Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Capture One 12 Bildbearbeitung – Neue Funktionen und schneller

Artikel ursprünglich verfasst am 30. November 2018

Das neue Capture One 12 wurde gerade veröffentlicht. Die neue Version 12 kann mehr, bietet neue Funktionen und ist laut Hersteller Phase ONE schneller geworden. Hier die Details der Lightroom-Alternative:

Capture One 12 Benutzeroberfläche

Zwei Monitore werden natürlich in Capture One Pro 12 unterstützt

Video Capture One 12

In diesem englischsprachigen Tutorial können Sie die Neuerungen in einer Übersicht anschauen:

Capture One 12 Bildbearbeitungssoftware / RAW Converter

Tatsächlich erleben Fotografen eine sehr aufregende Zeit, in der sich Capture One mit Adobe und Co ein Wettrennen liefert. Fast jeden Tag kann man über neue kleinere Updates stolpern. Gerade noch hat zum Beispiel On1 Photo RAW 2019 eine neue Version herausgebracht, welche mit Ebenentechnik sehr mächtig ist.

Nun kommt Capture One mit innovativen neuen Funktionen und bietet vor allem auch Fujifilm Besitzern die Filmsimulationen, die seit der Photokina 2018 noch fehlten. Dabei ist COne 12 vollständig übersetzt und kann ganz auf Deutsch genutzt werden. Bei der Software handelt es sich um eine der besten Möglichkeiten seine Bilder zu entwickeln / bearbeiten.

Hier eine Übersicht der Bildbearbeitungssoftware, die als Alternative zu Adobe erstaunliches leistet:

Video Bedienung

Auch dieses Video ist englischsprachig:

wie schon

Capture One 12 bietet in der neuen Version einige sehr interessante Erweiterungen für die Bearbeitung Ihrer Bilder. Der Hersteller Phase One der Bildbearbeitungssoftware / Bildverwaltungssoftware hat zunächst die Bearbeitungsoberfläche überarbeitet. Wer möchte, der kann die Bearbeitungsoberfläche sogar auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Einige Icons und Werkzeugsymbole sehen jetzt anders aus. Insgesamt wurde die Benutzerfreundlichkeit auch durch kleinere Anpassungen in Abständen und Schriftgrößen erreicht.

Maskierung

Ebenfalls überarbeitet wurde die Maskierung. Es sind gleich drei neue Maskierungswerkzeuge hinzu gekommen:

  • Eine lineare Graduierungsmaske lässt zum Beispiel den Himmel abdunkeln.
  • Von Adobe abgeschaut hat man sich die radiale Maskierung mit Graduierung.
  • Innovativer dagegen ist die Maskierung mithilfe von Luma. Gemeint ist eine Helligkeitsmaskierung / Luminanzmaskierung, die besonders in den Lichtern und Tiefen hilft Fotos anzupassen. Im Luminanzbereich kann fast jedes Bildbearbeitungswerkzeug zur Anwendung kommen. Die Maskierungen lassen sich nicht nur auf andere Fotografien übertragen, sondern auch jederzeit nachträglich ändern.

Video Maskierung in Version 12

Workflow

Wichtig für den Arbeitsablauf / Workflow sind immer wieder die Abkürzungen einer Bildbearbeitungssoftware. In Capture One zwölf lässt sich jetzt nach den entsprechenden Menüs suchen, den man einen Shortcut / eine Funktionstaste zuweisen möchte.

Fujifilm Filmsimulation

Wer eine Fujifilm Kamera besitzt, liebt die Fujifilm Filmsimulationen. Diese lassen sich in der Kamera bereits dem JPG-Bild hinzufügen, welches einen besonderen Filmtyp simuliert (Velvia, Provia, Schwarzweiß, Acros, Calssic Chrome,…). Wer seinem RAW-Foto nachträglich eine solche Filmsimulation zuweisen möchte, der kann dies jetzt in COne 12 auswählen.

Plugin

Auch Phase One geht jetzt den Weg, seine Bildbearbeitungssoftware mithilfe von Plugins zu erweitern. Es lässt sich erwarten, dass in Zukunft noch mehr verschiedene intelligente Erweiterungen für Capture One verfügbar sein werden.

