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Ankündigung Nikon Z 9

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Nikon gibt eine neue, so genannte Flagschiff-Kamera bekannt: Die Nikon Z 9 wird angekündigt. Noch ist völlig unklar, welche Leistungen die Kamera haben wird. Alles was in der Pressemitteilung aus dem Hause Nikon bekannt gegeben wird, ist dass es diese Kamera geben soll und sie 8K Video aufnimmt. Nicht einmal das Foto der Nikon Z9 ist entgültig:

Nikon Z 9
Nikon Z 9

Pressetext Nikon Z9

“Die Z 9 vereint bahnbrechende Nikon-Technologien für eine in der bisherigen Geschichte von Nikon nicht erreichte Abbildungsleistung bei Fotos und bei Videos. Sie enthält einen neu entwickelten CMOS-Stapelsensor im FX-Format und eine neue Bildverarbeitungs-Engine. Um den wachsenden Anforderungen von Profis, erfahrenen Enthusiasten und Filmemachern gerecht zu werden, unterstützt die Z 9 8K-Videoaufzeichnungen sowie zahlreiche andere Videospezifikationen für unterschiedlichste Anforderungen und Workflows. Die Z 9 eröffnet Benutzern eine beispiellose Erfahrung dank herausragender Leistung und Bedienbarkeit und übertrifft damit die bisherigen Spiegelreflexkameras und spiegellosen Kameras.”

Meinung zur Nikon Z 9

Die Ankündigung der Z9 ohne Lieferdatum und ohne technische Spezifikationen kann nur einen Grund haben: Nikon steht das Wasser bis zum Hals und das Haus möchte signalisieren, dass es keinen Grund für Fotografen zum Markenwechsel gibt. Allein das Fehlen der technischen Spezifikationen und dem Lieferdatum ist ein sicheres Zeichen für Unsicherheit. Vermutlich möchte Nikon am Beispiel von Canons EOS R5 ebenfalls über Monate die Spannung erhöhen und immer mehr Details zur Z 9 durchsickern lassen. Das war schon bei Canon durchsichtig.

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Die finanzielle Situation des Kameraherstellers, der seine Produktion zuletzt nach Thailand auslagerte und die Mitarbeiter in Japan entließ, ist angespannt. Für das fiskale Jahr 2020, welches in Japan zum Ende März 2021 rechnet, wird ein Verlust von etwa 75  Milliarden Yen (etwa € 580 Millionen) erwartet, während Canon mit einem Gewinn von etwa 64 Milliarden Yen (etwa € 490 Millionen) rechnet.  Noch im Vorjahr hatte N. etwa 6.7 Milliarden Yen Plus gemacht (etwa € 51 Mio.).

In einem Interview mit dem japanischen Business Magazin Toyo Keizai, gab Managing Executive Officer Hirotaka Ikegami zu, dass das Unternehmen zu langsam in den spiegellosen Markt einstieg (Anm. der Redaktion: Freie Übersetzung). Das Unternehmen wolle sich jetzt auf den spiegellosen Kameramarkt konzentrieren. Solche Fehler zuzugeben ist in Japan eher ungewöhnlich und bedeutet zusammen mit der Entlassung der japanischen Mitarbeiter einen Gesichtsverlust.

Vermutlich ist Hirotaka Ikegamis Einsicht zu spät, denn viele Fotografen wechselten in der jahrelangen Wartezeit von Canon und Nikon zu Sony, Panasonic oder Fujifilm. Schon vor Jahren hatte ich bei *fotowissen bemängelt, dass Canon und Nikon seine Fans mit dem Festhalten an Spiegelreflexkameras in die Irre führte. Heute kann niemand übersehen, dass die spiegellose Technik bis auf den höheren Stromverbrauch ausschließlich Vorteile bietet, die auch die Lernkurve beim Fotografieren unterstützt.

Wieder kostet ein Managementfehler tausende Arbeitsplätze und könnte im schlimmsten Fall zu dem Absturz des Unternehmens Nikon führen. Die Z9 wird daran kaum etwas ändern, denn der Hersteller bräuchte mehr Verkäufe, die es über eine Profikamera zu einem sehr hohen Verkaufspreis nicht erzielen kann. Vermutlich verspricht sich N. mit der kommenden Flagschiffkamera, die Profifotografen halten zu können. Fakt ist: Immer mehr Kamerahersteller und Objektivhersteller versuchen die Presse für Umsätze zu missbrauchen, ohne wirklich zu liefern.

