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Billige Objektive für Fujifilm X-System

Artikel ursprünglich verfasst am 22. Februar 2019

Die Fujifilm Objektive sind wirklich qualitativ extrem hochwertig. Allerdings muss man noch ein bisschen sparen, um sich diese hochwertigen Objektive leisten zu können, auch wenn diese tatsächlich eine wichtige Voraussetzung für hervorragende Bilder sind. Billige Objektive für das Fujifilm X-System gibt es aber auch. Woher man diese bekommt und welche Bild Wirkung sie erhalten, erkläre ich in diesem kleinen Beitrag:

Drei billige Objektive für das Fujifilm X-System - Alternative mit Hilfe des M42-FX Adapters

Drei billige Objektive für das Fujifilm X-System – Alternative mit Hilfe des M42-FX Adapters – von links nach rechts: Pentacon 50mm F1.8, Meyer-Görlitz Telemegor 180mm F5.5, Pentacon 135mm F2.8

Extrem preiswerte Objektive für Fujifilm X System

Das Fujifilm X-System ist eines der erfolgreichsten modernen Systeme für Fotografen. Die spiegellosen Kameras glänzen durch eine hervorragende Qualität und Bedienungsfreundlichkeit. Fujifilm setzt mit den Verbesserungen nach Kundenwünschen neue Maßstäbe, von denen sich Canon und Nikon eine Scheibe abschneiden können. So kommen immer neue Verbesserungen für bereits existierende Kameras per Firmware Update. Auch werden weitere Objektive nach Kundenwünschen entwickelt. Aber es gibt auch Alternativen:

Für alle diejenigen, die billige Objektive für das Fujifilm X System suchen, gibt es gute Nachrichten. Entweder besitzen sie bereits Objektive, die sie ganz einfach an den X-Kameras adaptieren können oder sie können sehr preiswert ältere Objektive erwerben. Ältere Objektive bekommt man entweder in Auktionshäusern oder bei seinem Foto Fachhändler in der Vitrine. Sie müssen beim Kauf eines älteren Objektivs darauf achten, dass es innen drin sauber ist und keinen „Fungus“ hat (ansteckend für gesunde Objektive). Dabei hilft Ihnen am besten ein Fachhändler, wenn sie zum ersten Mal gebrauchte Objektive kaufen.

Tipp: Achten Sie bei einem Gebrauchtkauf darauf, dass auch Fotos von den Linsen zu sehen sind. Dann können Sie relativ sicher sein, dass weder Fungus (Pilz), noch zu viel Staub im Objektiv eingeschlossen sind. Ein bisschen Staub im Objektiv ist aber überhaupt nicht schlimm für die Bildqualität. Viel wichtiger sind auch die Blendenringe, die nach vielen Jahren schon mal klemmen können. Die Blendenringe und der Schärfering für das manuelle Scharfstellen sollten noch hervorragend laufen.

Video billige Objektive an Fujifilm X-System Digitalkameras

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M42 Objektive an Fujifilm Kameras

Alle Fujifilm X Kameras wie zum Beispiel die X-T2, X-T3, X-T20, X-Pro2, X-H1, X-T30 können mithilfe eines Adapters auch andere Linsen als die Fujinon Objektive aufnehmen. Ein Beispiel sind die M42-Objektive, die noch ein Schraubengewinde besitzen. Diese Objektive wurden oft an Praktica-Kameras oder Pentax-Kameras in der analogen Zeit verwendet. Es gibt diese M42-Objektive noch 100tausendfach gebraucht und preiswert. Der Vorteil dieser Linsen ist der Blendenring, der manuell am Objektivgehäuse eingestellt werden kann.

Wenn man den einzigartigen Look seiner eigenen Fotografie hervorheben möchte und sich unterscheiden möchte von anderen Fotografen, dann sind diese alten Objektive eine wirkliche Bereicherung.

Das M42 Gewinde war sehr populär und es gibt extrem interessante Markenobjektive mit fantastischen Namen wie

  • AutoRikennon
  • Carl Zeiss
  • Hanimex
  • Soligor
  • Exakta
  • Pentax
  • Pentacon
  • und viele mehr…

Ich persönlich habe drei wirklich preiswerte Objektive ersteigert, welche mit dem M42-Gewinde über einen billigen M42-FX-Adapter an das Fujifilm X System angeschlossen werden können. Der M42-FX-Adapter kostet nur um die 20 €.

