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Canon EOS 6D Mark II – Einstieg ins Vollformat

Die neue Canon EOS 6D Mark II Digitalkamera ist ein lang ersehntes Update zur Vorgängerversion. Was kann die neue digitale Spiegelreflexkamera im Vollformat bei 26 Megapixeln? Welche Vorteile und Schwächen hat sie? Lohnt sich ein Kauf?

Canon EOS 6D Mark II - Einstieg ins Vollformat

Die neue Canon EOS 6D Mark II

Canon titelt im Newsletter die Kamera mit Eigenlob:

Das Warten hat sich gelohnt: Canon präsentiert die EOS 6D Mark II

Warum  es sich gelohnt hat, das wird schnell klar, wenn man sich die technischen Eckdaten und den Preis anschaut. Für den UVP-Preis von EUR 2.099,- ist die Spiegelreflex zu haben und liefert 26 Megapixel. Das sind mehr Megapixel als bei vergleichbaren Kameras wie der erfolgreichen EOS 80D oder dem Vorgänger, der EOS 6D Mark I.

Video EOS 6D Mark II

Englisches Video mit ersten Eindrücken:

Ein wirklich intensiver Video mit überraschendem Resultat. Norhrup empfiehlt die EOS 80D statt der 6D II. Dank an Mario für den Hinweis:

Im Produktvideo von Canon sieht man auffällig häufig den verbauten drehbaren und schwenkbarem Touchscreen-LCD:

Der Klappmonitor mit Touchscreen

Eine der wichtigsten positiven Neuerungen ist sicher auch den Forderungen von Ihnen als Anwender geschuldet. Schon seit Jahren wünschen sich Fotografen einen klappbaren Monitor für ihre EOS Kameras. Mit dem drehbaren und schwenkbarem Touchscreen-LCD und dem LiveView Modus lassen sich auch Aufnahmen aus der Froschperspektive oder der Über-Kopf-Perspektive schießen.

Für Videos ist dieser Klappmonitor ebenfalls unerlässlich, um die Kamera auf einer anderen Höhe als der Kopfperspektive zu führen. Für die Einführung des Klappmonitors mit Touchfunktion in die Profiklasse der Kameras gebührt dem Hersteller Canon großes Lob.

Ab sofort dürfte die EOS 5D Mark IV wie Blei im Regal liegen

Weniger erfreulich ist die kleine Nebensache, dass die völlig überteuerte EOS 5D Mark IV damit obsolet wird und sich spätestens seit heute als Blei in den Regalen der Fotogeschäfte und des Onlinehandels erweisen wird. Mit nur wenigen Megapixeln mehr, hat die EOS 5D Mark IV mit einem Preis von EUR 4.065,- im Vergleich fast keine Existenzberechtigung mehr, sieht man vom leistungsstärkeren Autofokus ab.

NEU: Der Sensor mit 26 Megapixeln

Für Sie als Fotografen, die von einer APS-C Kamera umsteigen bedeutet der größere Vollformatsensor der EOS 6D Mark II in jedem Falle mehr Dynamikumfang und weniger Rauschen. Außerdem können Sie Weitwinkel nutzen, die vorher undenkbar waren. Trotz der vielen Megapixel ist die Fläche des Sensors größer als im APS-C Format und damit haben Pixel mehr Platz und können größer sein. Das führt zu einem besseren Bildergebnis – in der Theorie. Wir müssen abwarten, welche Fotos dabei herauskommen.

NEU: 5-Achsen-Bildstabilisator

Ziemlich neu für Canon-Fans ist der kamerainterne 5-Achsen-Bildstabilisator ausschließlich für den Videomodus. Natürlich werden Videoaufnahmen aus der Hand stark beruhigt und lassen sich besser ansehen. Weitere hervorragende Features:

  • GPS
  • WLAN mit NFC (Schnellkopplung zum Mobilgerät) und Bluetooth
  • 6,5 Bilder pro Sekunde in Folge
  • Spritzwassergeschützt
  • optionaler neuer Batteriegriff (Kamera ist geringfügig größer als die Mark I)
  • schneller DIGIC 7 -Prozessor (wichtig unter anderem für schnellen AF)
  • 45 Punkt Autofokus
  • 3D-Wasserwaage im Sucher (Landschaften / Architektur)
  • ISO bis 102400

Der 45 Punkt Autofokus nutzt bis Blende F5.6 45 AF-Felder, bis F8 27 Felder. Damit sollte auch mit dunkleren Tele-Objektiven noch ein gutes automatisches Scharfstellen möglich sein.

