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Canon EOS 5D Mark IV – Erste Eindrücke

Am Donnerstag, den 08. September 2016 war der Canon EOS 5D Mark IV Verkaufstart in Deutschland. Viele etablierte Fotofachhändler hatten große Stückzahlen der neuen Canon parat für Vorbestellungen und kurzentschlossene Käufer. Was gefällt an der Canon EOS 5D Mark IV und was nicht? Erste Eindrücke:

EOS 5D Mark IV von vorne mit F 50mm

EOS 5D Mark IV von vorne mit F 50mm

Canon EOS 5D Mark IV erste Eindrücke

Was haben wir von der Neuen erwartet? Schon die Vorgängerin Canon EOS 5D Mark III war eine hervorragende Kamera mit gutem Rauschverhalten, Autofokus und sehr intuitiver Bedienung. Was wir Fotografen von der Nachfolgerin vier Jahre später erwarteten ist mehr Dynamik (Kontrastumfang), Schärfe und weniger Rauschen. Der Autofokus sollte noch treffsicherer werden. Gefreut hätten uns heutzutage 4K Video, ein Hybridsensor (Optischer und Elektronischer Sensor), Touchdisplay mit Klappfunktion, eingaubauter Aufhellblitz, GPS und WLAN.

Vieles davon wurde umgesetzt, anderes ist eine absolute Enttäuschung. Was ist gut an der Canon EOS 5D Mark IV?

Vorteile der Canon EOS 5D Mark IV

  • Auflösung 30 Megapixel
  • Präziser Autofokus mit 61 Feldern, die nicht breit genug über den Sucher verteilt sind
  • Autofokus bis Blende 8
  • Seriengeschwindigkeit von bis zu 7 Bildern pro Sekunde
  • Leise Auslösung
  • Hervorragendes Menü
  • Belegbarkeit der Tasten (nicht immer so frei wie es sein sollte)
  • GPS und Wi.Fi / Bedienbarkeit über ein App
  • Gitternetzlinien und Wasserwaage im Sucher
  • Verarbeitung, Robustheit und Dichtheit
  • Touchdisplay

Enttäuschungen der 5D Mark IV sind beim heutigen Stand der Technik

  • 4K Video mit zu großen Datenmengen
  • 4K Video mit einer Brennweitenverlängerung von 1.75
  • Optischer Sucher statt Hybridsucher
  • Speicherkartenunterstützung nur langsamer Karten
  • Kein Klappdisplay (ein Unding für Kameras, die Video unterstützen)
  • Dual RAW Sensor ohne echte Vorteile
  • Antialias Filter (AA-Filter)

Pro und Contra EOS 5D Mark IV

Die wohltuendste Nachricht für Berufsfotografen sind die 30 Megapixel. Das liegt noch gerade im Bereich von Reportage und hat die Möglichkeit auch Produktfotos, Landschaftsfotos und Architekturfotos zu erstellen. 30 Megapixel liegen nicht weit hinter der hervorragenden Nikon D810. 50 Megapixel sind für Naturfotografen und Modefotografen ein Must-have. Nicht aber für die Reportage oder die „normale“ Fotografie. Da sind 50 MP einfach und schlicht zu viel. Das würde auch einen Rattenschwanz an schneller Hardware für die Bearbeitung nach sich ziehen.

Warum Canon nicht endlich auf den Antialias Filter verzichtet bleibt das Geheimnis des konservativen Herstellers, der nicht zu größeren Innovationen bereit zu sein scheint. Innovationen sind aber heutzutage nötig um am Verbraucher zu bleiben. Die meisten modernen Kameras verzichten auf den Antialias Filter oder bieten ihn zuschaltbar an. Nur in einigen wenigen Situationen sind Moires noch ein Problem in der Fotografie. Das Mehr an Schärfe ist aber ein wichtiges Kaufkriterium.

Schön, dass Canon es schafft, die Dynamik der Kamera zu erhöhen und mehr EVs zu speichern. Leider kommt das immer noch nicht an die Nikon D810 heran. Aber es ist eine Steigerung, die sie mit der EOS 80D teilt. Gut gemacht, wenn auch nicht ausreichend zum Klassensieg.