M42-FX Adapter bei Amazon >>

Belichtung und Scharfstellen an Fuifilm X-Kameras mit alten Objektiven

An Fujifilm X Kameras ist das manuelle Scharfstellen dank der Fokuslupe und dem Fokus Peaking ein Kinderspiel. Selbstverständlich sind alle drei Objektive ausschließlich manuell scharf zu stellen. Das verbietet die Foto Genre Wildlife, Sport und Action. Vielmehr eignen sich alle drei Objektive für Porträts, Natur, Landschaft und Stillleben.

Die Belichtungsmessung mit diesen Objektiven ist überhaupt kein Problem, da die Kamera sich auf die verschiedenen manuell einstellbaren Blendenöffnungen automatisch einstellt. Vielmehr werden mit dem billigen Adapter keinerlei Informationen an die X-Kameras weitergeleitet. Hier ist eine Fujifilm X-T2 oder X-T3 klar im Vorteil, welche ein Audio Memo zulässt. Mit der Audioaufnahme können Sie sich Notizen zu einzelnen Fotos während der Wiedergabe hinzufügen, die sogar in Lightroom abgespielt werden können. Damit können Sie die Memos am Rechner händisch in die Metainformationen der einzelnen Bilder übertragen. Ich habe das bei meinen Beispielbildern oft vergessen, weshalb Informationen zu den Blendenöffnungen meist aber nicht immer fehlen.

Pentacon 50mm F1.8

Das Pentacon 50mm F1.8 bekommt man für etwa 20-50 € gebraucht. Die Linse eignet sich vor allem auch für die Portraitfotografie, da sie mit 50 mm auf einer Fujifilm X Kamera etwa 80 mm kleinbildäquivalent ist. Mit dem Pentacon 50mm F1.8 gelingen bei Offenblende F1.8, F2.8 und F4 traumhafte, sehr weiche, fast cremige Aufnahmen mit einem wunderschönen Bokeh im Hintergrund. Von wirklicher Schärfe kann man bei diesem Objektiv vor allem bei Offenblende nicht reden. Es glänzt vielmehr durch eine sehr weiche Anmutung an der Fujifilm Kamera. Aber wenn man den einzigartigen Look seiner Fotografie hervorheben möchte und sich unterscheiden möchte von anderen Fotografen, dann sind diese Objektive eine wirkliche Bereicherung.

Das Pentacon 50mm F1.8 hat eine Naheinstellgrenze von 30 cm und einen sehr langen Einstellweg von 350°, der ein präzises Einstellen der Schärfe erlaubt. Die blenden reichen von F1. 8 bis F16. Der Blendenringe ist extrem leicht geläufig, während der Schärfering er einen mittleren Widerstand hat. Wie bei allen guten manuellen Objektiven lässt sich die Schärfentiefe am Objektiv ablesen. Nach meiner Erfahrung ist die Schärfeleistung dieser Linse ist zwischen F5, sechs und F11 am besten. Um die manuelle Blende einzustellen, muss am Objektiv unten der Schieberegler von A auf M eingestellt werden (M muss lesbar sein). Das Objektiv wiegt etwa 200 g.

Beispielbilder mit dem Petnacon 50mm F1.8

Pentacon 135mm F2.8

Das Pentacon 135mm F2.8 wurde in vier Versionen gebaut. Die Offenblende beginnt bei F2.8 und die kleinste Blendensöffnung liegt bei F22. Es besitzt nur fünf Elemente und erlaubt eine Naheinstelltgrenze von 1,50 Metern. Mit fast 500 g ist es relativ schwer aber auch ganz solide aus Metall gebaut. Bei F2.8 ist das Objektiv noch etwas unscharf, wird aber bei F4 bereits sehr gut. Da das Objektiv keine besonders vergüteten Linsen besitzt, neigt es zu sogenannten Blendenflecken (englisch: Flares). Es wiegt etwa 470 Gramm. Man erhält die Linse für etwa 40 € bei Versteigerungen.

