Fotografie der Woche

Boule – *fotowissen Bild der Woche

Boule - Foto: Roland Gosebruch

Boccia heißt in Frankreich Boule. Es ist dort eine Art Nationalsport, ein anspruchsvolles Spiel. Jeder spielt es, arm oder reich, jung oder alt – unwichtig.  Ohne die Regeln zu kennen, erkennt man sofort, wie herausfordernd das “Lesen” der Kugeln ist, ein faszinierendes Erlebnis: die Spannung, die Wärme des Südens und Frankreich.

Entstanden ist das Foto im Sept. 1979 in St.Clair an der Cote d´Azur, Ilford HP5, ISO400, s/w Rollfilm, Mamiya645   ( 4,5x6cm ), Mamiya Sekor 2,8/80 mm.

Foto: Roland Gosebruch

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Fotografie der Woche

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9 Kommentare

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    • Vielen Dank, Herr Naas,

      Südfrankreich in den 70-er Jahren war ein Erlebnis. Verbrachte dort mit der Familie über Jahre hinweg unvergessliche Urlaube. Und ja, die “Ente”, die durfte nicht fehlen.
      Danke nochmals und viele Grüße,

      Roland Gosebruch

  • Hallo Herr Gosebruch,

    ein wahrlich tolles Bild der Woche, Glückwunsch!

    Eine Ente, eine sehr französisch anmutende Kappe, ein Schnautzbart, und im Zentrum Boule, also eine komplette französische Story in einem Bild. Die Situation ist klasse engefangen, und ich kann richtig sehen, wie der Herr sich auf das abgelegte System der Kugeln konzentriert.
    Echt der Hammer ist übrigens die klein zu erkennende Kugel im Hintergrund, denn sie hat dort, wo sie liegt, exakt die Größe und Form des Blinkers der Ente, der sich auf der anderen Seite des Fotos findet. So werden die Scheinwerfer dieser automobilen Ikone nicht zum Störfaktor, sondern finden sich als Teil der runden Elemente im Foto wieder.
    Herrlich ist auch der Kontrast der staubigen Hose und den Schuhen zur scheinbar wertvollen, recheckigen Herrenuhr. Das ist sehr stilvoll, und macht einen Teil der Lebensart aus, die mit Boule ihren Höhepunkt findet.
    Die Schärfenverläufe, die die vorderen Kugeln und die Ente leicht verwischen, und den dunklen Hintergrund einfach nur als “geschlossenen Vorhang” in Unschärfe gelten lassen, sind toll gesetzt.

    Ebenfalls die Belichtung gefällt mir ausgesprochen gut, wenn auch aus heutiger Sicht der dunkle Busch hinter dem Herrn als “abgesoffen” bezeichnet würde. Mir macht sowas gar nichts, ganz im Gegenteil! So war und ist nunmal out-of-cam, und in seiner Düsternis und Unschärfe hebt es den Herrn in weiß und das Boule perfekt hervor.

    Vielen Dank für dieses Sehnsuchtsfoto!

    Herzlich,

    Dirk Trampedach

    • Hallo Herr Trampedach,

      ganz herzlichen Dank für Ihren so ausführlichen Kommentar. Manches von dem, was Sie in dem Bild sehen, sah ich – ehrlich gesagt – bei der Aufnahme gar nicht. Aber schön, dass es sich so fügte. Für mich war es vor allem der alte Herr, der tief im Spiel versunken schien und die “Ente” im Hintergrund. Das empfand ich als Südfrankreich “at its best”.
      Als ich dann wieder zuhause in Deutschland Film und Bild entwickelt hatte, war ich überfroh, die gefühlte Stimmung auch ins Bild gebracht zu haben. Da freut sich der Amateur.
      Auch Ihnen weiterhin alles Gute und nochmals Danke,

      Roland Gosebruch

    • Hallo Herr Poffet,

      ganz herzlichen Dank für Ihr feedback – und das vermutlich von einem Franzosen??? Als Frankreich Liebhaber empfand ich bei dem Bild nur eines : “c ´est la France”