Irgendjemand – ich glaube es war der etwas zu hübsch aussehende amerikanische Tony Northrup – sagte frei zitiert, das Menü der Canon sei ein Desaster. Das ist absoluter Quatsch. Wer Canon Kameras schätzt, der weiß, dass ausgerechnet das Menü einer der riesigen Vorteile vor Sony und Nikon ist. Es ist übersichtlich und man kann sich sogar im „My Menu“ seine Favoriten speichern. Dazu kommt das neue Touchdisplay, welches die Bedienung weiter vereinfacht. Für mich als Fotograf Ü50 sind die kleinen Icons auf einer Sony Kamera nur ein Grund niemals Sony zu kaufen. Ich kann mir nicht für die Bedienung der Kamera eine Lupe hervorholen. Das passt bei Canon hervorragend, ist alles ohne Brille gut zu lesen. Wer einmal ein Touchdisplay wie das der Mark IV hatte, wird es nicht mehr missen wollen.

Vom Dual Pixel RAW konnte ich mir noch kein Bild machen. Es ist abzuwarten wie es der Fotografie hilft. Ich vermute, Dual Pixel RAW unterstützt die Schärfeebene erst bei langen Brennweiten ab 200 Millimeter. Es ist mein Verdacht, dass Canon mit der Kamera auch auf Wildlifefotografen und Sportfotografen zielt. Leider sind 7 Bilder pro Sekunde in diesem Bereich keine besondere Leistung. Man hat sich an 10 oder mehr Bilder pro Sekunde gewöhnt. Viele Fotografen filmen Sport und Action mit 4K Video und suchen sich aus den Streifen ein 8MP Foto heraus. Das bedeutet sie fotografieren nicht mehr, sondern filmen mit 30 bis 60 Bildern pro Sekunde, um ein bestes Foto in DIN A3 zu erwischen. Hier sind 7 Bilder pro Sekunde einfach zu wenig und vermutlich ist das auch schlicht softwaretechnisch ausgebremst, um noch Argumente für die EOS 1Dx Mark II zu haben.

Nachtrag 09.10.2016:

Ich konnte der nachträglichen Wahl der Schärfeebene nichts abgewinnen. Zu klein ist je nach Brennweite der Bereich, aus dem ich wählen kann. Jedes Foto mit doppelter RAW-Größe zu fotografieren, nur um nachher den normalen Workflow / Arbeitsablauf mit Lightroom, DXO oder Capture One zu unterbrechen und das Foto in DPP zu entwickeln macht weder Spaß noch Sinn. Adobe hat die Nachrüstung der Funktion in Lighroom bereits abgelehnt. Canon bietet bislang in DPP (hauseigene Bildbearbeitungssoftware) auch keine Möglichkeit die Schärfeebene zu wählen und danach ein einfaches, „normales“ RAW auszugeben, mit dem ich meine bevorzugte Software beschäftigen kann.

Vielleicht existiert der Dual Pixel RAW Sensor nur, um Canon das Gefühl einer Innovation zu geben. Die ersten Berichte melden, dass es im Portraitfoto nicht mal ausreicht um die Schärfe von den Wimpern auf die Iris zu verlagern. Damit wäre die vermeintliche Sensation überflüssig wie ein Kropf. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Geld in die Entwicklung dieses Missgeschicks geflossen ist. Ich denke wir werden nie einen weiteren Dual Pixel RAW Sensor von Canon erleben.

Nachtrag 09.10.2016:

Das habe ich missverständlich ausgedrückt. Ich denke heute, dass der DUAL PIXEL Sensor für den Autofokus von Systemkameras wie die EOS M5 oder Video-Autofokus mit einer DSLR nicht mehr wegzudenken sein wird. Aber ich nehme nicht an, dass die nachträgliche Wahl der Schärfeebene mit DUAL PIXEL RAW in Zukunft eine Chance hat. Ich würde mich jedenfalls nach der Erfahrung mit der 5D Mark IV schwer wundern. Ich habe die Funktion für immer abgestellt, denn die Verschiebung der Schärfeebene ist so minimal, dass ich sie für mehr als obsolet halte.

