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Alternatives Feuerwerk

Letztes Jahr hat man viel in den Medien und sozialen Netzwerken über den Verzicht von Feuerwerk gelesen. Auch wenn ein (schönes) Feuerwerk immer sehenswert ist, die Knallerei auf der Straße hat damit wenig zu tun. So haben wir uns entschieden selber ein Feuerwerk zu kreieren. Nennen wir es doch einfach ein alternatives Feuerwerk :-)

Bevor ich jetzt erkläre, wie wir unser alternatives Feuerwerk „gezündet“ haben und wie wir es fotografiert haben, möchte ich Euch zuerst die besten Ergebnisse zeigen.

 

Alternatives Feuerwerk – Favoriten

alternatives feuerwerk

Überrascht? Das will ich doch hoffen! Daher hier noch ein paar Ergebnisse …

Alternatives Feuerwerk

 

Bitte schaut Euch die Fotos in groß an! Einfach mit der Maus draufklicken und mit den Pfeilen navigieren. Auf den kleinen Vorschaubildern kann man ja kaum etwas erkennen :-)

 

Was braucht man für ein alternatives Feuerwerk?

Neben Kamera, Blitzen, Fernauslöser und Farben, braucht man vor allem die Zündbasis. Diese besteht aus einem alten Lautsprecher, den mein Mann auf einen Ständer geschraubt hat, damit er mehr Stabilität bekommt und entsprechend gerade auf der Tischplatte liegen kann. Der Lautsprecher ist an ein 12-Volt-Netzteil über einen An-Aus-Schalter angeschlossen. Ja nach Polung springt dadurch der Lautsprecher nach oben oder nach unten und der über dem Lautsprecher gespannte Luftballon vibriert entsprechend. Ein bisschen Farbe auf den Luftballon und das war es auch schon.

Da dies unser erster Versuch mit dieser besonderen Art der Tropfenfotografie ist, lasst bitte Milde walten. Aber wir wollen Euch dennoch an einigen Erkenntnissen aus unserem Selbstversuch teilhaben:

  • Bitte nutzt einen Raum der „wassertauglich“ ist. Es ist erstaunlich, wie weit die Tropfen springen können! Teppichboden wäre da eher suboptimal :-)
  • Wir haben als Aufbau je einen Blitz rechts und links vom Lautsprecher ausgerichtet und das Stativ mit der Kamera und einem Makroobjektiv mittig und leicht erhöht genau davor. Nicht zu nah, denn dann habt ihr gar keine Tiefenschärfe mehr und ein buntes Objektiv!
  • Als Farben haben wir die Tinten genutzt, die wir auch schon bei den Wasserfarben genutzt haben. Zum Aufbringen der Farben aus dem Luftballon haben wir die Spritzen und Kanülen genutzt, die wir ebenfalls bei den Wasserfarben benötigt haben. Nur bitte nicht zu nah an den Luftballon kommen, denn dann kann man direkt die Schweinerei entfernen und einen neuen aufspannen.
  • Den Luftballon kann man übrigens mit Küchenrolle hervorragend wieder säubern. Notfalls nochmals feucht drüber gehen, damit keine hässlichen Farbreste für den nächsten Versuch verbleiben.
  • Einfarbig zum Ausprobieren ist gut, zwei oder mehr Farben sind besser!
  • Volle Akkus, nicht nur für die Kamera, sondern auch für die Blitze sind wirklich hilfreich. Auch wenn es durchaus interessant aussieht, wenn man nur noch einen Blitz zur Verfügung hat, weil dem anderen der Saft ausgegangen ist. (Schicke Ausrede, oder?)
  • Nicht zu kurz belichten! Was auf dem kleinen Kamera-Display noch toll aussieht, zeigt sich als wahre Ernüchterung auf einem 24“ Monitor. Zu langsam ist man, wenn die Tropfen nicht rund sind!
  • Die schönen Wellen erhält man übrigens, wenn man nicht nur einfach an und aus drückt, sondern im Stakkato-Takt den Schalter betätigt. Macht Spaß!
  • Fingerspitzengefühl ist unerlässlich! Wir haben keine Auslösehilfe genutzt, sondern uns auf unser Fingerspitzengefühl verlassen. Ergebnis: Nur jedes fünfte Bild hatte überhaupt Tropfen, nur jedes zehnte Bild war ansehnlich. Fakt: von ca. 250 Fotos sind nur die oben gezeigten Favoriten wirklich toll geworden (in meinen Augen).
  • Habe ich noch was vergessen? Ja! In diesem Sinne: Ein frohes und kreatives neues Jahr an alle Fotowissen-Leser!

Ach ja, man kann natürlich Silvester auch normales Feuerwerk fotografieren. Tipps dazu findet ihr hier.

 

Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Alternatives Feuerwerk

Über den Autor

Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken.
Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung!

Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden:
www.d-photography.de/

2 Kommentare

Bitte schreiben Sie einen konstruktiven Kommentar

  • Hallo Britta,

    ein tolles Spiel mit Farbe und sehr schöne Fotos. Auch das “making off” ist schön beschrieben. Ich kann mir allerdings vorstellen, das meiner Frau der Aufbau nicht so behagen würde :=).

    Beste Grüße

    Theodor

    • Hallo Theodor,

      danke Dir!

      Unser Geheimnis nennt sich Waschküche :-) Fliesenboden, Waschbecken, Strom, alles da was man braucht und genügend Platz für viele Wasserspiele! Da ist es dann auch nicht schlimm, wenn mal ein Tropfen Farbe in die Fuge gerät. Alternativ kann ich einen großen Tisch mit einer abwaschbaren Tischdecke empfehlen. Aber die Tropfen springen teilweise wirklich bis zu zwei Meter weit! Also auch einen Blick auf den Bodenbelag und dessen Reinigungsfähigkeit werfen ;-)

      LG
      Britta

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