Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Allein im Museum

Um es vorwegzunehmen. Allein war ich nicht, aber wann besteht schon einmal die Möglichkeit, außerhalb der Öffnungszeiten und mit Stativ fotografieren zu dürfen. Der Workshop zum Thema Architekturfotografie machte genau dies möglich. Das Kunstmuseum Bonn wurde von dem Berliner Architekten Axel Schultes entworfen und 1992 eröffnet. Das fließende Raumkonzept macht dieses Museum zu einem Musterbeispiel neuer Museumsarchitektur in Deutschland. Besonders der sensible Umgang mit Licht, macht dieses Gebäude so außergewöhnlich. Der fotografische Anspruch in diesem Workshop war Linien und Flächen zu einer Komposition zusammen zufügen. Ich zeige hier bewusst direkte JPEG Bilder, die keine große Bearbeitung erfahren haben. Ledigliches konvertieren in sw, manchmal ein kleiner Beschnitt und die Retusche eines Lichtschalters habe ich vorgenommen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den geduldigen Museumswärter und meinen Aufpasser ;-)

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Autor: Thomas Mayer

Eine perfekte Ausrüstung kann die persönliche Kreativität nicht ersetzen. So versuche ich mit kleinem Equipment ausdrucksstarke Fotos zu realisieren. Dabei bin ich auf keinen Bereich in der Fotografie fixiert, denn ich liebe die fotografische Herausforderung. Den Bereich der Bildbearbeitung betreibe ich "Learning by Doing". Umso mehr freue ich mich über jede geglückte Bearbeitung. Ich mache aus ihr keine Philosophie sondern betrachte sie als Teil der Möglichkeiten. Fotografie ist meine Leidenschaft und dies soll in meinen Bildern sichtbar werden.

6 Kommentare

  1. Hallo Thomas!
    Dem Anspruch, Linienführungen zu erfassen und in Komposition zu bringen, bist du vollkommen gerecht geworden. Zunächst habe ich überlegt, ob eine Bearbeitung einigen Bildern nicht „gut“ getan hätte. Z.B das Herausarbeiten von Kontrasten. Nachdem ich die Serie aber länger betrachtet habe, kann ich aber gut nachvollziehen, warum du dich dagegen entschieden hast. Die Linienführung ist teilweise sehr sanft in ihren Übergängen von einer Fläche zur anliegenden, die Weißabstufungen differenzieren nur ganz minimal, was die Zartheit des Gesamteindruckes aber gerade betont. Ich mag gerade die sehr minimaoistischen Aufnahmen besonders, nur bei den zwei frontalen Bänken hätte ich mich auf eine beschränkt. Sehr gelungene Serie!
    Viele Grüße,
    Maike

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    • Hallo Maike,

      vielen Dank für Deine Anmerkung. „Die Zartheit des Gesamteindruckes“ ist eine perfekte Beschreibung. Aber ich hatte während des Workshops massive Zweifel gehabt, denn dies erreicht man nur durch bewusste Überbelichtung. Da hatte ich schon Schluckbeschwerden, denn auch im RAW Format ist eine spätere „Rettung“ von überbelichteten Fotos nur schwer möglich. So habe ich einfach auf die Erfahrung des sehr erfahrenen Leiters des Workshops vertraut und mich darauf eingelassen. Deshalb freue ich mich über Deine positive Bestätigung auch sehr.

      Viele Grüße

      Thomas

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  2. Hallo Thomas,
    auch ich habe mit Interesse Deine Aufnahmen betrachtet, weil ich Architektur Fotografie mag.
    Die Umsetzung in s/w find ich sehr gelungen. Der Charakter von High Key passt auch gut.
    Allerdings finde ich gerade beim vierten Bild die Wand dich arg überbelichtet.
    Die nachfolgenden Aufnahmen finde ich Belichtungstechnisch besser gelungen.

    Liebe Grüße
    Elke

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  3. Hallo Thomas,

    da sind wirklich außergewöhnliche Bilder gelungen. Minimalismus in Form, Farbe und Licht! Ist in der Regel nicht mein Ding, aber Deine Bilder gefallen wir mir sehr gut.
    Auch die Bearbeitung bzw. nicht Bearbeitung der Fotos empfinde ich als sehr gelungen. Per se bin ich der Meinung, das man ein schlecht aufgenommenes Bild auch durch die geschickteste Bildbearbeitung nicht mehr retten kann. Man kann es vielleicht retten, aber schön wird es sicherlich nicht mehr werden.

    Ich würde gerne mehr solcher Fotos von Dir sehen!

    LG
    Britta

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    • Hallo Britta,

      zunächst vielen Dank für Deine Anmerkung. Weil die Bildbearbeitung immer nur eine Verfeinerung sein kann, sollte das Ausgangsbild schon möglichst perfekt sein. Hier bin ganz Deiner Meinung. Ich war beim Workshop schon sehr erstaunt, wie viele Bilder die einzelnen Teilnehmer auf ihrer Speicherkarte hatten. Ich versuche gedanklich meine Speicherkarte immer noch wie einen 36 Negativ-Film zu behandeln. Überlegen, schauen und dann fotografieren.

      LG

      Thomas

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  4. Die Bilder werden der Architektur und dem Design sehr gerecht. Kompliment! Du hast einen sehr guten Blick für Minimalistisches, Linien, Strukturen und eben Architektur. Die Reduzierung auf Schwarzweiß tut das übrige.

    Die Idee der Slow-Photography ist eine sehr Gute. Mir gelingt das meist mit dem Stativ wesentlich einfacher. Als ich jetzt wieder analog fotografierte, stellte sich mir genau diese Aufgabe in Form der 12 Fotos, die ich fotografieren durfte. Diese Führung hätte ich gerne mitgemacht. Bitte melde Dich doch mal bei Deinen nächsten Unternehmungen, vielleicht nimmst Du einige der Autoren mit?

    Herzlich, Peter

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