Einen großen Unterschied macht Fujifilm, das sich transparent und modern aufstellt und uns Fotografen nicht nur an den Überlegungen zur Zukunft, sondern auch mit Wünschen für neue Entwicklungen teilhaben lässt. Canon und Nikon haben nicht nur den Erfolg der spiegellosen Technik falsch eingeschätzt, sondern lassen bis heute Transparenz vermissen. Auch die Wünsche der Kunden werden nicht konsequent einbezogen. Ich denke die Z9 wird das Ruder für Nikon nicht herumdrehen. Was meinen Sie?

Quelle: Toyo Keizai

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Ankündigung Nikon Z 9


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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

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9 Kommentare

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  • Wenn ich nur das Foto dieser Kamera ansehe, weiß ich schon, dass sie das Ruder nicht rumreißen wird. Wieder so ein super großer Bolide. Die Kamera passt einfach nicht mehr in den sicher schneller werdenden Innovationszyklus. Ob Nikon technische Benchmarks, wie Sony mit der A1, setzt wage ich zu bezweifeln.
    Der Preis dürfte ab 6000,- Euros aufwärts liegen. Dafür kann man fast jeweils eine Sony A7 III r und eine A7III kaufen oder 2 Z7, wie auch immer. War die Anschaffung eines Boliden, der auf langes Leben ausgelegt war, zu analogen Zeiten noch sinnvoll ist er das heute nicht mehr. Innovationen passieren heute in der Kamera und nicht in den Filmemulsionen.
    Die Kamera ist für eine KB auch einfach zu groß. Sie wird ihre Nutzer finden, aber nicht genug um auf hohe Stückzahlen zu kommen. Die Schlachten um Marktanteile beginnen in der Einstiegsklasse und im Bereich bis 2500 Euro. Wer da punktet, gewinnt das Rennen.
    Abgesehen davon nervt es mich gewaltig, dass die Hersteller Top Fotokameras mit Top Video Kameras verbinden und der Kunde, der nur eins braucht, beides zu bezahlen hat. Panasonic macht das richtig gut da gibt es die H Serie für Videokameras. Sony hat ja für Video auch noch die A7III s.
    Wer professionell Videos macht, hat sowieso 2 Kameras. 1 für die Standbilder, und eine für die Bewegtbilder. Man will ja nicht andauernd die Kabel raus und rein stöpseln und oft wird beides parallel gemacht.

  • Nun, die kommenden Jahre werden für alle Kamerahersteller sehr hart werden, denn die Kaufkraft wird weltumspannend sinken.

    Da erachte ich Fujis Weg für geschickter. Mit der GFX 100S brachten sie eine Kamera heraus, die im Preis-Leistungsverhältnis hervorragend ist und den KB-Markt effektiv angreift. Wer von DSLR auf DSLM umsteigen möchte, was quasi einem Systemwechsel entspricht, wird sich die Frage stellen, ob er nicht besser gleich auf den größeren Sensor setzt und das bei einer Gehäusegröße, die einer bisherigen DSLR entspricht, zu einem Preis, der sogar unterhalb der sogenannten Flagschiffe liegt. Zumindest für jene mit Schwerpunkt Fotografie, wird sich die Frage schnell beantworten. Mich nervt der Versuch einer eierlegenden Wollmilchsau (+4 oder 8K-Videofunktion) ohnehin. Wollte ich Videos in bester Qualität aufnehmen, kaufte ich mir dafür eine spezielle Kamera. Für Videos, die ich auf Socialmedia-Plattformen veröffentlichen will, brauche ich keine 8 K; zumindest nicht in Deutschland, denn die Netze bei uns sind im weltweiten Vergleich eher mäßig.

    So sehe ich Nikons Versuch mit einer Z9 den Anschluss nicht zu verpassen als eher hilflos. Sie wollen die Profis erreichen?! Was Nikon zu Analogzeiten auszeichnete – Robustheit – lockt nicht mehr ausreichend; die Produktzyklen sind zu kurz geworden. Studiobasierte Profis arbeiten mit Mittelformat und da ist Phase One nach wie vor unerreicht und Sonys Siegeszug in die Pressefotografie, dürfte mit der A1 einem Äquivalent zur A9 gefestigt worden sein.