Leider hat Canon einen weiteren absoluten Fehler mit der 5D Mark IV produziert. Dieser Fehler könnte den japanischen Hersteller die großen Stückzahlen kosten: die EOS 5D Mark IV kann nur 3o Bilder pro Sekunde in 4K Video. Und noch schlimmer: sie unterstützt einen alten Videostandard, der viel zu große Dateien liefert. Und wer denkt das seien genug Fehler- der Verlängerungsfaktor der EOS 5D Mark IV beträgt bei Video 1.75. Das heißt es sind keine echten Weitwinkelaufnahmen möglich. Ein abolutes No-Go für Videografen. Videofilmer werden zu Recht Sony oder Blackmagic kaufen. Ein K.-o.-Kr­ite­ri­um für die Neue von Canon in Sachen Video. Vor allem in Hinblick auf das fehlende Klappdisplay, welches für Videofilme wichtig ist.

Eine weitere große Enttäuschung ist der ausschließlich optische Sucher. Andere Hersteller, allen voran Fujifilm mit der neuesten Systemkamera Fujifilm X-Pro2, bieten bereits elektronische Sucher oder hybride Suchersysteme mit Umschaltung zwischen optisch und elektronisch. Das hat viele Vorteile. Bei einem elektronischen Sucher sehe ich eine Vogel im Dickicht indem ich den Sucher heller schalte. Oder ich kann die Helligkeit des fertigen Bildes im Sucher vor der Aufnahme beurteilen. Auch ein Denken in Schwarzweiß wird unterstützt, da ich im elektronischen Sucher bereits ein schwarzweiß Bild sehe und beurteile. Ich kann beim elektronischen Sucher (EVF) ein Gesicht verfolgen und so exakter scharfstellen. Sogar die Vorschau der Schärfentiefe ist so möglich.
Der optische Sucher ist unzweifelhaft besser für Sportfotografen und Wildlifefotografen geeignet, weil er keine Verzögerung beim Mitziehen zeigt. Ein Hybridsucher wäre ein Schritt in die Zukunft gewesen.

Bei der Neuen Canon sind Verfolgungen und exaktes Scharfstellen dank Dual Pixel AF zwar in Liveview möglich, aber welcher Fotograf nutzt dies für die bewegte Fotografie, also dort wo es nötig wäre? Auch diese Entwicklung ist schlicht am Thema vorbei.

Ein wunderbarer Vorteil der neuen EOS 5D Mark IV wird oft übersehen und nur von insgesamt vier Kameramodellen des Herstellers unterstützt (Canon EOS 1Dx, 1Dx Mark II, 7D Mark II, 5D Mark IV): Die Belichtungskorrektur im Manuellen Belichtungsmodus bei Auto-ISO. Ich nutzte diese Einstellung noch lieber als Av, denn ich kann in diesem Modus die Belichtungszeit für schnellere Motive beispielsweise auf 1/1000 Sekunde einstellen, die Blende für ein bisschen Schärfentiefe auf f8 und dann immer noch korrigierend eingreifen mit +- 5 EV. Hervorragend. Aber:

  1. Ist diese Funktion eigentlich heutzutage selbstverständlich – siehe Nikon
  2. Lieber Canon Hersteller, das ist doch per Update nachrüstbar auch bei einer 5D Mark II oder 5D Mark III, EOS 70D oder EOS 80D. Der einzige denkbare Grund warum das nicht passiert könnte außerordentliche Profitgier oder Ignoranz sein. Beides passt nicht zu einem stolzen japanischen Unternehmen mit Historie und Verantwortung.

