finde, jedoch bisher einfach noch nie auf die Idee gekommen bin, diese auch in s/w abzulichten.
    Ich habe selber erst letztes Jahr, spontan von einem Geistesblitz getroffen, angefangen s/w-Bilder zu machen. Für mich reduzieren sie ein Motiv einfach auf die Formen. Keine Farbe lenkt dann vom Motiv ab und ich mag sie besonders bei alten Gemäuern. Ich habe mir bereits vorgenommen, einige unserer alten Bilder in s/w-Bilder umzuwandeln, weil ich sicher bin, dass sie dann ganz einfach anders wirken werden.
    Ich entscheide derzeit einfach aus dem Bauch heraus, ob ich ein Bild in Farbe oder in s/w aufnehme. Dazu nutze ich zur Zeit noch die Funktion der Kamera. Ich habe jedoch festgestellt, dass mir dort die Kontraste einfach zu mau sind. Daher werde ich meine nächsten Versuche einer Software überlassen. Mal schauen, ob mir die Ergebnisse dann besser gefallen 🙂
    Ich möchte mich Peters Frage anschließen: Womit hast Du die Bilder umgewandelt?

    Prinzipiell bin ich der Meinung, dass gerade in der Fotografie viele Regeln einfach dazu da sind um sie zu brechen, umzubiegen oder einfach auch einmal zu vergessen. Schön ist was gefällt, was Dir als Fotografen gefällt! Daher würde ich sagen, es gibt nur Deine eigenen Regeln, die aus einem Farbbild ein s/w-Bild machen.

    Würde mich auf jeden Fall freuen, noch weiter so tolle Bilder von Dir zu sehen!

    LG
    Britta

    PS: So mal fast ganz ab von der Fotografie: Wo hast Du diese tollen Bäume gefunden?

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      • Maike L.

        Hallo Peter, aktuell nutze ich iPhoto, hier kann man in s/w wandeln und dann noch Kontrast, Sättigung etc. verändern. Die von dir empfohlene Software werde ich mir gern ansehen, vielen Dank für deinen Kommentar und den Tipp! Maike

    • Maike L.

      Hallo Britta, die Bäume sind allesamt in unserem USA Urlaub entstanden. Der erste Block am Bryce Canyon, der zweite Block bis auf eine Ausnahme am Grand Canyon. Im Moment entscheide ich ebenso wie du aus dem Bauch heraus, ob ich einen s/w Versuch wage. Daher kam auch meine Idee, das Forum zu nutzen. Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! LG Maike

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      • Britta Dicken

        Hi Maike,
        ich hatte schon befürchtet dass das keine Bilder aus Deutschland sind 🙁 USA ist dann doch für einen kurzen Fototrip ein wenig zu weit 🙁 Aber ich halte derzeit Ausschau nach alten Kopfweiden. Da wollte ich mich im Frühjahr mal versuchen. Wer also einen schönen Standort kennt, darf ihn mir gerne verraten 😉
        LG
        Maike

  3. SusanneB

    Britta, Du solltest mit mir und Milla mal laufen 🙂

    Maike, ich bin fasziniert von Farben muss ich immer wieder feststellen.

    S/W Bilder haben aber absolut ihren Reiz, wie schon geschrieben, finde ich auch, man wird nicht abgelenkt.

    Sicher sind morbide Motive gut für s/w geeignet aber es gibt ja auch tolle Brautpaarfoto`s in s/w 😉

    Also, ich finde: Gut ist was gefällt und wie Britta schon geschrieben hat Regeln sind da um gebrochen zu werden 🙂
    In diesem Sinne, weiter machen und Bilder zeigen:-)

    LG

    Susanne

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    • Britta Dicken

      „Sicher sind morbide Motive gut für s/w geeignet aber es gibt ja auch tolle Brautpaarfoto`s in s/w ;-)“ Ach Susanne, wenn wir Dich nicht hätten 🙂