    Fuji wäre meines Erachtens gut beraten im Consumermarkt noch eine APS-C-Mittelformatkamera, wie ich sie scherzhaft nenne, mit 50 MP und IBIS zu bringen. So wäre für viele Amateure der Einstieg in das kostspieligere System, bedingt durch die teureren Optiken, keine all zu große Hürde und in den überwiegenden Fällen sind 50 MP mehr als genug. Man muss schließlich auch stets an die PC-Leistungen und damit verbundenen Kosten denken.

    Da ist Nikons Ankündigung nicht sonderlich attraktiv

  • Ja, ja, nein, nein, nein …
    Ein Versuch, den MARKT zu befriedigen, ob er gelingt oder nicht, werden die nächsten Jahre zeigen. NIKON setzt auf die Profis, die eben vorne oben auf der Kamera das NIKON-Schild brauchen. Und diese Profis haben ihren “alten” Kameras nach nun 5 Jahren abgeschrieben und verschlissen (ja, ja) und brauchen was Neues. Nichts wo SONY (nein) oder CANON (nein) oder gar FUJI (auch nein) drauf steht. Denn der Schrank ist noch voll mit Objektiven, die eine deutlich längere Lebensdauer haben als die Kameras.
    Klar für Amateure oder Profi-Amateure ist das neue Gerät mit ca. 8 Teuro (schätze ich) zu teuer, und für die sind ja auch die Z5-Z7 mit ihren Spielarten gedacht. NIKON will mit der neuen Kamera einfach nur glänzen. Und es besteht die Hoffnung, dass dadurch einige Amateure dazu angeregt werden, ihre alte Nikon-Spiegelreflexkamera durch ein spiegelloses Modell aus gleichem Hause zu ersetzen, aber das geht nur, wenn die Preise noch etwas sinken. Für mich ist jedenfalls nicht einsichtig, dass Kameras, denen die Spiegelmechanik fehlt, teurer sind als ihre Vorläufer. Aber leider haben hier SONY und FUJI oft Preise vorgelegt, an denen sich die anderen (leider) orientieren.
    Ich würde mir wünschen, dass hier preislich was geschieht, denn zur Zeit ich werde meine “alte” (sorry von 2018) Spiegelreflex NICHT gegen eine spiegellose Systemkamera austauschen, vor allem, wenn für das alte Modell fast nichts mehr auf dem Gebrauchtmarkt zu erzielen ist. Und ich sehe auch nicht ein, warum unbedingt ein spiegelloses System BESSER sein soll (nur weil es teurer ist =?). Klar werden hier und in der Presse und auf etlichen anderen Foren die Spiegellosen als das Non-Plus-Ultra angesehen und proklamiert. Wer sich aber der Mühe unterzieht und wirklich die große Schar der Amateure abfragt, wird feststellen müssen, dass hier sich noch locker zu 90% die Spiegelreflexkameras tummeln. Also der Markt wäre da, wenn die (zu hohen) Preise nicht wären.
    Auf der anderen Seite, sollte NIKON wirklich den Bach runtergehen, dann hat das bestimmt auch Auswirkungen negativer Art auf die anderen Mitanbieter. Denn der Markt verändert sich, und viele ehemalige Spiegelreflex-Amateure, die ich kenne, überlegen besser aufs Handy (iphone, Smartphone) umzusteigen, in dem sie hier eine Schüppe Geld drauf legen, um eine bessere optische Leistung zu erhalten.
    Und wenn ich die Preise sehe, die für neu vorgestellte Objektive aufgerufen werden, kann ich nur sagen: Nein danke. Nicht mit mir. Das ergeht vielen anderen genauso.
    Ich wünsche NIKON jedenfalls viel Erfolg.

    • Herr Holzborn,
      Immerhin hat Nikon das Glück, daß Sie nicht deren Unternehmensberater sind ….

      Ist das wirklich ernst gemeint oder eher tiefschwarze Satire?
      Mit Verlaub, aber das ist sie unplausibelste Marktanalyse, und die unrealistischste Prognose, die ich jemals gelesen habe.
      Profifotografen „müssen unbedingt abgeschriebene Kameras durch neue ersetzen“ ?

