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Canon ist wieder da – Meinung

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Canon ist wieder da. Seit 2018 baut Canon wieder erstklassige Kameras und Objektive, endlich ohne Spiegel. Mit diese Canon-Kritik möchte ich hinter einige Vorhänge schauen. Die Kritik an Canon Pro und Contra ist meine Meinung:

Warum Canon wieder auf Überholspur ist.

Die Spiegelreflex ist Geschichte

Der Titel des Beitrags sollte erst heißen: “Kritik an Canon 2021”. Das hätten viele LeserInnen mit negativer Kritik assoziiert, was aber nie meine Intention sein sollte. Kritik kann durchaus auch positiv sein, konstruktiv sein. Und genau das möchte ich vermitteln, Konstruktivität.

Ab und an verirren sich Leser aus den Lagern Nikon, Leica, Canon und Sony auf *fotowissen, lesen eine ehrliche Kritik an einer der Kameras ihrer Marke und denken, ich sei ein Fujifilm Fan, der andere Marken nicht mag. Das stimmt nicht. Ich finde zunächst alles gut, was eine gute Bildqualität abliefert, gut in der Hand liegt und Spaß bereitet. Wenn es wie eine Fujifilm X-T4 dann auch noch hübsch ist, laufe ich zur Höchstform auf. Allerdings bin ich über Jahrzehnte, bis 2014 mit Canon unterwegs gewesen, hatte damit viele Aufträge und künstlerische Arbeiten gut im Auge.

Dann kam der Zeitpunkt 2014 und mir war nicht klar, warum weder Nikon noch Canon die Vorteile der spiegellosen Systemkameras erkannten. Offenbar war es Fujifilm und Sony klar, dass die Zukunft spiegellos sein würde. Mit meinem Beitrag über die Vorteile spiegelloser Kameras, war ich einer der ersten Journalisten im deutschsprachigen Raum, der seine Meinung klar für die neue Technik ausdrückte:

CaNikon wachen 2018 langsam auf

Offensichtlich war CaNikon aber der Erfolg von Sony und Fujifilm nicht entgangen und so müssen beide Unternehmen in der Zeit zwischen 2014 und 2016 wohl in die Entwicklung, weg von Spiegelreflex (engl. SLR), zur Spiegellosen gestartet sein. Der Entwicklung einer Canon R oder Nikon Z6, war sicherlich eine Zeit von 2-4 Jahren vorausgegangen, in der sich die Ingenieure über grundlegende Dinge wie Sensorgröße, Bajonett, Qualität der Objektive für zukünftige Auflösungen klar wurden. Mit den ersten beiden Kameras von Sony und Fujifilm, Panasonic und anderen spiegellosen Herstellern war klar, dass die Spiegelreflex aller Hersteller, auch von CaNikon, aussterben würde. Dennoch behaupteten beide Unternehmen zunächst, die SLR sei die beste Lösung und man halte daran fest. Für die informierten Fotografen war es eine Frage der Zeit, bis sich diese Aussage als falsch herausstellen musste.

Inzwischen ist klar, dass beide Hersteller auf die spiegellose Technik setzen und die SLR schlafen legen. Es wird in Zukunft nur noch über den Gebrauchtmarkt möglich sein, EF-Objektive zu erhalten. Und die Preise für die Spiegelreflexkameras und deren Objektive sind im Gebrauchtmarkt bereits stark gefallen. Ein Indiz, dass auch der Verbraucher die Vorteile der Spiegellosen zu schätzen weiß.

Canon auf der Überholspur

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Der Canon EOS R5 Sensor ist im ausgeschalteten Kamerazustand durch den Verschluss geschützt.

Seit dem Erscheinen der ersten R und Z6/Z7 sind inzwischen drei Jahre vergangen und es sind professionelle Kameras wie die Canon EOS R6 (20 Megapixel), EOS R5 (45 Megapixel), Nikon Z6 II (24 Megapixel) und Z7 II (45 Megapixel) auf dem Markt erwerblich. Canon hat sein natives RF-Objektivsortiment stark vorangetrieben und produziert seit Monaten auf Hochtouren die EOS R3 für die professionellen Fotografen, die Sport, Reportage oder Wildlife belichten. Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass der Marktführer seinen Weg endlich gefunden hat.

Ich habe bereits 2020 im Kamera Test der EOS R5 mit dem RF 70-200mm F/2.8 L IS USM die herausragenden Eigenschaften und Innovativität der Spiegellosen und der Objektivqualität gelobt. Genauso habe ich die alten EF-Objektive an der spiegellosen mit Adapter getestet und die Funktionalität attestiert.

In 2021 ist klar, dass Canon und Sony die Marktführer sind und Canon wieder auf der Überholspur fährt. Wie hat Canon das geschafft? Zum einen hat sich Canon entschieden, weiterhin eigene Sensoren zu bauen, um sich nicht von Sony als Sensorhersteller betören zu lassen. Nikon macht gerade die Sensorproduktion zu schaffen, denn sie können viele Kameras nicht liefern. Hier zeigt sich, dass Canon eine richtige Entscheidung traf. Auch die Bildqualität der R5 beweist die Qualität der Canon-Sensoren auf höchstem Niveau.