Wer mit dem Pentacon 135mm F2.8 fotografiert, erhält ab F4 rasiermesserscharfe Aufnahmen mit einem ungewöhnlich schönen Bokeh. Die Linse wird häufig als Bokeh-Monster bezeichnet. Es eignet sich aufgrund seiner Brennweite noch gerade eben für Porträts, aber auch noch für Naturaufnahmen. An und für sich ist das Foto Genre nicht ganz so wichtig, denn wenn man dieses Objektiv auf seine Fujifilm X Kamera setzt, dann wird man erstaunt sein welch tolle Aufnahmen damit möglich sind. Ich persönlich bin ein Verfechter von Festbrennweiten, da man diese viel besser kennen lernen kann als ein Zoomobjektiv und bereits nach kurzer Zeit weiß, welche Distanz man zum Objekt benötigt um die richtige Gestaltung zu gewährleisten. In anderen Worten ist es eine gute Idee, mit allen drei hier vorgestellten Festbrennweiten mehrere Tage zu fotografieren, um ein Gefühl für die Schärfe und Schärfentiefe diese Objektive zu erhalten.

Beispielbilder mit dem Pentacon 135 mm F2.8 an Fuji

Meyer-Optik Görlitz Telemegor 180mm F5.5

Mit dem Telemegor 180mm F5.5 ist man wie mit dem 135mm Pentacon bereits in der Telebrennweite angelangt. Die Linse hat keine besonders gute Offenblende, was aber bei gutem Licht gar kein Problem darstellt. Die Linse garantiert das schönste Bokeh, welches Sie je in ihrem Leben gesehen haben. Die Blendeneinstellungen reichen von F5.5 bis F22. Auch bei dieser Optik muss wieder manuell scharf gestellt werden. Die Blendenwerte lassen sich übergangslos ohne einrasten verstellen. Das Gewicht der Linse liegt bei etwa 315 g (mit M42-FX-Adapter etwa 400g). Die Telemegore wurden von Meyer-Optik Görlitz in verschiedenen Brennweiten von 90m bis 500mm hergestellt. Das Objektiv lässt sich für etwa 50-250 € ersteigern. Es gehört damit zu den billigen Objektiven für das Fujifilm X-System.

Beispielbilder Telemegor 180mm F5.5

Canon Objektive an Fujifilm X-System

Die absolut preiswerteste Lösung um billige Objektive an das Fujifilm X-System anzuschließen, sind vorhandene Objektive anderer Hersteller. Wer von Canon auf Fujifilm umgestiegen ist, der hat vielleicht noch Canon Linsen in seinem Fundus? Diese Objektive lassen sich mit einem sehr preiswerten oder einem etwas teureren Adapter an die Fujifilm X-Kameras anschließen.

Canon Objektive an Fujifilm X-System mit Adapter EOS-FX

Canon Objektive an Fujifilm X-System mit Adapter EOS-FX

Der preiswerte EF-FX Adapter überträgt wiederum nicht die ob Objektivdaten an den Kamerabody. Auch ist beim preiswerten Adapter kein Autofokus möglich und die Blende wird im Adapter eingestellt, da die elektrischen Blendenringe an den Canon Objektiven nicht elektrisch eingestellt werden können (mangels Übertragungsmöglichkeit / Elektrik).

Beispielbilder Canon EF-Objektive an Fuji

Viltrox Adapter mit Autofokus und Blendenunterstützung

Bei dem aufwändigeren Viltrox EF-FX1 Adapter aus China ist nicht nur ein Firmware Update für die Anpassung an Canon Objektive per USB-Anschluss möglich, es werden auch die Objektivdaten an den Kamerabody übertragen. Sie finden später in den Metainformationen also die eingestellte Blende und die Brennweite wieder. Nicht nur das, auch der Autofokus funktioniert mit den X-Kameras. Diese Tatsache bedeutet nicht, dass sie damit Sport Action und Wildlife fotografieren können, denn der Autofokus ist nicht so schnell wie bei den Original Fujifilm Objektiven. Aber das Ganze funktioniert tatsächlich.

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Tipp Canon und Nikon Spiegelreflex: Übrigens lassen sich auch alle diese drei manuellen M42-Objektive an Canon Spiegelreflexkameras und Nikon Spiegelreflexkameras mithilfe eines kleinen Adapter anbringen. Auch dieser Adapter ist sehr preiswert zu erhalten. Allerdings ist das Scharfstellen mit einer Spiegelreflexkamera sehr viel schwieriger als mit einer modernen spiegellosen Systemkamera.