      Klar, denn die wissen ja (wie auch die Presseagentueren) seit einem Jahr unter Coronapandemie kaum noch, wie sie sonst die enormen Steigerungen ihrer Umsätze und ihre sagenhaften Gewinne durch die tsunamiehafte Welle an Aufträgen steuermindernd reinvestieren können, nicht wahr?
      Abschreiben ist nur dann sinnvoll und möglich, wenn man GEWINN zu versteuern hat.

      Zitat:
      <>

      Und daß die Zukunft des Fotomarktes im dramatisch wachsenden DSLR-Bereich liegt, sieht man ja allerorten, ja?

      Die Gebrauchtmarktpreise spiegeln auf knallharte statistische Art wider, wo es weitergeht. Wenn die Gebrauchtmarktpreise für DSLR ins Uferlose fallen, so könnte das ja möglicherweise darauf hindeuten, daß den DSLRs das gleiche Schicksal bevorsteht wie vor 20 Jahren den analogen SLR?

      Canon hat vielleicht so gerade noch die Kurve bekommen. Für Nikon könnte es möglicherweise bereits zu spät sein. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben….“

      Wenn SIE keine DSLM benötigen, ist doch alles gut – dann können SIE sich ja jetzt Spitzen-DSLR zu absolut traumhaften Schnäppchenpreisen auf dem Gebrauchtmarkt kaufen. Ist doch paradiesisch für SIE.

      Zitat:

      <>

      Die Entwicklungskosten neuer Technologien sind enorm, insbesondere wenn – wie bei DSLM – fast ALLES neu konzipiert werden muss – vom ggf. neuen Auflagemaß über schnellere Sensoren, extrem leistungsfähigeren Bildprozessoren inkl. Lösung deren Abwärmeproblems, hochleistungsfähigen EVFs, leistungsfähigeren Akkus bis hin zur kostenintensiven, passenden Firmware und Anpassung der Software für Nachbearbeitung.

      Und weil ein uralter Mechanismus wie der Spiegelkasten dafür wegfällt, soll das ganze dann gleich auch noch billiger sein?

      Es gibt da einen neudeutschen Begriff namens „return of investment“ -auf altdeutsch heißt das „ Das viele ausgegebene Geld muss erst mal wieder reinkommen“.

      Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das bei Nikon wohl nicht geklappt – einige hundert Millionen EUR Minus sind kein Pappenstiel.

      Schon bei der DSLR kam Nikon seinerzeit derart unter wirtschaftlichen Druck, daß sie bei den Prozessoren mit Sony „kooperieren“ mussten. Sie hatten zu lange an einem allerdings sehr guten Konzept enzwickelt, bis Ihnen die Puste ausging. Dafür mussten sie Sony im Gegenzug für die Produktion der dafür nötigen Sensoren und Prozessoren gestatten, nach ein paar Jahren die Nikonpatente nutzen zu können. Was das mittelfristig für Nikon zur Folge hatte, sieht man jetzt klar an den Marktanteilen von Sony.

      Zitat:
      <>

      Profis können sich Markentreue nicht leisten.
      Denen ist völlig egal, was vorne auf der Kamera steht.

      Als der Profi-Service von Canon seinerzeit (noch zu SLR-Zeiten) grottenschlecht wurde, haben selbst eingefleischte Canon-Nutzer unter den Profis von heute auf morgen komplett auf Nikon umgestellt.

      Denen kommt es nicht „auf das Schild vorne“ an, sondern darauf, möglichst gutes und zuverlässiges Werkzeug zu haben – mit blitzartig schnellem und kostengünstigem Service.

    • Hallo Klaus,

      Fujifilm hat zu hohe Preise für Spiegellose vorgelegt? Das verstehe ich nicht und kann nur widersprechen.

      Für einen Profi ist klar, dass die spiegellose Technik weit vor der SLR liegt, es fehlt bei Nikon aber seit 2014 an DSLM-Kameras UND nativen Objektiven. Ich gebe Nikon höchstens 1 Jahr bis das Unternehmen verkauft ist. Hoffentlich vertue ich mich, zugunsten der Fans.

