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Bildgestaltung und Bildbearbeitung für Fotos

Mit dem Wissen um die Bildgestaltung und Bildbearbeitung erhalten Sie bessere Fotos. Digitale Fotografien gewinnen mit einer guten Bearbeitung der eigenen Bilder. Ein guter Grund für *fotowissen die Bildbearbeitung einmal an einem Foto-Beispiel vorzustellen:

Beispiel für Bildanalyse, Bildgestaltung, Bildbearbeitung

Sportfotos MotocrossSportfotos Motocross

Kamera: Canon EOS 7D | Brennweite: 320mm | Verschlusszeit: 1/1600s | Blende: ƒ/5.6 | ISO: 1600

Dieser Artikel “Wissen um die Bildgestaltung und die Bildbearbeitung” wurde im Dezember 2014 erstellt und zuletzt im Juli 2020 überarbeitet. 

Mit der Bildbearbeitung machen Sie aus einem guten Foto oft ein besseres Foto

Mit dem Wissen um die Bildgestaltung, gelingen Ihnen Fotos, die Ihre Lieben bewundern werden

 

Bildanalyse – Bildgestaltung

Dieses Sportfoto war vor der Bearbeitung mit einer Software zunächst ein unscheinbares Bild. Ob ich es bei der Durchsicht aller Fotografien eines Shootings überhaupt behalte, hängt davon ab, ob ich sein Potential erkenne und ob ich ein Wissen um die  Bildgestaltung in der Fotografie habe. Auch wegen der Vorauswahl der Fotografien ist es für uns Fotografen wichtig, eine Bildanalyse zu beginnen.

Fotogestaltung ist mehr als der Goldene Schnitt oder die Drittelregel für die Fotografie. Bei den Bildgestaltungsregeln geht es um die Akzente, Linien und Flächen, die Platzierung, die Ordnung von Linie, Raum, Tiefe und vieles mehr. Der Fotograf redet dabei über den Bildaufbau und die Bildgestaltung.

Das Wissen um die Bildgestaltung hilft uns Fotografen ein Foto zu analysieren und es zu erstellen

Positionierung des Motivs

Der Hingucker in diesem Bild soll das Mottorad und der Fahrer sein. Das Auge des Betrachters trifft aus mehreren Gründen sofort das Motiv:

  • Schärfe (Mottorad und Fahrer)
  • Farbe (Gelb)
  • Kontrast (Hell auf Dunkel)

In diesem Falle war die Positionierung des Hauptmotivs beim Fotografieren recht schwierig. Wenn Sie als Fotograf nicht wissen, wo das Motiv auftaucht, dann ist ein nachträgliches Beschneiden des Fotos angeraten. In der Sportfotografie und Wildlifefotografie (Vögel im Flug) ist eine Platzierung manchmal unmöglich. In einem solchen Falle ist es wichtig, ein bisschen Raum um das Motiv zu belassen, um es später in der Post-Produktion beschneiden zu können.

Störend wirkt im Originalfoto der obere Bereich des Originals über dem Sand. Ich beschneide die Fotografie so, dass der obere Raum ausgeblendet wird und das Motorrad im rechten Drittel liegt. So baue ich ein Spannungsfeld auf, zwischen dem freien linken Teil des Fotos (Negativraum, Leerraum) und dem Motorrad(-fahrer). Durch die Aufteilung wirkt das Motiv spannender, als wenn das Motorrad in der Mitte des Fotos gezeigt würde. Auch das Flatterband links neben dem Motorrad ist ein ablenkendes Detail. Wir möchten, dass der Betrachter sofort das Hauptmotiv anschaut und sich darauf konzentriert. In diesem Falle lenkt das Band ab.

Das Foto gewinnt durch den korrigierten Bildausschnitt, die Retusche des Flatterbandes und die Korrektur von Belichtung, Kontrast, Schärfe und Sättigung. Die künstliche Randabdunklung (Vignettierung) betont das Hauptmotiv. Diese Arbeiten wurden ausschließlich in Adobe Lightroom vorgenommen, Sie können die Korrekturen aber genauso gut in jeder anderen Bildbearbeitungssoftware (Capture One, ON1, Luminar,…) umsetzen.

Wissen um Bildgestaltung - Bildbearbeitung

Wissen um die Bildgestaltung – Bildbearbeitung

Wenn ich weiß, wie ich ein Motiv bestmöglich fotografiere, wie der Betrachter mein Motiv anschaut, er es im Bild findet, wie ich Beziehungen im Bild herstelle, dann ist mein Bild sofort aussagekräftiger. Viele Gestaltungsregeln helfen uns Fotografen ein gutes Foto zu belichten. Im fertigen Foto oben, kann ich den Mottoradfahrer quasi schon über die Kuppe fahren sehen. Ich weiß, was im nächsten Moment passiert. Durch die Schrägen im Bild entsteht eine Dynamik. Betonen konnte ich die Bildwirkung in diesem Falle mit dem Wissen um die Bildgestaltung und mit der Bildbearbeitung. Manchmal macht die nachträgliche Bearbeitung aus einem guten Foto ein besseres.