      Ich komme mit Dir und Milla laufen, ganz bestimmt! Und dann hätte ich gerne schöne Bäume 🙂

      LG
      Britta

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  4. Dagmar Hackstein

    Hallo Maike
    Ich finde schwarzweiß Bilder bei Detailbildern und technischen Bildern schön …
    Deine Baumbilder sind schön, im Detail schwarz weiß interessant und in Farbe macht es aber mehr Spaß die Natur zu bewundern …aber ist halt wie alles Geschmacksache ;-))

    Lg Dagmar

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  5. Hallo Maike,

    Sehr schöne Baumfotos – auch für mich gehören Bäume zu den schönsten Motiven überhaupt. Die Gestaltungsregeln sind aber unabhängig von der Farbe an sich, wobei es bei S/W allerdings besonders auf den Bildaufbau ankommt, da man Schwächen nicht mit schönen Farben zutünchen oder anderweitig ausbügeln kann. Zum Thema Bildaufbau empfehle ich folgende Bücher, deren Anschaffung sich wirklich lohnt:
    1. Klassiker von Harald Mante: http://www.verlag-photographie.de/www.verlag-photographie.de/php/neu_2010/das_foto.php
    2. Mein eigenes Büchlein: http://www.mitp.de/Unsere-Autoren/Michael-Lobisch-Delija/Wie-wirkt-mein-Bild.html
    Weiterhin viel Erfolg und allzeit Gut Licht!

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    • Peter Roskothen

      Hallo Michael,
      Dein Buch würden wir hier gerne einmal rezensieren. Bitte sende uns bei Interesse doch ein Exemplar. Das würde ich gerne selber lesen und entsprechend bewerten.

      Die Bücher von Harald Mante sind Legende. Jetzt interessiert mich das Deine.

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      • Hallo Peter,

        sehr gerne schicke ich Dir mein Buch zur Rezension. Harald Mante hat es in seinen VHS-Kursen auch schon mal rumgegeben, wie er mir sagte. Adresse ist Grefrath, korrekt?

        Gruß,
        MLD

  6. Timo Nix

    Hallo Maike!

    Ich finde es gut, dass du dir über so etwas Gedanken machst. Ich versuche sehr oft mir genau diese Frage zu beantworten. Warum also Schwarz/Weiß? Ich denke, wenn wir die Frage beantworten wollen, müssen wir die Zeit etwas zurück drehen. Früher war es nicht möglich ein Bild in Farbe zu erstellen. Schwarz/Weiß war also das Mittel der Wahl. Mögen wir Schwarz/Weiß also nur weil unser Auge sich „gewöhnt“ hat? Wer weiß… Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen gab, die zum Zeitpunkt des ersten Farbfoto’s der Meinung waren, dass Schwarz/Weiß bald ausstirbt. Tat es aber nicht… Ich hoffe ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass Schwarz/Weiß die beliebteste Bearbeitungsmethode ist. Also irgendetwas muss an diesen Graustufen ja dran sein. Du sprichst in deinem Beitrag von einem“Stilmittel“. Ich denke, dass es genau das auf dem Punkt trifft. Wandelt man ein Farbbild in ein Schwarz/Weiß um, so findet immer ein AKTIVER Prozess vom Schöpfer des Bildes statt. Hier genau liegt der Kern. Ich schaffe also ein Kunstwerk mit einem ganz bewussten Arbeitsschritt. Stellen wir uns vor das nun eine dritte Person fragt: “ Hey das Bild sieht gut aus, warum hast du es in Schwarz/Weiß umgewandelt?“. Es wäre ein Drama, wenn wir keine Antwort hätten, oder wir nur mit „Es sieht besser aus!“ antworten würden. Wir haben einen AKTIVEN Schritt in unserem Kunstwerk vorgenommen. Denn muss man doch begründen können oder etwa nicht? Übertragen wir das ganze auf ein Gemälde von van Gogh. Warum hat van Gogh die Person an einer ganz bestimmten Stelle gemalt und nicht an einer anderen? Wir als „Künstler“ sollten denke ich eine Antwort haben, die dem wundervollen Schwarz/Weiß würdig ist. Ich hörte mal einen bekannten Fotografen reden, der behauptete, dass ein gutes Schwarz/Weiß-Bild nur harmoniert, wenn auch das gleiche Farbbild es täte. Keine Ahnung ob das stimmt. Aber es würde das Argument, dass Schwarz/Weiß-Bilder nur entstehen, wenn Farbbilder nichts geworden sind zerstören. Fragen über Fragen…. 😀 Ich liebe Schwaz/Weiß Aufnahmen. Leider kann ich auch nicht oft beschreiben warum. Oft würde ich es gerne können… Was mich fasziniert ist, dass Schwarz/Weiß das Bild auf das eigentliche reduziert…Nämlich das Motiv! Bei Portraits fällt es mir massiv auf. Auf mich wirken sie viel persönlicher… Viel reiner… Die Gesichtszüge, alles das wird in meiner Wahrnehmung viel deutlicher und intensiver…
    Oh man.. Jetzt ist der Text etwas länger geworden. Zu einem Ergebnis bin ich nicht gekommen. Was ich noch sagen wollte: Deine Bilder gefallen mir auch in Schwarz/Weiß besonders gut! In Kombination mit denn Strukturen der Bäume entsteht ein echt interessantes Bild. Es macht neugierig auf mehr! 🙂 Weiter so! 😉