      Herzlichen Gruß, Peter

    • Lieber Klaus
      ich bin zwar nicht ganz das Semester wie Du, erinnere mich aber an die Entwicklung der Fotografie. Die Spiegelreflex war eigentlich immer eine Krücke. Das Ziel war es ja, ein seitenrichtiges, aufrecht stehendes Bild zu sehen. Zielgruppe dieser Kamera waren am Anfang die Pressefotografen mit langen Teleobjektiven und Ultraweitwinkeln. Standard in der professionellen Fotografie war der Lichtschachtsucher und die Mattscheibe. Der Lichtschachtsucher lieferte zwar ein aufrechtes, aber kein seitenrichtiges Bild. Fotografiert wurde ¨überwiegend im Mittel und Großformat. Das Pentaprisma gab es als optionales Zubehör für MF Kameras. KB war der Reportage und Amateuren vorbehalten.
      Mit dem Einzug der Digitalfotografie mit hoher Auflösung sind analoge Mittelformatkameras und Großbildkameras obsolet geworden. Was blieb war immer noch die Krücke Spiegel-Pentaprisma und die damit verbundenen Nachteile vor allem in der Weitwinkelfotografie. Durch den Spiegel und den damit vorgegebenen Abstand zur Aufnahemebene mussten Weitwinkel in der sogenenannten Retrofokusbauweise gebaut werden. Das verschlechterte die Bildqualität und erh¨öhte den optischen Aufwand.
      Daher war jedem eigentlich klar, dass man nur das Bild des Sensors auf ein Display bringen musste, welches im Sucher untergebracht war.
      Genau das haben Nikon und Canon verschlafen. Es gibt einfach keinen Grund, eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Im letzten Jahr haben Canikon ja noch Spiegelreflex Boliden auf den Markt gebracht.
      Der Spiegel ist ein aufwendiges Teil einer professionellen Kamera. Er muss lange halten und gedämpft werden, um unscharfe Bilder durch Erschütterungen zu vermeiden. Er gibt auch vor, wie viele Bilder /Sekunde gemacht werden können.
      Der Zweite große Nachteil ist der Front- und Backfokus, der bei großen Blenden zu Unschärfen führt.
      Natürlich wirst Du auf dem Gebrauchtmarkt nichts mehr für eine Spiegelreflex kriegen.
      Wer einmal mit einer Spiegellosen fotografiert hat, will für kein Geld der Welt zurück zu einer SLR.
      Nikon hätte die Chance gehabt etwas ganz Neues zu bringen. Aber was kommt, eine Spiegellose, die aussieht wie eine Reflex.
      Olympus hatte um 2016 eine geniale Idee, die sich aber nicht durchsetzen konnte. Es war ein kleiner Kasten an dem man MFT Linsen ansetzen konnte und dann wurde das Ding mit einem Handy verbunden. Von Sigma gibt es ja etwas Ähnliches für das L Mount System für Filmprofis. Panasonic hat den Cube.
      Hasselblad baut einfach ein digitales Rückteil mit Sucher, dass man an alle alten Hassis stecken kann. So was aber auch. Das sind wirkliche Innovationen.
      Was kommt von Nikon an Innovation? Nichts. Eine Sportkamera die 30 Bilder/Sec macht gibts bei Sony. Nikon zieht wieder hinterher. Und, mal ehrlich, wer braucht das?
      Wenn eine Kamera schon so groß ist, warum wird nicht mal ein tilltbarer Sensor eingebaut,
      Warum entwickelt man nicht einfach nur den Kasten mit dem Sensor, der an eine Großformatkamera angebracht wird. Die braucht man nämlich immer noch im Studio und in der Architekturfotografie wegen der Verstellmöglichkeiten. Aber warum soll da eine komplette, teure Kamera hinten dran geschraubt werden? Warum haben so viele Kameras diesen dämlichen und hässlichen Pentaprismen Buckel in der Mitte, den keiner braucht.
      Warum nicht mal mit einem optionalen Lichtschachtsucher experimentieren, in dem man auch bei hellem Licht reingucken kann. Oder neigbare Sucher wie Fuji MF und Panasonic GX 8
      Einfach irgendetwas Neues, was hilft andere Perspektiven einzunehmen oder das Fotografieren Bequemer macht.
      Eine geniale Entwicklung war auch die Bulbbelichtung von Oly, du siehst wie sich das Bild entwickelt.
      Hasselblad hat mit der X1 D 50 ein geniales Kameradesign herausgebracht. Fuji mit der GFx 100 S das Mittelformat handhabbar gemacht. Leica, Panasonic und Sigma haben die L Mount Alliance geschmiedet mit einer unglaublichen Objektivauswahl und Kameras in allen Preisklassen für Standbilder und Video.
      In Zukunft werden vonseiten der AI geniale Funktionen in die Kameras kommen. Auch hier steht Nikon nicht in der ersten Reihe. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Deep Maps gleich mitfotografiert werden. So wie bei den Handys mit 3 Kameras. Das würde ganz neue ¨Möglichkeiten in der Postproduktion eröffnen. Was machen die Kamera Hersteller? Pixelshift um noch mehr Megapixel zu haben, warum verdammt noch mal, wird in der zweiten Aufnahme keine Deep Map aufgenommen. Guckt Euch mal im Netz an was man damit alles machen kann!
      Egal welche Features die Kamera haben wird, ich erwarte nichts Innovatives. Die einzige Message, die von Nikon kommt ist: “Wir können das jetzt auch” Das wird nicht reichen, um teure Kameras zu verkaufen.

