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Das rote Telefon

Das rote Telefon stand am Ende der fotografischen Ideenfindung. Aber von Anfang an:

Beim Durchblättern des Buches „people“ von Jim Krause bin ich bei einer Fotocollage mit einem Dosentelefon hängen geblieben. Ich habe es lange betrachtet und mich immer wieder gefragt, warum spricht dich dieses Bild so an. Ich glaube es jetzt zu wissen: Symbolik

Das rote Telefon – Symbolik Fotografie

Der Fotograf setzt bewusst ein Dosentelefon ein, um die Kommunikation zwischen zwei Menschen darzustellen. Durch die absurde Darstellung, denn Sprecher und Zuhörer befinden sich an unterschiedlichen räumlichen Standorten, wird die Aufmerksamkeit des Betrachters noch verstärkt. Und mir wurde klar, dass manche Gegenstände zeitlos sind und sich für eine Aussage besser eignen als deren moderne Nachfolger.

Beispiel: Eine Schwerhörigkeit lässt sich mit Hilfe eines Hörrohres besser darstellen als mit einem Hörgerät. Die Idee der fotografischen Darstellung der Kommunikation wollte ich weiter verfolgen und neben dem Dosentelefon etwas Eigenes entwickeln. Zunächst fiel mir ein Megaphon ein. Dies habe ich schnell verworfen, weil zu teuer. Aber so etwas Ähnliches verwendeten in alten Filmen doch Regisseure. Ein Sprachrohr. Jawohl, die waren aus zwei Bastelkartonbögen schnell hergestellt.

Und dann kam mir noch das Telefon in den Sinn. Viel besser als ein Handy und rot sollte es sein, denn damit verbindet jeder sofort Wichtigkeit. Es ist ja auch ein Symbol für den “ heißen Draht“ im Kalten Krieg. In der Collage sollte es natürlich den heißen Draht zwischen den beiden jungen Leuten darstellen. Das die Vermittlung über einen Briefkasten läuft, (fast ja auch schon eine Form der alten Kommunikation ;-)) sollte die humorvolle, irreale Aussage unterstützen.

In der Nachbetrachtung hätte ich wohl besser zwei unterschiedliche Standorte gewählt. Viele finden meine Bilder zu gestellt. Da will ich gar nicht widersprechen. Die Inszenierung macht mir aber so viel Spaß, dass ich einfach nicht davon lassen kann. An dieser Stelle dann ein herzliches Dankeschön an Denis. Er scheut die Kamera wie der Teufel das Weihwasser, hatte aber im Laufe des Shooting dann doch einigen Spaß. Die Bildbearbeitung habe ich nach eigenem Geschmack gewählt, durchaus in dem Bewusstsein, dass es auch kritische Stimmen geben kann.

Fazit: Wir hatten sehr viel Spaß und haben viel gelacht. Die Blicke der zufällig vorbeikommenden Passanten waren unbezahlbar. Und wenn auch nur ein Bild euch zum schmunzeln anregt, bin ich hoch zufrieden.

Geschrieben von:

Thomas Mayer

Eine perfekte Ausrüstung kann die persönliche Kreativität nicht ersetzen. So versuche ich mit kleinem Equipment ausdrucksstarke Fotos zu realisieren. Dabei bin ich auf keinen Bereich in der Fotografie fixiert, denn ich liebe die fotografische Herausforderung. Den Bereich der Bildbearbeitung betreibe ich "Learning by Doing". Umso mehr freue ich mich über jede geglückte Bearbeitung. Ich mache aus ihr keine Philosophie sondern betrachte sie als Teil der Möglichkeiten. Fotografie ist meine Leidenschaft und dies soll in meinen Bildern sichtbar werden.

4 Kommentare

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  • Auch diese Fotoserie ist wieder klasse. Gefällt mir ausgesprochen gut. Gutes Konzept, gute Umsetzung.
    Leider sind nur beim ersten Foto die Metainfos zur Aufnahme enthalten. Es wäre toll, wenn Du die Metainformationen drin lassen könntest, dann haben die Leser hier mehr Infos. Ich persönlich lese gerne, welche Blende, Zeit, ISO und Brennweite Du verwendet hast. Nur als Tipp…

    • Die Metadaten habe ich gar nicht bewusst rausgenommen. Wahrscheinlich sind diese im Rahmen der Bearbeitung verloren gegangen. Jetzt muss ich mal eruieren, an welcher Stelle des Workflows das passiert ist, denn Du hast völlig Recht, auch mich interessieren bei einem Bild die Daten.

  • Ich bin immer wieder begeistert von Deinen Ideen, Thomas! Toll!
    Mich sprechen vor allen die s/w-Fotos sehr an. Aber auch die beiden Collagen finde ich toll. Ich glaube, bei der ersten sind die Bilder mehr aussagekräftig genug, so dass die Beschriftung schon fast zu viel ist. Mir persönlich würden sie ohne Beschriftung noch besser gefallen, weil man dann länger hängen bleibt und sich den Sinn tatsächlich über die Bildinhalte “erarbeiten” muss.
    Ich warte schon gespannt auf Deine nächste Idee :-)

    LG
    Britta

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