Nik Color Efex Pro 3.0

Anfang des Jahres 2008 kamen die neuen digitalen NIK-Filter in der Version 3.0 heraus und waren somit tauglich auf den neuen Apple Maschinen mit Core Prozessoren zu laufen. Viele Verbesserungen und neue Filter kamen im Vergleich zur Version 2.0 hinzu.

Um es vorweg zu nehmen: für Fotokünstler, Fotografen und ambitionierte Amateure sind die digitalen Software-Filter eine ungeheure Bereicherung und ein Geheimtip. Angefangen von der Wandlung Farbe in schwarz/weiss bis hin zu peppigen Crosswandlungen bieten die Filter unendliche Möglichkeiten mehr aus einem Foto zu machen. Nicht alles dient der Verfremdung der Fotos; bisweilen sind Filter für das Weichzeichnen oder Skylightfilter eine gute Ergänzung zu den bekannten Photoshop-Filtern. Die überwiegende Anzahl der Filter jedoch stehen der künstlerischen Veränderung des Fotos zur Verfügung. Eine vollständige Lise der Filter findet man auf der Internetseite des Anbieters (Link siehe unten).

Ich möchte als Beispiel nur einige wenige Filter näher beschreiben, die es mir persönlich für meine Arbeiten im Bereich Portrait, Glamour, Natur oder Reportage angetan haben. Nehmen wir den Crossfilter. Er ist in zwei Versionen verfügbar: C41 nach E6 & E6 nach C41. Die beiden Proezesse hat man früher für die gewollt falsche Entwicklung von Farbnegativfilm in Diachemikalien (C41 nach E6) und von Diafilm in Farbnegativchemikalien (E6 nach C41) verwandt. Beide Prozesse haben tolle Farbverfälschungen ergeben, die aber relativ zufällig waren. Wenn man sich überlegt, welches Risiko die Fotografen damals eingegangen sind, um bei teuren Shootings die besten Fotos falsch entwickeln zu lassen, so ist die Arbeit in Photoshop mit den Nik-Filtern im Vergleich eine wunderbare Idee und ein kontrolliertes Vergnügen. Die Bedienoberfläche der Filter ist sehr strukturiert und intuitiv bedienbar. Ein Handbuch benötigt man nur, wenn man sich in Feinheiten der Filter einarbeiten möchte. Alle Filter lassen sich in Echtzeit ausprobieren und dann mit einem Klick auf “OK” einzeln anwenden.

Beispiel Crossfilter:

Ein weiterer von mir präferierter Filter ist der Polaroid-Effekt, der jetzt im Moment ganz in ist. Falsche Farben, leichte Unschärfe und wenig Kontrast/Sättigung geben dem Foto einen Anschein, als wäre es ein Polaroid. Die ausgefransten Bereiche lassen sich mit Hilfe des Reglers “Rand” auch ganz ausschalten, sind aber je nach Motiv ein sehr interessanter Effekt.

Beispiel Polaroidfilter:

Wie Sie auf den Screenshots der Bedienoberfläche sehen können, gibt es viele weitere Filter (52) in der Version “Complete Edition” der Nik Color Efex Filter. Aber auch die Sets “Select” (35 Filter) oder “Standard” (15 Filter) sind hervorragende Auswahlen von Filtern, die für viele Amateure in Frage kommen können und auch für private Personen bezahlbar sind.

Fazit: Nik Color Efex Pro 3.0 Filter sind für viele Fotos z.B. im Bereich Mode, Glamour, Portrait, Akt, Natur, Landschaft eine wertvolle Ergänzung. Nicht zuletzt kann man viele Fotos verfremden und auch erheblich verbessern, ohne wie früher im Fotolabor damit Stunden zu verbringen und erhebliche Kosten zu verursachen. Dem Fotografen ist dabei eine nahezu unendliche Vielfalt an Möglichkeiten an die Hand gegeben, die man in Photoshop in dieser Fülle und Konfiguration vergeblich suchen wird. Die Demoversion kann einfach heruntergeladen und gleich installiert und probiert werden. Der Support des Unternehmens wurde von mir mehrfach getestet und ist hervorragend.

Nik Software

Verwendete Warenzeichen, Logos und Handelsnamen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer. Fehler vorbehalten. Der Artikel ist meine persönliche Meinung.

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2 Kommentare

  1. Noch ein großer Pluspunkt bzgl. der neuen Version 3.0: die Fenster sind jetzt groß, die Anwendung der Filter ist viel besser zu beurteilen!

  2. Vor kurzem kam ich auch in den Genuss von Efex Pro 3.0 und bin immer noch begeistert. Die vorigen Versionen kannte ich lediglich vom Namen, probiert habe ich sie damals aber leider nicht :-/ Ich bin wirklich erstaunt wie flott das Plugin arbeitet und wie feingranular man Einstellungen vornehmen kann. Auch gefällt mir die Idee des pseudo-non-destruktiven Workflows, bei dem das Resultat als neue Ebene angelegt wird, statt mit dem Ausgangsbild direkt verrechnet zu werden. Den Entrauscher Dfine kann ich auch nur empfehlen, bessere Ergebnisse konnte bisher noch keiner anderen Denoising-Lösung entlocken!

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