Featured Monochrom Fotografieren lernen s/w - Schwarzweiß Fotografie

1 Fotomotiv 1 Objektiv und viele Perspektiven

1 Fotomotiv 1 Objektiv und viele Perspektiven. Parallele Lehnen mit Abstand

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Liebe Fotobegeisterte,

es gibt viele Methoden, wie wir in der Fotografie dazu lernen können. Und die Möglichkeiten, uns mit ihnen zu versorgen, sind dank Internet auch nahezu endlos. Spannend ist daher die Frage, welche Möglichkeiten wir für uns selbst bereitstellen, und welche Methoden zur Verbesserung und Vertiefung der eigener Fertigkeiten wir letztlich konkret angehen. Es könnte durchaus sein, dass wir dank der Qual der Wahl vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen, denn gerade auch in der Fotografie finden sich allerlei hochtrabender Dinge, mit denen suggeriert wird, schnell tolle Fotos machen zu können. Vor allem auf diversen Video-Plattformen tummelt sich haufenweise Material, um den geneigten Zuschauer mit angeblich besten Tipps und Kenntnissen zu versehen. Doch gerade dort wird gerne mit Schrot auf Spatzen geschossen. Kurzum, der Verlockung, möglichst schnell ganz oben einzusteigen, erliegt man dort nur zu leicht. Das möchte ich auch gar nicht pauschal schlechtreden.

Was jedoch gerne übergangen wird, sind die guten, alten Übungen, die gegenüber dieser plakativen Ultra-Tipps oftmals blass und profan aussehen, und das zu unrecht. Ich glaube nämlich, dass es Sinn macht, sich ab und an der einfachen Dinge zu erinnern, und bestimmte Abläufe oder Herangehensweisen zu üben. Die Hürden es zu tun, sind beileibe nicht hoch, die Erfolgskurven geradezu gespenstisch gut, und es macht einfach auch Spass.

Ein Gedanke: Wenn wir immer nur das tun, was wir gut können und kennen, verbessern und vertiefen wir nicht unser Know-how.

Ein Fotomotiv, viele fotografische Möglichkeiten

Eine dieser klassischen Übungen ist, irgendeinen wenig spannenden Gegenstand möglichst vielfältig und variantenreich zu fotografieren. Bekannte Vorlagen zu dieser Übung sind Blumen, Blumensträuße, Obstschalen, Äpfel, Schmuck, oder auch Besteck. Diese Aufgabenstellung wirkt simpel, viel einfacher, als sie tatsächlich ist, und ich sehe dieses innere Schmunzeln, wenn man jemanden bittet, eine solche Übung einfach mal zu machen. Das Geniale, aber auch das Herausfordernde, steckt in dieser Einfachheit. Und wie schwierig es dann doch ist, merkt jeder, der sich der Aufgabe stellt.

Die Foto-Übung

Um eine solche Übung ging es mir. Als Objekt dienten mir unsere beiden kleinen Gartenstühle. Und so habe ich begonnen, die 2 stählernen, bespannten Unauffälligkeiten möglichst vielfältig und variantenreich zu fotografieren. In erster Linie habe ich mich darauf konzentriert, die Stühle weniger in der Totalen abzulichten, sondern in Details und Mustern zu bleiben.

Alle Aufnahmen sind im JPEG-Format entstanden.

Stuhlpaar im Garten

Mein Fotoequipment

Ich fotografierte mit der FUJIFILM X-T2 und einem 70er Jahre ASAHI PENTAX Tacumar SMC 50mm, 1:1,4 mit M42. Als Adapter habe ich einen Fokal-Reduktor (Crop-Faktor entfällt!) benutzt. Ich fotografiere unheimlich gerne mit dieser Linse. Die Abbildungsleistung sagt mir zu, und auch den entstehenden Bildlook mag ich sehr. Die Anmutung ist subtil anders, als es die modernen FUJINON Objektive abliefern, aber auch nicht so auffällig, dass es irritiert.

