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Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann

Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann …

Nun, so ganz richtig ist der Titel meines heutigen Artikels nicht, aber dennoch möchte ich Euch diese kleine Anekdote erzählen und Euch natürlich auch einige Bilder zeigen.

An unserem ersten Morgen auf der wunderschönen Kanareninsel Lanzarote wollte ich unbedingt zum Strand um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Also habe ich mir den Wecker früh genug gestellt, meinen Rucksack und mein Stativ genommen und bin im Dunkeln in Richtung Strand gelaufen. Auch wenn ich sonst gerne etwas länger schlafe, gehören diese einsamen Stunden am Strand inzwischen für mich mit zum Urlaub. Es ist einfach entspannend so ganz alleine durch die stille Stadt, den ruhigen Strand oder wo man sich sonst so befindet zu laufen. Meist begegnet man dabei nur wenigen Leuten, die noch verschlafen auf dem Weg zur Arbeit sind oder natürlich Joggern. Ab und an verirrt sich ein anderer Fotograf an den Platz der Begierde, aber da wird man sich ohne Worte schnell einig. So hat man am frühen Morgen diese stille Szenerie in der Regel doch für sich alleine und kann sich ganz auf das Fotografieren konzentrieren oder genießt einfach die Ruhe!

So war es auch gedacht, als ich mein Stativ am Strand aufgestellt habe und die ersten Bilder der aufgehenden Sonne aufgenommen habe. Doch kaum hatte die Sonne den Horizont erreicht und es wurde langsam immer heller um mich herum, da konnte ich in meinem Bild plötzlich eine Bewegung erahnen. Was war das? Hatte sich da doch ein morgendlicher Schwimmer ins Bild geschummelt? Nein, die spitzen Öhrchen verrieten eher eine andere Art von Säugetier. Da hatte sich doch klammehimlich eine Katze aufs Bild gemogelt.

Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann – Der Zufall

Wenn einem der Zufall so ins Bild springt, dann muss man ihn natürlich nutzen. Der Sonnenaufgang ist Morgen gewiß auch noch da, aber ob die Katze mich am nächsten Tag wieder mit ihrer Anwesenheit beglücken würde, das ist wohl eher ein Wunschtraum. Also habe ich den Sonnenaufgang sich selbst überlassen, dass schafft er sonst schließlich auch ohne meine Hilfe und habe mich ganz auf die Katze konzentriert. Das größte Problem war das mangelnde Licht und die schneller Bewegungen der Katze. So hat es doch das ein oder andere Bild gebraucht, bis ich die richtigen Einstellungen gefunden hatte. Aber dann konnte mich nichts mehr davon abhalten das Shooting mit der mir unbekannten Katze fortzusetzen. Wer übrigens denkt, dass alle Katzen wasserscheu sind, dem sei gesagt: Nicht diese!

Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann – Die Posen

Als größtest Problem stellte sich übrigens die aufgehende Sonne dar, denn ich war ja eigentlich zum Sonnenaufgang an den Strand gegangen, so dass sie zu diesem Moment noch sehr tief stand. Einfacher wurde es, als mein neues vierbeiniges Modell sich zu mir kam und erstmal ausgiebig dieses komische dreibeinige Ding inspiziert hat. Nun hatte ich die Sonne im Rücken und musste nur noch auf meinen eigenen Schatten achten. Das war deutlich einfacher!

Da das dreibeinige schwarze etwas auf keine Aufforderung zum Spielen reagiert hat, habe ich etwas nachgeholfen. Spielmaterial liegt am Strand genug herum, so dass ich nur ein kleines Steinchen werfen musste und direkt mit einer tollen Show-Einlage bespaßt wurde. Katzen sind halt doch Jäger und der Stein musste seine Niederlage recht schnell eingestehen.

Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann – Action

Doch auch das schönste Spiel hat irgendwann ein Ende und nachdem schon der Stein so sang- und klanglos aufgegeben hatte, hatte auch mein vierbeiniges Modell keine Lust mehr. Da stand ich nun, das Stativ irgendwo vergessen am Strand, die Speicherkarte halbvoll mit Katzenbildern und ein paar Sonnenaufgangsbildern, hellwach und einfach nur glücklich. So könnte jeder Morgen im Urlaub beginnen. Na, sagen wir, jeder zweite Morgen. Denn sonst bekomme ich ja nie meine Sonnenaufgangsbilder.

Ach ja, so sah der Sonnenaufgang übrigens aus, bevor meine Ablenkung eintraf:

Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann

Aber natürlich habe ich noch den ein oder anderen Sonnenaufgang fotografieren dürfen. Wobei dieser schon besonders schön war. Aber davon möchte ich Euch später berichten :-)
Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Die Katze am Strand oder wie man Fotografen erfolgreich ablenken kann

Schlagwörter: Fotografen Katze Strand

Geschrieben von:

Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken.
Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung!

Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden:
www.d-photography.de/

4 Kommentare

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  • Hoi Britta,
    wow! Wunderbar! Geniale Fotoserie! Genau zum richtigen Zeitpunkt, die richtige Farbe der Katze, einen Sonnenaufgang/Abgang ohne Katze wäre richtig “alltäglich” gewesen.
    Hast Du genial umgesetzt! Gefallen mir auch, weil ich ein grosser Katzenfan bin und die Fotos eine zufriedene, glückliche Katze zeigen! TOLL!

    • Hallo Coni,

      lieben Dank :-) Nun ja, so ein Sonnenaufgang am Meer ist für mich Landratte schon etwas besonderes. Aber mit der Katze, als Frauchen von zwei Fellmonstern, die leider zu Hause bleiben mussten, natürlich etwas ganz besonderes. Vor allem, da mein Modell sich anfangs so gar nicht von mir gestört fühlte und hinterher noch so schön gespielt hat. Es war auf jeden Fall ein gelungener Auftakt des Tages, das kannst Du mir glauben :-)

      LG
      Britta

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