Welche Bildbearbeitungssoftware

Es sind unzählige Programme am Markt. Wir müssen vor lauter Bildbearbeitungssoftware wirklich aufpassen und unterscheiden. Photoshop, Affinity Photo und Gimp sind zwar mächtig aber nicht am besten für den Arbeitsablauf geeignet. Für den Arbeitsablauf müssen wir die Bilder zunächst einmal bewerten und eventuell auch umbenennen. Hier hilft uns eine Software, die auch Bilder verwaltet (Adobe Bridge, Photoshop Elements, Photo Mechanic, Lightroom, ON1 Photo Raw, Capture One, Luminar und andere). Ich empfehle generell vier Programme die RAW, JPG und TIF bearbeiten können, sehr gerne für die Fotoamateure (Links zu den Webseiten der Software):

  • Adobe Lightroom Classic (nur wenn Sie viel Bildbearbeitung machen, da Abo / Miete – nicht so gut für Fujifilm-Fotografen)
  • Capture One Pro – Farbe und Schärfe, sehr professionell
  • Luminar – Schnelle Ergebnisse, kurze Einarbeitungszeit, schneller auf dem MAC als auf dem Windows-PC
  • ON1 Photo RAW – vergleichbar mit Lightroom, aber einmalige Zahlung, mächtig und gut, Ebenen

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf und Trainer Fotografie – Das Wissen um die Bildgestaltung und Bildbearbeitung für Fotos

In eigener Sache (Werbung für den individuellen Fotokurs Bildgestaltung / Bildbearbeitung)

Ich berate zur richtigen Bildbearbeitunssoftware im Rahmen meiner Fotokurse

Fotokurs Bildgestaltung / Fotobearbeitung

Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenIm Fotokurs Fotobearbeitung / Fotogestaltung können Sie folgende Inhalte lernen:

  • Akzente, Linien und Flächen
  • Goldener Schnitt / Drittelregel
  • Perspektive und Tiefe
  • Wie sieht der Mensch
  • Wie gestalten Sie Ihre Fotos besser
  • Kreativität in der Fotografie
  • Bildgestaltung
  • Bildbearbeitung
  • Bildarchivierung
  • und vieles mehr…

Soll die Fotografie Kunst werden, dann fehlt neben der Technik noch das Wissen um die Platzierung, die Ordnung von Akzenten, Linien, Flächen, Raum, Tiefe und zum Beispiel Farbe oder Kontrast. Der Fotograf oder Maler redet dabei über Bildaufbau und Bildgestaltung.

Das bewusste Fotografieren orientiert sich immer wieder an Gestaltungsregeln, die nur die wenigsten Fotografen kennen. Hier hilft mein Fotokurs Bildgestaltung und -bearbeitung.

Weitere Infos Fotokurs Gestaltung und Bearbeitung der Fotos >>

Individueller Fotokurs Bildgestaltung

Über den Autor

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

1 Kommentar

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  • Wunderbar, überzeugend und prägnant zusammengefasst und zusätzlich mit einem sehr anschaulichen Beispiel für die Bearbeitung versehen.

    Entscheidend für die Fotos mit wirklich überdurchschnittlich gestalterischer Qualität, bei deren Betrachtung man verweilt und mit denen man im Kopf des Betrachters „Kopfkino“ erzeugt, ist eben NICHT bzw. am wenigsten die technische Ausrüstung, sondern das Wissen über
    a) die technischen Möglichkeiten + Grundlagen der Fotografie (Mit ihren physikalischen Grenzen),
    b) über die mannigfaltigen ästhetischen und künstlerischen Ausdrucksformen in der bildgebenden Kunst
    c) Wissen über die Psychologie und Physiologie menschlicher Wahrnehmung.

    Ob man sich bspw. bei einer Ausstellung oder dem Betrachten von darstellender Kunst in einem Buch mit dem Bild überhaupt näher auseinandersetzt, entscheidet der Betrachter nachgewiesenermaßen in weniger als 2-3 SEKUNDEN, bevor er sich abwendet.

    Daher muss ein Bild den Betrachter sofort in seinen Bann ziehen, zumindest jedoch zu genauerem Betrachten „überreden“.

    Nach 2-3 sekunden: „ Game over!“

    Ich bin nicht perfekt, lerne immer täglich dazu… aber ich schüttele immer den Kopf, wenn Leute astronomische Summen für Top-Ausrüstungen ausgeben, bevor sie die o.a. Grundlagen überhaupt akzeptiert, überdacht, vertieft haben oder gar dazu in der Lage sind, diese auch zunehmend in intuitiver Art in überzeugende Fotos umzusetzen…

    Was nutzt ein Sportwagen ohne Sicherheitskurs? NICHTS !

    Was nutzt eine perfekte Kücheneinrichtung, wenn man die Grundlagen von Garmethoden, Harmonischer Kombination von Kräutern und Aromen sowie reizvoller, sich ergänzender Kombination von Zutaten und Aggregatzuständen nicht kennt, nicht akzeptiert, nicht umzusetzen in der Lage ist? Nichts !

    Und genau so ist es eben auch mit der Fotografie…

    Die beste und schnellste (zudem günstigste!) Investition in die eigene Fähigkeit, an dem selbstgesteckten Ziel zu wachsen und in den Genuß zu kommen, sich seiner zunehmenden Fähigkeiten im Ergebnis zu erfreuen, sind eben:
    Sicherheits-Fahrtraining
    Kochkurse
    Und Kurse in Fotografie und Bildbearbeitung….

    Den Beweis kann man sehen, wenn man im Netz auf ebenso unterhaltsame wie amüsante Art nach einer YT serie sucht unter:

    „Cheap camera challenge“

    Da bekommen Fotoprofis billigstKameras in die Hand und haben 30-60 min Zeit, vorzeigbare Fotos zu machen…. danach weiß man, was in der Fotografie wirklich wichtig ist….

    Herzliche Grüße

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Die *fotowissen Autoren

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