Meine Fototechnik

Das Format 1:1, gepaart mit der Entscheidung für Monochrom, gibt den Fotos eine außergewöhnliche Note. Mit gefällt das quadratische Aufnahmeformat auch deshalb, weil ich keine Entscheidung über das Hochformat oder Querformat treffen muss. Einerseits macht es diesen Punkt “leichter”, aber beim Bildaufbau selbst ist man nochmal anders gefordert. Durch Drehen der Kamera ändert sich nichts, 1:1 teilt sich schlicht anders ein. Für mich ist es daher das einzige Format, bei dem die Drittelregel nicht ganz so stimmig erscheint, wie bei herkömmlichen Querformaten. Der Bildaufbau wird in einem symmetrischen Format schnell zentrisch gelenkt. Sich dem zu entziehen, ist das Spannungsfeld, das sich mir beim Format 1:1 immer wieder zeigt.

Bildformate Fotografie

Foto-Bildformate 1:1, 4:3, 3:2, 16:9, 3:1.

Mein Tipp: Komplizierte Technik und Automatiken abschalten – Kreativität und Aufmerksamkeit einschalten.

Bei dieser Übung mit dem immergleichen Motiv, ist in meinem Fall doch noch etwas “Bewegung” hineingekommen, weil ich erstens 2 Stühle benutzt habe, und zweitens unterschiedlich positioniert habe. Die Formen zu erkennen, zu arrangieren, irgendwie zuzuordnen und dann einzufangen, war eine meiner Grundlagen. Unterstützend hilfreich sind unterschiedliche Schärfeverläufe und die jeweilige Schärfentiefe. Zusätzlich habe ich die Stühle in unterschiedlichem Lichteinfall aufgestellt.

Bei der folgenden Serie sind die Lehnen im Fokus der Aufmerksamkeit gelandet:

1 Fotomotiv 1 Objektiv und viele Perspektiven

Bei der Aufgabe können wir Fotografen genau Hinsehen, exakt die Bildanteile gestalten, Vordergrund und Hintergrund bewußt einbeziehen, die relevanten Einstellungen der Kamera ohne Zufälle vornehmen. Und wir können bewusst wählen, warum und welches Format die Fotos bekommen. Wir entscheiden über Farbe oder Schwarz-Weiß.  Wie sich durch die Blendenwahl der Schärfenbereich im Foto auswirkt, lässt sich bei den folgenden 2 Bildpaaren gut erkennen. Ich finde es immer wieder spannend, wie sich die Wirkung einer lichtstarken Linse mit der Blende verändert. Es ist ein- und dasselbe Foto, aber eben auch nicht.

Egal, welches Equipment zum Einsatz kommt: Die Fotos machen wir!

Es ist sicherlich eine Mentalitätsfrage: Mir spielt die Verwendung eines alten, analogen Objektivs für diese Übung in die Karten. Auch die Lupenfunktion der X-T2 beim manuellen Fokussieren mag ich. Das Tempo spielt sich ein, alle Einstellungen lassen sich mit Bedacht wählen, und in aller Ruhe prüfen. Die Entschleunigung geschieht unweigerlich, weil es seine Zeit braucht, bis der “auslösende Moment” gekommen ist. Als große Unterstützung habe ich für alle Aufnahmen ein Stativ benutzt. Ich denke bei solchen Aufnahmen ist das Dreibeinstativ ein MUSS.

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Bei den folgenden Fotografien habe ich versucht, dem Durcheinander der Formen eine erkennbare Logik zu geben:

Von Bedeutung erscheint mir, die Ideen, die Aufnahmezyklen, möglichst in Unterpunkte zu teilen, die ich benennen kann. Nach Formen, Perspektiven, bestimmten Details und entsprechender Inszenierung, lassen sich die Bereiche abarbeiten. Die Zyklen beugen vor, den roten Faden zu behalten.

Um die gespiegelten Oberkanten der Lehnen geht es bei den 3 folgenden Fotografien. Bei der rechten Aufnahme wird auch sehr deutlich, wie sie auch eine Unschärfe im Hintergrund positiv auswirkt, wenn sie bewußt inszeniert ist. Sowohl die Gartendekoration, als auch der Hausgiebel, als auch die Stuhllehnen sind in einer Achse angeordnet. Durch die an den Lehnenbögen nach hinten zunehmende Unschärfe wird daraus aber “nur” ein zweitrangiger Hintergrund. Das Hauptmotiv verliert nicht an Wirkung.

Mein Tipp: Ausprobieren, Wagen, Experimentieren!