    Liebe Grüße

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    • Maike L.

      Hallo Timo! Vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, den ich sehr bereichernd finde, weil du „einforderst“ sich Gedanken über die Bearbeitung zu machen (indem du eine Begründung dafür kennen möchtest). Somit werde ich wieder auf mich selbst verwiesen und merke, dass ich mir noch viel zu selten wirklich Gedanken darüber mache und kleine Bearbeitungen „aus dem Bauch“ vornehme. Dabei gibt es ja doch zahlreiche Grundlagen zur Bildgestaltung, insgesamt merke ich, dass ich viel zu oft planlos losziehe (siehe der Ausflug mit den Moosfotos!) und dann einfach abwarte, welche Ergebnisse ich erziele. Vielleicht fehlt mir da auch noch die Erfahrung, da ich noch kein Jahr fotografiere. Aber die Problematik wird mir hin und wieder bewusst bzw. merke ich wie gut es ist, wenn ich planvoll vorgehe und z.B. eine bestimmte Location zum Fotografieren aufsuche. Durch die vielen Kommentare ist mir klar geworden, dass ich s/w einsetze, wenn ich auf das Wesentliche reduzieren möchte, meist auf eine Struktur. Auch durch diese Diskussion angeregt, werde ich bewusst zum Thema lesen und nach weiteren Erklärungen suchen. Ich finde du hast absolut Recht wenn du schreibst, dass man seine bewussten gestalterischen Schritte begründen können sollte (und zwar mit stichhaltigeren Argumenten als dass es „gut“ aussieht!). Somit hat meine Idee, diese Diskussion zu entfachen, umfassend ihren Zweck erfüllt – denn ICH muss mich mit damit auseinandersetzen und zwar mit dem Medium, aber auch mit mir selbst. Vielen Dank (allen) dafür! Liebe Grüße, Maike

      PS: Zeigst du uns s/w Portraits???? 😉

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      • Timo Nix

        Danke für deine Rückmeldung! 🙂

        Auch mir fehlen manchmal diese Gedanken. Was mich dann sehr ins grübeln bringt. Aber vielleicht ist dies zu lernen, die wahre Kunst der Fotografie (Vielleicht der wahre Unterschied zwischen „knipsen“ und „fotografieren“) 🙂 Aber nun gut…

        In meinem nächsten Beitrag werde ich euch, einige monochrome Portraits von mir zeigen 🙂

        Liebe Grüße

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