Canon entschied sich für die Entwicklung und Produktion hochauflösender RF-Objektive, die allerdings auf hohem Preisniveau liegen. Immerhin können Fotografen noch viele der alten EF-Linsen mit einem der drei Adapter von Canon betreiben. Das macht immer dann Sinn, wenn ein neues RF-Objektiv kein Brot- und Butter-Objektiv ist. In anderen Worten sind Fotografen mit dem R-System gut beraten die meistgenutzte Linse (oft ein RF24-105mm) zu erwerben und weitere RF-Objektive nach und nach hinzuzukaufen.

Canon lernt dazu und macht neue Fehler

Canon hat auch gelernt. Ein gefühltes Jahrzehnt lang hatte Canon die Belichtungskorrektur in mit manuellen Belichtungseinstellungen (“M”) und Auto-ISO verweigert. Zuletzt gab es nur 4 Spiegelreflexkameras, die in “M” eine Belichtungskorrektur erlaubten. Bei Nikon war diese Funktion selbstverständlich. Allerdings ist Canon bei der R5 und R6 ein anderer Fehler passiert. Denn es ist nicht möglich die Prüfung der Schärfentiefe dem Auslöser zuzuordnen. Das wäre ein Klacks mit einem Firmwareupgrade.

Das Schlimmste daran ist nicht, dass der Fehler noch immer existiert, sondern dass Canon sich kein Vorbild an Fujifilm nimmt. Fujifilm hört auf Vorschläge seiner Kunden und setzt sie um. Noch dazu sind bei Fuji Firmware-Updates und Firmware-Upgrades selbstverständlich, die Funktionen hinzufügen.

Noch dazu sind die frei belegbaren Steuerungsringe an den RF-Objektiven mal weit vorne, mal in der Nähe des Bajonetts untergebraucht. Jedenfalls sind die Steuerungsringe nicht einheitlich und immer wieder müssen Canon R-Fotografen danach suchen. Offenbar möchte Canon auch nicht, dass Fotografen mit Streulichtblenden bessere Fotos schießen, denn die fehlen bei Objektiven, die am Objektiv kein “L” aufweisen, im Lieferumfang. Ein weiterer Fehler sind die fehlenden Winkelsucher-Adapter oder unbeweglichen Sucher der Kameras.

Es wäre so einfach aus Fehlern zu lernen, warum schafft Canon es in vielen Fällen nicht? Warum hört Canon nicht auf die Kunden?

Ein großer Fehler sind auch die zu hohen Preise in Sachen R-Kameras (was die R5 / R6 angeht) und L-Objektiven. Die Preise der Objektive sind vergleichbar mit den Fujifilm GFX-Objektiven, die aber für das 100 Megapixel-Mittelformat gerechnet sind, und in Sachen Qualität außer Konkurrenz laufen.

Canon Pro und Contra

Was spricht für Canon und was für andere Kameramarken? Nicht jede Canon-Kamera ist für jeden Fotografen ideal. Da sind die Handlichkeit, Bedienbarkeit einer Kamera (die durchaus pro Canon spricht, z. B. Daumenwahlrad). Neben der Technik, sind auch der Preis, das Design oder das Gewicht der Ausrüstung ist für manchen Fotografen ein Entscheidungsgrund.

Außer Nikon hatte in der Vergangenheit kein anderer Kamerahersteller wie Canon ein so interessantes Objektivsortiment. Nicht nur die langen Telebrennweiten, die Weitwinkelobjektive, auch die Spezialobjektive, wie die Tilt-Shift-Objektive oder das Mikro-Objektiv, machten Canon zur ersten Wahl. Mit dem steigenden Angebot der RF-Objektive können wir eine Tendenz in die gleiche spiegellose Richtung erahnen. Auch das spricht für Canon.

Contra Canon sprechen derzeit die hohen Preise der R-Kameras und RF-Objektive. Leider spricht auch die weitere Unbeweglichkeit in Sachen Firmwarupdates contra Canon.

In jedem Fall ist Canon in meinen Augen gemeinsam mit Fujifilm und Sony eines der zukunftsfähigen Unternehmen in Sachen Fotografie.

Die Canon Zukunft

Bleibt ein aus meiner Erinnerung hervorragender Canon-Service in Willich bei Krefeld und der starke Wille von Canon in Zukunft den Markt zu führen. Es bleiben hervorragende neue DSLMs und Objektive. So lange Sony an seiner inneren Haltung und dem Service nicht arbeitet, wird Canon hoffentlich Marktführer bleiben. Die neuen BSI-Sensoren mit Stacking machen Hoffnung auf viele Innovationen nicht nur bei Canon:

  • Höhere Auflösungen
  • Schnellere Bildfolgen
  • Infrarottauglichkeit
  • Verzicht auf Anti-Aliasingfilter = Höhere Schärfe
  • Höhere Lichtempfindlichkeit

Und so werden auch die jetzigen R-Kameras in ein paar Jahren überholt sein und nicht nur Canon, sondern auch Fujifilm, Sony und andere werden wieder Geld verdienen mit neuer Technik. Bleibt zu hoffen, dass die Hersteller endlich auch in Sachen Software die Kurve kriegen und es leichter machen, die Fotos zu teilen. Die neuen Technologien von DxO PureRAW und Topaz DeNoise AI gegen das Rauschen gehören in die Kameras, genauso wie ein Blendenbracketing und ein Fokus-Stacking mit definierbarem Anfangs- und Endpunkt.

Ich werde in Zukunft wieder häufiger über Canon berichten, denn ich habe auch persönlich eine EOS R5 erworben. Aus Überzeugung. Der Kamera Test der Canon EOS R5 ist überarbeitet und lohnt ein erneutes Lesen:

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Canon ist wieder da – Meinung


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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

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Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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