Die eigene Sicht der Dinge

Beim Fotografieren solcher Motive unter beschriebener Herangehensweise geht es nur unwesentlich darum, ein Abbild der Realität zu belichten. Wie 2 Gartenstühle im Garten aussehen, ist hinlänglich bekannt. Mit solchen Kompositionen könnte gelingen, nicht das zu zeigen, was wir sehen, sondern vielmehr zu verdeutlichen, WIE wir es in dem Augenblick wahrnehmen. Von daher zeigt sich in den Ergebnissen solcher vermeintlich kleinen Fotoarbeiten weniger ein unmittelbares Abbild des Objekts, sondern immer die aktuelle, eigene „Sicht der Dinge“. Wie höchst individuell diese Sicht ist, würde gut an den jeweiligen Ergebnissen zu sehen sein, wenn mehrere Personen diese 2 Stühle fotografieren. Und würde ich die Fotoaufgabe wiederholen, so würden meine erneuten Ergebnisse sicher ganz anders ausfallen.

Schon erstaunlich finde ich, was sich aus der Mischung “1 Objektiv 2 Stühle”, alles ergeben kann. Und es ist auffällig, wie die eigene Phantasie und Kreativität mit der Zeit zunimmt. Die meisten Fotos, die es nicht in die Auswahl geschafft haben, stammen aus der ersten Viertelstunde. Somit zeigt sich, was außer dem Motiv und der Ausrüstung vonnöten ist: Genügend Ruhe & Zeit, und ein bedächtiges Einschwingen in das Vorhaben. Mir ist auch aufgefallen, wie sich trotz bester Kenntnis der Ausrüstung, die Bedienung verändert. Es wird immer noch feiner, sensibler, präziser und achtsamer.

Fazit Foto-Übung

Bei der Foto-Übung habe ich gute Foto-Erkenntnisse gewonnen: Es hat mir noch einmal gut getan, ganz deutlich und bewußt, mit klein abgestuften Änderungen von Blende, Distanz und Licht zu experimentieren. Bei der Aufgabe zeigen sich echte Aha-Erlebnisse, die das gerne gesagte “kenne-ich-doch-alles-schon” nochmal in Frage stellen, und aus der Übung heraus lebendig machen. Außerdem sind die Fotografien beim späteren Sichten deutlich spannender gewesen, als es mir während der Aufnahme klar war. Und die Intensität von Konzentration auf kurzer Distanz, die hat Spuren hinterlassen. Etwa 2 Stunden habe ich dieser Übung eingeräumt, und ich war nachher… müde.

Was ist das?

Unabhängig aller Theorie und Praxis hat es mega Spass gemacht. Apropos Spass: So eine Themenübung mit mehreren Menschen zusammen  zu unternehmen, und anschließend die Ergebnisse anzuschauen und zu besprechen, ist eine effiziente Lerneinheit der besonderen Art.

Vielen lieben Dank für die Aufmerksamkeit!

Freundliche Grüße,
Dirk Trampedach

© Dirk Trampedach – 1 Fotomotiv 1 Objektiv und viele Perspektiven – Stühle fotografieren

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Dirk Trampedach

Eine Geschichte, ein Bild, eine Stimmung. Erlebnisse, Schreiben und Fotografieren, das hängt für mich unmittelbar zusammen. Große Bereiche, denen ich mich widme, sind Reise, Natur, Landschaften, sowie Stories um klassische Automobile und deren Besitzer. Wer Zeit und Interesse hat, bisschen mehr über mich zu erfahren, ist herzlich eingeladen: www.dt-classics.de

14 Kommentare

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  • Guten Tag Dirk Trampedach.
    Ich danke ihnen für diesen Beitrag. Bei Ihren Überlegungen bin ich als Industriefotograf völlig dabei und was sie schreiben hat gerade bei “seelenlosen” Objekten einen hohen Stellenwert. Immer wieder habe ich die Aufgabe, technische Produkte über die Bildsprache zum Leben zu erwecken oder ihre eigene Ästhetik zu dokumentieren. Über die Jahre musste ich immer wieder selbst lernen mit den Augen kleine Designdetails zu erfassen die sehr wichtig sind. Das ist mit einer modernen Kamera gar nicht so einfach, denn der Sucher oder Monitor ist klein. Eine grosse Hilfe bot mir das Tethering über das bekannte orange Kabel oder Drahtlos auf einen wirklich grossen Monitor am Set. Die Lichtführung wurde einfacher und mit wesentlich weniger Aufnahmen wurde das von mir und vom Kunden gewünschte Resultat erreicht. Auf diese Art zu fotografieren ist sehr entspannend und erzieht das eigene Auge anders zu sehen.