Beispielfotos 5D Mark IV – Real World Samples

Die folgenden REAL World Samples / Testaufnahmen mit der 5D Mark IV wurden mit drei Objektiven fotografiert:

  • Samyang 14mm f2.8 – genutzte Blende f9.5, Entfernungseinstellung 80cm (Fotos ohne Angaben in den Metadaten)
  • Canon EF 35mm f/2 IS USM
  • Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM

Ein schneller Test des kontinuierlichen Autofokus mit einem langsam fahrenden Opel hat mich überzeugt, da der Autofokus auf den Punkt saß. Dennoch wird der Test in Kürze noch einmal mit einer offeneren Blende folgen:

Diese Fotos wurden mit dem DPP ohne jede Bearbeitung in 16 BIT Tiffs gewandelt. Ich stelle die Links zu den Bildern in voller Auflösung zur Verfügung. Die Fotos dürfen für private Zwecke geladen, angesehen und verändert, aber nicht publiziert oder anders verwendet werden:

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Vorläufiges Fazit zur Canon 5D Mark IV

Contra

Es gibt gute Gründe ein Klappdisplay zu vermeiden, wenn es draußen Minus 30 Grad hat oder die Kamera viele Jahre den Berufsalltag überstehen soll. Aber das alles ist kein Grund wenig innovativ zu sein und nicht die Zeichen der Zeit zu erkennen. Canon ruht sich auf seinem Ruf aus und auf seinen hunderten Objektiven, die zugegeben sehr gut sind – aber auch sehr teuer.

Wenn der Kamerahersteller nicht bald die Kurve kriegt in Sachen elektronischer Sensor oder hybrider Sensor, dann werden die Absatzzahlen von Smartphones mit Weitwinkel und Teleobjektiv, weniger Rauschen und vor allem mit mehr Mobilität dem Japaner die Sargnägel liefern.

In der Schule wären die Fehler bei dieser Kamera (Dual Pixel AF nur in Liveview, kein elektronischer Sucher, Dual-Pixel RAW, 4K Video) quittiert worden mit einem „Ungenügend“. Thema verfehlt: 6, Setzen! Nicht zuletzt der völlig überzogene Preis von EUR 4.065,- bricht Canon vermutlich den Nacken in Sachen Verkaufszahlen. Wir alle leben wie die Canon Mitarbeiter in der Hoffnung, dass der unverschämte Preis rapide fällt und der Markt regelt, was die japanische Konservativität verschläft.

Mehr Innovation und Realitätsnähe hätten einen Sieger in der Bestenliste der Magazine produzieren können. Mit dieser Kamera steht der Hersteller vor einem Problem was sich Photokina 2016 nennt. Schon jetzt zerreißen sich Kritiker das Maul über eine hervorragende Kamera, die mit zu wenig Voraussicht hergestellt wurde. Schade, es hätte ein Überflieger sein können.

Pro

Wie mein Kollege Klaus Dicken trefflich meint: Canon bietet viel mehr Qualität als zum Beispiel Sony. Sony Kameras machen nicht den Eindruck Jahrzehnte zu überstehen, Canon dagegen sehr. Meine alte 5D Mark II war immer einsatzbereit, konnte Stöße ab, wurde mal in die Ecke geworfen wenn es schnell gehen musste und hat mich nie im Stich gelassen. Sogar im Regen hat sie meine Hochzeitsfotografie unterstützt ohne jemals zu versagen. Ich hatte zwei dieser Kameras mit insgesamt 250.000 Auslösungen ohne einen Fehler. Wer macht das dem Hersteller Canon nach? Vielleicht schafft Nikon das auch. Aber das ist wirklich ein Kompliment an Canon.

Wir haben es bei der Spiegelreflex 5D Mark IV mit einem Arbeitstier zu tun, welches noch nicht klar ausgelotet ist in Hinsicht auf Dynamik, Schärfe und Rauschverhalten. Es handelt sich mit Sicherheit um eine hervorragende Kamera für Fotografen aber nicht mehr für Videografen.

So ist die EOS 5D Mark IV eine sehr gute Kamera und noch lange kein Grund von einer Mark III auf die Neue zu wechseln. Für Besitzer der 5D Mark II ist die Neue ein Quantensprung in Sachen Bedienungskomfort, Qualität der Fotos, Autofokus, Megapixel, Geschwindigkeit, Bedienung über das Smartphone und Auslösegeräusch.

