Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Canyoning Fotografieren

Artikel ursprünglich verfasst am 14. März 2018

Canyoning auf Fotos festhalten: Die besten Tipps

Naturliebhabern, die sich gerne auch an Extreme heranwagen, steht eine breite Anzahl spannender Möglichkeiten zur Verfügung. Von Wildwasser-Rafting über Bergsteigen bis hin zu Klettertouren bieten sich dem Menschen ausreichend Gelegenheiten, sich mit der Natur zu messen. Auch Canyoning gehört hierzu. Eine gut geplante Tour führt den Teilnehmer durch Schluchten, in denen es mehr als nur eine Herausforderung zu meistern gilt. Wer hier fotografieren will, muss gut vorbereitet sein.

Welche Kamera hält Canyoning aus?

Ambitionierte Fotografen wollen sich das Festhalten ihrer Canyoning-Erlebnisse sicherlich nicht nehmen lassen. Dennoch werden immer wieder Stimmen laut, die die Mitnahme einer Kamera als sinnlos oder gar störend bezeichnen und davon abraten. In Wirklichkeit jedoch ist es durchaus möglich, während einer Canyoning-Tour faszinierende Momente einzufangen, die sowohl den Menschen als auch die Natur zeigen. Ohne einen Guide geht beim Canonying allerdings nichts. Die Naturgewalten nämlich können durchaus riskante Auswirkungen haben, derer sich Laien kaum bewusst sind. Auch mydays.de empfiehlt daher die Begleitung durch einen Guide.

Fotografieren Canyoning

Viel Wasser muss eine Kamera beim Canyoning aushalten. (Quelle: PaulaUsano (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Aber zurück zur Frage nach der richtigen Kamera. Grundsätzlich gibt es hier mehrere Möglichkeiten. Als einfach und unkompliziert gilt es, kurzerhand eine wasserdichte Kompaktkamera mitzunehmen, da diese im Spritzwasser und beim Schwimmen keinen Schaden nimmt. An dieser Stelle sei jedoch gesagt, dass nicht jede Kompaktkamera den Ansprüchen eines Fotografen gerecht wird. In der Dunkelheit eines Canyons mit hereinfallenden Schlaglichtern sind die Lichtverhältnisse nicht immer einfach und es kann bei der Auswahl einer ungeeigneten Kamera zu Bildrauschen oder Unschärfe kommen. Wer sich etwas detaillierter mit der Qualität wasserdichter Kompaktkameras beschäftigen will, findet bei computerbild.de einen Test.

Die zweite Möglichkeit ist die Mitnahme der eigenen Lieblingskamera, auch wenn diese nicht wasserdicht ist. Das geht selbstverständlich nur dann, wenn das jeweilige Modell mit einem wasserdichten Gehäuse kombiniert wird. Die Anschaffungskosten liegen hier nicht gerade auf niedrigem Niveau, wer allerdings häufiger besondere Naturszenarien fotografieren will, sollte hierüber durchaus nachdenken. Ist die Kamera dann in das wasserdichte Case eingefasst, kann sie wie gewohnt genutzt werden.

Die letzte Option ist zeitgleich auch die komplizierteste. So können Fotografen ihre Kamera auch in einem sogenannten Peli-Case mitnehmen. Hierbei handelt es sich um einen Koffer, der vollkommen wasserdicht und stoßfest ist, sein Inneres also bestmöglich schützt. Wer sich allerdings mit den Anforderungen während eines Canyoning-Ausfluges auskennt, wird erkennen: Einen Koffer mitzunehmen, kann den ganzen Spaß verderben. Waghalsige Sprünge, das Abseilen an Wasserfällen oder auch Schwimmen bringen dann nämlich einen riesigen organisatorischen Aufwand mit sich.