    • Hallo Herr Lüthi,

      es macht mich wirklich froh, mit meinem Artikel auch Fotografen wie sie zu erreichen, die in einem deutlich längeren Prozess als meinem, alle diese Belange eines Sehens und Beachtens berücksichtigen und durchentwickeln. Ihr “..über die Bildsprache zum Leben erwecken…und Ästhetik zu dokumentieren…”, das hat mir sehr gefallen, und auch imponiert.

      Vielen Dank auch für die Beschreibung der technischen Helferlein für solche Anwendungen. Solche Praxixtipps, oder wie es immer hieß, “aus dem Nähkästchen plaudern”, lassen sich ja unmittelbar ausprobieren.

      Es grüßt sie herzlich,

      Dirk Trampedach

  • Lieber Dirk,

    ein sehr guter und sicherlich sehr überzeugender Artikel, den Du da geschrieben hast.
    Wer Sport macht, wer handwerklich tätig ist, wer Höchstleistungen anstrebt, der ist gut beraten, mit den Grundlagen und einfachen bzw lediglich einfach, simpel erscheinenden Grundübungen anzufangen, um sich selber überhaupt die Möglichkeit zu eröffnen, bei sich bietenden späteren Gelegenheiten zielgerichtet und sicher ein Motiv in Szene zu setzen.

    Nichts fällt vom Himmel und man muss – wie Du ja überzeugend mit Deinem Artikel zeigst – keineswegs weite Wege hinter sich bringen, um solide “Foto-Gymnastik” und damit wichtiges Training von Vorstellungskraft, Motiverkennung, Inszenierung von Motiven, sowie simpler, aber extrem wichtiger Erfahrung kreativer, aber eben auch handwerklich-technischer Art zu gewinnen.

    Diese von Dir nahegebrachten Übungen schulen auch enorm den Blick für das viele schöne Unerkannte, nicht wahrgenommene unserer Umwelt. Das erkennen von Details, das “Spielen” mit der Perspektive und dessen Inszenierungen sind gewissermaßen der Tanz der Fotografie mit der künstlerischen Kreativität.

    Glückwunsch zu dem guten Artikel!

    Gruß
    DWL

    • Ja, da hast du recht, weite Wege und einen immens hohen technischen Aufwand muss man wirklich nicht betreiben, um sich an den Grundlagen abzuarbeiten. Mir ist auch einfach wichtig dabei, nochmal den Blick dafür zu öffnen, dass Grundlagen, einmal vollzogen, nicht automatisch das bleiben, was sie sind. Ab und an nochmal dabei schauen, finde ich mehr als nützlich. Und gerade bei solchen recht einfachen Ansätzen ist der Spielraum ja unbegrenzt groß! Da passt alles rein, was einem dazu einfällt. Hauptsache, der Zufall ist raus… ;-) Dein letzter Satz ist belebend, danke dir!

      Beste Grüße, Dirk

  • Danke für den Artikel. Entspricht aber auch genau meiner Vorstellung. Fuji und Altglas ist für mich eine Traumkombi.

    Gruß
    Joe Naas

    • Hallo Herr Naas,

      schön zu lesen, dass ich nicht ganz alleine bin mit der Freude dieser wundervollen Möglichkeit, alte, gute Linsen an unseren herrlichen Kameras nutzen zu können. Es ist übrigens hoch interessant, wie unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen in Abhängigkeit zum gewählten Altglas-Fabrikat. Da ich aktuell nur einen Adapter für M42-Linsen besitze, und somit auch nur nach solchen Objektiven schaue, ist mein bevorzugter Hersteller ASAHI Pentax. Tolle Bilder liefert das.

      Und vielen Dank für ihren Kommentar!