Was fehlt der EOS 6D Mark II?

Liest man all die technischen Daten und Ankündigungen, könnte man als Spiegelreflex-Fan schnell in einen Kaufrausch geraten. Wichtig ist also herauszufinden, was der Kamera fehlt:

Wichtigster Kritikpunkt der *fotowissen-Redaktion ist der 45 Punkt Autofokus, der wenige AF-Felder auf zu kleinem mittleren Raum zur Verfügung stellt. Damit ist leider kein Staat zu machen, waren diese zu engen Punkte, die nicht annähernd an den Bildrand heran reichen, immer schon einer der größten Mankos der Canon-Kameras.

Canon EOS 6D Mark II - 45 Autofokusfelder zu eng in der Mitte
Canon EOS 6D Mark II – 45 Autofokusfelder zu eng in der Mitte verteilt

Weiterhin fehlt die bei Nikon bereits eingesetzte automatische Backfokus- und Frontfokus-Korrektur für offenblendige Objektive. Hierzu benötigen Sie wieder eine Fokus-Korrektur-Software, wie die von uns vorgestellte.

Auch ein 4K-Videomodus bleibt anderen Canon-Kameras vorbehalten. Ansonsten sind im Videomodus ausschließlich 1.080er Modus bei 60 Bildern pro Sekunde. Verstehen kann das nur der Hersteller, denn 4K ist längst auch in der preiswerteren Konsumer-Klasse angekommen.

Der praktische Joystick auf der Rückseite der Kamera, wie er zum Beispiel an der EOS 5D Mark IV zu finden ist, fehlt.

Nur 1 SD-Kartenslot! Mit nur einem Kartenslot sagt Canon im Grunde: „Die 6D II ist keine professionelle Kamera“. Denn was passiert, wenn eine SD-Karte mal versagt? Das passiert tatsächlich immer wieder! Damit scheidet die neue Kamera für Hochzeiten und wichtige Termine aus.

Canon EOS 6D Mark II Pro und Contra

Vorteile

+ Klappmonitor, schwenkbarer Touchscreen

+ Bildqualität

+ schneller Autofokus

+ 3D Wasserwaage im Sucher

Nachteile

– kein elektronischer Sucher wie bei DSLM

– Autofokus sehr begrenzt in der Auswahl / Fläche
Felder zu zentral

– keine automatische Objektivabstimmung

– 4K Video fehlt

– nur 1 SD-Kartenslot

– fehlender Joystick

– keine Innovationen

– UVP bei weitem zu hoch

Fazit Canon EOS 6D Mark II

Die EOS 6D Mark II ist eine würdige Nachfolgerin der ersten preiswerten Vollformatkamera mit Namen 6D. Canon hat viele Neuerungen verbaut, von denen der berührungssensitive Klappmonitor das wichtigste und überzeugendste Feature neben dem 26 Megapixel-Sensor ist.

Will man überhaupt Kritik üben, dann liegen die AF-Felder wieder mal zu eng beieinander und reichen beileibe nicht über das gesamte Bild. Damit scheidet die Kamera als Sportkamera aus, vergleicht man sie mit einer Nikon D500. Nun ist die EOS 6D II aber auch nicht als Sportkamera konzipiert, sondern als Allroundkamera für Landschaften, Natur, Portrait, Akt, Architektur, Familie, Hochzeiten und einige Genre mehr.

Die gewohnt solide Verarbeitung, der gute Herstellername und die große Objektivauswahl, sowie weiteres Zubehör auch von Drittanbietern macht die Spiegelreflex zu einer soliden Wahl.

Für wen eignet sich die 6D II?

Wenn Sie bislang im APS-C Format fotografierten, dann kann Ihnen diese Kamera relativ preiswert den Einstieg ins Vollformat gewähren. Bedenken Sie bitte, dass die S-Objektive nicht auf diese Kamera passen und Sie hochwertige Vollformatobjektive von Canon, Tamron, Samyang oder Sigma (oder andere Hersteller) nutzen müssen. Trotzdem ist dies ein guter Einstieg ins Vollformat.