In eigener Sache – Der bessere Fotokurs

Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenMöchten Sie gerne Ihre eigene Fotografie ausbauen, dazulernen und suchen einen besseren Fotokurs? Ich schule individuell (auf Wunsch auch zu Zweit plus Trainer) Fotografie für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der individuelle Kurs schult Ihre Grundkenntnisse oder baut auf Ihren bestehenden Kenntnissen auf und wird genau auf Sie abgestimmt. Mehr noch: die Schulung macht großen Spaß und neben Theorie unternehmen wir auch eine eigene Fotoexkursion.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Billige Objektive für Fujifilm X-System

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

18 Kommentare

  1. Hallo Peter,
    eine klasse Auflistung ist das, und ein spannendes Thema obendrein, danke dafür !
    Um eine Sache erlaube ich mir, den Beitrag zu ergänzen, und zwar den Adapter betreffend. Es stimmt, wer sich aus Kostengründen die recht günstigen Altgläser zulegt, wird beim Adapter ähnlich verfahren wollen. Ich hab´s auch so begonnen, aber dann mal in die Tasche gegriffen, und mir den „Zhongyi Lens Turbo Adapter II“ gegönnt. Dieser sogenannte Fokal-Reduktor ist echt kein Schnapper, hat aber (für mich) einige ziemlich prägnante Vorzüge.

    Zum einen verkürzt er die Brennweite um den Formatfaktor.
    Da diese Art von Adapter das Bildfeld verkleinert, wird die Lichtstärke noch höher, sodass die Blende um max. eine Stufe dazu gewinnt. Umgesetzt wird das mittels einer eingesetzten Linse. Es geht also kein Licht des Kleinbildformates am Sensor der FUJI verloren. Die Brennweite wird somit auch nicht umgerechnet, sondern bleibt 1 zu 1 erhalten.
    Des Weiteren rastet das Teil wie ein Objektiv ein und sitzt somit fest im Bajonett. Der Sitz ist übrigens perfekt verarbeitet. Ganz charmant finde ich auch die Tatsache, beim Wechsel mehrerer Alt-Objektive den Sensor dank Linse im Adapter staubfrei zu halten.

    Ein bisschen Glück gehört bei dem Thema allerdings auch dazu. Ich hatte z. B. ein HELIOS 58mm ersteigert, bei dem das Auflagemaß irgendwie nicht stimmte. Der fokussierbare Bereich lag nur bis max. 2 Meter. Alles darüber hinaus gelang nicht scharf zu stellen.
    Herzlich grüßend, Dirk

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  2. Hallo Peter,
    ich experimentiere seit einigen Wochen mit meiner Fuji X-T20 und meinen alten Zeiss-Schätzchen (Zeiss Pancolar 1,8/ 50 MC und Zeiss Sonnar 3,5/ 135 MC (mit und ohne 2x -Konverter) herum.
    Weiterhin habe ich ein AIS Micro Nikkor 3,5/55 (70€), ein Minolta Rokkor 1,7/50 (35€) und ein Minolta Rokkor 4/ 200 (50€) mit 2x- (und 3x-) Konverter (15€+5€).

    Das 200er Rokkor ist optimal bezüglich Preis, Gewicht und Qualität. Mehr Tele brauche ich derzeit nicht und mit dem 2x-Kenko MC7 bin ich ganz gut ausgerüstet.

    Die 1,8er Pancolare sind eine Freude bezüglich Schärfe und Bokeh. Von dem 1,7/ 50er Rokkor werde ich mich wieder trennen, weil es bei Offenblende nicht an die Zeiss-Objektive heranreicht. Das Pentacon auto 1,8/ 50 multi coating ist auch nicht schlecht, deutlich günstiger, aber auch nicht so gut. Ich will keine Werbung machen, aber versucht einmal das Pancolar zu testen, ihr werdet es nicht wieder hergeben wollen.

    Es macht einfach Spaß, wieder „richtig zu fotografieren“. Ich nehme mir einfach mehr Zeit, die Schärfe, Bildkomposition und Beleuchtung einzustellen bzw. auszuwählen. Das Focuspeaking der Fuji ist dabei eine perfekte Unterstützung, selbst an dem kleineren Sucher der X-T20.

    Ich habe für M42 einen 6,70€-Adapter aus China mit einem einstellbaren 42mm-Gewindering aus verchromtem Messing. Damit lässt sich das Gewinde exakt zwischen Objektiv und Kamera einstellen und fixieren. Fas Fuji-Bajonett passt spielfrei und nicht zu straff. Der 20€-Adapter von einem deutschen Händler für das Minolta MD-Bajonett rastet nicht sauber ein, sitzt aber auch spielfrei und nicht zu fest.

    Vielleicht konnte ich mit meinem Kommentar helfen.
    Danke für die interessante Objektivste und ich wünsche allen viel Spaß beim Expierentieren mit den alten Objektiven.