      • Hallo Andreas & Peter
        Ich lese gerne solche Einträge, wo man auch seine 2 Cent dazu geben kann. Das grundsätzliche Problem geht viel weiter zurück. Die moderne Photographie (wenn man so will) fangt mit OB an. Nach WW2 haben “die Japaner“ und deutsche Entrepreneure die photographische Welt dominiert durch Innovation und Qualität. Bis zur Digital Revolution waren die Spielregeln klar. Irgend jemand produziert Produkt X (z.B. Canon7, NikonF, Oly. Pen F etc.) und entweder kam es an oder nicht. Petri, Aires, Beauty etc. schafften es nicht. Kauf oder nicht hing von vielen Faktoren ab. Profis und Amateure hatten verschiedene Wünsche. Als Produzent hatte man produziert und abgesehen von ein bisschen Service war das das Ende der “Verpflichtung“. Mit dem Wandel zur Digital Photography (und Smartphones) haben sich die Erwartungen der Kundschaft verändert und erhöht. Ich würde behaupten, dass “die Japaner“ durch ihre Traditionen, Erziehung, Weltanschauung und wirtschaftliche Organisation diese neue Erwartungen nicht bedienen wollen. Wenn Kundenwünsche durch die entsprechenden Medien zu den Herstellern (in diesen Fall Canikon & Sony) gelangen, werden die ignoriert. “Arrogant“ und andere weniger schöne Worte werden benutzt, um deren Reaktion zu beschreiben. In meinem Fall (ich habe Sony Kameras) kann ich keine Worte finden, die angemessen Hohn und Spott ausdrücken für das schlechte Benehmen von Sony. Eine kleiner Einblick in meine Unzufriedenheit:
        Sony “spielt“ mit Fernbedienung unter Nutzung von smartphones+playmemories app seit 2012(?) und die haben immer noch nicht begriffen um was es geht. In allererster Linie muss es (wie bei allem anderen auch) ZUVERLÄSSIG sein. Ich habe in 2014 eine QX100 gekauft und muss unzählige Male viel Geduld aufbringen, wenn es um die Verbindungsherstellung zum Smartphone geht. Mit der Imaging Edge app ist immer noch keine ausreichende Zuverlässigkeit erreicht. Nicht alle Kameras mit der entsprechenden Hardware haben alle Funktionen! Ein kurzer Blick in die Kompatibilitätstabelle offenbart die ganze Arroganz, Überheblichkeit und Inkompetenz von Software Entwicklung Marke Sony. Wieso soll die A7S3 unter anderem die Möglichkeit haben Focus Area und Punkt darzustellen und andere nicht? Ich habe die A7R4. Als ob irgendein Sony Manager wissen könnte, wie ich photographiere und was ich brauche/haben will? Die Kundschaft will alle Möglichkeiten haben, auch wenn die nicht alle im Moment nutzen. Es ist “nur“ Software! Sony hat in der A1 Werbemail von “Seamless collection of camera bodies and lenses“ gesprochen. Wenn man die neue A1 kauft dann vielleicht, ansonsten haben die sehr, sehr viele “loose ends“ “that need tidying up“ zu tun.
        Es gibt noch viel mehr über dieses Thema zu schreiben (habe noch nichts über Nikon gesagt!) wenn es andere interessiert.
        Chris Clark