Schwieriger ist die Entscheidung, ob Sie als Besitzer der Vorgängerkamera updaten sollten. Wenn Sie Ihre bisherige Mark I als Backupkamera oder zweite Kamera bei Reportagen einsetzen, dann kann der Kauf sehr eindeutige sein. Möchten Sie allerdings umsteigen, dann müssen Sie überlegen, ob der Klappmonitor, der Bildstabi für Video und der Autofokus einen Umstieg lohnen.

Sicher ist, die neue EOS 6D Mark II Spiegelreflexkamera hat das Zeug zu einem Verkaufsschlager. Die Kamera wird Ende Juli auch im Kit mit einem EF 24-105 1:3,5-5,6 IS STM zu einem überschaubaren Preis von EUR 2.499,- erhältlich sein.

UVP Preis Body: EUR 2.099,-, Strassenpreis Juni 2019 EUR 1.499,-

Kamera Body bei Calumet >>

Kamera mit EF 24-105 bei Calumet >>

Bilder: Canon

In eigener Sache: Fotokurs Canon 5D / 6D

Fototrainer Peter Roskothen ist Fotograf und Fotojournalist
Fototrainer Peter Roskothen ist Fotograf und Fotojournalist

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Fotokurs Canon EOS 5D und EOS 6D

Dies ist eine Serie von Beiträgen - Canon EOS 6d Mark II - Lesen Sie die ganze Serie:

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Canon EOS 6D Mark II – Einstieg ins Vollformat

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Geschrieben von:

Spiegelreflexkamera Für Einsteiger – Empfehlung

Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

8 Kommentare

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  • Hi Peter,

    wer wird auf dieses Modell umsteigen? Ich! Nach einigen Monaten mit der 6D Mark I muss ich sagen: Eine tolle Kamera für den Einstieg in Vollformat. Was vermisse ich, nachdem ich mit der 700D und 70D im APS-C Umfeld sehr intensiv fotografiert habe: Ganz klar das Klappdisplay! Wenn man es immer schon hatte, dann ist es bei der Mark I ein echtes Manko und ich habe häufig geflucht, weil ich es nicht hatte und so daran gewöhnt bin. Die Touchfunktionalität ist ganz nett, aber nicht ausschlaggebend in meinen Augen, erreicht man doch jedes Feld auch problemlos über das Menü.
    Und so ganz unter uns: Die Videofunktion habe ich bei jeder meiner Kameras genau einmal ausprobiert … nicht mein Ding, gerade aufgrund der fehlenden STM-Objektive. Was helfen mir die schönsten Videobilder, wenn ich andauernd den AF-Motor höre. Grausig!
    Ich gebe zu, ein paar mehr AF-Felder stehen der Mark II sehr gut. Sind die 11 AF-Felder der Mark I doch sehr … nun ja, sehr wenig. Natürlich kann man damit auch fotografieren, aber da darf es gerne ein wenig mehr sein.
    Ich freu mich auf jeden Fall schon auf meine neue Kamera, wobei ich sicherlich noch einige Zeit meine 6D Mark I strapazieren werde.
    Positiv fällt mir übrigens der Preis auf. Nicht supergünstig, aber auch nicht so überzogen teuer wie bei der 5D Mark IV. Mal schauen, wo sie sich in ein paar Monaten einpendeln wird. So unterm Weihnachtsbaum würde sie sich sicherlich gut machen :-)