      Freundliche Grüße,

      Dirk Trampedach

  • Lieber Dirk Trampedach,
    vielen Dank für diesen interessanten, aber vor allem jedenfalls mich motivierenden Beitrag. Neben Ihren eher “technischen” Ausführungen, die ich als besonders informativ gelesen habe, haben mich die Fotos inspiriert, noch mehr als bisher über Bildgestaltung, Ausdauer bei der Konzeption eigener Fotoprojekte und Mut zur Einfachheit und Klarheit nachzudenken. Haben Sie vielen Dank!
    Freundliche Grüße
    Wolfgang Arenhövel

    • Hallo Herr Arenhövel,

      ganz meinerseits, es freut mich, wenn sie etwas Nutzenswertes in meinem Beitrag finden, und einen lieben Dank für ihren netten Kommentar. Viel gute Ideen und Freude bei ihrer Fotografie wünsche ich ihnen!

      Herzlich grüßend,

      Dirk Trampedach

  • Hallo Herr Trampedach,
    da haben Sie sich wirklich Arbeit gemacht, die entsprechend belohnt wurde, betrachtet man sich die Bilder in Ruhe. Was man aus einem so “spannenden” Motiv, wie den beiden Gartenstühlen, doch herausholen kann! Besonders gefällt mir das Bild mit den beiden Stuhl Lehnen (dscf7683) und dem Pfeil, der exakt mittig im verschwommenen Dachgiebel ausgerichtet ist. Das muss man erst mal SEHEN.
    Dieses Experiment zeigt, welch interessante Fotos möglich sind, bündelt man Zeit mit Kreativität, künstlerischem Empfinden und passendem Equipment. Ihr eingesetztes M42 Pentax Objektiv dürfte an der Fuji X-T2 nur im Modus manuell verwendbar sein, was hier zu positiver Entschleunigung beigetragen hat.
    Ihr Bericht ist eine Lehrstunde der besonderen Art.
    Vielen Dank und Grüße,

    Roland Gosebruch

    • Lieber Herr Gosebruch,

      ganz herzlich bedanke ich mich für den wohlwollenden Blick auf diesen Beitrag. Wenn es darum gehen soll, handwerklich sauber zu fotografieren, oder zumindest alles in ein Foto hinein zu legen, was einem möglich erscheint, ist das Motiv tatsächlich (fast) egal. Und genau dann entpuppen sich solche banalen Gegenstände, wie 2 Gartenstühle, plötzlich als “sehenswert”. Dabei liegt das garnicht am Gegenstand, sondern an der Art, es zu fotografieren. Um diesen Aspekt ging es mir dabei.

      Und sie haben recht, manuell zu arbeiten, entschleunigt total. Vor allem aber birgt das den Spielraum für größtmögliche, individuelle Einflussnahme aufs Foto. Diese Möglichkeit haben wir allerdings auch mit unseren High-Tech-Objektiven. Einfach mal alle Helferlein aus, und dann den Einstellungen auf die Spur gehen.

      Liebe Grüße, Dirk Trampedach

  • Hallo Dirk,
    ich habe mit der gleichen Intention in einer alten, verrosteten Schreibmaschine fotografiert. Dabei wollte ich keine andere zeitliche Begrenzung als meine Müdigkeit und letztere hat tatsächlich eine deutliche Begrenzung geliefert…
    Das Ganze war eine intensive und aufregende Erfahrung, bei der ich vorher dachte: Nix Neues, was mache ich
    eigentlich hier?! Das Eintauchen in eine Tätigkeit (und ein Gerät), der ich vorher wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, hat mich aber sehr bereichert. Auch mir ging es so, dass mich die Ergebnisse teilweise überrascht haben.
    In Abwandlung einer Aussage, die Henri de Toulouse-Lautrec zugeschrieben wird:
    “Nicht die Kamera macht das Bild, sondern du!” habe ich mir übrigens eine extra billige Nahlinse zugelegt,
    sie liefert ganz fantastische Effekte ( “unerwartetes” Seitenlicht, gewöhnungsbedürftige Schärfeverläufe etc.)…
    Ein toller Artikel, der mich in meiner “Spielerei” mit den verschiedensten Objekten bestätigt hat. Danke!
    Frank

    • Hallo Frank,

      für deinen ausführlichen Kommentar danke ich dir!
      Es ist schon spannend und bestätigend zugleich, wenn man eine vermeintlich skurile Aktion ausführt, um dann festzustellen, dass es längst gar nicht so sonderlich ist. Bezogen auf viele Bereiche, sicher aber gerade die Fotografie, sind das alles die kleinen Schaufeln Sand, die man ab und an gut brauchen kann unter den Sohlen.

      Herzlich, Dirk Trampedach

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