Amateure sollten warten bis der Preis fällt. Profis können kaufen wenn sie die Kamera als Investition benötigen. Bitte nicht vergessen: Sie benötigen die besten Objektive, um das Maximum an Schärfe genießen zu können. Die Kamera wird in den allermeisten Fällen somit teurer als der ohnehin schon zu hohe Preis von EUR 4.065,-.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Canon EOS 5D Mark IV – Erste Eindrücke

Peter Roskothen

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fotojournalist sowie Fototrainer und schreibe auf *fotowissen für andere Foto-Amateure und ambitionierte Fotografen. Die digitale Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Facetten und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe. Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu besseren Fotos beitragen. Meine Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign lautet Peter Roskothen Fotokunst & Design. Bei Google Plus finden Sie mich unter Google+

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9 Kommentare

  1. Sehr schön geschrieben und auf den Punkt gebracht.
    Die ersten Tests im Web sind noch nicht besonders aussagekräftig jedoch zeigt sich hier schon, dass der Dynamikumfang zwar besser geworden ist jedoch wohl keine 14 Blenden wie bei der Nikon D810 z.B. erreicht. Auch das Rauschverhalten kann Sony meiner Meinung nach besser. Was dem ganzen einen sehr faden Beigeschmack gibt ist der extrem hohe Preis, dieser ist meiner Meinung nach völlig ungerechtfertigt und für die meisten Hobby-Fotografen schlichtweg zu teuer. Ich selber habe die Canon 6D und bin mit ihr sehr zufrieden sie ist sehr zuverlässig- jedoch über den Dynamikumpfang brauch ich hier nicht reden. Ob sich ein Upgrade lohnt für mich und das für den Preis sehe ich eher nicht und hier kommt dann die Überlegung ob ich nicht zu Nikon wechseln sollte. Schade

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    • Peter Roskothen

      Hallo Jan, danke für das tolle Feedback zum Artikel und der Schilderung Deiner eigenen Überlegungen. Ich denke die Mark IV wird sich nur schleppend verkaufen und nicht den erhofften Umsatz bringen. Das wird auch baldigst den Preis runter treiben. Ich vermute nach der Photokina.
      Zu Nikon würde ich nicht wechseln, denn die haben nur das Fotogeschäft und können gerade die Verluste durch die Smartphones nicht gut auffangen. Auch Nikon hat die Preise erheblich angezogen.
      An Deiner Stelle würde ich auf die 6D Mark II warten, die vermutlich 5 Bilder pro Sekunde liefern und ähnliche Schärfe wie die 5D Mark IV liefern wird. Und das habe ich inzwischen raus: die Mark IV ist wirklich sehr scharf.

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      • Hallo Peter danke für Deine schnelle Antwort,

        Auf die 6D Mark 2 zu warten ist leider nicht mehr möglich, da ich jetzt schon an meine Grenzen gekommen bin und unbedingt eine Kamera benötige die 2 Karten Slots hat. Die Sicherheit bei einer Hochzeit ist mir da einfach zu wichtig. Video nutze ich nicht und von daher ist das für mich persönlich nur Nebensache. Eine weitere Kamera die in die engere Auswahl kommt ist die 1 DX Mark 2 Sie hat ein super Rauschverhalten und soll vom Dynamikumfang auch richtig gut sein. Der Preis ist hier jedoch so hoch, dass man es sich mehr als überlegen muss. Ich werde nun die Photokina abwarten und mal sehen, was da noch so für Tests/Vergleiche kommen. Eventuell stellt ja noch ein Hersteller was schönes vor und sorgt für eine Überraschung- was ich aber jedoch nicht ganz glaube 😉 Danke Dir und noch einen angenehmen Abend.