    LG
    Britta

  • Guten Tag Herr Roskothen,

    Besten Dank für Ihren ersten Eindruck von der neu vorgestellten Canon EOS 6D Mark II. Allerdings finde ich Ihre Aussage, dass nun die Canon EOS 5D Mark IV wie Blei in den Regalen liegen bleibt gewagt und ein wenig reisserisch…
    Zur 5D Mark IV gibt es immer noch deutliche Unterschiede wie höhere Auflösung, höhere Lichtempfindlickeit (ISO), höhere Verschlusszeit (1/8000 statt 1/4000), besseres Sucherbild sowie zweiter Speicherkartenslot. Ich denke die beiden Kameras sind immer noch für zwei verschiedene Zielgruppen gedacht. Die 6D für den Einsteiger ins Vollformat, die 5D für den Halb-Profi oder Profi.
    Ich selbst bin ein Umsteiger von einer Canon EOS 80D (APS-C Kamera) und wäre die 6D Mark II zum Zeitpunkt des Kaufs meiner 5D Mark IV bereits erhältlich gewesen, hätte ich sie wahrscheinlich gekauft, denn die erste 6D war da lange technisch überholt und nicht empfohlen. Ich gebe Ihnen allerdings recht, dass die 5D Mark IV völlig überteuert ist und ich mich eventuell in den Hintern beisse, dass ich nicht noch ein halbes Jahr auf den Release der 6D Mark II gewartet habe.
    Allerdings denke ich, dass die 5D Mark IV immer noch die bessere Kamera ist, trotz des fehlenden Klappdisplays und dem älteren Bildprozessor. Die 5D wird sicherlich weiter gekauft und bleibt nicht in den Regalen liegen, denn der Profi braucht zwingend einen zweiten Speicherkartenslot um gegen einen Fail der Speicherkarte gewappnet zu sein.. Ein weiteres Video hierzu: https://youtu.be/XXzCzE0Ahzw

    • Guten Tag Mario,

      danke für Ihren Kommentar.

      Ich habe nicht gesagt, dass die 5D IV eine schlechte Kamera ist. Ich kenne selbst die Unterschiede, aber diese rechtfertigen nicht den doppelten Preis. Wie Sie in Ihrem Kommentar selbst sagen, würden Sie nicht den Preis für die IV bezahlen, sondern auf die kleinen Unterschiede zu Gunsten des Preises verzichten und sich eine 6D II kaufen. Das bestätigt doch die „reisserische“ Aussage. Die 5D IV ist seit gestern Blei. Versuchen Sie mal die Ihre gebraucht zu verkaufen, jetzt da die 6D Mark II Ende Juli kommt.

      • Guten Tag Herr Roskothen

        Ich habe auch nicht behauptet, dass Sie gesagt hätten, dass die 5D IV eine schlechte Kamera sei. Wie kommen Sie aufgrund meines Posts darauf? Mir ging es lediglich um Ihre Aussage, dass die 5D IV jetzt Blei ist und keine Daseinsberechtigung mehr hat da obsolet…
        Canon wird wohl nicht umhin kommen, den Preis der 5D IV zu senken und dann verliere ich erst recht Geld, falls ich sie gegen eine 6D II eintauschen würde. Dies werde ich auch nicht tun, denn ich bin von der 5D IV weiterhin überzeugt und sehr zufrieden damit…

  • Lieber Mario,

    alles gut. Die 5D IV ist absolut eine gute Kamera, da stimme ich Ihnen gerne zu. Sie haben auch Recht die SLR zu behalten. Abgeben ginge vermutlich auch gar nicht ohne erhebliche Verluste. Die Kamera macht super Bilder. Und ich bin Ihnen sehr dankbar für den netten Kommentar!

    Vermutlich geht unsere Diskussion ein bisschen aneinander vorbei. Natürlich hat Canon sehr lange gewartet mit der 6D II, denn sie wollten die 5D IV noch verkaufen können. Auch der neue Sensor der 6D II ist dieser Tatsache geschuldet. Mit 30 MP hätte man eine anonyme 5D IV Nachfolgerin produziert. Auch deshalb, also aus politischen Gründen, hat man 4K raus gelassen, was irgendwie lächerlich ist, denn das kann ja mittlerweile jede noch so kleine Kamera.

    Die Canon-Modellpolitik ist sicher schwierig. Für den Verbraucher und die Presse ist sie manchmal einfach nur komisch. Fakt ist: die 6D II kommt zum halben Preis und das ist auch wieder Politik, denn Canon möchte vermutlich endlich mal wieder Zahlen machen und eine preiswerte Kamera anbieten. Es gibt zu gute andere Kameras im Vergleich, die Canon den Verkauf einer Viertausend-EURO-Kamera schwer machen (siehe GFX 50S).