    Viele Grüße
    Wilfried

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  3. Das Pentacon 135mm F2.8 gab es wirklich in verschiedenen Modellen. Will man wirklich das Bokeh-Monster haben sollte man auf folgendes achte:
    Lamellen-Anzahl:15
    Blende bis: 32

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    • Ja richtig, diese Ausführung habe ich mir auch zugelegt.
      Ich bin mir nur teils nicht ganz sicher, ob bei den jeweiligen Beschreibungen
      mit Bokeh das bizarre Lichtspiel, oder die deutliche Freistellung
      samt dahinter liegender Unschärfe beschrieben wird.
      Das wird von den Verkäufer teils skuril dargestellt… ;-)

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  4. Hallöchen,
    ich bin neu hier und habe ein 60 Jahre altes, sehr gut erhaltenes Trioplan Meyer-Optik Görlitz 2,9/50mm mit EXA-Anschluss von meinem Vater geschenkt bekommen und mir für meine XT-2 von K&F einen EXA-FX Adapter bestellt. Beim ausprobieren habe ich nun enttäuscht festgestellt, dass sich das Objektiv nicht nur auf unendlich, sondern allgemein nicht scharf stellen lässt!? Ist der Adapter ungeeignet, ich habe erfahren, dass einer von Keycay an einer XT-2 passen würde!? Brauche ich noch ein Zusatzteil oder mache ich was falsch? Im Netz habe ich bisher keine Anworten gefunden. Hat jemand einen guten Tipp? Mit einem Zenit 1:2/58 und einem Jupiter 11 1:4/135 mit M 42-Adapter auf Fuji habe ich keine Probleme.
    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße
    Thomas R.

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  5. Guten Morgen,
    meiner Kenntnis nach ist leider nicht pauschal bei allen Kombinationen gegeben, dass das Auflagemaß exakt stimmt. Also die definierte Montageposition, in der alles eingemessen wurde. Ich besitze auch eine Reihe alter Linsen, und hatte bislang 1 mal Pech. Da war nur bis etwa 3m Fokussierung möglich, alles weitere in die Ferne blieb unscharf. Bei durchgängiger Unschärfe vermute ich, (Halbwissen..) sitzt das Objektiv zu nah.
    Herzlich grüßend, Dirk Trampedach

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  6. Nachtrag:
    Ich gehe davon aus, AF war abgeschaltet, und im Menü „Ohne Objektiv“ ausgewählt.

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  7. Ja na klar habe ich das beachtet, deswegen habe ich ja auch erwähnt, dass ich mit den USSR-Objektiven keine Probleme habe.

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    • Hallo,

      wenn das Auflagenmaß nicht stimmen würde, wäre entweder der Nahbereich oder der Fernbereich unscharf. Wenn man das Optimum an Schärfe herausholt, wird es bei Verstellung in beiden Richtungen wieder unschärfer? In diesem Fall liegt es an dem Objektiv.
      Die Verschiebung des Auflagenmaßes macht man sich auch bei den Zwischenringen zu Nutze um Fokuspunkt für Makrozwecke zu verschieben. Dies ändert aber nichts an den Objektiveigenschaften.
      Bitte nicht vergessen, dass ein 60 Jahre altes Objektiv nicht für eine Auflösung von 24-Megapixeln oder mehr gerechnet wurde – wenn überhaupt gerechnet wurde.
      Ich habe viele alte Kleinbild-Dias mit einem Minolta Fimscanner digitalisiert. Mehr wie 6 bis 10 Megapixel waren da nicht drin. Selbst mit Bildern einer Nikon F90.

      Jörg

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      • Hallo,
        das bestätigt ja dann meine Ausage bzgl. meines nicht gut fokussierbaren Objektives. Was ich mich nur grundsätzlich frage:
        Ist das Ergebnis in Pixel nicht deutlich abhängiger vom Sensor?
        Bzw. im vergleich zu früher vom Filmmaterial? Denn wenn ich heute eine wirklich gute (alte) Linse nutze, die gestochen scharf justierbar ist, sollte doch „eigentlich“ kein größerer Pixel-(Schärfe-)verlust auftreten, als bei Verwendung an einer Analogkamera. Mehr als scharf stellen können geht ja in beiden Fällen nicht. Oder ist die Annahme falsch?
        Herzlich grüßend, Dirk

  8. Vielen Dank an alle für die Kommentare und Ratschläge. Mir ist jetzt klar, dass ich mit einem Adapter eines anderen Herstellers ganz sicher zu den gleichen Ergebnissen kommen würde. Vielleicht habe ich zu viel erwartet, nun weiß ich, wo ich das Teil einsetzen kann und dazu muss ich noch Erfahrungen sammeln.
    Thomas R.