      • Hallo Ihr Drei,

        danke für Eure Hinweise.
        Wie ich sehe, ist das Wespennest größer als gedacht. Auf der anderen Seite aber vergleichen hier einige – wie soll ich sagen – die Dinge von weitem, ohne je eine solche Kamera in der Hand gehabt zu haben. KLAR: Nikon gegen Canon und heute auch gegen Sony – Dafür oder dagegen?
        Schaut Euch den Bericht von Christopher Clark an – so hat jeder seine Erfahrungen gemacht.
        Aber, lieber Peter, wer den Schrank mit teuren Nikon-Objektiven voll hat, der wird nicht umsteigen, zumal nicht, wenn er dafür nichts mehr bekommt. Diese “alten” Dinger aber dennoch funktionieren …
        Und ich persönlich empfinde die Preise, die Fuji für seine APS-C aufruft, zu hoch, um umzusteigen (so erging es mir als es die H1 nagelneu gab). Okay, meine Meinung.

        Das ganz große Problem wird doch letztendlich für alle Hersteller sein, ihre EQUIPMENTS bezahlbar anzubieten. Denn die Masse der Fotografen, das sind keine Profis, das sind auch keine Leute, wie DWI, sondern ganz einfach einfache Amateure. Die haben nur begrenzte Bouquets und können und wollen nicht 10 TEuro ausgeben, um ihr Fotosystem upzugraden.
        Und hier sehe ich kein Land, egal bei welchem Hersteller und bei welchem System.

        Okay, durch CNC-Maschinen etc. ist es heute deutlich preiswerter, schneller und einfacher, neue Gehäuse zu entwickeln. Was früher Jahre gedauert hat (Herstellung eines Ur-Modells), klappt in wenigen Stunden, dank der Technik. Auch müssen die gefertigten Auflagen (also die Stückzahl) aufgrund der geringeren Vorkosten längst nicht so hoch sein wie eben früher, auch sind Modellwechsel und Verbesserungen inzwischen deutlich einfacher und preiswerter machbar. Aber: Die Hersteller sehen das anders, sie rufen nach wie vor Preise auf, die kann und will ich als Techniker nicht nachvollziehen, weil sie nicht nachvollziehbar sind. Da sind mal so 5 TEuro (= 5000 €) mal eben so ganz normal für ein Gehäuse, was in der Herstellung locker nur 1/20 kostet. Da werden Computer und Berechnungseinheiten eingebaut, die Objektivfehler automatisch beseitigen. Klar sieht das für den Laien so aus, als koste es in der Herstellung mehr, tut es aber nicht wirklich, weil der eingebaute Computer sowieso noch nicht ausgelastet war, er musste nur die Inputs noch bekommen.
        OKAY, das ist meine Meinung. Klar geht das den Herstellern irgendwo vorbei, die wollen nur eines: Verdienen und dafür sorgen, dass ihre Aktien steigen – und somit steigt das Salär des Vorstandes.
        NUR WENN die Käufer allesamt nicht mitziehen, dann können die da oben nicht so weiter machen, aber das tuen die auch trotzdem bis zum bitteren Ende.
        Den einzigen Tipp, den ich allen geben kann: Verwendet Euer vorhandenes Equipment optimal mit Verstand, dann braucht Ihr nichts NEUES …
        Also: Lasst Euch ein Loch in den Hut ballern
        und bleibt mit Abstand gesund
        und behaltet Eure alten Kameras in Ehren
        Klaus

  • Hallo Chris.
    Ich habe bis heute noch nicht begriffen, warum die Kamerahersteller keinen SIM Kartenschacht in die Kameras eingebaut haben. Gerade, wenn eine Kamera groß ist, wäre bestimmt noch Platz für einen Chip auf dem Android läuft.
    Das Beste wäre natürlich, wenn die Kamera gleich auf einen OS wie Android laufen würde. Mann könnte dann einfach Apps dazukaufen und sich die Kamera nach seinen Wünschen konfigurieren.
    Vielleicht wird ja mal ein großer Kamerahersteller von Google oder Apple geschluckt. Wenn so eine Firma Interesse an einer Profikamera oder Semiprofikamera hätte, müssten sich alle ganz warm anziehen und wir würden sehen wie wir softwareseitig von den Kameraherstellern verarscht werden.
    Nikon wäre so ein Kandidat. Die würden dann nur noch Hardware bauen und Leute, die wissen was die Verbraucher wollen, kümmern sich um Softwareseite. Ich bin mir aber nicht sicher, ob der Geschäftsbereich für diese Techgiganten interessant genug ist.

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