  2. Zu Nikon würde ich nicht wechseln, weil sich dieser Hersteller von Sony abhängig macht. Als Kamerabauer seine Sensoren von einem großen Konkurrenten einzukaufen ist genauso, als wenn Mercedes seine Motoren von BMW bauen lassen würde. Nikon macht sich tödlich abhängig.
    Vieles in dem Testbericht der 5DMark iV ist rein subjektive Meinungsäusserung. Canon lässt Ideen von Profifotografen in seine 5D Reihe einfliessen. Aber man kann es eben nicht jedem Recht machen, so ist das Leben!
    Das der Dynamikumfang besser werden muss, stimmt. Der Preis ist zu hoch, ja! Aber die 5D Reihe ist nicht in erster Linie für Hobbyfotografen konzipiert, für diese Zielgruppe wäre auch ein Preis von 2000 € schon eine Ansage.
    Ich liebe optische Sucher und bin begeistert, dass Canon kein elektronischen eingebaut hat! Auch ein Klappdisplay brauche ich nicht, geht eh nur irgendwann kaputt! Auch das Fehlen des Klappblitz, was oft in Testberichten bemängelt wird, stört mich nicht. Wer damit ernsthaft fotografiert, bewegt sich in der falschen Kamera-Klasse. Ja, so unterschiedlich können Meinungen und Ansprüche sein! 😉

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  3. „Sony Kameras machen nicht den Eindruck Jahrzehnte zu überstehen, Canon dagegen sehr“ und „Der einzige denkbare Grund warum das nicht passiert könnte außerordentliche Profitgier und Arroganz sein. Beides sollte Sony vorbehalten bleiben“ – was sind denn das für dümmliche Bemerkungen? Spricht nicht für die Seriosität dieses Blogs. Haben Sie mal eine Kamera der Sony A7 Reihe benutzt? Ganz sicher nicht. Bei mir ersetzt sie wunderbar das Canon System. Besonders wegen des zweifellos besseren Sensors. Nicht nur der Dynamikumfang ist weitaus größer. Der Sony Sensor kann auch grün von grün unterscheiden und nicht nur grün von rot. Und die Verarbeitungsqualität der Sony ist keine Spur schlechter als die der EOS 5D Reihe. Auch wenn sich die Sony A7 Reihe filigraner anfühlt, schlechter auf keinen Fall. Höchstens das Einstellrädchen an der Gehäuserückseite ist vielleicht einen Tick zu filigran, aber das ist nun wirklich kein Problem. Nehmen Sie mal eine manuelle Spiegelreflex aus den frühen 80er Jahren oder eine Leica in die Hand. Die fühlt sich ähnlich filigran an. Sind sie deshalb schlecht?

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  4. „Sony Kameras machen nicht den Eindruck Jahrzehnte zu überstehen, Canon dagegen sehr“ oder „Der einzige denkbare Grund warum das nicht passiert könnte außerordentliche Profitgier und Arroganz sein. Beides sollte Sony vorbehalten bleiben“ – solche Bemerkungen sprechen nicht für die Seriosität dieses Blogs und sind faktisch nicht haltbar. Als jemand, der sowohl Canon als auch Sony verwendet, empfinde ich diese vielmehr als vorurteilbehaftetes Markenbashing. Hier wird der falsche Eindruck erweckt, als seien die Kameras von Sony elektronische Wegwerf-Spielzeuge und richtige, zuverlässige Kameras würden nur von länger etablierten Kameraherstellern wie Canon, Nikon & Co. gebaut.