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Mein anfänglicher Enthusiasmus (siehe meinen Kommentar oben) hat deutlich nachgelassen. Sicher kann man mit dem alten Schätzchen schön experimentieren. Es lassen sich damit auch ganz nette Aufnahmen machen. In einem Vergleich zwischen den Minolta MD Rokkor 4/ 200 und meinem Fujinon 3,5-4,8/ 55-200 ist das hochgelobte Rokkor bei Offenblende scharf aber flau während das Fujinon brillante Farben hat.
    Der Klassiker, das Carl Zeiss Jena „Zebra“-Tessar 2,8/ 50 und das „Alu“-Tessar 2,8/ 50 sind an dem 24 Megapixel-Sensor der Fuji einfach nicht einmal so scharf wie das Zoom-Kit Fujinon 2,8-4/ 18-55 bei 50 mm und Offenblende f:4. Zweifelsfrei haben sie ihren Charme, speziell das „Alu“-Tessar mit den 12 Blendenlamellen, sie sind nett zum Experimentieren, am Ende habe ich sie aber doch wieder an die alten Prakticas aus meiner „Ahnengalerie“ in der Vitrine geschraubt.
    Die beiden Carl Zeiss Jena Pancolar 1,8/ 50 (davon ein „Zebra“ mit Thoriumglas) und das Meyer Oreston (baugleich mit manchen Ausführungen des Pentacon auto) 1,8/ 50 lasse ich demnächst gegen mein Fujinon 2/ 50 „antreten“. Ich werde hier von meinen Ergebnissen berichten.
    Für einige Anwendungen werde ich sicher eins oder zwei alte 1,8/ 50 behalten, ich vermute aber, dass ich meistens zu dem Fujinon greifen werde.

    Wilfried

    Auf diesen Kommentar antworten
  10. Hallo Herr Babutzka,
    genauso sollte man damit auch umgehen, denn vergleichbar sind die verschiedenen Systeme sowieso nicht. Was mich allerdings durchaus nachdenklich stimmt, ist die hohe Priorität, die allenthalben auf der „Knackschärfe“ zu liegen kommt. Klar, scharfe Bilder sind top, allerdings macht das alleine kein Jahrhundertfoto. Ich habe mir genau diesbzgl. mal Top-Fotografien der alten Meister angesehen.
    Und da sind durchaus welche dabei, die den Knackscharf-Kriterien heutiger Pixel-Junkies auch nicht mehr gerecht werden würden. Zu den Leuten, die sich alle Wunschlinsen im 1000er Eurobereich leisten können, gehören längst nicht alle, die gute Fotos machen. Und wenn ich z.B. mit meinem Pentacon 135mm fotografiere, das keine 10% dessen gekostet hat, ist der Spass durchaus auf meiner Seite… ;-)
    Herzlich grüßend, Dirk

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Hallo Dirk,
    ja, das 135er Pentacon ist ein Objektiv das Spaß macht.
    Superscharfe Fotos sind, wie du schreibst, nicht der Schlüssel zu hervorragenden Fotos. Da ist der Ingenieur in mir „durchgekommen“ und nicht der Fotograf.
    Viele Grüße
    Wilfried

    Auf diesen Kommentar antworten
  12. Lieber Peter,
    vielen Dank für diesen wieder einmal sehr guten Beitrag zur Verwendung von „Altglas“.
    Man kann hier viel experimentieren und es geht nicht gleich so ins Geld.
    Es gibt ungeheuer viele tolle Objektive da draußen, die alle einen ganz eigenen Charakter haben.
    Ich möchte hier jedoch auf eine Sache hinweisen: diese M42 Objektive (und andere Vollformatobjektive) können größtenteils auch auf der GFX verwendet werden und der Bokeh-Charakter ist dort nochmal deutlich stärker ausgeprägt.
    Zu einer Randabschattung kommt es erstaunlich selten, diese ließe sich aber in der Nachbearbeitung auch beseitigen.
    Bitte nicht missverstehen, ein Fujinon GF-Objektiv ist natürlich schärfer…aber darum geht es hier ja gerade nicht.
    Beste Grüße
    Klaus

    Auf diesen Kommentar antworten

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