Erweiterte Kameraunterstützung

Hinzugekommen ist die Unterstützung von RAW-Bildern aus den folgenden neuen Kameras:

  • Nikon Z7 / Z6
  • Fujifilm GFX 50R
  • Canon EOS R
  • Canon EOS M50

Die Liste aller bisher unterstützter Kameramodelle finden Sie hier >>

Preise von Capture One 12

Wer die Bildbearbeitungssoftware noch nicht kennt, der kann sie 30 Tage lang kostenlos testen. Der riesige Vorteil der Bildbearbeitungssoftware Capture One Pro 12 im Vergleich zu Adobe Lightroom / Photoshop ist die Möglichkeit die Software einmalig zu lizenzieren, ohne einem Mietmodell beitreten zu müssen. Diese unbefristete Lizenz für Capture One Pro 12 kostet Euro 349,-. Alternativ kann die Fotografin / der Fotograf auch die Pro Version für Euro 19,- im Monat mieten.

Upgrade – das Upgrade auf die neue Version kostet Euro 159,-.

Die Capture One Version für Fujifilm beziehungsweise Sony unterstützt ausschließlich diese entsprechenden Kamera-Marken und sind für Euro 249,- erhältlich. Auch diese, auf die Marken eingeschränkten Versionen, lassen sich für Euro 16,- im Monat mieten.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Capture One 12 Bildbearbeitung – Neue Funktionen und schneller

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

4 Kommentare

  1. Leider gibt es hin und wieder Probleme mit dem Update auf 12.1. Auf manchen Windows-Systeme startet es sich gar nicht mehr und nur eine komplette De- und dann Neuinstallation hilft :-(

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  2. Momentan befinde ich mich dabei, mir eine Bearbeitungssoftware anzuschaffen, stecke also in der Entscheidungsphase. Auf eigene Erfahrung mit solchen Programmen kann ich mich nicht stützen, von daher bleibt erstmal nur der Weg durch Tests, Berichte aus 1. Hand, und solche Info-Beiträge.

    Wenn ich nun nicht gerne ein Abo möchte, und auch die Cloud basierten Varianten nicht mag,
    wäre für mich als Fuji – Nutzer diese Capture One Version für Fujifilm für 249,- sinnvoller, als z.B. eine markenunabhängige Vollversion? Die Info darüber, was die Fuji-Version kann, bzw. nicht kann, wäre ggf hilfreich. Was ist z.B. mit Verwendung von Fremdobjektiven?
    Bei Lightroom 6 (letzte Version ohne CC) ist wohl eine Lizenz/Anmeldung bei Adobe nötig, richtig?
    Ist das bei Capture One 12 ähnlich? Im Gegensatz zur 249,- Variante von Capture liegt das „alte“ Lightroom 6 übrigens bei nur knapp der Hälfte des Preises. Was lohnt sich, was macht man?

    Über paar fundierte Statements freue ich mich sehr, danke!

    Herzlich grüßend, Dirk

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    • Hallo Dirk,

      das ist eine ganz schwierige Frage und hängt letztlich auch davon ab, mit welchen Kameras Du konkret fotografierst. Die Kaufversion Lightroom 6 unterstützt nach meinem Wissen nur noch die X-T2, nicht aber die X-T3. Alles hängt auch davon ab, mit wie vielen Fotos Du arbeitest. Und wie groß Dein in Anspruch ist. Dass Lightroom schlecht für Fujifilm Fotos sei, liegt vor allem auch daran, dass die Menschen bis zu 300 % in ein Foto Hineinzoomen und dann Würmer beim Überschärfen sehen. Das ist so, als würdest Du Deinem Modell, welches Du porträtiert ist, in die Nase fotografieren. Das macht man auch nicht. Wenn Du in Lightroom die Schärfung auf zehn Einheiten zurück nimmst, und dann zum Beispiel in Photoshop nachschärfst, dann erhältst Du wunderbare Ergebnisse (im Abo ist ja Photoshop mit dabei).

      Wenn Du die besten Ergebnisse wünscht und eben auch zu den Menschen gehörst, die stark hineinzoomen, dann ist Capture One sicher die bessere Lösung. Beide Programme unterscheiden sich tatsächlich auch stark, was zum Beispiel die Bildverwaltung angeht. Aber ich glaube zu beiden Softwarepaketen gibt es die Möglichkeit sie zu testen. Das wird Dir wahrscheinlich am besten gelegen kommen. Hier bei *fotowissen habe ich auch einen Artikel über die Lightroom Alternativen geschrieben, die es sonst noch gibt.

      Herzlich, Peter

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  3. Versuch macht klug, Testversionen nutzen werde ich in jedem Fall, das ist sicherlich der beste Weg. Fotos aufwendig verändern möchte ich nicht. Und in Nasen rein knipsen, das mache ich auch nicht ;-) Z.Zt. nutze ich die X-T2. Mein Anspruch liegt im Bereich von „Veredelung“, und natürlich überhaupt erstmal Erfahrung sammeln mit dieser Thematik. Danke jedenfalls für die Orientierung!
    Beste Grüße, Dirk

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