Auch den Komfort nicht vergessen

 Mit den negativen Seiten eines Peli Cases sind Fotografen längst schon beim Komfort-Aspekt angelangt. Zu den wichtigsten Punkten, die über den Fun-Faktor beim Canyoning entscheiden, gehört nämlich die Bewegungsfreiheit. Teilnehmer werden hier mit spezieller Ausrüstung ausgestattet, die sie an schwierigen Stellen beim Abseilen oder Klettern unterstützt, müssen sich jedoch in körperlicher Hinsicht immer wieder neu beweisen.

Fotografieren Canyoning Komfort

Bewegungsfreiheit macht einen schönen Canyoning-Ausflug erst möglich. (Quelle: codex14880 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Eine zu große Kamera kann hier genau wie ein Peli Case zum Störfaktor werden. Sie nämlich kann und sollte nicht die gesamte Zeit über in der Hand gehalten werden. Komfortabler ist es, die Kamera an einem sicheren Gurt um den Hals zu tragen. An turbulenten Stellen allerdings ist es dann gut möglich, dass das Gehäuse früher oder später gegen eine Steinwand schlägt und Schaden nimmt. Ganz zu schweigen von der Verletzungsgefahr, wenn der Kameragurt an einer unwegsamen Stelle hängen bleibt. Auch hier müssen Fotografen also stets mit besonderer Vorsicht agieren. Wer das nicht will, lässt die große Kamera trotz besserer Bildqualität am besten zuhause.

Bleibt also noch die wasserdichte Kompaktkamera. Das Wort „kompakt“ errät bereits, dass es sich um kleine Modelle handelt, die im Vergleich zu anderen Kameras sehr viel handlicher sind. Flache Kompaktkameras können sogar unter den Neoprenanzug geschoben werden und baumeln dann nicht lose herum. Aus diesem Grund lohnt es sich tatsächlich, in eine gute Kompaktkamera zu investieren, die auch schwierigen Lichtverhältnissen standhalten kann. In einschlägigen Canyoning-Foren gibt es hier immer wieder konkrete Empfehlungen inklusive echter Beispiel-Aufnahmen.

Ideen für Motive und Perspektiven

In einer wasserreichen Schlucht zu fotografieren, ist etwas ganz anderes als das Aufnehmen der Winteridylle im Harz. Vor allen Nässe kann so manchem Fotografen während des Ausfluges das Leben schwer machen, denn es legt sich nicht nur auf das Kameragehäuse, sondern auch auf die Linse. Damit die Bildqualität beim Canyoning nicht unnötig leidet, sollten Fotografen daher stets ein fusselfreies Tuch bereithalten, um die Linse zwischendurch von Wassertropfen befreien zu können. Trocken bleibt das Tuch in einem wasserdichten Kunststoff-Beutel.

Fotografieren Canyoning Perspektive

Beim Canyoning bieten sich viele spannende Perspektiven. (Quelle: aday (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Was die Motive beim Canyoning betrifft, ist das Spiel mit Perspektiven ein großer Spaß. Hier kann sowohl vom Grund der Schlucht nach oben als auch umgekehrt fotografiert werden. Zeitgleich bieten sich mit Wasserfällen und kleinen Stromschnellen gute Motive, bei denen Fotografen auch einzelne Wassertropfen einfangen können. Wer die Möglichkeit hat, hinter einen Wasserfall zu gehen, sollte das unbedingt tun und ein wenig mit dem Fokus spielen. Die Unterschiede in der Tiefenschärfe nämlich können je nach Situation erheblich sein und nur ein Motiv auf mehrere Weisen spannend machen.

Ein weiterer Punkt, der beim Canyoning gerne festgehalten werden darf, ist Bewegung. Teilnehmer der Tour im Sprung zu fotografieren, ist dabei das wohl interessanteste Motiv, denn hier lässt sich die Tiefe des Canyons mit der Rasanz des Sprungs verbinden. Erneut kommt es dabei jedoch auf eine gute Kamera an, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Autor: Andreas S.

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