    Der Preis von EUR 2.100,- ist korrekt und die 6D II hat das Zeug zum Verkaufsschlager. Das war bei der 5D IV nie der Fall und wird es sicher auch nach Erscheinen der 6D II niemals mehr werden. Insofern ist die 5D IV jetzt obsolet. Nicht für Sie, nicht für Besitzer, sondern zukünftig am Markt. So war das gemeint. Ich hätte es konkreter formulieren müssen, danke für Ihre Hilfe!

    Herzlich,
    Ihr Peter R.

    • Lieber Peter

      Herzlichen Dank für die jeweils prompten Antworten :-)

      Ich denke es war klar, dass Canon mit der 6D II eine Vollformat-Kamera mit im Vergleich abgespeckten Features rausbringen musste, hauptsächlich als Update der Einsteiger 6D erste Generation. Sie haben recht, hätte man die Kamera dem Stand der Technik angepasst, dann hätte man gleich eine 5D Mark V mit Digic7 Prozessor und Klappdisplay rausbringen können…
      Ich stelle mich jedoch immer noch auf den Standpunkt, dass das hier immer noch zwei verschiedene Kamera-Klassen sind (6D = Einsteiger, 5D = Profi) weshalb Canon das gar nicht anders machen konnte. Man könnte jetzt darüber lamentieren, ob 4K Video bereits Einsteiger-Level ist oder nicht und das in die 6D rein gehört hätte.
      Ich bin der Meinung, dass die 5D IV (noch) nicht obsolet ist, aber Canon immer mehr unter Druck gerät erstens den Preis zu senken und zweitens sie schneller zu überarbeiten, also weniger als 5 Jahre warten bis eine fünfte Generation vorgestellt wird…

  • Hallo Herr Roskothen,

    haben Sie jetzt wegen dem Lichtjahr den Artikel deaktiviert? Da wäre doch auch eine kleine Korrektur der Sache gerecht geworden.

    Meiner Meinung nach haben Sie in der Sache schon recht. Wer die 6Dii kauft kennt entweder die Vorzüge der mirrorless Systeme nicht oder mag sich nicht von seinem Canon Glas trennen. Die 5Div war der Zeitpunkt an dem Canon hätte handeln müssen, die Chance wurde vergeben, stattdessen wurde der Preis erhöht um die geringeren Stückzahlen finanziell auszugleichen. Die 5Div hat immer noch einen Tiefpassfilter obwohl die 5DSR bereits keinen mehr hatte. In Anbetracht der Wirkung und unter Berücksichtigung der Auflösung der beiden Modelle ist die Entscheidung technisch fragwürdig, da der Filter Schärfe kostet. Die D810 von Nikon schlägt die 5Div in praktisch jeder Kategorie.

    Jetzt eine typisch Canon kastrierte 6Dii zu bringen mit einem nicht mehr konkurrenzfähigen AF und mässigem Burst füttert zwar den Markt der noch willigen Kannoniere, zeigt aber in der Tat keinerlei Innovation. Und der Abstand wird immer grösser. Die A9 von Sony wischt damit den Boden auf, ja Sony hat noch an mehreren Ecken viel Arbeit vor sich, aber sie sind inzwischen Innovations- und Technologie Führer, was insbesondere verwundert wenn man sich die Patentanmeldungen ansieht. Da schwimmt Canon ganz oben mit. Jahr für Jahr, Sony liegt da entscheidende Plätze zurück. Aber Canon bekommt das nicht in sein System integriert.

    Eventuell sitzt Canon da in der Falle da es vielleicht nicht möglich ist EVF und elektronischen Verschluss konkurrenzfähig in die DSLR zu packen, vielleicht hält Sony da entscheidende Minolta Patente (SLT). Und einen kompletten Umschwung kann Canon nicht riskieren, da sie bereits zu spät dran sind und nicht sicher sein können dass sie dort wieder Marktführer werden. Wer sowieso alles neu braucht ist nicht mehr bei Canon gefangen mit seinem Objektiv Park.

    Ich bin gespannt wie das weiter geht. Stand heute würde ich jedenfalls keine Canon mehr kaufen, wenn DSLR dann Nikon.

    • Hallo Herr Kramer,

      ich war etwas unsicher, ob der Artikel, den Sie ansprechen, zu reißerisch war. Aber schlussendlich habe ich ihn so gemeint. Das mit den Lichtjahren ist sicher richtig, aber wurde ja durch Sie im Kommentar korrigiert. Vielen Dank.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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