      Danke und viele Grüße,

      Roland Gosebruch

  • Da ich erst jetzt etwas Anderes als mein Handy zum betrachten zur Verfügung habe, kurz mein Kommentar:
    Eine schöne, typische Szene des mehr oder weniger vergangenen Frankreich, damals noch öfter zu sehen.
    Ältere Herren, welche zumeist extrem ernsthaft (!) Metallkugeln im Wettbewerb warfen, in der Regel auf einem Platanenumsäumten Platz. Die Ernsthaftigkeit des Aktes hatte bisweilen die Heiligkeit eines Ritus in sich, bisweilen wagte man es kaum, das zu fotografieren. Aus Respekt, um sie nicht dadurch abzulenken – aber auch, weil es ein Standardmotiv war.
    Hier ist die Bildkonstellation fast schon so günstig, wie man sie auch filmisch gestellt kaum besser hinbekommen könnte: Der 2CV, die Platane, der Sandplatz, ein waschechter, authentischer älterer Herr, nicht in Trainigshose, nein, wie damals üblich, in einer Stoffhose (Madame wird wie immer Sonntagabends nach seiner Heimkehr über die vom Kalk verschmutzte Hose schimpfen), das klassische weiße Ripp-Unterhemd, staubige, ausgetretene Schuhe. Hier zwar nicht, aber oft (bei den besonders ernsthaften Boule-Spielern oder gar den noch ernsthafteren Pétanque-Spielern) auch ein kleines Handtuch, mit dem sie sehr sorgfältig die Kugel vor dem Wurf gleichzeitig von Sand befreiten und die Hände trockneten. Stets in der Nähe der zentralen Bar, wo man seinen Rosé oder Roten auf einem Tisch stehen hatte, oft genug mit einer bis zu den Zähnen abgebrannten gelben Gitane oder (bei en weniger harten Typen) einer filterlosen Gaulloise.

    Perfekt den Moment erwischt, wo die Körpersprache äusserste Konzentration bei der Beurteilung der Abstände zur “Maus” oder dem besten Aufschlagpunkt für den folgenden Wurf zeigt.

    Damals war es schwierig, mit einem Film bei diesen Lichtverhältnissen und dem hohen Dynamikumfang – und vor allem: der extrem kurzen Zeit für den entscheidenden (foto-)Schuss die optimale Belichtung zu finden.

    Der zentrale Punkt ist das Gesicht des Spielers – und hier ist kaum noch Zeichnung auszumachen.
    Zum einen sicherlich, weil der Mann durch die jahrelange Sonnenexposition sehr, sehr dunkelbraune Hauttöne hat, aber eben auch, weil etwas knapp belichtet wurde. Und weil der HP5 (wenn ich mich recht erinnere) auch vergleichsweise harte Gradation hatte.
    Wenn man extrem aufhellt, kann man aber (zumindest auf meinem Notebook) Kinn, Mund und Nase schemenhaft ausmachen. Da das wirklich von der Szene und der Gestaltung sehr schöne Foto ja sowieso bereits digitalisiert ist, frage ich mich, ob man diese restliche Zeichnung nicht vielleicht doch noch mehr herausholen könnte?
    Zweifellos ist das Bild es wert, als “Frankreich-Ikone” an die Wand gehängt zu werden – aber die offenbar sehr konzentrierte Mimik des Spielers würde mit einem mehr an Andeutung dem Bild den perfekten Kick geben.
    Ich könnte mir vorstellen, daß da bearbeitungstechnisch noch etwas mehr drin wäre und das Bild gewaltig gewinnen würde – ABER: es ist auch so sehr schön!
    Heutzutage ist es fast unmöglich, so eine Szene in dieser Konstellation einzufangen, daher hat dieses Foto bereits einen historischen Charakter und ist inzwischen mehr als eine schöne Urlaubserinnerung.

    Danke fürs Zeigen
    Gruß
    DWL.

    • Hallo DWL,

      allerbesten Dank für Ihren Kommentar. Da spricht wohl ein überzeugter Frankreich Fan und Kenner. Das Aufhellen des Gesichts wäre gewiss eine Option, müsste ich einmal versuchen. Mir kam es da – ehrlich gesagt – mehr auf die Gesamtstimmung an. An diesem Tag entstand eine ganze Serie von Fotos, doch dieses fing das spezielle Flair m.E. am besten ein.
      Eine zweite Serie entstand auf dem Boule Platz in St. Clair de Vence, wo Sonntag Vormittag Yves Montand und Freunde spielten. Mangels model release lieber keine Veröffentlichung.
      Übrigens, der Ilford HP5 Film brachte, richtig entwickelt, wunderbare “shades of gray” hervor, gut abgestimmt.
      Danke nochmals für Ihre hilfreiche und freundliche Kommentierung und
      beste Grüße,

      Roland Gosebruch

    • Naja,
      Für zumindest mich wäre ein sichtbares Gesicht bzw wahrnehmbare Mimik des Protagonisten des Bildes schon wichtig. Zum HP5: kann mich täuschen, aber hat der FP4 nicht mehr Toleranz bei tendenzieller Unterbelichtung gehabt? Ok, der war 2 Blenden langsamer, aber Jedenfalls sieht das beim Bild der Woche „erwischt“ auch so aus, wie man an den Bildanteilen im Schattenbereich dort sieht, die haben noch gute Zeichnung.

      Gruß
      DWL

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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