    Haben Sie mal eine Kamera der Sony A7 Reihe benutzt? Bei mir ergänzt sie wunderbar das Canon System. Besonders wegen des zweifellos besseren Sensors. Nicht nur der Dynamikumfang ist weitaus größer, auch die Farbdifferenzierung ist ohne Klimmzüge im RAW-Konverter wesentlich besser darstellbar. Klar kann auch jede Canon grün von rot unterscheiden. Aber bei den Aufnahmen, die ich mit der Sony mache, bekomme ich bereits in der Defaulteinstellung des RAW-Konverters, egal ob Lightroom oder C1, nicht nur irgendein Grün, sondern die Farbnuancen so, wie ich sie gesehen habe und im Bild sehen möchte. Bei Canon hat mich das bei Aufnahmen aus kritischen Lichtsituationen schon sehr viel Zeit gekostet und manchmal trotzdem nicht zu völlig zufriedenstellenden Ergebnissen geführt.
    Die Verarbeitungsqualität der Sony A7 Reihe, zumindest der IIer Generation, ist keine Spur schlechter als die z.B. der EOS 5D Reihe. Auch wenn sich die Sony A7 Modelle filigraner anfühlen, weil sie ganz einfach kleiner sind, hat dies auf die zu erwartende Lebensdauer oder Robustheit keine Auswirkung. Im Gegenteil – der Verschluss der A7r II wurde bis zu 500.000 Auslösungen getestet und die Kamera erweckt nicht den Eindruck, dass sie das nicht problemlos überstehen könnte. Der gehäuseintegrierte Stabilisator ist darüber hinaus ein enormes Plus, vor allem bei Verwendung von lichtstarken (auch Canon) Festbrennweiten, für die es sonst keine Stabilisierung gibt.

    Es wäre vollkommen falsch zu behaupten, dass Canon schlechte Kameras baut – im Gegenteil, ich fotografiere nach wie vor auch damit sehr gerne. Genauso falsch ist es allerdings, dies mehr oder weniger unverblümt über Sony zu sagen, wie es der Artikel tut. Wenn jemand mit kleineren Kameras oder einem anderen Bedienkonzept nicht so gut zurechtkommt wie mit dem, was er gewohnt ist – ok, dann ist das eine persönliche Geschmacksfrage. Deshalb die Qualität, Kompetenz und das Geschäftsgebahren eines anderen Herstellers zu diskreditieren, ist jedoch unangebracht.

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  5. Na ja, zum Thema Klappdisplay. Eigentlich benötigt man ein Klappdisplay nicht.

    Ist nur ne große Fehlerquelle die kaputt gehen kann und bei anderen Kameras auch oft tut.

    Die Kamera hat WLAN da können Sie jedes Smartphone als „beweglichen“ Monitor nutzen. Besser als jedes Klappdisplay das je könnte.

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    • Peter Roskothen

      Das sehe ich aber ganz anders, Horst. Eine WIFI-Verbindung dauert lange und bis ich die hergestellt habe, ist das Motiv entweder schon im Dunkeln oder verschwunden.
      Ich habe noch nicht ein einziges Mal von einem kaputten Klappdisplay gehört. Das wäre auch komisch, denn Canon verkauft ja genügend Klappdisplays. Die Werbung sagt doch deutlich: Klappdisplays sind klasse und sehr nützlich. Wie sonst wäre es bei einer EOS 80D erklärbar?
      Ich habe die Bedienung über das iPhone ausgiebig getestet. Die Kommunikation dauert ewig. Abgesehen davon kann ich nicht gleichzeitig eine Kamera mit der einen Hand über dem Boden halten und mit der anderen das Smartphone. Das Argument sticht also nicht.
      Ich mag das Wort „eigentlich“ unheimlich gerne. Es sagt aus, dass der Satz nicht gilt. Liest man mit diesem Wissen Ihren zweiten Satz, so ergibt sich: „Man benötigt ein Klappdisplay.“.

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    • Britta Dicken

      Hallo Horst,

      ich gebe zu, ich habe nur eine 70D, aber ich liebe mein Klappdisplay. Warum sollte ich mich auf den Boden werfen, um bodennahe Makros zu machen, wenn ich meine Kamera dort ablegen kann und wunderbar mit dem Live-View über das Klappdisplay alles regeln kann. War für mich übrigens mit ein ausschlaggebender Grund die 7DMarkII nicht zu kaufen. Ich nutze das Klappdisplay sehr häufig und würde nie auf die Idee kommen remote mit meinem Smartphone o.ä. die Kamera zu steuern. Dauert viel zu lange und ist zu kompliziert.
      Für mich ist dies eine Option die der 5DMarkIV auf jeden Fall fehlt.

      LG
      Britta

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